Kerns Silberstein-Desaster

Kommentar Wir hätten da noch ein paar Fragen an die SPÖ.

Bundeskanzler und SPÖ-Chef Christian Kern.
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Bundeskanzler und SPÖ-Chef Christian Kern.
Clemens Fabry

Man muss eigentlich keine Worte mehr verlieren über diese xenophoben und zum Teil antisemitischen Facebook-Seiten, die der ehemalige SPÖ-Berater Tal Silberstein konzipieren hat lassen, um der ÖVP und ihrem Spitzenkandidaten Sebastian Kurz zu schaden. Das sagt einiges über Silbersteins manipulative Fähigkeiten aus und richtet sich von selbst.

Aber an die SPÖ hätten wir dann schon noch einige Fragen: Wie viel hat dieses Dirty Campaigning eigentlich gekostet und wer hat es finanziert? Die Leute, die da mitgemacht haben, werden das ja nicht nur aus politischem Idealismus getan haben.

Man fragt sich außerdem, wie es denn sein kann, dass weder der Parteivorsitzende und Spitzenkandidat (Christian Kern) noch der Wahlkampfleiter (Georg Niedermühlbichler) wissen, was in ihrer Kampagne vor sich geht. Wenn das denn stimmt, sagt das ungefähr alles über den missglückten SPÖ-Wahlkampf aus. Dass da zu viele Köche am Herd stehen und umrühren, war ja von Anfang an eine berechtigte, intern erhobene Kritik. Aber nun scheint der Brei endgültig verdorben zu sein.

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