19.06.2013 23:19 Merkliste 0

Der Staat im Kampf gegen die Dicken

CHRISTIAN ULTSCH (Die Presse)

Bürokraten reglementieren genug, von der Glühbirne bis zum Rauchen. Da sind keine neuen Vorschriften nötig, um übergewichtigen Kindern zu Leibe zu rücken, auch kein täglicher Turnunterricht.

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Der Verdacht drängt sich Manfred Deix und anderen Beobachtern des Homo austriacus schon lange auf. Doch was man bisher nur geahnt hat, ist jetzt amtlich: Die Österreicher essen zu viel und bewegen sich zu wenig. Deshalb sind viele von ihnen zu dick. Mittlerweile gelten 40 Prozent der Erwachsenen und auch schon 24 Prozent der Kinder zwischen sieben und 14 Jahren als übergewichtig. Das ist das Ergebnis von Untersuchungen, die Gesundheitsminister Alois Stöger neulich veröffentlicht hat. Danke für die Mühe, der Ernährungsbericht aus dem Land der Fleisch- und Wursttiger enthält eine Reihe interessanter Informationen.

Besorgniserregend nannte der Minister das Essverhalten und die daraus resultierenden Kilos. Und er hat natürlich jedes Recht, darauf hinzuweisen. Denn die Verfettung schlägt sich vermutlich in höheren Kosten für das Gesundheitssystem nieder. Doch mit dem Erklingen der Alarmsirene endet seine Zuständigkeit auch schon wieder. Denn letztlich ist es jedermanns Privatsache, was und wie viel er isst. Es muss auch jedem Einzelnen überlassen bleiben, darüber zu befinden, ob er sich in seiner Haut wohlfühlt oder nicht. Dieses subjektive Gefühl ist per se nicht von der normativen Festlegung abhängig, ab welchem Bodymass-Index jemand zu den Übergewichtigen zu zählen hat. Wer dick und glücklich ist, soll es auch ganz ohne gesellschaftlichen Diätdruck bleiben können.

Der Staat reglementiert ohnehin schon viel zu viele Bereiche des Lebens. Er entscheidet, welche Glühbirnen wir verwenden, bis zu welcher Uhrzeit wir einkaufen, wie lange wir arbeiten, wo wir rauchen dürfen und vieles mehr. Das reicht. Also bitte keine neuen Vorschriften für richtiges Essen! Wenn der Gesundheitsminister, wie im „Standard“ zu lesen war, mit der Bäcker-Innung vereinbart, weniger Salz ins Gebäck zu mischen, und zwar so, „dass es die meisten Konsumenten gar nicht merken“, wird man als Versuchskaninchen der Verbotskultur hellhörig. Wie fad müssen Salzstangerln schmecken, damit sie Stöger angemessen sind?

Wahrscheinlich ist es nur eine Frage der Zeit, bis Bürokraten noch genauer als ohnehin schon regulieren, was auf den Tellern und in den Bechern der Bürger landet. Der Feldzug gegen den Zucker hat schon begonnen: In New York will der Bürgermeister keine süßen Getränke im Super-Size-Format mehr zulassen. Der Trend wird, wie immer, Nachahmer in Europa finden. Ein Weißbuch der EU-Kommission im Kampf gegen Übergewicht gibt es ja schon, einen nationalen Aktionsplan in Österreich auch.


Exerzierfeld Schule. Als Exerzierfeld der ernährungstechnischen Sozialingenieure bieten sich die Schulen an. Und da springen gleich die Kohorten von Sportminister Darabos auf, die seit den für Österreich medaillenlosen Olympischen Spielen von London fleißig Unterschriften sammeln, künftig eine Stunde Turnunterricht pro Tag abzuführen. Die Idee aus dem Fundus des DDR-Ministeriums für Jugend und Sport gefällt natürlich auch den Feldherren der Fettbekämpfung.

Ein kleiner Einwand sei jedoch gestattet: Auch wenn Eltern eine Tendenz zeigen, die Erziehung in die Schulen auszulagern, die Verantwortung dafür, wie sich ihre Kinder benehmen, was sie essen und ob sie sich bewegen, tragen immer noch sie, nicht die Lehrer. Nach dem Unterricht, in der Nachmittagsbetreuung, vor allem aber an den Wochenenden, ist Zeit genug, mit Kindern Sport zu treiben oder in den Park zu gehen. Es gäbe viele Lücken in der Wissensvermittlung: in Wirtschaft, Kommunikation, Technik. Umso absurder ist es, mehr Turnstunden auf Kosten anderer Fächer zu fordern, weil sich Darabos Medaillen wünscht und die Anti-Adipositas-Fraktion hyperventiliert.

Schulen können und sollen nicht alle Aufgaben aufgebürdet werden, vor denen sich Familien drücken. Nicht der Staat, sondern die Väter und Mütter müssen darauf achten, dass ihre Kinder gesund essen und sich ausreichend bewegen. Aber noch einmal danke für den Hinweis, Herr Stöger.

christian.ultsch@diepresse.com

("Die Presse", Print-Ausgabe, 30.09.2012)

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114 Kommentare
 
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Solche Beiträge gehören in die Krone und nicht in die Presse

Information als Regulierungswut darzustellen ist billigste Populistik und Stammtischmentalität. Übergewicht ist schädlich genau wie ein Übermaß an Inhaltsstoffen wie Salz und Zucker. Wenn der Staat darauf nicht reagieren würde, indem er seine Bürger informiert und Nahrungsmittel Hersteller zu einer verantwortungsbewussteren Produktgestaltung animiert, würde er seine Verpflichtungen vernachlässigen. Man wird sich auch weiterhin mit Salz und Zucker zupumpten können, wenn man das möchte.

Echt... Was hat so ein Beitrag in der Presse zu suchen? Der ist eigentlich unter Krone Niveau.

Re: Solche Beiträge gehören in die Krone und nicht in die Presse

Anstatt einen Verbotsstaat zu befürchten, weil empfohlen wird weniger Salz ins Gebäck zu mischen, könnte man dieses Thema auch etwas intelligenter angehen und Information stupiden Verschwörungstheorien vorziehen:
http://www.ernaehrung.de/aktuell/archiv/welt-ernaehrung-situation.php
"Warum leiden die Entwicklungsländer noch immer an Unter- und Mangelernährung, während in den Industriestaaten mehr und mehr Überernährung herrscht? Die Ursachen hierfür beruhen in erster Linie auf wirtschafts- und gesellschaftspolitischen Strukturen. Auf der einen Seite überfluten sich die modernen Staaten mit einem Überangebot an ständig neuen, schmackhaften und somit meist fettreichen Konsumgütern und Genussmitteln. Diese modernen Umwelt- und Lebensbedingungen schaffen hohe Anreize für eine erhöhte Energieaufnahme des hauptsächlich durch Werbung animierten Verbrauchers."

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Danke!

Die wirklich gefährliche Krankheit ist nicht das Übergewicht, sondern ist eine Geisteskrankheit, die folgende wesentliche Symptome aufweist:
1) krankhafte Regulierungssucht
2) Panikmache
3) Zwanghaftes Anbeten von dümmlichen Modeerscheinungen wie den BMI.


Gast: Holger Blaha
01.10.2012 13:23
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Mündige Bürger

Der mündige Bürger soll selbst die Entscheidung für sein Leben treffen können, egal wie gesund oder ungesund dieses auch sein mag!

Jedoch handelt es sich bei minderjährigen Personen (unter 14.Lj.) nun mal nicht um "Mündige".
Hier haben die Eltern die Verantwortung, die bestmögliche Entscheidung für ihr Kind zu treffen.
Da dies leider oft (aus verschiedenen Gründen) nicht der Fall ist, sehe ich sehr Wohl die Verantwortung beim Staat.

Und natürlich erreicht dieser die Kinder am besten über die Schule, und nicht am Nachmittag vor dem Fernseher oder PC.
Eine Turnstunde am Tag würde vielen Kindern gut tun, vor allem lernen dabei Einige wieder, wie viel Spass Bewegung machen kann....
(und auch schon 24 Prozent der Kinder zwischen sieben und 14 Jahren als übergewichtig... -> sollte zu denken geben)

Ich selber bin seit 5 Jahren als dipl. Gesundheits- und Krankenpfleger tätig. Meine Erfahrung ist die, dass die meisten übergewichtigen PatienteInnen unter ihrem Gewicht leiden. Nur wenige fühlen sich in Ihrem Körper wohl.


Re: Mündige Bürger

Abgesehen davon, dass viele der heutigen Ernährungslehren schlicht falsch sind, sind die Eltern an vielen Strukturen selbst überhaupt nicht schuld und würden sie selbst gern ändern. Wenn z.B. die Kinder zuhause sein müssen, weil Bewegungsmöglichkeiten zu teuer, zu weit weg (Verkehr!) oder sonstwie nicht leicht zu erreichen sind, die Eltern aber den ganzen Tag arbeiten müssen, dann kann man das nicht den Eltern vorwerfen.
Die Kinder essen dann aus Langeweile, was weniger ein Problem wäre, wenn sie diese Kalorien gleich verbrauchen könnten, bzw. wenn ihnen gar nicht langweilig wäre.
Ich habe mir das einmal angeschaut, welche Möglichkeiten ein Kind in Wien hat, und festgestellt, dass das gar nicht so einfach ist. In unmittelbarer Wohnnähe gratis herumzutollen ist für 95% der Kinder nicht gegeben. Und wenn es etwas gibt, wird die Anlage nicht gepflegt und das Kind durch Spritzen gefährdet. Die Eltern wären sicher die ersten, die das ändern würden.


Gast: b745
30.09.2012 18:14
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essen bis der arzt kommt aber schuld sind die gene

und sowas wie verantwortung für sich selbst gibts nicht mehr zahlen tuns ja eh alle

Gast: Anmerkung
30.09.2012 17:50
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Sozialistische Bevormundungsmaschinerie

Einfach grotesk, wie die Sozialisten hier schon wieder die Menschen gängeln wollen, um einen Missstand zu bekämpfen, den sie selbst verursacht haben!

In diesem Fall kommen sie mit der „Begründung“ daher, dass der Staat die Dicken in ihren Freiheitsrechten beschneiden müsse, weil sonst diese wegen ihrer Krankheiten die Sozialversicherung überbeanspruchen würden. Abgesehen davon, dass - wie hier schon geschrieben worden ist - die Dicken eine niedrigere Lebenserwartung haben und daher im Alter viel weniger an Kosten verursachen als körperlich gesunde, schlanke demenzkranke Pflegefälle, sollte man das Augenmerk insbesondere darauf richten, wie vieles an falschem Ernährungsverhalten, insbesondere unter den Kindern, allein dadurch verursacht worden ist, dass die sozialistischen Ideologen es sich zur Aufgabe gemacht haben, möglichst vielen Frauen ihre Existenz als Hausfrau madig zu machen und sie zur Fronarbeit in die Verkaufshallen, Büros und Fabriken zu prügeln. Sodass seither beide Elternteile weitgehend nicht mehr zur Verfügung stehen für ihre Funktion, richtiges Verhalten vorzuleben. (Ersatz dafür können die Kinder in den Aufbewahranstalten niemals bekommen, dort fehlt jedes familiäre Interesse daran.)

Da wollen also dieselben Sozialisten, die mit ihrer ideologisch motivierten Gesellschaftsverhunzung die Misere im Ernährungsbereich überhaupt erst verursacht haben, die Schäden nun damit beheben, dass sie einmal mehr die Menschen bevormunden und kujonieren.

Jo mei - wenn's ihnen Spaß macht...

Wenn jemand unbedingt übergewichtig sein will, dann soll er doch! Wen stört's? Mich bestimmt nicht.

Ich finde es zwar nicht besonders attraktiv, aber das muss ich ja nicht. Ich glaube auch nicht, dass man sich selbst besonders attraktiv findet und wohl fühlt - aber auch das ist mir wurscht. Jedem das Seine.

Und das Argument, dass Übergewichtige mehr kosten, stimmt auch nur bedingt, denn sie leben ja kürzer. Sprich: den ganzen Aufwand der Altenpflege, den wir bei den körperlich rüstigen, aber geistig dementen alten Menschen bis ins hohe haben, fällt bei den Übergewichtigen weg (auch bei den Rauchern). Die höheren Kosten, die sie davor verursachen, gleichen sich somit wieder aus.

Re: Jo mei - wenn's ihnen Spaß macht...

Ich glaube zwar, dass die Dicken nur deshalb mehr kosten, weil man an ihnen mehr "Krankheiten" findet, der Sinn und Zweck dieses Dicken-Bashings ist aber, dafür Stimmung zu machen, dass die Dicken höhere Krankenversicherungsbeiträge zahlen sollen, um noch mehr abzucashen. Ganz klar zu erkennen daran, dass sich bis jetzt alle weigern, Dicke überhaupt aus der Krankenversicherung raus zu lassen.

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Re: Jo mei - wenn's ihnen Spaß macht...

Ja, richtig, sehe ich auch so. Meine Beobachtung ist auch, dass nicht jeder Mensch das selbe Idealgewicht hat. Manche sind einfach etwas dicker und manche eher dünn. Es ist sinnlos sein ganzes Leben lang immer zu hungern - und davon womöglich krank zu werden -, um ein bestimmtes Normgewicht nicht zu überschreiten.

Der Staat hat für eine bestimmte Infrastruktur zu sorgen und für Ruhe und Ordnung. Aber was ein Bürger tut, geht ihn nichts an, so lange er nicht einen anderen Bürger in seiner Freiheit beeinträchtigt.

Der Staat ist weder ein Erziehungsheim noch ein Gefängnis.

Re: Re: Jo mei - wenn's ihnen Spaß macht...

Da haben Sie vollkommen recht! Es gab immer schon Leute, die Riesenportionen verdrückt haben und dabei spindeldürr blieben, während andere sich ihr Leben lang von Diät zu Diät handeln, unglücklich sind uind dank Jojo-Effekt immer dicker werden.
Früher nannte man die dünnen Vielesser "schlechte Kostverwerter" - weil das gute Verwerten des Vorhandenen in Kriegszeiten, Kriegsgefangenenschaft etc. überlebenswichtig war.
Heute gibts halt das umgekehrte Problem - zu viel Zucker, Fett und Salz in fast allen Nahrungsmitteln.

Re: Jo mei - wenn's ihnen Spaß macht...

das gefällt mir.

Re: Jo mei - wenn's ihnen Spaß macht...

Hoppala, da ist mir ein Wort abhanden gekommen. Es sollte heißen: bis ins hohe Alter haben

Populismus lässt grüßen

Sehr schöner Populismus, unser heiliges Salzstangerl und die Bevormundung der Raucher inklusive.
Als wenn uns das der Staat verbieten wollte bzw. könnte was wir essen.
Dass es aber bereits einen Lebensmittel-Codex gibt, der für die viele Produkte vorschreibt, welche Qualität und Menge von Inhaltsstoffen bestimmte Lebensmittel haben dürfen scheint unbekannt zu sein. Darin wird unter anderem auch der Salzgehalt vieler Waren festgelegt.
Und dass in Schulen statt Leberkäsesemmeln, Wurstsemmeln, Schokoriegeln und dem Coca-Cola-Automaten, nur gesunde Nahrungsmittel angeboten werden, würden ebenfalls die meisten Eltern unterstützen.
Recht geben kann ich dem Autor jedoch hinsichtlich seiner Meinung zur täglichen Turnstunde.
Die Schüler würds zwar sicher freuen, die Umsetzbarkeit und Sinnhaftigkeit ist jedoch eine andere Frage.

Gast: Berserker
30.09.2012 15:51
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Junk Food

Politiker, die US-Konzerne wie McDonals's, Burger King u. a. auf eigenem Territorium dulden, die erwiesenermaßen die Volksgesundheit systematisch untergraben, sollten lebenslang zum Arbeitseinsatz in Steinbrüche verfrachtet werden.

Re: Junk Food

Stimmt. Wahlfreiheit des Pöbels ist schon eine schlimme Sache, weil der kleine Mann auf die Straße nie weiß was gut für ihn ist.

Am besten überhaupt Gastronomie und Lebensmittelhandel verbieten. Jeder Bürger kriegt amtliche Kalorienmarken und kann sich damit wöchentlich seine Ration in der staatlichen Ernährungsbehörde abholen. Dann klappts auch mit der Volksgesundheit.

Re: Junk Food

ob Fette Burger, oder Fette Schnitzerln ist auch schon egal.

Re: Junk Food

Geh bitte. Burger und Pommes sind auch nicht ungesünder als Leberkässemmel, Wiener Schnitzel und Schweinsbraten.

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Re: Re: Junk Food

Sowieso. Es ist nur die zu große Menge davon schädlich. Das kann aber auch Körndlessen sein.

Gast: Pensador
30.09.2012 15:06
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Bledg'fressene

Übermässig zu fressen ist genau so wie Rauchen ein Laster, das nicht nur den Betroffenen was angeht, sondern auch die Allgemeinheit, die dann die Kosten für die Gesundheitsfolgen zu tragen hat. Mit der Frage, ob man lieber alte oder neue Gühbirnen verwenden will, hat das absolut nichts zu tun.
Man hat nachgewiesen, dass anhaltendes, exzessives Übergewicht auch das Gehirn schädigen kann. Nicht umsonst spricht der Volksmund von "Bledg'fressenen"

Re: Bledg'fressene

Die Allgemeinheit hat die Kosten für die Gesundheitsrisiken nur deswegen zu tragen weil - Überraschung - der Staat sie dazu zwingt.
Der Sozialstaat verhindert es, dass die Menschen selbst entscheiden können mit wem sie ihr Risiko teilen wollen - sprich Versicherungen nach ihrem Prämienmodell und ihren Leistungen selbst auswählen. Und dieser staatliche Zwang soll dann weiteren staatlichen Zwang legitimieren.

Übrigens: Haben Sie schonmal davon gehört, dass jemand der mit seinem Job überfordert ist, oder eine überlaufene Profession auswählt, ein höheres Risiko hat per Burnout dem Gesundheitssystem oder schlicht wegen Unvermittelbarkeit der Arbeitslosenversicherung zur Last zu fallen? Was sagt uns das über die Wahlfreiheit hinsichtlich des eigenen Berufes?

Re: Bledg'fressene

Dafür sterben Übergewichtige aber auch früher und man erspart sich die Kosten für die Altenpflege.

Re: Re: Früher sterben

Statistisch vielleicht. Viele aber auch nicht. Reden Sie einmal mit einer Altenpflegerin, wie leicht sich ein 100kg-Mensch wickeln und säubern lässt...

Re: Re: Re: Früher sterben

Der 100-kg-Mensch wird aber dann nicht mehr lange 100 kg haben. Denn wenn er pflegebedürftig ist, bekommt er auch nicht mehr das zu essen, was er will, sondern das Essen im Pflegeheim bzw. Essen auf Rädern. Und das wird in diesem Fall dann Diätessen sein.
Oder wenn er so pflegebedürftig ist, dass er gar nicht mehr selbst isst, sondern mit Magensonde oder intravenös ernährt werden muss, dann ist das Gewicht erst recht kein Problem mehr.

Ist ja im Krankenhaus genauso. Wenn ein Übergewichtiger zur Behandlung stationär ins Krankenhaus kommt, dann wird er auch auf Diät gesetzt.

Antworten Antworten Gast: bla
30.09.2012 17:57
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Re: Re: Bledg'fressene

Oder sie tun es nicht und man kann fette Alte pflegen...

 
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