Alte Meisterinnen

Es gab sie, Malerinnen des 14. bis 18. Jahrhunderts. In der Kunstbranche erleben sie gerade eine längst fällige Renaissance.

Shapero Rare Books hat auf der Kunst- und Antiquitätenmesse Tefaf (The European Fine Art Fair), die derzeit in Maastricht stattfindet, Illustrationen der deutschen Naturalistin Maria Sibylla Merian im Angebot. Das Städel-Museum in Frankfurt und das Kupferstichkabinett der Staatlichen Museen zu Berlin zeigen heuer Ausstellungen der Künstlerin anlässlich ihres 300. Todestags. Sie gehört zu den wenigen Alten Meisterinnen, die zwar bekannt, aber bis dato kaum beachtet wurden. Das ändert sich jetzt offenbar.

Ausstellungen. Eine Ausstellung der französischen Porträtmalerin Elisabeth Louise Vigée Le Brun im Grand Palais in Paris, dem Metropolitan Museum in New York und der National Gallery of Canada in Ottawa im Vorjahr hat sich als Publikumsmagnet herausgestellt. Die Tate in London hat gerade ein Porträt der Malerin Joan Carlile erstanden, und das Museo di Roma zeigt bis 7. Mai 30 Gemälde von Artemisia Gentileschi, einer der herausragendsten weiblichen Malerinnen ihrer Zeit. Eike Schmidt, Direktor der Galleria degli Uffizi in Florenz, hat anlässlich des Internationalen Weltfrauentags eine Ausstellung der Nonne Schwester Plautilla Nelli initiiert und sich dazu bekannt, künftig mehr Malerinnen zu zeigen.

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 12.03.2017)

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