Handel: Die Packung schrumpft, der Preis bleibt

11.12.2012 | 12:37 |   (DiePresse.com)

Seit die EU keine fixen Verpackungsgrößen mehr vorschreibt, setzen die Unternehmen oft versteckte Preiserhöhungen durch. Das zeigt eine Erhebung der Arbeiterkammer.

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Seit 2009 schreibt die EU keine fixen Verpackungsgrößen mehr vor. Früher gab es Kaffee zum Beispiel nur in den Größen 250 und 500 Gramm. Mittlerweile können alle möglichen Größen angeboten werden, was den Verbrauchern den Preisvergleich erschwert.

Die Arbeiterkammer Kärnten erhebt nun regelmäßig, wie sich Preise und Packungsgrößen mit der Zeit verändern. Der neueste Test zeigt, dass bei 26 Produkten die Packung kleiner wurde, der Preis aber derselbe blieb. Beispiel: Im Oktober 2011 kosteten vier Seifenstücke à 100 Gramm von Palmolive 2,40 Euro. Heute gibt es für den gleichen Preis nur noch vier mal 90 Gramm. Beim Spülmittel "Pril" schrumpfte die Packung, und der Preis stieg.

Ähnliches beobachteten die Konsumentenschützer bei Gewürzen und Waschmittel. Die AK rät dazu, stets die Grundpreise zu vergleichen, die im Supermarkt oder in der Drogerie mittlerweile gut ersichtlich seien. So wird dort in den meisten Fällen ausgeschildert, was ein Produkt je Kilo oder Liter kostet.

Mogelpackungen: Die Tricks der Lebensmittelkonzerne

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(weber)

 
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11 Kommentare
Revolutionärer Geist
18.12.2012 19:33
0

Weiterer Trick

Supermärkte hängen oft falsche Preisschilder auf. Bsp von heute: Supermarkt: Kauf v. Kürbiskernöl: lt Preisschild € 5,49 an der Kassa plötzlich € 6,49!
Vorteil für Konsumenten: Preis lt Anhang gilt, Differenz erhalten!

Schlitzohr
14.12.2012 08:21
0

Prost! Mahlzeit! Danke!

Die Trickserei hat Methode. Was nicht ganz nachvollziehbar ist: Wir fressen die unterschobene „Krot“ rundweg widerstandlos!
Als wären wir rechnerisch-geistig noch im Vorschulalter steckengeblieben, werden wir von gewinngierigen Anbietern als Konsumenten, schematisch ausgebremst.

OGHaHa
12.12.2012 21:58
2

Was nützt das Jammern, wenn die Konsumentenschützer in der EU offensichtlich machtlos sind?

Bei Wurst oder Lachs etc. ist das Verhältnis Inhalt zu Verpackung ein Skandal.

Bald ist nur noch verpackter Geruch drinnen.

Mafiajaeger
12.12.2012 18:57
2

umsatzgrenzen

bei stagnierender bevölkerung müsste es stagnierende lebensmittelumsätze geben - wie blad sollen wir noch werden?!

im milchregal..... Zuerst 90% erivate von milch zu überhöhten preisen aber gut für die verdauung - die blöde kundschaft kauftsbund glaubts (die kirche ist wegen kindessmissbrauchsfaellen nicht mehr populär) dank massiver gehirnwäsche/manipulation (werbung) und kaufts daher auch.

zuhause in der pause bis zum werbeblock dämmerts manchen doch und sie beginnen sich zu erheben, doch dann siegt der zucker und das lähmende fett und der kreislauf beginnt am morgen....


Mafiajaeger
12.12.2012 18:26
2

Die Verantwoetlichen in der EU

wurden hier ganz offensichtlich gekauft.

Anders ist diese Entscheidung GEGEN die Interessen von einer halben Milliarde Bürger nicht zu erklären.

--> MAFIA

Mafiajaeger
12.12.2012 18:23
0

Pfeffer

wird zb nur in mini mengen verkauft, in augenhöhe pfeffermühlen zum wegwerfen...

Pfeffer müsste als das meistverwendete gewürz neben salz auch im supermarkt in halbwegs sinnvollen gebinden angeboten werden.

zur info 1 kg dürfte rd. 20.-€ kosten!

rechnen Sie mal nach wieviel das beim Supermarkt Ihres Vertrauens kostet!!!

Stattdessen wird hier im zusammenspiel von gewürzlieferant und supermarkt der kunde gnadelos abgezockt

Da werden

civil liberties
11.12.2012 19:46
0

das ist versteckte inflation - damit dem volk nicht bewusst wird, wie schnell ihre waehrung wertlos wird


kritikus.at
11.12.2012 18:06
1

War das nicht eh der Sinn der Sache?

Business as usual im EU-Management. Einmal für den Gigl, einmal für den Gogl - aber niemals im Sinne der Bürger. Gibt es wirklich noch jemanden, der anderes erwarten würde? ;-)

Ertl
11.12.2012 14:24
6

Industrielobby gegen Konsumenten

Wieder einmal hat sich die Handels-u.Industrielobby zu Lasten der Konsumenten durchgesetzt.Genau davor wurde bereits im Vorfeld gewarnt.Und zusätzlich scheinen diese "versteckten" Preiserhöhungen in keiner Inflationsrate auf,was diese Statistiken noch mehr verfälscht als es ohnehin schon der Fall ist.Mit der Grundpreisauszeichnung hat das auch wenig zu tun denn früher waren eben z.B. 10dkg Wurst verpackt und heute sind es nur mehr 8dkg,10dkg werden kaum mehr angeboten und wenn man das Produkt kaufen will,zahlt man auch den Preis unter dem Motto "mehr für weniger" und akzeptiert damit die Handlungsweise mangels Alternative.

Cagliostro
11.12.2012 13:43
7

Genau deswegen hat die IG Großkapital,

auch als "EU" bekannt, das ja gemacht.

Antworten achill
11.12.2012 17:29
2

Re: Genau deswegen hat die IG Großkapital,

und bekommt dafür auch den PackungsMOGELPreis.

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