20.06.2013 00:38 Merkliste 0

Slowenien: Wo die Vergangenheit der Zukunft im Wege steht

HANS WINKLER (Die Presse)

Reformstau. Nach dem überraschenden Sieg des linken Populisten Zoran Janković: Ist in dem tief gespaltenen Land überhaupt ein Neustart möglich?

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Sieg der balkanischen Werte“ schrieb das slowenische Nachrichtenmagazin „Demokracija“ auf seiner Titelseite zum Ausgang der vorgezogenen Parlamentswahl vor zwei Wochen. Unterlegt war der Text mit einem Bild des Überraschungssiegers Zoran Janković beim Bieranstich.

Der Titel ist ein doppelter Sarkasmus: Slowenien hat sich nie als zum Balkan gehörig gefühlt und tut seit der Erringung der Unabhängigkeit so, als habe es nie zu Jugoslawien gehört und mit dem Kommunismus nie etwas zu tun gehabt. Was mit balkanischen „Werten“ gemeint ist, weiß jeder: Korruption und wirtschaftliche Ineffektivität, Nationalismus (der in Slowenien allerdings sorgsam versteckt wird), Selbstüberschätzung und eine typische Art, dem anderen jede Schlechtigkeit zuzutrauen.Dass Slowenien einmal mit diesen „balkanischen Werten“ in Verbindung gebracht werden würde, hätte sich vor ein paar Jahren noch niemand träumen lassen. Das Land hielt sich selbst für eine Art Musterland unter den postkommunistischen Ländern und wurde auch von der Außenwelt so behandelt. Es schien wirtschaftlich erfolgreich zu sein und wurde 2007 als erstes der Reformländer in die Eurozone aufgenommen.

 

Musterland hat Ruf verspielt

Diesen Ruf hat Slowenien aber inzwischen gründlich verspielt. Das wird gerade im Vergleich mit der Slowakei deutlich, die zu Beginn der marktwirtschaftlichen Transformation weit zurücklag, heute aber viel besser dasteht.

Dabei ist Slowenien in Wirklichkeit kein Reformland. Es ist das einzige der ehemals kommunistischen Länder, das nie eine formellen Bruch mit der Vergangenheit vollzogen hat, einen faktischen schon gar nicht. Nirgends außer in Rumänien sind die alten kommunistischen Seilschaften so ungebrochen einflussreich wie hier.

Sie kontrollieren die meisten Medien und die noch immer dominierende Staatswirtschaft. Slowenien genierte sich nicht einmal, das Bild eines kommunistischen Partisanenführers auf die Zwei-Euro-Münze zu prägen. In der Politik erscheinen immer wieder dieselben Namen in verschiedenen parteipolitischen Konstellationen.

Typisch für diese Rochaden ist die Vorgeschichte dieser Parlamentswahl. Nachdem die traditionellen Linksparteien in der Koalition um den Sozialdemokraten Borut Pahor total abgewirtschaftet und jede Glaubwürdigkeit verloren hatten, versuchte die Gruppe um den einstigen kommunistischen Parteichef und späteren Staatspräsidenten Milan Kučan das Vakuum mit neuen Parteien zu füllen. Mit durchschlagendem Erfolg.

Die von Janković geführte Liste „Slowenien Positiv“ trat zum ersten Mal an und wurde auf Anhieb stärkste Partei. Janković gilt als persönliche Wahl Kučans. Der Sohn einer slowenischen Mutter und eines serbischen Vaters war früher Manager der Kaufhauskette Mercator und ist jetzt Bürgermeister von Laibach. Seine Popularität in der Hauptstadt ist groß. Die Stimmen der rund 200.000 Serben im Land waren ihm auch sicher.

Janković gilt als „Macher“, wenngleich seine Taten für die Hauptstadt umstritten sind. Die meisten Rechnungen für das neue Stadion wurden nicht bezahlt, was viele private Firmen in den Konkurs getrieben hat. Dass seine beiden Söhne in dubiose Geschäfte verwickelt sind, störte die Wähler offensichtlich nicht.

Slowenien hat nie ernsthafte marktwirtschaftliche Reformen durchgeführt. Die Folgen werden nun in der Krise sichtbar: Slowenien hat heute mit 55 Prozent eine der höchsten Abgabenquoten der Welt, die Privatwirtschaft trägt nur die Hälfte zum Sozialprodukt bei, der Arbeitsmarkt ist streng reguliert, Privatisierungen verschleppen sich oder vollziehen sich im Dunstkreis der alten Lobbies. Ausländischen Investoren wird der Markteintritt schwer gemacht, die Banken sind zu zwei Dritteln in Staatsbesitz und leiden unter den faulen Krediten, die sie über politische Kanäle zu vergeben haben.

 

Das Desaster der Pahor-Jahre

Noch zur Jahrtausendwende waren 50 Prozent der Unternehmen im Staatseigentum – in der Tschechischen Republik und in der Slowakei waren es nur noch 25 Prozent. Eine Umstrukturierung der politisch gesteuerten gemeinwirtschaftlichen Unternehmen wurde unterlassen, während Überregulierung die Umstrukturierung privater Unternehmen behinderte.

Bereitwillig stellten die staatlichen Banken den slowenischen Oligarchen Kredite zur Verfügung, mit deren Hilfe sie das weitgestreute „soziale Eigentum“ in ihren Händen zentralisierten.

Wirtschaftlich waren die drei Jahre der Regierung Pahor ein Desaster. Die Staatsverschuldung hat sich seit 2008 fast verdoppelt. Produktivität und Wettbewerbsfähigkeit der slowenischen Unternehmen haben deutlich abgenommen, der krisenbedingte Wachstumseinbruch zählt im EU-Vergleich zu den höchsten.

Zur Zeit der vorhergehenden konservativen Regierung von Janez Janša hatte die Rating-Agentur Moody's das Ranking slowenischer Anleihen noch gehoben, jetzt wurde Slowenien wieder herabgestuft. Moody's vermutet, dass sich große Staatszuschüsse an die Banken nicht vermeiden lassen, was die Staatsschulden noch mehr in die Höhe treiben würde. Slowenien könnte bald auf der von Griechenland angeführten Problemliste der Eurozone landen.

 

Lieblingsfeind der Linken

Für die bürgerliche Opposition ist der Wahlausgang ein Unglück. Der Demokratischen Partei war ein sicherer Sieg vorausgesagt worden, nun ist der spröde Janša zum zweitenmal hintereinander in einer Wahl gescheitert. Janša, der seine Karriere im kommunistischen Jugendverband begann, dann als Dissident verfolgt wurde und schließlich eine Wandlung zum marktwirtschaftlich-liberalen Demokraten vollzog, ist der Lieblingsfeind der Linken. Das wohl auch deshalb, weil er die internen Mechanismen und Methoden dieser Machtzirkel zu gut kennt.

Die verschiedenen Parteien der Regierung Pahor würden nur durch den Hass auf Janša zusammengehalten, spottete die Zeitung „Vecer“ in Marburg einmal.

Am Versuch, Slowenien gründlich zu reformieren, war freilich auch Janša mit seiner konservativen Regierung von 2004 bis 2008 gescheitert. Eine tragfähige bürgerlich-konservative Regierungskonstellation ist jetzt nicht mehr zu sehen, selbst wenn die bürgerlich-liberale Liste Virant, die neu ins Parlament einzog, sich Janša zuwenden sollte. Gregor Virant war Minister unter Janša, er ist aber auch mit der Frau von Janković verwandt. Er hat sich alle Optionen offengehalten, seine Entscheidung werde von den „Bedingungen“ eines Koalitionsangebotes abhängen.

 

Veränderte Parteienlandschaft

Janković wird wenig Schwierigkeiten haben, solche Bedingungen zu erfüllen. Er hat seinerseits angekündigt, er werde versuchen, einzelne Abgeordnete der Rechten auf seine Seite zu ziehen. In seinen Methoden war er nie zimperlich. Es wäre also nicht überraschend, wenn dabei ganz diskret auch Geld fließen würde. Auch das wäre keine Neuigkeit in der nach- bzw. spätkommunistischen politischen Geschichte Sloweniens. Auch wenn die Parteienlandschaft bei dieser Wahl völlig umgekrempelt wurde, hat sich an der tiefen Spaltung des Landes nichts geändert.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 19.12.2011)

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15 Kommentare
Gast: Ein Laibacher
21.12.2011 17:10
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Hans Winkler, was steht Ihnen im Wege eine objektive Analyse zu schreiben?

So eine einseitige Anschauung sieht man echt selten. Schon das Zitieren der Partei-Zeitung von Janez Janša lässt es erwarten, dass hier was nicht stimmt.

Wieso ist die Münze mit einem Soldaten problematisch? Er kämpfte gegen Nazi-Deutschland und wurde dadurch in 1944 (!) getötet.

Dass Milan Kučan jetzt plötzlich als ein Mafiachef aus dem Hitergrund gesehen wird, ist auch eine Paranoia. Dem Kučan traut man in Slowenien noch immer, sein Einfluss auf die Meinung der Menschen ist gross, so viel ist wahr. Und kaum etwas mehr.

Dass Slowenien manche marktwirtschaftliche Reformen langsam durchgeführt hat, stimmt. Es gab aber deswegen keinen wilden Verkauf der Staatsfirmen und Infrastruktur, wie in Ungarn oder der Slowakei an z.B. österreichische Firmen. Slowenien geht es trotzdem (oder deswegen?) noch immer besser.

Seit wann leben in Slowenien 200.000 Serben? Laut Wikipedia sind es etwa 40.000! Und: sollte uns die Herkunft von Jankovic allein stören?

Es stimmt, dass die Banken schlechte Kredite für dubiose Privatisierungsprojekte gaben. Dieser Prozess wurde aber nicht nur von linken Parteien unterstützt – Janez Janša zögerte nicht mal eine Sekunde daraus zu profitieren, als er 2004-2008 Ministerpräsident war.

Jankovič ist kein Engel. Er ist aber für die meisten Slowenen trotzdem akzeplabler als Janez Janša und seine destruktive, revanchistische Partei. Dort steckt der echte Populismus, den vor allem in Städten lebende, ausgebildete Leute keinerlei unterstützen können.

Antworten Gast: der Slowene
23.12.2011 07:33
0 0

Re: Hans Winkler, was steht Ihnen im Wege eine objektive Analyse zu schreiben?

Laibacher, du lebst in Sloweniscem drek unter Einfluss von Slovenische Media. Ein schrecklickes Leben. Leider muss ich auch hier Leben wo noch immer die Kalte Wind von Sybirien weht.

Antworten Gast: Luzifer
22.12.2011 00:33
0 0

Re: Hans Winkler, was steht Ihnen im Wege eine objektive Analyse zu schreiben?

Was hat der "Laibacher" gegen Hans Winkler. Der hat ja die im Keller der Slowenen vergrabenen "Leichen" nicht einmal erwähnt: oder wollen Sie Abstreiten, daß die Tito-Partisanen nach dem Sieg über die Hitlertruppen Volksdeutsche, Wehrmachtsangehörige und Kollaborateuer in großer Zahl bei lebendigem Leib in Schluchten gestürzt oder sonst ohne Gerichtsverfahren ermordet haben. Diese Verbrechens wurden durch die AVNOJ-Dekrete amnestiert - zur ewigen Schaden der anständigen Slowenen!

Antworten Antworten Gast: Ein Laibacher
22.12.2011 16:34
0 0

Re: Re: Hans Winkler, was steht Ihnen im Wege eine objektive Analyse zu schreiben?

Beim Hans Winkler stört mich einfach, dass hinter seinem Artikel keine objektive Analyse des Geschehens in meinem Land steht. Ein Journalist sollte bei seiner Arbeit viel mehr in Rücksicht nehmen als nur die Meinung seiner Lieblingspartei.

Er hat die Verbrechen der Partisanen nicht erwähnt, so sollte mich doch nichts stören, oder? Was für eine Logik ist denn das?

Die kriminellen Taten der Tito-Armee in 1945 und später sind anerkannt und sollen auch nicht vergessen werden. Leider plagen sie unser Land und die Nachbarländer noch immer. Ich finde es gut, wenn darüber objektiv geschrieben wird. In diesem Artikel handelt es sich aber um einen während (!) des Krieges gestorbenen Partisanen.

Damals waren die Partisanen eine bunte Gruppe von Menschen mit unterschiedlichsten Ideen (Kommunisten, Sozialisten, Konservative, Katoliker...). Sie hatten einen gemeinsamen Feind und haben sich deswegen im Kampf vereint. Die Kommunisten spielten jedoch die wichtigste Rolle, haben später die Situation für eine Revolution ausgenutzt und auch grausame Verbrechen begangen.

Der Soldat auf der Münze starb, als die Armee noch völlig legitim war. Er symbolisiert den antinazifaschistischen Kampf genauso wie alle Amerikaner, die bei der Landung in Normadie umkamen. Wäre einer von ihnen auf einer Dollar-Münze zu finden, wäre das auch ein Problem? Seine USA-Armee hat doch später nicht tausende, sondern Millionen umgebracht - in Korea, Vietnam, Irak...

Antworten Antworten Antworten Gast: Luzifer
23.12.2011 01:29
0 0

Re: Re: Re: Hans Winkler, was steht Ihnen im Wege eine objektive Analyse zu schreiben?

Auch nach Kriegsende war das Leben der von Kollaborateuren, Volksdeutschen keinen Pfifferling wert! Untaten geschahen großteils nach dem Waffenstillstand und wurden pauschal mit den erwähnten AVNOJ-Dekreten amnestiert! Dadurch bleiben -bewußt - viele gemeine Verbrechen ungesühnt! Offen gesagt: ein Schandfleck auch für die Slowenen: denn man kann nicht ständig von Demokratie und Menschenrechten reden und gemeine Morde ungesühnt lassen! Da tut sich eine Glaubwürdigkeitslücke auf!

Gast: Ein Steirer
21.12.2011 09:31
0 0

Leider stimmt es

Seit Slowenien im Jahre 1918 die ehemalige Monarhie verlassen hatte ging es mit dem Land ununterbrochen hinunter tiefer und tiefer in Dreck!
Erstenst die Ehe mit Serben und Croaten in Königheit SHS, dann mit sowiet kommunisten allias Tito. Beides hat Slowenien die tiefesten Todeswunden zugemacht!
Das Land wäre möglichst mit allen in einer hoch Freundschaft gewesen, so mit jenen ehrlichen als mit nicht-Freunden. Es geht aber nicht so.
Man hat das Gefühl, dass dieses Land weisst nicht mehr was es überhaupt will! Wie ein Irre. Jeder weisst wie einem Irre endet sein Weg..

Auf ihrem Denkmal wird es stehen: ... es ist in ihrem Unschuldigkeit und in ihrem Schönheitsblühen, viel zu jung verstorben!

Gast: Ein Steirer
21.12.2011 09:30
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Leider stimmt es

Seit Slowenien im Jahre 1918 die ehemalige Monarhie verlassen hatte ging es mit dem Land ununterbrochen hinunter tiefer und tiefer in Dreck!
Erstenst die Ehe mit Serben und Croaten in Königheit SHS, dann mit sowiet kommunisten allias Tito. Beides hat Slowenien die tiefesten Todeswunden zugemacht!
Das Land wäre möglichst mit allen in einer hoch Freundschaft gewesen, so mit jenen ehrlichen als mit nicht-Freunden. Es geht aber nicht so.
Man hat das Gefühl, dass dieses Land weisst nicht mehr was es überhaupt will! Wie ein Irre. Jeder weisst wie einem Irre endet sein Weg..

Auf ihrem Denkmal wird es stehen: ... es ist in ihrem Unschuldigkeit und in ihrem Schönheitsblühen, viel zu jung verstorben!

Stimmt

Ich lebe in Slowenien und stimme mit diesem Kommentar uberall! Sehr gute Beobachtung. Slowenien wird nicht mehr mein Land, weil die Kommunisten haben es von dem Volk gestohlen mittels Medien und Korruption. Der Volk hat Gehirrn vollig gewaschen.

Gast: der Slowene
21.12.2011 08:34
0 0

Stimmt

Ich lebe in Slowenien und stimme mit diesem Kommentar uberall! Sehr gute Beobachtung. Slowenien wird nicht mehr mein Land, weil die Kommunisten haben es von dem Volk gestohlen mittels Medien und Korruption. Der Volk hat Gehirrn gewaschen.

Gast: Slovenc
20.12.2011 15:50
0 0

2 Euro Münze

Wie kommt der Verfasser auf die Idee das unser grösster Dichter Dr. France Preseren ein Kommunist war?


Re: 2 Euro Münze

Nicht France Prešern, sondern kommunistischen terrorist Franc Rozman.

Antworten Gast: Slovenka
20.12.2011 23:30
0 0

Re: 2 Euro Münze

Weil er keine Ahnung hat.

Gast: Schlage vor,
19.12.2011 19:00
2 0

den Volksdeutschen

ihr beschlagnahmtes Eigentum und ihre bis heute besetzten Betriebe zurückzugeben.

Dann kommt auch der Investitions- und Modernisierungsschub, den die Untersteiermark und Sowenien brauchen.

Gast: Vili
19.12.2011 15:49
0 0

Slowenien

Es freut mich, dass die Österreichische Bürger so gut über die politische und wirtschaftliche Lage in Slowenien informiert werden. Man könnte natürlich was zugeben aber im Allgemein ist alles korrekt und pünktlich beschrieben.

Gast: Marburg an der Drava
19.12.2011 10:16
1 0

Sicht eines Erzkonservativen...?

Ihre "Abrechnung" ist jene eines Erkonservativen mit klassischem "schwarz-weiss" Denkmuster. Sicherlich ist Slowenien in einer grossen wirtschaftlichen und politischen Krise. Zudem ist das Land auch nicht so kommunistisch wie von Ihnen dargestellt. Die starke Rolle des Staates in der Wirtschaft ist ja keine slowenische Sonderheit, sondern kommt beispielsweise in Frankreich auch sehr stark zur Geltung. Rumänien ist zudem ein anderes kommunistisches Kaliber gewesen. In Slowenien haben führende Kommunisten seinerzeit den Wandel eingeleitet und die LDS unter Drnovsek versuchte immer eine Kurs der Mitte zu fahren. Slowenien hat heute ein politisches Patt und keinen Linksruck.
Auch wenn die Reformen für Slowenien in den Bereich Staatsfinanzen, Renten, Gesundheit und Privatisierung zwingend nötig sind, so hinkt Slowenien den meisten Osteuropäern nicht hinterher bzw. wurde eingeholt. Einzig Polen ist auf einen soliden Weg, aber die Slowakei hat ebenfalls noch einen langen Weg vor sich, um das Lohnniveau Sloweniens zu erreichen.
Was die Lobbies und die Vetternwirtschaft angeht, so haben Sie den Punkt getroffen. Wenn man aber aus Deutschland auf Österreich blickt, dann bekommt man den gleichen Eindruck von Seilschaften und Freundschaftsdiensten und unklaren Trennlinien zwischen Politik, Institutionen und Wirtschaft - und Österreich war meines Wissens nie kommunistisch...

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