25.05.2012 19:00 | Meine Presse Merkliste 0

Nur Mut, Bürger: Schafft die Oligarchie der Gläubiger ab!

MARTIN EHRENHAUSER (Die Presse)

Die Krisenpolitik in Europa hat bisher versagt. Die Politik müsste ihre Unabhängigkeit gegenüber dem Finanzsektor wiederherstellen.

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Die Bürger Europas haben ihre Funktion als Souverän verloren. Die Krisenpolitik in Europa dient alleine den Interessen der wenigen vermögenden Gläubiger. Denn die Verluste für faule Kredite und Spekulationen zahlen die Bürger: Steuern werden erhöht, das Gesundheitssystem abgebaut, Sozialleistungen gekürzt und Infrastruktur verkauft. Die Verluste werden verstaatlicht, die Gewinne bleiben privatisiert.

Das Ergebnis dieser Politik: Die Schere zwischen Arm und Reich driftet weiter auseinander. Laut der Unternehmensberatung „Boston ConsultingGroup“ besitzt die vermögende Privatbankenkundschaft weltweit Bargeld, Aktien, Wertpapiere oder Fondsanteile im Wert von 122 Billionen Dollar und damit 20 Billionen Dollar mehr als zum Tiefpunkt der Finanzkrise, schreibt „Die Zeit“.

Auch die Arbeitslosigkeit steigt weiter, in Spanien zwischen Ende 2006 und Herbst 2011 von 8,3 Prozent auf 22,8Prozent. Hinzu kommt ein massiver Anstieg der Staatsschulden: gemessen in Prozent des Bruttoinlandprodukts innerhalb der EU zwischen 2005 und 2010 von 62,8 auf 80,3 Prozent.

 

Brandstifter als Feuerwehr

Getrieben wird die Gläubigerpolitik von einer engen Verflechtung zwischen Finanzindustrie und Politik – und einer EU, die ihren demokratischen Legitimationsrahmen bis zur letzten Nuance überspannt hat. Alleine im EU-Viertel füttern rund 2000 Lobbying-Organisationen auf Kapitalseite und lediglich 50 auf Arbeitnehmerseite hunderte undurchsichtige Arbeits- und Expertengruppen mit Wissen – etwa die achtköpfige „De Larosière“-Gruppe der EU-Kommission, die zur Bewältigung der Finanzkrise Ende 2008 eingerichtet wurde.

Damit wurden die Brandstifter zur Feuerwehr gemacht, denn fünf der acht Mitglieder kamen aus dem privaten Finanzsektor. Das Ergebnis wurde dann nach lediglich zweiwöchiger Beratung von der EU-Kommission als Lösung für die Finanzkrise präsentiert.

Was tun? Erstens müssen wir die Unabhängigkeit der Politik gegenüber dem Finanzsektor wiederherstellen. Die wesentliche Frage ist dabei: Wer regiert das Geld? Denn ob Sozial-, Verkehrs-, Gesundheits- oder Verteidigungspolitik, der wesentliche Erfolgsfaktor ist die Verfügbarkeit von Geld.

Damit man von einer funktionierenden Demokratie sprechen kann, ist es also notwendig, dass die Gemeinschaft die Handlungshoheit über die Entstehung des Geldes, sprich über die Geldschöpfung besitzt. Derzeit haben wir jedoch bis zu 95 Prozent privates Bankengeld. Denn Zentralbanken bringen im Wesentlichen nur noch das Bargeld in Umlauf, das, je nach Staat, fünf bis 20 Prozent der Geldmenge ausmacht. Der Rest von 80 bis 95 Prozent zirkuliert inzwischen bargeldlos und wird von den Banken in Umlauf gesetzt: per Kredit als Guthaben auf den Girokonten der Kunden. Diese Geldschöpfung durch die Banken führt zum Entzug der staatlichen Kontrolle über die Geldmenge und zwangsweise zur Übersteigerung von Konjunktur- und Börsenzyklen samt nachfolgenden Krisen sowie zur Ausweitung der Verschuldung.

Denn wenn Geld durch Kredit entsteht, kann die Rückzahlung der verzinsten Geldschuld nur durch weitere Kredite getätigt werden, so der Exportkaufmann Günther Hoppenberger in seinem Essay „Ein Geldzyklus geht zu Ende“. Ein solches System kennt nur einen Gewinner: die Gläubiger. Es ist nicht mit der Demokratie vereinbar.

Als geeigneten Lösungsvorschlag hat der Wirtschaftssoziologe Joseph Huber von der Martin-Luther-Universität in Halle das Konzept der „Monetative“ erarbeitet. Sein Vollgeldkonzept zielt darauf ab, die Giralgeldschöpfung zu beenden und Geldschöpfung in eine vierte, unabhängige staatliche Instanz zu legen, der Monetative.

 

Zwitterdasein der Zentralbanken

Die Zentralbanken beenden dabei ihr Zwitterdasein als teilkommerzialisierte Banken und werden wieder die oberste staatliche Geld- und Währungsinstanz. Die bisherigen Girokonten der Kunden werden aus der Bankenbilanz herausgelöst und separat als Geldkonten in eigenem Recht geführt. Das neu geschöpfte Geld wird zinslos der Regierung überlassen, die das Geld durch öffentliche Ausgaben in Umlauf bringt.

Die Geschäftsbanken könnten dabei weiter an den Finanzmärkten frei im Rahmen der gesetzlichen Vorschriften agieren. Die Übersteuerung von Konjunktur und Börsenzyklen würden moderater verlaufen. Die Staaten müssten sich nicht mehr bei den Banken verschulden und die öffentlichen Haushalte kämen in den Genuss des Geldschöpfungsgewinns; in Österreich bis zu neun Milliarden Euro jährlich bei drei Prozent Wirtschaftswachstum.

Damit könnte man Staatsschulden abbauen oder europaweit mehr als den gesamten EU-Haushalt finanzieren. Der Wegfall des Geldschöpfungsgewinns für die Banken wäre zwar „erheblich“, aber nicht „existenzgefährdend“, so Professor Huber.

 

Bürger wieder als Souverän

Zweitens müssen wir die gerechte Verteilung des Vermögens bewirken, etwa durch Einführung einer europaweiten Finanztransaktionssteuer. Bereits mit einem Steuersatz von 0,05 Prozent könnten jährlich rund 200 Milliarden Euro in der EU eingenommen werden. Zum Vergleich: Der jährliche Schaden durch Steuerbetrug und Steuerhinterziehung wird auf 200 bis 250 Milliarden Euro geschätzt.

Neben einer Erbschafts- und Schenkungssteuer könnte eine Vermögensteuer von 0,5 Prozent auf Vermögen von über einer Million Euro pro Haushalt realistisch weitere drei Milliarden Euro jährlich alleine in Österreich ermöglichen, so die Arbeiterkammer Oberösterreich.

Drittens sollte durch eine Demokratiereform dem Bürger als Souverän wieder die Staatsgewalt übertragen werden. Dafür unabdingbar wäre der massive Ausbau direktdemokratischer Elemente sowie der Rechte der Parlamente.

Denn auch wenn das Mitentscheidungsverfahren mit dem Vertrag von Lissabon auf 72 Rechtsgrundlagen ausgeweitet wurde, gibt es bei 48 Rechtsgrundlagen weiterhin nur Anhörungsrecht und bei 22 Rechtsgrundlagen keine Einbindung des EU-Parlaments. Auch braucht es ein Initiativrecht für das Europa-Parlament, einen direkt gewählten EU-Präsidenten und eine obligatorische Bürgerinitiative.

 

Politischer Wille ist gefordert

Auf nationaler Ebene muss der politische Wettbewerb fair gestaltet werden. Neben der Umgestaltung einer Wahlwerbekostenregelung sollte es für alle wahlwerbenden Gruppen die gleiche Anzahl an Plakatflächen sowie gleiche Fernsehzeit für ihre Werbespots im öffentlich-rechtlichen TV geben.

Alle diese Vorschläge sind nicht neu. Um sie zu verwirklichen, braucht es politischen Willen, gesteuert und gefordert von aktiven Bürgern. Nur die Zivilgesellschaft ist in der Lage, glaubhaft moralische Kritik zu üben. Aus ihr heraus muss sich eine neue, politische Gruppierung finden, die durch ihre Unabhängigkeit gegenüber Finanzindustrie, Großkonzernen und dubiosen Spendern die notwendigen Reformen bewirken kann. Nur Mut, Bürger!


E-Mails an: debatte@diepresse.com

Zum Autor

Martin Ehrenhauser (* 18. 9. 1978 in Linz) studierte Betriebswirtschaft und Politikwissenschaft in Linz und Innsbruck. Er arbeitete mehrere Jahre für den EU-Parlamentarier Hans-Peter Martin, zerstritt sich aber mit diesem und ist inzwischen unabhängiger EU-Abgeordneter. Er ist Mitglied im Haushaltskontrollausschuss. [APA]

("Die Presse", Print-Ausgabe, 14.01.2012)

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87 Kommentare
 
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Gast: Gast83
17.01.2012 13:58
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Wenn man nichts weiß, muss man alles glauben.

IST oder KLINGT nach Geschwafel. Argumente wären willkommen, Stammtischparolen nützen uns nichts.

Die Monetative ist der bisher einzige Vorschlag, der wirklich an die Ursachen der Finanzkrise geht und nicht nur mit Milliardenbeträgen von Steuergeldern an den Symtomem herumdocktert.
Das Problem ist, das solche Leute (noch) nicht gehört werden. Und sicher ist die Politik der verlängerte Arm der Bevölkerung. Das Problem ist, dass immer noch der größte Teil der Menschen unser Geldsystem nicht verstanden hat. Und da kann man leider die Politiker nicht ausnehmen.
Laut einer Umfrage in der FAZ befürworten 82% der Deutschen eine Finanztransaktionssteuer. Das diese aber fast nichts bewirken wird, ist den meisten leider nicht klar. Aber sie wird wohl kommen, weil die Mehrheit das will. Da kann sich keine Regierung verweigern, wenn sie wiedergewählt werden möchte.
Es ist die Pflicht jeden Bürgers in einer Demokratie sich richtig zu informieren und für Ideen einzustehen und diese zu diskutieren.

Man darf nicht meinen, wenn man alle 4 Jahre einen Zettel in eine Box schmeisst, regelt sich alles von selbst. Und wenns nicht klappt, schimpft man auf die Politiker. So kommen wir nicht weiter.

Und an die, die hier einen Goldstandard propagieren, den empfehle mal zu recherchieren, warum das abgeschafft werden musste.

Wir müssen uns die Macht der Geldschöpfung zurückholen, wenn wir nicht länger von den Morgans und Rockefellers dieser Welt regiert werden möchte.

Antworten Gast: servas
25.01.2012 10:33
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Re: Wenn man nichts weiß, muss man alles glauben.

Völlig richtig. Nachdem Ehrenhauser offensichtlich BWL studiert hat, erwarte ich mir sachkundige Beiträge und nicht irgendwelche Verschwörungstheorien. Übrigens, wer es selbst nicht so genau mit der Wahrheit nimmt (siehe Plagiatsvorwürfe gegen Ehrenhauser) ist nicht dazu geeignet, anderen irgendwelche Vorwürfe zu machen.

egoa71
17.01.2012 13:14
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Ich dachte Herr Ehrenhauser wäre zurückgetreten?

Da war doch eine Datenfälschungsaffäre oder so?

Antworten Gast: Gast71
18.01.2012 08:58
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Re: Ich dachte Herr Ehrenhauser wäre zurückgetreten?

ego - da bringen Sie was durcheinander. HP Martin musste zurücktreten, da er irgend was mit den Wahlkampfgeldern gemacht hat was nicht in Ordnung war. Ehrenhauser hat das damals aufgedeckt!

Antworten Antworten Gast: Ladydemokrat
18.01.2012 09:18
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Re: Re: Ich dachte Herr Ehrenhauser wäre zurückgetreten?

HP Martin ist NICHT zurück getreten!

Antworten Antworten Antworten Gast: Gast71
18.01.2012 09:37
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Re: Re: Re: Ich dachte Herr Ehrenhauser wäre zurückgetreten?

OK - wusste ich nicht. Er klammert sich also am Mandat fest. Damit reiht sich HP Martin gleich hinter Scheuch, Westenthaler & Co ein. Warum wundert mich das nicht?

Gast: xxxxxxxxxxx
16.01.2012 18:23
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Viel Geschwafel

Klingt für mich nach Politiker - viel Geschwafel und "man sollte" oder "man muss". Dabei sind es doch Leute wie Ehrenhauser, die Politiker, die diese Sachen tun müssen? Er soll Initiativen starten, Gesetze einbringen und ähnliches, nicht nur groß Reden schwingen.

Verantwortung abstreiten und andere ankläffen, typisch nutzlose ich-bin-gegen-alles-Opposition.

Antworten egoa71
17.01.2012 13:16
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Re: Viel Geschwafel

Naja, man darf das nicht so harsch sehen, auch die Politiker wissen oft nicht was sie tun sollen, das ist gerade das Problem - Leute wie Ehrenhauser & Co. werden von den Banken und großen Konzernen gelobbyt und bin Falschinformationen bombardiert, bis sie klein bei geben und nach deren Willen tanzen.

Antworten Antworten Gast: Gast71
18.01.2012 09:07
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Re: Re: Viel Geschwafel

ego - wenn Sie den Artikel aufmerksam lesen stellen Sie fest, dass Ehrenhauser hier ein Thema anschneidet, welches sicher nicht im Interesse der Banken verbreitet werden soll. Den Banken klein beigeben tun die Politker weltweit - Ehrenhauser zeigt was auf, was z.B. in Deutschland schon diskutiert, bei uns aber noch unter den Tisch gekehrt wird. Nehmen Sie sich 2 Minuten Zeit sich das anzusehen und Sie wissen mehr! http://goo.gl/wRzSQ

Antworten Gast: Datenschutz heute
16.01.2012 21:10
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Re: Viel Geschwafel

Nein - WIR als Souverän sollten was tun! Die Politiker sind nur unser verlängerter Arm. Ehrenhauser versucht zumindest festzustellen was wir BürgerInnen wollen (z.B. im Bereich Datenschutz arbeitet er mit Interessengruppen zusammen) und bringt dann die entsprechenden Änderungsanträge im EU Parlament ein. Verantwortung als Souverän haben auch SIE. WAS machen Sie eigentlich um ihre Aufgabe als Souverän wahr zu nehmen? Im Lehnstuhl sitzen und Chips mampfen?

Antworten Antworten egoa71
17.01.2012 13:19
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Re: Re: Viel Geschwafel

Ich muss ihrem Vorredner leider zustimmen - viel Geschwafel. was soll denn das heißen "Wir müssen etwas tun?" Wir, also alle Österreicher gleichzeitig, sollen sich auf jede Initiative stürzen und mitmischen? Das ist doch illusorisch.

Wir wählen Politiker, damit sie in unserem Namen verantwortungsvolle Entscheidungen treffen. Wer das nicht Vollzeit macht hat keine Chance sich weit genug zu informieren um gute Entscheidungen zu treffen!

Antworten Antworten Antworten Gast: Gast71
18.01.2012 09:16
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Re: Re: Re: Viel Geschwafel

Wenn Sie mit den Leistungen der von Ihnen gewählten Politker einverstanden sind ist das OK und es besteht für Sie kein Handlungsbedarf. Wer als Souverän das aber nicht ist - sollte aktiv werden. Und die für eine Entscheidung notwendigen Informationen müssen eingefordert werden!!

Antworten Antworten Gast: amüsantos
17.01.2012 00:54
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Re: Re: Viel Geschwafel

Haha, na sie sind ja klasse informiert. Der setzt doch nicht für uns ein, der lässt sich von den Piraten vorsagen was er tun soll damit sie ihn nächstes Mal aufstellen.

Antworten Antworten Antworten egoa71
17.01.2012 13:25
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Re: Re: Re: Viel Geschwafel

Wieso bei den Piraten? Der hat doch seinen Platz über HPM bekommen?

Antworten Antworten Antworten Gast: Ladydemokrat
17.01.2012 10:27
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Re: Re: Re: Viel Geschwafel

@amüsantos - sie haben sich Ihren Nick gut ausgesucht. Wahrscheinlich, da man sich über Ihre Wortmeldungen trefflich amüsieren kann. Ehrenhauser ist ja im Mandatsbesitz, braucht also keine anderen Leute die ihn aufstellen. Wie kommen Sie auf so eine verwirrte Ansicht?

Antworten Antworten Antworten Antworten egoa71
17.01.2012 13:21
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Re: Re: Re: Re: Viel Geschwafel

Er schrieb "nächstes Mal"? Das meint wohl bei der nächsten Wahl? Wenn Ehrenhauser wegen der Affäre vor einem halben Jahr oder so zurückgetreten ist würde das Sinn machen.

Gast: Ladydemokrat
16.01.2012 15:39
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Klage gegen das Schuldgeldsystem

habe ich soeben gefunden und finde es zum Artikel irgendwie passend:

http://schuldnervereinigung.wordpress.com/2012/01/14/das-schuldgeldsystem-vor-gericht/

Antworten egoa71
17.01.2012 13:24
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Re: Klage gegen das Schuldgeldsystem

>>> habe ich damit angefangen mich – quasi als Versuchsperson – von Geldeintreibern, Kreditkartenunternehmen und Banken vor Gerichten verklagen zu lassen um so im Rahmen meiner ausgearbeiteten Argumentation zur Aufdeckung dieses betrügerischen Systems diese Informationen den Gerichten, der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Das klingt für mich eher so als hätte da jemand einen Kredit aufgenommen und konnte ihn nicht zurückzahlen und nimmt jetzt die "Schuldgeld"-Argumentation auf um nicht als Dummer dazustehen. Würde er das tatsächlich meinen könnten ihn die Gläubiger sicher wegen Betrugs drankriegen - er hat einen Kredit aufgenommen mit der Absicht ihn nicht zurückzuzahlen?

So ein Unsinn.


Gast: Ein Souverän
16.01.2012 13:47
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Der Bürger ist Souverän

Herr Ehrenhauser, das Sie und andere Politiker mit ihren korrupten Machenschaften ignorieren, was wir, die Bürger, sagen, heißt noch lange nicht, dass wir kein Souverän mehr sind.

WIR sind der Souverän und sagen was wir wollen - Sie und die anderen betrügerischen und korrupten Politiker sind das Problem!

Es wird Zeit, dass wir unser Land wieder demokratisch machen, dass wir den Politikern die Gelder halbieren und jene, denen Betrug nachgewiesen wurde, zur Rechenschaft ziehen.

Und wo ich gerade dabei bin, sind Sie nicht einer von denen, die erwischt wurden? Wie können Sie es da noch wagen UNS weiter zu sagen was WIR zu tun haben??

http://diepresse.com/home/bildung/universitaet/713138/EUAbgeordneter-Ehrenhauser-unter-Plagiatsverdacht

Antworten Gast: Der Demokrat
16.01.2012 15:35
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Re: Der Bürger ist Souverän

Also ich kann dem Artikel nicht entnehmen, dass uns BürgerInnen irgendwo abgesprochen wurde, der Souverän zu sein. Im Gegenteil. Es ist ein Aufruf, die Rolle als Souverän wahr zu nehmen und sich politisch zu beteiligen. Und damit hat er Recht. Ich würde Hr. Ehrenhauser auch eher in die Kategorie Korruptionsbekämpfer einordnen. Sie haben aber Recht damit, Politker zur Rechenschaft zu ziehen die sich nicht so verhalten wie sie sich verhalten sollten. Das mit dem Nachweis ist oft schwer wie man bei Grasser & Co. sehen kann. Und nicht immer ist eine Kamera dabei wie bei Strasser. Wir werden ja sehen, was die Ermittler bei Grasser, Mensdorf, Hans Peter Martin und allen anderen Verdächtigen noch aufdecken werden.

Antworten Antworten Gast: dsfdsfdsf
16.01.2012 18:25
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Re: Re: Der Bürger ist Souverän

Nö, er tut nur so als wären alle außer ihm dumm. Wenn es funktioniert worüber er da redet dann wäre es doch längst Realität. Der soll sich nicht so vereiern lassen.

Antworten Antworten Antworten Gast: Ladydemokrat
17.01.2012 10:33
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Re: Re: Re: Der Bürger ist Souverän

WO bitte tut er so, als wären alle dumm? Und wie kommen Sie darauf, dass alles, was man im System verbessern kann, schon verbessert wurde? Das würde ja bedeuten, dass wir in einer Welt leben in der man nix mehr verbessern kann. Denken Sie bitte mal darüber nach, was Sie da schreiben.

mira migra
15.01.2012 17:38
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Das Finanzsystem ein Pyramidenspiel?

http://www.youtube.com/watch?v=5HGEywLPA5o
Leicht und verständlich erklärt. Es scheint, dass dieses Zins/Schuldgeld eine eigene Dynamik entwickelt hat, in die die Politik kaum mehr genügend eingreifen kann - sofern sie das überhaupt wollte!

Antworten Gast: Vivia
16.01.2012 20:29
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Re: Das Finanzsystem ein Pyramidenspiel?

Und was ist mit der Lösung?
Aus meiner Sicht kann das nur der Goldstandard sein.

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Eine unabhängige Monetative


Es freut mich als Unterstützer der Initiative „Monetative“, dass Ehrenhauser den Vorschlag von Joseph Huber augegriffen hat und zur Diskussion stellt. Entscheiden dabei ist, dass Huber die Geldschöpfung NICHT in den Dienst der Regierungen stellt, sondern die Monetative als vollkommen unabhängige Institution - so wie den Verfassungsgerichthof - haben will, womit sie auch zu so etwas wie eine verfassungsmäßige Ratingagentur ist. Hier unterscheidet sich Huber deutlich von einer Vorgehensweise eines MP Orban, der aus der Notenbank eine Gelddruckerei zu seinen Diensten machen will. I
Ich selbst habe zusammen mit einigen Freunden den Vorschlag eine Einsatzes von Steuergutschiften als komplementäres Zahlungsmittel unter dem Namen „taxos“ (www.aktegeld3.blogspot.com) entwickelt, und diesen Vorschlag auch unter IRISH TAXOS (aktegeld9.blogspot.com) weiter verfolgt.

Antworten begges
15.01.2012 19:01
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Re: Eine unabhängige Monetative

Das Grundproblem mit all diesen Initiativen ist, zu glauben, "Gesellschaft" rational erfasst zu haben, um sie in guter Absicht beherrschen zu können; diese Rationalisierung übersieht, dass Gesellschaft auf gewachsener Ordnung beruht, die nie ganz überblickbar sein
wird; auf Wissen beruht, das nicht explizierbar ist. So hat die Schaffung einer Institution vom Reissbrett aus eigentlich immer unbeabsichtigte Folgen.

Dennoch: Wenn wir die rein zwischenmenschliche Ebene betrachten, lassen sich Prinzipien ausmachen: Rechtsprinzipien. Sie sind der Kit, der die Masse erst zur Gesellschaft macht. Zwangsgeld-Schöpfung aus Nichts ist eine grobe Verletzung dieser Prinzipien: Geld hat ein Gut zu sein, es darf seinen Wert nicht durch Zwang erhalten. Ein Monopol der Schöpfung verletzt die Eigentumsrechte aller anderen Marktteilnehmer... Krisen finden Ihre Ursache gerade in d Verletzung dieser Prinzipien.

Muss nicht jede Intervention in gewachsene Strukturen überprüfen, ob eine Verletzung vorliegt? Mit Intervention meine ich ..das Vorhandensein von"Monetative", aber auch Zentralbank, Teilresrevebank. Ist eine Intervention ohne Verletzung d. P. denkbar?

 
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