25.05.2012 20:18 | Meine Presse Merkliste 0

Weg in die Zukunft: Die auf Gemeinwohl umgepolte Wirtschaft

CHRISTIAN FELBER (Die Presse)

Es gibt eine Alternative zu kapitalistischer Markt- und zu zentralisierter Planwirtschaft: die Gemeinwohl-Ökonomie.

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Gleich 88 Prozent der Deutschen und 90 Prozent der Österreicher wünschen sich eine neue Wirtschaftsordnung. Die Gemeinwohl-Ökonomie bietet dabei eine Alternative zu kapitalistischer Markt- und zentraler Planwirtschaft. Sie baut auf humanen Werten auf und misst ihre Umsetzung in einer neuen unternehmerischen Hauptbilanz.

Drei frappierende Widersprüche kennzeichnen die gegenwärtige Wirtschaftsordnung.

• Erstens: Die Grundkoordinaten des Wirtschaftens – Gewinnstreben und Konkurrenz – fördern nicht vorrangig Beziehungswerte, sondern Eigennutz.

• Zweitens: Wir messen nicht das, was uns eigentlich wichtig ist – Vertrauen, Sicherheit, Wertschätzung, Bedürfnisbefriedigung –, sondern Geldaggregate.

• Drittens: Obwohl sich Hinweise aus Neurobiologie, Spieltheorie, Sozialpsychologie und Glücksforschung verdichten, dass Geld, Egoismus und Konkurrenz nicht die stärksten Motivatoren für Menschen sind, bauen wir die Anreiz- und Entlohnungssysteme sowie die gesamte Wirtschaftsordnung nach wie vor auf diesen (obsoleten) Koordinaten auf.

 

Umstellung der Systemweichen

Das von einem Kreis von Unternehmern gemeinsam mit mir ausgearbeitete Modell der Gemeinwohl-Ökonomie versucht diese Widersprüche aufzulösen, indem sie zentrale Systemweichen umstellt und das Streben der individuellen ökonomischen Akteure vom vorrangigen Eigennutz auf den Vorrang des Gemeinwohls „umpolt“.

Das Gemeinwohl soll nicht länger der erhoffte Nebeneffekt des individuellen Vorteilsstrebens sein, sondern zum Zweck der wirtschaftlichen Privatinitiative werden, die das Wohl des Einzelnen einschließt. Adam Smiths historischer Ausspruch „Nicht vom Wohlwollen des Bäckers, Brauers, Metzgers erwarten wir unsere tägliche Mahlzeit, sondern davon, dass sie ihre eigenen Interessen verfolgen“ wird geglättet auf „Vom Wohlwollen aller Wirtschaftsakteure erwarten wir das Wohl aller“.

 

Ein neues Verständnis von Erfolg

Die erste Systemweiche, die dabei umgestellt wird, ist das Verständnis von unternehmerischem „Erfolg“: Dieser sollte nicht länger mit Finanzgewinn gleichgesetzt werden. Finanzgewinn sagt genauso wenig über den eigentlichen Sinn des Wirtschaftens aus wie ein höheres BIP über gesamtgesellschaftlichen Wohlstand: Ein höheres BIP kann mit höherer Arbeitslosigkeit, ungerechterer Verteilung, Umweltzerstörung und sogar aktiver Kriegsführung einhergehen; ein höherer betrieblicher Finanzgewinn mit weniger sozialer Sicherheit, geringeren Einkommen, Verlust an Lebensqualität, Gesundheitsgefährdung und der Verletzung der Menschenwürde.

Neue Bedeutung von unternehmerischem Erfolg sollte deshalb sein: ein größtmöglicher Beitrag zum allgemeinen Wohl. Operativ ginge das in drei Schritten: Gemeinwohlverhalten muss erstens in wesentlichen Punkten definiert, zweitens gemessen, drittens belohnt werden.

Für den ersten Schritt gibt es erfreulich übereinstimmende Vorarbeiten: „Berührungsgruppen“ (Stakeholder) wünschen sich weltweit von Unternehmen umfassende Transparenz, soziale Verantwortung, ökologisch nachhaltiges Wirtschaften, innerbetriebliche Demokratie sowie gesamtgesellschaftliche Solidarität.

Diese Grundwerte könnten in der „Gemeinwohlbilanz“, dem Herzstück der Gemeinwohl-Ökonomie, gemessen werden. Mehr als zwei Dutzend Unternehmer haben in den letzten zwei Jahren eine solche Bilanz entworfen.

Als dritter Schritt könnten die „Erfolgreichen“ in der neuen Bedeutung systematisch belohnt werden: Wer zum Beispiel die Beschäftigten mitbestimmen lässt, wer gleich viele Frauen in den Führungsgremien hat wie Männer, wer für gleichen Arbeitseinsatz gleichen Lohn bezahlt, wer einen hohen Anteil an Vorprodukten aus der Region bezieht, wer Know-how an Mit-Unternehmen weitergibt, erhält „Gemeinwohlpunkte“.

Je höher die Zahl der Gemeinwohlpunkte, desto besser ist die Gemeinwohlbilanz des Unternehmens und desto größer sind die rechtlichen Vorteile: günstigerer Mehrwertsteuersatz, niedrigerer Zolltarif, günstigerer Kredit bei der „Gemeinwohlbank“ oder Vorrang im öffentlichen Einkauf.

Da die erreichte Gemeinwohlfarbe auf allen Produkten aufscheint, haben auch die Konsumenten eine klare Orientierung für die Kaufentscheidung. Drittens erhalten Unternehmen umso mehr Gemeinwohlpunkte, je besser ihre Zulieferer und Geldgeber „performen“: Eine mächtige Aufschaukelungsspirale in Richtung Gemeinwohl kommt in Gang.

 

Eingeschränktes Gewinnstreben

Die Finanzbilanz bliebe erhalten, aber das Gewinnstreben würde eingeschränkt: Nach wie vor verwendet werden dürfen Gewinne für soziale und ökologisch wertvolle Investitionen, Kreditrückzahlungen, begrenzte Ausschüttungen an die Mitarbeitenden oder Rückstellungen. Nicht mehr erlaubt sind hingegen: feindliche Übernahmen, Investitionen auf den Finanzmärkten und die Ausschüttung an Personen, die das Unternehmen nur besitzen, aber nicht darin mitarbeiten.

Dahinter steht: Wirtschaftliche Freiheit ist zwar ein hoher Wert, aber kein Selbstzweck. Die gleiche Freiheit aller muss Vorrang haben vor der unbeschränkten Freiheit weniger.

In der Gemeinwohl-Ökonomie gäbe es deshalb zwar noch überwiegend private Unternehmen, diese werden jedoch aus der gegenwärtigen Motiv- und Anreizstruktur „Gewinnstreben und Konkurrenz“ herausgelöst und in den neuen Rahmen „Gemeinwohlstreben und Kooperation“ eingefügt.

Die Folgen wären nachhaltig: Wenn der Profit nicht mehr maximiert werden darf und Konkurrenzunternehmen nicht mehr feindlich übernommen werden dürfen, macht Wachstum als Hauptstrategie keinen Sinn: Alle Unternehmen wären vom allgemeinen Wachstumszwang erlöst.

Kooperation würde hingegen systemisch belohnt. Dadurch würden wir uns auch dem annähern, was „Konkurrenz“ im Lateinischen bedeutet: nicht gegeneinander agieren, sondern „miteinander laufen“ („con-currere“).

 

Kooperation nützt allen

In der Gemeinwohl-Ökonomie müssten wir davor keine Angst haben, weil Kartelle nur in einer Perspektive der Profitmaximierung Sinn ergeben; beim Streben nach mehr Gemeinwohl nützt die Kooperation hingegen allen.

Schließlich würden mit hoher Wahrscheinlichkeit mehr Menschen und Menschengruppen private Unternehmen gründen, weil sie sich in diesem neuen Ordnungs- und Anreizrahmen menschlich wohler fühlten als im gegenwärtigen System.


E-Mails an: debatte@diepresse.com

Zur Person

Christian Felber (*9.12.1972 in Salzburg) unterrichtet Globalisierungskritik an der Wirtschaftsuniversität Wien. Er ist Gründungsmitglied der globalisierungskritischen Bewegung „attac“ in Österreich und Autor mehrerer Bücher. Zuletzt erschien im Deuticke-Verlag „Die Gemeinwohl-Ökonomie“. [Clemens Fabry]

("Die Presse", Print-Ausgabe, 27.01.2011)

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43 Kommentare
 
1 2
Gast: besorgt
19.02.2011 20:59
1 2

wahrscheinlich wird es als Provokation verstanden -

aber ich sehe in Felber (und seinen völlig ahnungslosen Jüngern) eine grössere Gefahr für die Demokratie als in irgendwelchen verquehren Wehrsportgruppen.

Gast: charles
14.02.2011 08:32
1 0

Wer hat Angst vor neuen Ideen ?

Ist es immer noch nicht allen Konsumenten klar, dass das kapitalistische System auch sein Grenzen ereicht hat. Nahc dem Kommunismus stirbt nun auch der Kapitalismus. Warum ? Weil er auf Egoismus und Ausbeutung aufgebaut ist und das erkennen wohl schon sehr viele Konsumenten. Danke Hr. Felber für ihre Kreativität.
PS.: Wo steht, dass in der Gemienwohlökonomie Leistung nicht mehr gefragt ist ??

svenari
12.02.2011 13:18
4 1

paranoide neidgesellschaft

hab ein paar der folgenden kommentare gelesen, und frage mich, ob die autoren tatsächlich selber glauben was sie da schreiben? wie ungebildet muss man sein, um nur zwischen kapitalismus und kommunismus meint wählen zu können? und wie ideologisch verblendet, um am jetztigen system festhalten zu wollen? ich jedenfalls gratuliere herrn felber und danke ihm für seine hervorragende und zukunftsweisende arbeit!

2 5

Es ist katastrophal

was in diesem Gastkommentar angedacht wird und wahrscheinlich unter den links- grün-liberalen starken Anhang findet. Ich verstehe nicht, warum viele doch eigentlich intelligente Menschen immer wieder aufs neue auf so kommunistische Ideologien hereinfallen. Warum stürzt sich spätestens die übernächste Nachfolgegeneration von jener, die selbst einen Krieg mitgemacht hat wieder in diktatorische Abenteuer und geht sehenden Auges in die Katastrophe.

Antworten svenari
12.02.2011 13:09
4 1

"kommunistisch"

wer diese vorschläge für kommunistisch hält, ist zweifellos nur UNEIGENTLICH intelligent bzw. gebildet.
und apropos katastrophe: wie bezeichnen sie die jetztige entwicklung?

0 5

Re:

Was dieser Wunschtraum des Gemeinwohls zur Folge hatte, wisse wir ja alle - den "resl existierenden Sozialismus. Die meisten Menschen lavieren oder machen gerade soviel, wie unbeding erforderlich. Da die Arbeit ihm ja nicht direkt zu Gute kommt, hat er kein Interesse sich einzusetzen. Solche Folge hätte auch das im Artikel Beschriebene.

Antworten Antworten Antworten svenari
12.02.2011 20:58
4 0

thema verfehlt

ich wollte wissen, was sie von der jetztigen entwicklung halten? sind sie sich sicher, dass nicht eben der kapitalismus diese arbeitsscheu produziert? bzw. haben sie auch angst vor sozialwissenschaften? ;-)
oder welche wunschträume haben sie?

0 0

Re: thema verfehlt

es ist einfach illusiorisch. Das mag in einem System ohne große Aussenbeziehungen teilweise funktionieren, nicht aber in unserer Welt, mit ihren Millarden unterschiedlichen Menschen und unterschiedlichen Mächten und Interesssenlagen. Nach erneutem Durchlesen des Artikels kann ich ihm tatsächlich einiges postives abgewinnen, aber siehe meine Einschätzung in den Sätzen davor.

Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten svenari
12.02.2011 21:48
3 0

:-)

"Damit das Mögliche entsteht, muss immer wieder das Unmögliche versucht werden." - Hermann Hesse

UND WIR HABEN KEINE WAHL! denn so wie es ist, kann es auch nicht weitergehen...

modestus
02.02.2011 16:11
3 4

kummerl

gemeinwohl ist ein camouflagesynomym für kommunismus...umpolen heisst umerziehen(sibirien!!)
schade, dass wiederbetätigung in solchen fällen straffrei bleibt

Geldfux
01.02.2011 19:22
2 5

Gemeinwohl

ist ein schwammiger Begriff, um ihn zu definieren muss man wohl eine neue Gesellschaft zu dessen Spielregeln erziehen, mit religiösem Fanatismus zwingen, diesen Spielregeln zu gehorchen und damit auch glücklich zu sein. Mir graut vor allen idealistischen Ideologien, sie führen ins Nichst. Liest man dann noch, Herr Felber gehört zur Denkschule der "ATTAC" dann steigt wirklich der Ärger auf, dass man diesen Unsinn jetzt immer häufiger in der Presse lesen muss. Weiss denn niemand in der Presse, dass ATTAC nur die Tarnkappe für eine neue Bekehrung zu einem kommunistischen Modell ist. In dieser Gemeinwohlgesellschaft möchte ich nicht leben!!

Antworten svenari
12.02.2011 13:13
3 1

"idealistische Ideologie"

@geldfux: nomen est omen;
wollen sie allen ernstes behaupten, das jetztige wirtschaftssystem habe keine ideologie zur grundlage???

periskop
30.01.2011 15:09
4 6

Solche Ideen haben noch immer in einer Katastrophe geendet!

Freiwillig machen die Menschen nur das, was sie jetzt tun. Jedes andere Verhalten ist nur mit Zwang zu erreichen. Felber schreibt ja: "Wirtschaftliche Freiheit ist zwar ein hoher Wert, aber kein Selbstzweck. Die gleiche Freiheit aller muss Vorrang haben vor der unbeschränkten Freiheit weniger". Die Freiheit des Einzelnen soll also abgeschafft werden, damit ist aber auch die "Freiheit aller" unmöglich!

Felbers Wortwahl: "soll, muss, wird umgestellt, eingeschränkt, nicht erlaubt, nicht darf, werden eingefügt, belohnt, Vorrang" treibt mir den Angstschweiß auf die Stirn!

Die, die man braucht, um so etwas mit Zwang durchzusetzen, sind keine "politische Elite", sondern Capos, die nur an Machtausübung und Bereicherung interessiert sind. Sie bilden dann die herrschende "Nomenklatura"!

Die Idealisten unter Felbers Anhängern sind nichts anderes als "nützliche Idioten", die man missbraucht, um die Gewaltherrschaft errichten zu können. Sie sind die Ersten, die dann in Zwangsarbeitslagern enden, denn sie haben das System nicht begriffen und sind nur lästige Querulanten, die eliminiert werden müssen!

Antworten Geldfux
12.02.2011 18:58
0 3

Re: Solche Ideen haben noch immer in einer Katastrophe geendet!

Sehr geehrtes Periskop!

Teile Ihre Meinung! "Idealisten sind sind nichts anderes als nützliche Idioten!" Aber der, die, das svenari erklärt alle anders denkenden für paranoid, und auf diesem Wege zu wohlstand gekommen.! Fleiß, Arbeitsfreude, Schaffensdrang ud Sparsamkeit können auch Wohlstand bringen. Das größte Übel unserer heutigen österreichischen Gesellschaft ist die fortwährend steigende Steuerbelastung und die Unverschämtheit aller Umverteiler durch Schulden diese Umverteilung noch zu steigern.

Antworten svenari
12.02.2011 13:15
3 1

katastrophen

periskop: wohl paranoid, was? wahrscheinlich FPÖ-wähler (oder parteimitglied?) und auf diesem wege zu wohlstand gekommen. never change a winning team, wa?

Gast: bernd
29.01.2011 22:18
2 1

Externe Kosten bekämpfen

Raubbau, Umweltverschmutzung, Ausbeutung lassen sich nicht mit dem sich regulierenden Markt bekämpfen. Das können nur WIRTSCHAFTS-POLITISCHE Rahmenbedingungen. Das klappte ein paar Jahrzehnte nach dem 2. Weltkrieg zumindest halbwegs in den entwickelten Ländern. Felbers Vision ist da sehr wünschenswert ... und eben KEINE Planwirtschaft, sondern eine MARKTWIRTSCHAFT MIT GESELLSCHAFTLICH SINNVOLLEN ANREIZEN. Allerdings sehe ich nicht, wo der politische Druck dafür herkommen soll, denn dazu gehört das Verständnis dieses Modells. Und die meisten Kommentatoren vermuten grad mal "Sozialismus?!".

periskop
28.01.2011 05:49
7 4

Das ist der alte Marxismus mit ein paar neuen Federn. Wir wollen aber Freiheit und keine Diktatur!


Antworten Gast: bernd
29.01.2011 22:23
3 3

Re: Das ist der alte Marxismus mit ein paar neuen Federn. Wir wollen aber Freiheit und keine Diktatur!

Da muß ich widersprechen. Von der Herrschaft einer politischen Elite ist bei Felber keine Rede. Es geht um Interessensausgleich zwischen Marktwirtschaft und inkaufgenommenen Begleitschäden für alle. (Markt produziert für die, die etwas haben möchten UND bezahlen können. Aber ALLE sind oftmals betroffen)

Gast: Thomas Pötsch
27.01.2011 23:35
6 5

Und sie bewegt sich doch

Es stimmt mich wirklich traurig, wenn ich so viele Kommentare lesen muss, die einfach darauf beruhen, dass sich niemand wirklich mit der Sache auseinandersetzt und voreingenommen die Sache gar nicht verstehen will. Ich hab das Buch vor ein paar Monaten gelesen und soweit ich mich errinnern kann, hat Herr Felber alle die unten aufgeworfenen Fragen und Behauptungen eindeutig zu Gunsten der Gemeinwohl-Ökonomie beantwortet. Alle Aussagen in dem Buch sind sehr klar herausgearbeitet und auch nachvollziehbar.

Es tut mir weh, wenn ich sehe wie wenig von dem Konzept verstanden wurde obwohl es bereits jetzt wirklich überzeugende Beispiele gibt, die auch in der bestehenden Marktwirtschaft funktionieren.

Traurig finde ich allerdings auch mit welcher Welle an Abneigung man jemanden begegnet der eine andere Sicht auf die Welt artikuliert. Gott sei Dank lassen sich die wenigen, die auch weiter denken, nicht davon einschüchtern. Ansonsten würden wir immer noch auf einer Scheibe wohnen ;-)

Herr Felber lassen Sie sich nicht von Ihrem Weg abbringen. Es gibt auch Leute die verstehen was Sie wollen.

Antworten Logos21
28.01.2011 11:41
4 4

Ihre Erde ist eine Scheibe. Schon mal zur Kenntnis genommen:

"
Wie oft muß der Sozialismus noch scheitern, wie oft noch muß seine Umsetzung Millionen in Hunger, Sklaverei und Tod führen bis derartige Dystopien endlich als das erkannt werden, was sie sind: Die Hölle auf Erden.
"
Zitat "freeman"

Antworten modestus
28.01.2011 11:01
2 4

Re: Und sie bewegt sich doch

eine andere sicht der welt hatte auch A.H. und felbers pate MARX

Antworten Gast: Luzifer
28.01.2011 01:45
1 1

Re: Und sie bewegt sich ....

Unter den Juristen gab es das Bonmot, daß die "guten Sitten" ein Geist seien, den noch niemand gesehen hat.

Die guten Sitten sind nämlich eine schwer meßbare Größe mit vielen Aspekten ...

Ähnlich hält es sich mit dem "Gemeinwoh". Auch dieser Begriff muß für dieses oder jenes herhalten und ist schwer objektivierbar.
Da lob ich mir schon den guten alten "Markt", wo der einzelne Bürger mit seinem Verhalten ohne große Bürokratie und große Kosten durch sein Kaufverhalten demokratisch abstimmen kann, was er will. Das sieht jeder ein: es sei den er hat Zweifel an der Willensfreiheit des Individuums.

3 2

"Ein neues Verständnis von Erfolg"


Gut ist böse und gesund ist krank. Einmal mehr zeigt sich, wonach diejenigen, die sich hemmungslos an den Begriffen vergehen, gleichfalls keine Hemmungen hätten, in die freien Entscheidungen der Bürger einzugreifen.

"Ist die Sprache konfus, so entstehen Unordnung und Mißerfolg. Gibt es Unordnung und Mißerfolg, so geraten Anstand und gute Sitten in Verfall. (..) Darum muß der Edle die Begriffe und Namen korrekt benutzen und auch richtig danach handlen können. Er geht mit seinen Worten niemals leichtfertig um."
Konfuzius

modestus
27.01.2011 16:14
4 3

karli murx

der scharang gibt sich wenigstens offen als altkummerl.
der genosse felber nicht...ein kollektivist pur!!
vielen dank herr felber, aber nein danke. das von ihnen vorgeschlagene modell heisst kommunismus und ist schon geschichte (mit 100 millionen toten!!)

4 3

Dr. rerum marxismus-leninismusque

Seit wann wird an der Wirtschaftsuniversität Wien Marxismus-Leninismus unterrichtet?

joquer
27.01.2011 12:50
5 4

???

Herr Felber, ich würde dringend einmal einen Besuch auf dem Planeten Erde empfehlen!
Ist ihnen übrigens schon aufgefallen, dass Sie Ihre "Gemeinwohl-Punkte" für Unternehmen auch wieder mit Geld- und Konkurrenzvorteilen schmackhaft machen? Wie das mit der Abkher von Geld- und Konkurrenzdenken zusammenpasst müssen Sie mir (und wie es scheint auch sich selbst) erst erklären!
Anstatt sich derlei abstruse und schwer ideologisch gefärbte Modelle zu überlegen würde es reichen, die Politik an eine ihrer Hauptaufgaben zu erinnern, nämlich die Kontrolle des Marktes, insbesondere des Finanzmarktes.

 
1 2

Hinweis

  • Der Inhalt von Gastkommentaren spiegelt ausschließlich die Meinung des Autors wider und entspricht nicht zwangsläufig der Meinung der "Presse".

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