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Innsbrucks große Chance

KÖKSAL BALTACI (Die Presse)

Während die Ampelkoalition ohne Altlasten regieren kann, lernt die ÖVP Demut kennen.

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Dass die Volkspartei in Innsbruck erstmals seit 1945 nicht auf der Regierungsbank sitzen wird, stellt für die Stadt eine große Chance dar. Zum einen, weil innerhalb des „bürgerlichen“ Lagers die Fronten eindeutig geklärt sind – in den kommenden sechs Jahren hat die deutlich liberalere VP-Abspaltung „Für Innsbruck“ das Sagen und kann befreit agieren. Und zum anderen, weil die Koalition mit Grünen und SPÖ die Möglichkeit eines neuen politischen Umgangs bietet.

Keine alten Rechnungen, die es zu begleichen gilt, keine persönlichen Rivalitäten, und vor allem: keine lähmenden Verbindlichkeiten gegenüber der Landes-VP. Dass sich Spitzenkandidat Christoph Platzgummer mit dem Abschied von der Macht nicht abfinden und am Mittwoch trotz aussichtsloser Situation für den Posten des Ersten Vizebürgermeisters kandidieren will, zeigt in erster Linie eines: Für die ÖVP war der Gang in die Opposition längst überfällig – allein, um ein Quäntchen Bescheidenheit zu lernen.

 

koeksal.baltaci@diepresse.com

("Die Presse", Print-Ausgabe, 16.05.2012)

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10 Kommentare
Gast: Gerne nur Gast
17.05.2012 18:00
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Aus Sicht des Herrn KÖKSAL BALTACI verständlich


.. seine Begeisterung für die neue linksliberale Regierung.

Tatsache ist: das pervertiert den Wählerwillen. Und von wegen "befreit": die geschlagene Bürgermeisterin (Platz 2 gegen die ÖVP!) tut sich mit den weiteren Verlieren (!) Rot-Grün zusammen - natürlich war das ein Verkaufen und ein mieser Deal.
Es ist schon eine Schande, dass das ganze auf das Konto einer (Schein)"Bürgerlichen" geht.

Gast: freund?
16.05.2012 17:36
0 1

die spinnerten GRÜNLINGE, die keiner will...



regieren, und die innsbrucker lernen demut !

super ergebnis, frau doppelname.

1 1

Begeistert kann man bald sein, genauer hinschauen schadet aber nie!

Köksal Baltaci, 33 Jahre jung, in Tirol geboren, zweisprachig und „doppelkulturell“ aufgewachsen, hat alle Chancen noch etwas zu werden. Dazu muß er aber noch etwas genauer in seinen Recherchen werden. Vor allem sollte er sich an Fakten halten, wenn er Kommentare schreibt. Daß das nicht so ist, zeigt sich an einem kleinen Detail in seiner in Ich-Form geschriebenen Biographie. Dort behauptet er, er hätte in den letzten 15 Jahren jeden in Österreichs Kino angelaufenen Film gesehen. Mag schon sein, dann aber war er 15 Jahre lang jeden einzelnen Tag einmal im Kino und jede Woche an mindestens einem Tag sogar zweimal. Denn in Österreich laufen pro Jahr etwa 400 Filme an.

Und so schlimm liegt er auch hier mit seinem Kommentar daneben. Er meint, jetzt hätte Innsbruck alle Chancen, weil keine alten Rechnungen zu begleichen sind, es keine persönlichen Rivalitäten mehr gibt und keine lähmenden Verbindlichkeiten gegenüber der ÖVP gegeben sind.

Na ja, es wird sich zeigen, ob nicht viel schlimmere neue Rechnungen zu begleichen sind, von weiteren persönlichen Rivalitäten ganz zu schweigen.

Das Auftreten Platzgummers katapultierte die ÖVP von Platz drei auf Platz eins. Weil Oppitz-Plörer darauf hin ihre Felle davon schwimmen sah, verkaufte sie sich an die Grünen und gewann damit deren Stimmen für die Stichwahl des Bürgermeisters.

Wie verkauft sie ist, wird sich erst noch zeigen und ebenso ob das Innsbrucker Wahlvolk diese einseitige Ausrichtung der Stadtpolitik auf Dauer hinnimmt.

Antworten Gast: schlÄchter
16.05.2012 17:19
0 0

Re: Begeistert kann man bald sein, genauer hinschauen schadet aber nie!

sg cicero!
"Wie verkauft sie ist, wird sich erst noch zeigen und ebenso ob das Innsbrucker Wahlvolk diese einseitige Ausrichtung der Stadtpolitik auf Dauer hinnimmt."
so sehe ichs auch.
+
mfg
s.


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aber nicht von jemanden, der keine politische Kultur kennt

und das hat nichts mit dem Ausladen der ÖVP zu tun.
OP hat keine politische Kultur, das ist beweisbar, tu ich aber hier nicht, denn die Geschichte ist lang.

Gast: Martin_S
15.05.2012 19:04
2 1

?

Aso... der knapp 2. soll also weg, und die Loser (=SPÖ und Grüne) sollen vor? Na bravo!

Antworten Gast: Gast: Leser
16.05.2012 14:19
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Re: ?

Haben wir ja seit 2010 in Wien: die beiden Verlierer regieren.

Re: ?

Hatten wir das nicht schon einmal? War das nicht so um 2000 herum? Wo sich der Dritte als großer Wahlverlierer in den Sessel setzte? Schon vergessen?

Antworten Antworten Gast: zero
15.05.2012 23:36
2 1

Re: Re: ?

die spö hat verloren...ja
die grünen haben leicht gewonnen!
und fi hat zwar verloren - ist aber nur 0,9% hinter der övp
in innsbruck gibt es also faktisch 3 gleich grosse parteien (övp, fi,grüne)
und 2 davon bilden zusammen mit der spö die regierung

mit rund 21% (övp) lässt sich halt kein uneingeschränkter anspruch auf die macht rechtfertigen (besonders wenn man die stichwahl fürs amt des bürgermeisters mit karacho verliert)

und wenn die övp beleidigt ist, dass die anderen nicht knieend angekrochen kommen und um ihre führung betteln - tja dann wird es zeit für die opposition und eine erneuerung

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Re: Re: Re: ?

die Rechnung ist aber nur vordergründig

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