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Aus dem Burn-out zur Beraterin

16.06.2012 | 17:56 |  von ERICH KOCINA (Die Presse)

Als Su Busson merkte, dass sie trotz einer steilen Karriere nicht glücklich war, stellte sie ihr Leben um. Heute hilft sie als Lebensberaterin anderen Menschen dabei, ihr Leben zu verändern.

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So sieht Erfolg aus. Kaum hat Su Busson ihr Studium der Betriebswirtschaft an der WU beendet, tritt sie einen Job in einer großen Werbeagentur an. Als Kundenberaterin bekommt sie gleich viel Verantwortung umgehängt, betreut nationale und internationale Etats, fliegt dienstlich um die ganze Welt und freut sich, wie spannend und abwechslungsreich ihr Leben ist.

„Mein Leben war genauso wie das, das Heather Locklear in der Fernsehserie „Melrose Place“ geführt hat. Und genauso wollte ich immer sein.“ Doch die Rolle der knallharten Karrierefrau hat auch ihre Tücken. Schon bald nach dem Ausklingen der ersten Euphorie beginnt sie, schlecht zu schlafen. Fängt sie an, über ihr Leben nachzudenken. Den ewigen Rhythmus zwischen arbeiten und schlafen, unterbrochen nur von unzähligen Zigarettenpausen. Zeit für Sport gibt es nicht, das Essen kommt von der Tankstelle – weil beim Verlassen des Büros schon alle Geschäfte geschlossen haben. Sie fühlt sich zunehmend unwohl, erschöpft, wird anfällig für Krankheiten.

„Nach fünf Jahren war ich kurz vor dem Burn-out“, erzählt sie. Das allein ist noch nicht außergewöhnlich, von diesem Schicksal können schließlich viele berichten. Was Su Busson von ihnen unterscheidet, ist, dass sie heute oft Menschen gegenübersitzt, denen es heute so geht wie ihr damals. In ihrer Praxis in Wien Döbling hilft sie ihnen als Lebensberaterin und Coach, ihr Leben wieder in den Griff zu bekommen. „Leute, die eine Schmerzgrenze erreicht haben, die das Gefühl haben, es geht nicht mehr weiter“, das sind die Kunden, die sich an sie wenden. Oft sind es Probleme mit dem Job, aber auch Schwierigkeiten mit der Familie oder mit der Beziehung, die Menschen nach Hilfe suchen lassen.


Wunsch nach Veränderung. Was all die Hilfesuchenden verbindet, ist der Wunsch nach einer Veränderung – der aber unterschiedlich stark ausgeprägt sein kann. Die einen wissen noch gar nicht, was ihr Problem ist. Und die anderen spüren es vielleicht, trauen diesem Gefühl aber noch nicht. „Meine Aufgabe ist dann, genau zu klären, was der Patient will und wie ich helfen kann“, sagt Busson. Wobei die Hilfe nie darin bestehen sollte, dass der Lebensberater eine konkrete Handlungsanleitung gibt – sondern den Patienten dabei hilft, auf ihre innere Stimme zu hören. Damit verbunden ist natürlich vor allem, sich zumindest für eine gewisse Zeit zurückzunehmen. „In der Arbeitswelt sind alle Antennen nach außen gefahren“, meint die Beraterin. „Es ist notwendig, die Antennen einzufahren und einmal zur Ruhe zu kommen.“

In ihrer eigenen Biografie macht Su Busson zunächst einen radikalen Schnitt – sie verlässt die Werbeagentur. Die Antennen können danach zumindest ein kleines Stück zurückgefahren werden. Doch von einem geradlinigen Weg in ein glücklicheres Leben kann keine Rede sein. Denn so schnell auch klar ist, welches Leben sie nicht mehr führen will, so wenig weiß sie zu diesem Zeitpunkt, wie ein neues, ein besseres Leben für sie aussehen könnte.

Zunächst versucht sie sich als Fitnesstrainerin, macht diverse Ausbildungen. Was ihr zwar Spaß macht, doch innere Ruhe findet sie auf diese Weise nicht. Warum nicht, darauf glaubt sie heute eine Antwort gefunden zu haben: „Hanteltraining und Fitness sind Power, das habe ich ja eh schon in mir.“ Wieder steht vor allem Leistung, steht Auspowern im Vordergrund. „Was mir gefehlt hat, war eher das Entspannen, das Loslassen.“

Es beginnt eine lange und mühsame Suche durch die verschiedensten Bereiche, nach verschiedensten Methoden, von Shiatsu über Traditionelle Chinesische Medizin, Hypnose, Meditation bis zu Geistheilung. Bei all diesen Lehren kann sie etwas für sich entdecken, die größte Umstellung sieht sie aber in einem anderen Bereich: Statt Bauch-Bein-Po-Training und hartem Fitnesstraining widmet sie sich zunehmend Yoga – auch hier probiert sie die verschiedensten Richtungen aus. Schließlich absolviert sie sogar eine Ausbildung zur Yogalehrerin. Es ist für sie genau jene Art von Bewegung, bei der sie trotz aller Anstrengung entspannen kann.


Buddha und Coelho. Dass sie mit Esoterik und spirituellen Konzepten keine Berührungsängste hat, lässt sich schon bei einem Blick in ihre Praxis erkennen. Eine Buddhastatue hier, ein Kalender mit indischen Motiven dort, im Bücherregal den einen oder anderen Paulo Coelho – all das gern verwendete Requisiten auch von Menschen, die aus der Leistungsgesellschaft ausbrechen, ihre innere Ruhe finden wollen.

Aber nicht zwangsläufig Dinge, die für eine Lebensumstellung notwendig sind. „Spirituell leben kann ich auch im Alltag“, meint Busson. „Es geht mir dabei vor allem darum, den Augenblick zu genießen, einfach ,zu leben‘.“

Lebensberatung, das ist psychosoziale Unterstützung in Lebenskrisen, bei Beziehungs- und Familienfragen, aber auch bei Problemen in der Arbeitswelt. Nicht verwechseln darf man diese Arbeit mit der von Psychotherapeuten oder Ärzten – Lebensberater können keine Krankheiten behandeln. Dementsprechend kann es durchaus passieren, dass Su Busson nach dem Erstgespräch den Kunden an andere Stellen verweist. Auch das Stöbern in der Vergangenheit, um Gründe für seelische Probleme zu ergründen, findet in ihren Sitzungen nicht statt. Sie verfolgt als Coach einen anderen Ansatz: „Es geht darum, kleine Inseln zu schaffen. Dinge, die Spaß machen.“ Durch den Fokus auf das Schöne wechsle man die Perspektive und bekomme dadurch Kraft, das Problem zu lösen.


Freunde sind nicht objektiv. Als Coach sei man so etwas wie ein Motivator, der hilft, Veränderungsprozesse leichter und schneller ablaufen zu lassen. „Man selbst ist bei eigenen Problemen oft betriebsblind. Und Freunde, die man um Rat fragt, sind nicht objektiv.“ Genau deswegen gebe es einen Bedarf an Lebensberatern – so wie auch beim Fitnesstraining ein persönlicher Trainer dabei hilft, die Motivation zu halten und nicht allzu schnell die guten Vorsätze wieder über Bord zu werfen.

Nun hat Busson ihr Programm für ein glückliches Leben auch in Buchform gebracht. „Das Leben ist einfach kompliziert“ ist eine Anleitung zur Suche nach dem glücklichen Leben – ein Buch, in das sie all die Erkenntnisse gesteckt hat, die sie durch ihre Arbeit als Lebensberaterin, aber auch durch ihre persönliche Biografie gewonnen hat. Sie selbst, sagt sie, lebt jetzt genau das Leben, das zu ihr passt. Oder, um es mit anderen Worten auszudrücken: So sieht heute für sie Erfolg aus.

Su Busson
Das Leben ist einfach kompliziert. 6 Schritte zu Glück & Leichtigkeit Orac Verlag 2012, 22 Euro.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 17.06.2012)

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32 Kommentare
 
12

Schon wieder

merke ich, dass viele Leser diese Zeitung sind unglückliche, unselbstkritische Leute voller Vorurteil.
Hoffentlich kommt es nicht von Presse lesen!
Aber es freut mich auch, dass hier einige Gegenstimmen gibt, die Frau Bussson verteidigen. Ich kenne sie nicht, aber sie hat meine Achtung.

Gast: Himmelstuermer
18.06.2012 13:58
1 3

Frust ...

Unglaublich welchen Frust viele Menschen hier haben müssen?
Su Busson ist eine moderne ausgesprochen erfolgreiche Frau (vermutlich erfolgreicher als der größte Teil der Poster hier) und geht ihren Weg - und trotzdem nehmen sich viele heraus über sie zu Urteilen obwohl sie sie nicht persönlich kennen. Ich kenne sie und daher sage ich Euch: macht Euch mal einen Beratungstermin bei ihr aus - das kann Euch vielleicht den Umgang mit eurem unbändigen Frust, Neid und der Missgunst erleichtern!

Gast: Johan Meltini
18.06.2012 09:59
0 0

Beratungsgeschäft

Ein großer Teil der Beratungsbranche lebt davon, dass einige meinen, man könnte beraten werden, wie man auf dem Markt sich durchsetzt. Mit und ohne Beratung wird es nur ein kleiner Teil sein können. Das liegt am Markt und nicht an individuellen Fähigkeiten.
Aber eine Dame, die am Markt erfolgreich war, der muss wahrlich die Bude eingrannt werden. Da wird freilich ein schäner Schein erzeugt: hartes BWL und weicher Buddha, na das ist dich erbaulich.

Gast: usk
18.06.2012 09:46
1 3

vorurteile

"Du und ich wir sind eins, ich kann Dir nicht weh tun ohne mich selbst zu verletzen"-Mahatma Gandhi. Die Verinnerlichung dieser Worte, wünsche ich für all jene Menschen, die hier völlig selbstunkritisch, wenn auch stilistisch einwandfrei und doch geringgradig profilierungsneurotisch über einen Menschen urteilen, den sie nicht kennen. Da ich mich zu den glücklichen Menschen zählen darf, die Frau Busson persönlich kennen, darf ich sie alle beruhigen. Diesem "armen Mädel" wurde in ihrem bisherigen Leben viel weniger oft unter die Arme gegriffen, als sie oft und oft bereitwillig ihre Arme ausgestreckt hat, um Andere aufzufangen. Beruhigend sind da nur Lenin´s Worte: "Das Vorurteil ist von der Wahrheit weiter entfernt als die Unkenntnis" - und ich hoffe, nein ich bin davon überzeugt, dass Frau Busson das auch so sehen kann.

Zum Inhalt

Eine Karriere in der Wirtschaft ist nun mal kein Ponyhof - und schon gar keine Folge aus "Melrose Place" (wer so einen Vergleich bringt, disqualifiziert sich eigentlich schon selber).

Firmen investieren in Mitarbeiter die um die Welt reisen (Gehalt und Spesen), weil diese Leistung erbringen sollen - nicht weil sie so hübsch lächeln.

Wer nicht willens oder in der Lage ist, diese Leistung konstant zu bringen, für den ist das eben nicht das richtige.

Das gilt genauso für Frauen.

Advertorials sind laut Gesetz zu kennzeichnen


Hier könnte Ihre Werbung stehen...

...wenn sie nicht gerade wieder mal zensiert wird.

Mein Gott, sind wir heute wieder sensibel.

Gast: Remini
18.06.2012 00:11
2 4

Werbung

Ja, das ist eine Werbung. Eine Werbung dafür, aus Fehlern zu lernen, aus Schwächen Stärken zu machen und den Mut zu haben, sich zu verändern und weiterzuentwickeln.
Mit oder ohne Buddha. Mit oder ohne Berater. Wenn das jeder täte statt andere zu kritisieren und runterzumachen wäre diese Welt ein weitaus friedvollerer Ort.

"...Lebensberaterin..."

Find' ich toll das sie das Leben berät und keine Menschen!

Gast: JasonSky
17.06.2012 17:40
2 7

Su Busson

Habe den Eindruck, das es sich hier um eine Dame handelt, die ganz genau weiss was sie wie zu tun hat und der es offensichtliche wichtig ist Anderen etwas zu geben und nicht in Oberflächlichkeit zu ersticken...Darüber hinaus schaut sie auch noch blendend aus! Wünsche mir dringend mehr von dieser Sorte!!!!!!!!

Gast: Jason Sky
17.06.2012 17:37
1 6

Su Busson

Habe den Eindruck, das es sich hier um eine Dame handelt, die ganz genau weiss was sie wie zu tun hat und der es offensichtliche wichtig ist Anderen etwas zu geben und nicht in Oberflächlichkeit zu ersticken...Darüber hinaus schaut sie auch noch blendend aus! Wünsche mir dringend mehr von dieser Sorte!!!!!!!!

Gast: mmm
17.06.2012 17:32
2 0

Was ich mich frage:

Welche Krankenkasse/Behörde bezahlt das? Oder zahlen das tatsächlich Privatpersonen aus eigenem Antrieb und mit ihrem eigenem Geld?

Gast: Ein Selbstständiger
17.06.2012 16:16
2 2

Wer ist der bessere Berater?

Und schon wird gebashed was das Zeug hält...

Der "natürliche" Weg war doch immer schon, in einem Problemfall einen Menschen zu fragen, der selbiges (oder ähnliches) Poblem schon einmal hatte.
Ich z.B. kann einen Zahnarzt der mir vor Beginn der Behandlung schon eröffnet, er selber hätte überhaupt keine einzige Plombe, um mir 5 min später beim Bohren zu versichern "das könne jetzt aber noch nicht weh tun", nicht ausstehen. Zumal wenn er irrt.

Oder der seit der Pubertät perfekt gedehnte, super durchtrainierte Fitnesstrainer, der Menschen mit psychischer Fresssucht und 150 kg plus Tipps gibt und meint: Sie müssen sich halt schon mehr bewegen und weniger essen.
Er hat keine Ahnung wie es ist...

Einige Menschen habe auch so eine unglaublich Empathiefähigkeit und können ohne Selbsterleben kompensieren. Andere nicht. Freilich ist ein Ratgeber inkl. entspr. Ausbildung perfekt. ABER: Oft braucht es nur den Anstoß einer anderen Person, den Mut ZUR Änderung zu finden. Das kann die Dame liefern.

Dass die Dame im Artikel zumindest den Mut findet einmal im Leben zu reflektieren, nicht dem Alkohol oder Modedrogen verfällt wie zig tausende andere, nicht zur Stressfresserin wird, nicht der Krankenkasse auf der Tasche liegt, ist von meiner Seite inkl. ihrer Fähigkeit sich gut zu vermarkten neidlos anzuerkennen und weit mehr als die meisten je zustande bringen.
Wenn sie ernste Burn-out Fälle dann seriös weitervermittelt an "Fachkräfte", ist doch alles wie es sein soll, oder nicht?

MFG

hut ab

mit ein paar touristischen buddhastatuen und lektüre des esoterikblblaschwachsinns des herrn coelho geld zu verdienen.

anerkennung, trotz neid. :-)
es gibt immer noch einfacher gestrickte als man selbst und die zahlen dann.

wieso kam ich nicht auf die idee;-) ev noch blöder ;-(

Antworten Gast: WKO
17.06.2012 15:44
2 0

Zum Trost

Im Unterschied zu selbsternannten Coaches muss ein Lebensberater eine mehrjährige, fachlich fundierte Ausbildung absolvieren. Das Gewerbe ist ziemlich streng reglementiert. Soweit ich weiß, gibt es den Schein weder auf Fernreisen zu kaufen noch wird er an alle Leser von Coelho ausgestellt. Soviel zu Ihrem Trost!

0 0

Soviel zu Ihrem Trost!

egal wie lange man diesen Schwachsinn studieren muss!!

....es gibt immer noch einfacher gestrickte als man selbst und die zahlen dann...

nein falsch, es gibt wesentlich mehr "ver-studierte" die diese Prozedur über sich ergehen lassen
koste es was es wolle
um dann zur erkennen das die innere leere doch bleibt!

Antworten Antworten Gast: Gast lupo
17.06.2012 18:39
1 0

Re: Zum Trost

In 5 Semestern insgesamt nur 1300 UE zu absolvieren zeigt überhaupt nicht von einer fachlich fundierten Ausbildung.

"" Ausbildungsplan kann unter anderem bei "Wilak.at" nachgelesen werden ""

P.S.: Bei den hohen Kosten die von den verschiedensten Instituten für die sogenannte Ausbildung verlangt werden scheint es nur eine Geldfrage zu sein um ein Diplom zu erwerben.

Gast: Minirockerl
17.06.2012 11:45
7 2

Quotistin

Die ist mit der Realität konfrontiert worden, daß eine Quote und ein Minirockerl zwar zu einem schönen Posten verhilft, bloß die Fähigkeiten ändern sich dadurch nicht und dann werden sie auf einmal gemobbt und burnen out.

Antworten Gast: yoshi1
17.06.2012 12:18
4 6

Re: Quotistin

Tut mir leid Ihnen das so mitzuteilen, aber Sie sind entweder dumm oder einfach nur neidig, dass eine junge Frau in Ihrem Job weiter gekommen ist, als Sie es je werden.

Warum? Weil das durchschnittliche Privatunternehmen garantiert keine Quotenfrauen einstellt. Zumindest wenn sie nicht gleich gut wie ihre Mitbewerber ist. Für so einen Posten bewerben sich auch garantiert mehrere dutzend Frauen alleine. Wenn Sie wirklich glauben, dass dann keine der Bewerberinnen gut genug ist, sind Sie obendrein sexistisch.

Und kommens mir jetzt nicht daher, dass sie Frau Bussun aufgrund des Artikels oben hinlänglich analysieren könnten.

0 0

Re: Re: Quotistin

Kundenberater in Werbeagenturen sind überwiegend weiblich. Genau das ist auch eine ihrer Hauptaufgaben. Die Kunden sollen ja gehalten werden.

"... bewerben sich auch garantiert mehrere dutzend (sic!) Frauen alleine ..."

Nur weil sie sich alleine - also ohne in Begleitung eines Mannes - bewerben, ist das noch nicht ausreichend für eine höhere Qualifikation.

Antworten Antworten Antworten Gast: yoshi1
17.06.2012 15:13
0 5

Re: "... bewerben sich auch garantiert mehrere dutzend (sic!) Frauen alleine ..."

Danke, kurz musste ich schmunzeln. Aber wenn nichts weiter als Formulierungsmängel anzuprangern sind lache ich auch gerne einmal über mich selbst ;-)

Gast: 24354143
17.06.2012 09:25
12 2

Hurra wir werden Coach!

Werbung sollte doch gekennzeichnet sein, oder?


Quatsch als Prinzip

Ja, so sieht es aus, das spirituelle Feld der "letzten Menschen" (Oswald Spengler, "Jahre der Entscheidung", 1933) in der Moderne:
Vom Schlund der WU mit ihrem heutigen BWL-Managementquatsch in eine x-beliebige Arbeitsbude ausgespien und dort psychisch verkrüppelt, mixe ich mir in meiner Verzweiflung alles aus 08/15-Literatur zusammen und probiere in bunten Farben einfach herum. Natürlich beziehe ich mich dabei auf außereuropäische Modetrends wie "Yoga", der übrigens seit dem 19. Jh. in Indien westlich verbrämt und mit indischem modernen Bodybuilding vermischt wieder nach Europa re-importiert worden ist.

Was persönlich als Stümperei noch vertretbar erscheint, ist als Berufskonzept gefährlich für Menschen, die wirklich Hilfe brauchen. Denen nützt kein lachender Buddha, keine Mainstream-Belletristik und keine "Lebensberatung" im Nonsens-Modus der "inneren Stimme". Ich werde das Gefühl nicht los, die Praxis im 19., der wohlwollende Presseartikel und die Möglichkeit, so einen Nonsens in Buchform zu bringen, haben etwas mit gut betuchten Eltern zu tun, die dem armen Mädel unbedingt unter die Arme greifen mussten - oder wir sind ganz einfach wirklich zu den letzten Menschen im Spengler'schen Sinne geworden!

Quatsch als Prinzip

Ja, so sieht es aus, das spirituelle Feld der "letzten Menschen" (Oswald Spengler, "Jahre der Entscheidung", 1933) in der Moderne:
Vom Schlund der WU mit ihrem heutigen BWL-Managementquatsch in eine x-beliebige Arbeitsbude ausgespien und dort psychisch verkrüppelt, mixe ich mir in meiner Verzweiflung alles aus 08/15-Literatur zusammen und probiere in bunten Farben einfach herum. Natürlich beziehe ich mich dabei auf außereuropäische Modetrends wie "Yoga", der übrigens seit dem 19. Jh. in Indien westlich verbrämt und mit indischem modernen Bodybuilding vermischt wieder nach Europa re-importiert worden ist.

Was persönlich als Stümperei noch vertretbar erscheint, ist als Berufskonzept gefährlich für Menschen, die wirklich Hilfe brauchen. Denen nützt kein lachender Buddha, keine Mainstream-Belletristik und keine "Lebensberatung" im Nonsens-Modus der "inneren Stimme". Ich werde das Gefühl nicht los, die Praxis im 19., der wohlwollende Presseartikel und die Möglichkeit, so einen Nonsens in Buchform zu bringen, haben etwas mit gut betuchten Eltern zu tun, die dem armen Mädel unbedingt unter die Arme greifen mussten - oder wir sind ganz einfach wirklich zu den letzten Menschen im Spengler'schen Sinne geworden!

Gast: maurerlehrlingisteinberuf
17.06.2012 06:27
10 1

lebensberaterin -

fürwas und für wem? die wird doch mit ihrem eigenen leben nicht fertig

 
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