Kinderlose profitieren vom Nachwuchs anderer Leute

JAKOB ZIRM (Die Presse)

Laut deutschen Ökonomen sind Kinderlose „Trittbrettfahrer“ im Pensionssystem und sollten daher weniger Rente erhalten. Die Diagnose ist richtig, die Therapie falsch.

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Die Reaktionen zeigen, dass von den Ökonomen der Universität Bochum ein heißes Eisen angefasst wurde: „Reaktionärer Unfug“, hieß es etwa. Oder: „Rückkehr in das 19.Jahrhundert.“ Was hatten die Volkswirte da unlängst zu Papier gebracht, dass es so für Aufregung sorgte?

In ihrer Studie über die Zukunft des deutschen Rentensystems beleuchteten sie das Zusammenspiel zwischen Eltern und Kinderlosen im Pensionssystem. Und sie nahmen sich dabei kein Blatt vor den Mund: Obwohl die Pensionssysteme auf den Einkommen künftiger Generationen basieren, spiele die Zahl der Kinder keinerlei Rolle. Kinderlose würden somit immer öfter zu Trittbrettfahrern, da sie sich nicht nur die Kosten von Kindern ersparen, sondern auch mehr arbeiten und dadurch höhere Pensionsansprüche erwerben können. Die sozialen Transfers an Familien würden diese Belastung „nicht annähernd aufwiegen“.

Als wäre dies nicht schon genug für die Political Correctness, zogen die Ökonomen auch noch folgenden Schluss: Um diese Schieflage zu ändern, sollte die Zahl der Kinder direkt in die Pensionsberechnung einfließen. Erst ab drei oder mehr Kindern solle es noch eine volle Pension geben. Wer weniger Nachwuchs zeugt, müsse verstärkt selbst vorsorgen.

Mehr hatte es nicht gebraucht, um einen Aufschrei der Empörten zu erzeugen. Zum Teil haben die Kritiker zwar recht: So soll sich der Staat so weit wie möglich aus der konkreten Familienplanung heraushalten. Ein direkter Konnex zwischen Zahl der Kinder und Pensionshöhe ist also abzulehnen. Denn schlussendlich könnte eine Orwell'sche Horrorvision stehen, in der Frauen, die keine Kinder bekommen können, beim Amtsarzt der Pensionsversicherung Atteste abgeben müssen.

Doch auch wenn die vorgeschlagene Therapie falsch ist, ändert das nichts an der Richtigkeit der Diagnose: Die Pensionen von morgen werden von den Kindern von heute gezahlt. Kinderlose profitieren also vom Nachwuchs anderer Leute. Daran ändert auch die Tatsache nichts, dass viele Menschen nicht aus Egoismus kinderlos bleiben, sondern es medizinische Probleme gibt oder sich einfach nicht der richtige Partner gefunden hat. Und das ist in einem System, in dem die Zahler ständig weniger und die Empfänger mehr werden, ein großes Problem. So zeigten in der Vorwoche neue Zahlen der Statistik Austria erneut einen deutlichen Rückgang bei der Kinderzahl.

Das Problem muss aber im bestehenden System gelöst werden. So führt angesichts steigender Lebenserwartung kein Weg an der Anhebung des Pensionsantrittsalters vorbei. Dieses sollte automatisch an die Lebenserwartung gekoppelt werden, auch wenn dies von Gewerkschaft und Pensionistenvertretern dank tausender Wählerstimmen im Rücken seit Jahren verhindert wird. Dass auch die Chancen Älterer auf dem Arbeitsmarkt erhöht gehören (andere Lebenslohnkurven), versteht sich von selbst.

Was bleibt, ist das Problem der zu geringen Kinderzahl. Und auch wenn sich der Staat direkt aus der Nachwuchsplanung heraushalten soll, kann er seinem Interesse am Erhalt bestimmter gesellschaftlicher Strukturen natürlich etwa mit Steuererleichterungen für Familien sehr wohl nachhelfen. Auch hier dürften die Studienautoren recht haben. So weiß zwar jeder, der Kinder hat, dass sie etwas geben, das mit Geld nicht aufgewogen werden kann. Dennoch bedeuten sie laut Studien eine finanzielle Belastung von bis zu 30 Prozent des Budgets kinderloser Paare (pro Kind). Und diese Kosten machen bestehende Transferleistungen nicht wett.

Doch Geld allein macht keine Kinder. So liegen zwar Länder mit höherer Fertilitätsrate wie Schweden und Frankreich auch bei den relativen Ausgaben für Familien vor uns. Dennoch ist Österreich im vorderen Mittelfeld, was die hierzulande auf „Aussterben“ gestellte Rate von 1,4 Kindern pro Frau nicht erklären kann. Die Erklärung findet sich in einer OECD-Studie: So liegt Österreich nicht nur bei der Zahl geborener Kinder ganz hinten, auch die gewünschter Kinder stellt mit 1,5 das absolute Schlusslicht aller Industrienationen dar. Es fehlt also nicht an den Voraussetzungen für mehr Kinder, sondern schlicht am Wunsch danach. Eigentlich sehr traurig.

 

E-Mails an: jakob.zirm@diepresse.com

("Die Presse", Print-Ausgabe, 02.04.2013)

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475 Kommentare
 
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Falsche Schlussfolgerung

Interessanter Artikel! Wobei ich nicht verstehe weshalb der Autor der Meinung ist, dass ein Pensionssystem, in dem die Pensionsleistungen von der Anzahl der Kinder abhängen, ein Eingriff in die "konkrete Familienplanung" wäre. Das jetztige System erzeugt Externalitäten die genau dies tun. Die Kopplung an die Anzahl der Kinder oder, besser noch, die Kopplung an das Einkommen der Kinder würde diese Externalitäten internalisieren und die Anreize in etwa auf einen unverzerrten Zustand zurückbringen. Klarerweise ist eine derartige Reform zurzeit nicht politisch durchsetzbar... Ein guter Anfang wäre jedoch zunächst die Einführung des Kinderwahlrechts (nach dem Demeny Modell).

öffentliche reaktion auf kinder

was mich stört, ist, dass man dumm angeschaut wird wenn man mit etwas kleineren Kindern in ein Restaurant um 1900 Uhr erscheint.
Wenn Kinder in der Ubahn in Wien lustig sind, lachen und bisschen herumblödeln, wird das als Lärm gesehen und man bekommt dumm eKommentare zugeschoben. Wenn aber ein "Musikant" spielt reagiert niemand. Lautes Lachen und Spielen im Kintergarten-Garten wird als Schreiben dargestellt, und am besten wäre es vielen Leuten, dass Neugeborene gar nicht weinen, auch wenn die Schmerzen, Blähungen, und Hunger haben.
Wenn man genau schaut, merkt man schnell wer was gegen Kinder hat und denkt sich dann "warum nur haben deren Eltern Kinder bekommen, wenn es so eine Qual ist"

Re: öffentliche reaktion auf kinder

Ähnliche Beobachtungen mache ich auch.

Ist ein Hund in der U-Bahn blicken alle lächelnd in die Richtung und viele wollen ihn streicheln - da kommen elementare Gefühle auf!

Eltern mit Kleinkindern hingegen werden verächtlich schief angeschaut.

Mir passiert: Eine ältere Dame (gut situiert) saß mir in der U1 gegenüber und äußerte ihren Unmut über einen Säugling im Kinderwagen, der halt mal Blähungen hatte aber ohnehin nur wenig raunzte mit etwa diesen Worten: "Kann man diesen Balg nicht ruhig stellen?"

Nachdem sie meine strafenden Blicke ignorierte meinte ich höflich aber bestimmt: " In welchem Alter sind Gnädigste auf die Welt gekommen?"

Ihr böser Blick konnte meiner Genugtuung wenig anheben.

Köter statt Kinder - das ist die Devise dieser heruntergekommen Gesellschaft - ob die die Pensionen der Halter wirklich sichern werden?

Re: Re: öffentliche reaktion auf kinder

Das ist mir auch schon aufgefallen, ich kann mir aber sehr gut vorstellen, wieso das so ist: Stadtmenschen haben keine Lärmtoleranz mehr.

Hunde sind üblicherweise still in den Öffis. Wenn ein Hund pausenlos kläffen würde, wären die Menschen auch nicht mehr so nett zu dem Hund bzw. dessen Besitzer. Ein schlafendes Kind oder eins, das andere Menschen still anlächelt, erregt ja auch nicht den Unmut der Mitmenschen, sondern wird ebenfalls angelächelt.

Kinder jedoch machen eben manchmal Lärm, so ist das nunmal. Sie weinen oder quengeln, wenn sie Schmerzen haben oder schlecht gelaunt sind. Die normale Sprechstimme von Kindern ist laut und eher schrill und wenn Kinder ausgelassen spielen und toben, kann das erst recht laut werden.

In einer Stadt, in der Menschen 24 Stunden lang Lärm ausgesetzt sind (durch viele Menschen, durch Verkehr etc.), ist das Ruhebedürfnis eben hoch. Man will seine Ruhe haben, speziell nach einem langen Arbeitstag und daher werden Kinder eben als störend empfunden (und nicht nur die, lärmende Erwachsene ebenfalls. Wenn jemand laut Musik spielt oder laut telefoniert, zieht er sich genauso den Unmut der Menschen zu).

Ich hab selbst 3 Kinder und muss sagen, dass auch ich nach einem langen Tag schon mal genervt war, wenn sie laut waren. Das liegt sicher nicht daran, dass ich keine Kinder mag oder sie nicht verstehen würde, sondern einfach daran, dass man als Mensch halt auch irgendwann genug hat.

Ein Punkt vergessen

Ein ganz wichtiger Punkt wird dabei aber immer wieder vergessen: was nützt uns eine große Zahl an Kindern, wenn diese später keinen angemessenen Job finden und somit die Sozialkassen nicht auffüllen können? Wenn sie statt Nettozahler Nettoempfänger werden?

Die Tendenz geht leider dahin: die Kinder kommen oft als Analphabeten aus der Schule, sie finden keine Lehrstellen und so viele Hilfsarbeiterjobs gibt es dann auch wieder nicht (und vor allem sind diese nicht besonders gut bezahlt). Jene, die über eine gute Bildung verfügen und sogar studiert haben, dürfen ein Praktikum nach dem anderen machen und eine Festanstellung zu einem angemessenen Gehalt ist nicht in Sicht.

Die working poor werden jetzt schon immer mehr, immer mehr Arbeitende suchen um Mindestsicherung an. Glaubt wirklich jemand, dass das irgendwann in Zukunft anders bzw. besser werden wird?

Nein, mich wundert es nicht, dass die Menschen sich immer öfter gegen Kinder entscheiden. Kinder benötigen viel Zeit, die man nicht hat, weil man arbeiten muss. Kinder kosten Geld, das man ebenfalls nicht hat, weil die Arbeit schlecht bezahlt ist. Und die Zukunft dieser Kinder ist ungewiss.

das problem unseres pensionssystems besteht doch vor allem darin,

dass die einzahlungen keine relation zu den auszahlungen haben, dass können auch 10 kinder pro frau nicht ändern!

Re: das problem unseres pensionssystems besteht doch vor allem darin,

... und nach Adam Riese werden die Einzahlungen umso höher, je mehr Beitragspflichtige Einzahlungen leisten!! Es sei denn, sie hängen nur mehr am sozialen Tropf, weil es "sozial immer wärmer wird"!!

Re: Re: das problem unseres pensionssystems besteht doch vor allem darin,

das problem ist, sie brauchen für die beitragspflichtigen auch jobs...wenn von den 10 kindern 9 am sozialen tropf hängen, aus welchen gründen auch immer, geht es sich nach adam riese wieder nicht aus.

Re: Re: das problem unseres pensionssystems besteht doch vor allem darin,

Sozial wird es aber eher immer kälter - das sieht man daran, dass Arbeitnehmer immer mehr ausgenutzt werden.

Die Wirtschaft schreit "Facharbeitermangel!", aber ausbilden wollen sie nicht. Faire Gehälter bezahlen, von denen man leben kann, will die Wirtschaft auch nicht. Sie will die eierlegende Wollmilchsau, nämlich den 23jährigen Akademiker mit 10 Jahren Berufserfahrung, der für 1000 EUR brutto Vollzeit arbeitet. Und leider müssen immer mehr Menschen solche Jobs annehmen, weil ihnen nichts anderes übrigbleibt.

Auch die Schweizer zeugen weniger Kinder !


Doch mit der richtigen Formel u. Anpassungen muss man nicht versch. Lebensentwürfe gegeneinander ausspielen.

Das Hauptproblem vieler OECD-Länder war die jahrzehntelange Verdrängung des Problems.

Das Pensionsantrittsalter in Öst. liegt bei 58,3 Jahren !! Verfassungsempfehlung ist 65 Jahre.

Doch links ist mainstream u. somit ist Frühpension KEIN Betrug, genauso wie autom. Vorrückung ohne Mehrleistungsnachweis !!

Dieser Betrug wird zugunsten der Wählermehrheit von öff. Bediensteten, Pensionisten, Ruhegenüsslern u. Transferempfängern bis "Griechenland" fortgeführt.


was die forscher dazusagen sollten ist:

wir brauchen kinder mit einem mindest iq von 120, die kreative köpfe werden und high-tec-unternehmen gründen...weil für alle kinder, die diese anforderungen nicht erfüllen, haben wir leider keine jobs...die machen nämlich schon längst die zu vielen kinder in anderen weltgegenden.

ich hätte von den experten gerne eine erklärung, wie das dann ausschauen soll...

Re: was die forscher dazusagen sollten ist:

Die hätte ich allerdings auch gern. Die Welt ist bereits überbevölkert und die Experten schreien nach noch mehr Kindern?

Das können sie dann tun, wenn in den Ländern, die einen starken Bevölkerungszuwachs haben, einmal dieses Problem im Griff ist. Und dann sollen sie schauen, dass alle arbeitsfähigen Menschen einmal einen angemessen bezahlten Job haben, von dem sie leben können. Dann reden wir weiter übers Kinderkriegen.

die tücken der praktischen umsetzbarkeit

dass ungerechtigkeiten nicht durch einbau neuer ungerechtigkeiten beseitigt werden können, habe ich hier schon mehrfach festgehalten.

dass kinderlose für ihren "mangelnden dienst an der gesellschaft" durch pensionsabschläge bestraft werden sollen, scheitert allein schon an der praktischen umsetzbarkeit: wie soll ein GERECHTER abschlag berechnet werden?

wie schwierig das ist (und wie absurd der vorschlag) sollen folgende fälle zeigen:

- ein kinderloser pensionist erhält eine geringere pension und zeugt kurz vor seinem tod ein kind - erhält er dann post mortem eine gutschrift?
- erhält ein samenspender als biologischer vater von X kindern eine gutschrift?
- muss ein geschiedener vater ohne sorgerecht ebenfalls einen abschlag hinnehmen mangels voller erziehungsleistung?
- bekommt umgekehrt ein/e alleinerzieher/in eine gutschrift aufgrund der doppelbelastung?
- was ist mit kinderlosen, die regelmäßig auf ihre neffen und nichten schauen?
- soll man dauer und intensität der erziehungsleistung einfließen lassen? eltern eines behinderten kindes leisten doch mehr als eltern eines selbständigeren kindes, das bereits mit 18 auszieht
- und wenn die kinder später nix leisten?
- soll man rabeneltern anders behandeln als "idealeltern"?
- hat die anzahl der kinder einen einfluss?
- wie soll man kinderlose behandeln, die nicht in der lage sind, kinder zu adoptieren?

wer also pensionsabschläge für kinderlose fordert, braucht mir nie mehr mit bürokratie-abbau kommen ..

Re: die tücken der praktischen umsetzbarkeit

Eine höhere Besteuerung der Kinderlosen wäre nicht schwer umsetzbar.

Solange man keine Kinder aufzieht zahlt man höhere Steuern. Eltern dann halt weniger. Geschiedene auch - Alimente zahlt er ja ohnehin. Mit 2 Kinder noch weniger und mit 3 nur mehr sehr wenig.

Wenig verdienende Kinderlose zahlen wie alle Eltern auch keine Steuern, damit werden diese nicht zusätzlich belastet.

Die Steuerersparnis bei Eltern gilt ein Leben lang, genauso wie den Kinderlosen lebenslang höhere Steuern als Ausgleich für die Kindererziehung auf dividiert gehören.

Der Effekt wäre vor allem, dass gerade die Mehrverdiener mehr Kinder in die Welt setzen würden, was ja nicht unbedingt schlecht wäre - oder?

So überlassen wir den Unterschichten unsere Zukunft - na ja, wir werden das Ergebnis ja bald sehen!

Re: die tücken der praktischen umsetzbarkeit

Gibt da noch ein paar andere Probleme:
- Ein Paar. Sie will keine Kinder. Muß er dann eine andere schwängern damit er auch eine Pension bekommt?

- Ein Paar bekommt erst spät Kinder. Sie haben bisher kräftig Zusatzsteuer bezahlt (wie von einigen hier vorgeschlagen). Wird die dann mit Zinsen refundiert?

- das Kind stirbt - Nachzahlung?

- das Kind wandert aus - Nachzahlung?

etc.

Re: Re: die tücken der praktischen umsetzbarkeit

am wichtigsten ist: gilt das nur für reinrassig deutsche eltern? weil mit den eingewandereten türken haben die deutschen ja das problem, dass sie eher zu viele als zu wenige kinder haben? soll man chinesen in den selben topf werfen, einerseits gibt es weltweit zu viele von ihenen, andererseits, sind sie ja besonders brave arbeiter...was macht man mit eltern, deren kinder ausgewandert sind?

fragen über fragen....

Re: Re: Re: die tücken der praktischen umsetzbarkeit

"... am wichtigsten ist: gilt das nur für reinrassig deutsche eltern? ..."

Salopp gefragt: Irgendwo angrennt?

Re: Re: Re: Re: die tücken der praktischen umsetzbarkeit

nein gar nicht: mir stellt sich nur die frage: angesichts der tatsache, dass es weltmäßig eher so ist, dass es eher zu viele menschen gibt als zu wenige, und man einige probleme durch sinnvolle zuwanderung lösen könnte, statt nach strafen zu rufen, deren sinnvolle durchführung, wie sie zu recht in ihrem posting anführen,
ausgesprochen fragwürdig ist, stellt man da nicht automatisch den wert gewisser kinder höher und wünschenswerter als andere?

bei den forderungen, dass kinderlose menschen bestraft werden sollen, stellt sich mir die berechtigte frage, ob damit alle eltern gemeint, oder nur die staatlich und pensionskassenmäßig wünschenswerten, die ihre kinder zu braven beitragszahlern erziehen.

es lässt sich nämlich nicht leugnen, dass tendentiell jene bevölkerungsgruppen, die in D und in Ö die meisten kinder haben, nicht unbedingt die kinder in die welt setzen, die dann die sozialversicherungsbeiträge auch leisten...wenn also forderungen nach mehr kindern gestellt werden, sollte man konsequnterweise auch immer sagen, was man für kinder haben möchte...


Re: Re: Re: Re: Re: die tücken der praktischen umsetzbarkeit

Eben. Um mehr inländische Kinder zu haben, braucht man nur die Kinderlosen lebenslang höher besteuern. Das ist keine Strafe, sondern nur gerecht, genauso wie man die höhere Besteuerung der Mehrverdiener auch nicht als Strafe auffassen kann. Kinderlose ersparen sich damit den Aufwand der Kindererziehung - ist das etwa nix?

Wenigverdiener träfe es ohnehin nicht , da steuerbefreit!

Es gäbe dann bald mehr Kinder von Eliten, auch wenn dies hier so manche als "menschenrechtswidrig" oder rassistisch darzustellen versuchen.

Die wollen lieber die türkischen Zuwandererkinder, die am Arbeitsmarkt oft nicht zu gebrauche sind und ins Sozialnetz fallen.
Irgendein 68er wird das sicher sofort als rassistisch einstufen - ok. die können nichts anderes.

Re: Re: Re: Re: Re: Re: die tücken der praktischen umsetzbarkeit

Das ist doch Blödsinn. Wer keine Kinder will, der wird keine kriegen, egal, welche Strafen man ihm auferlegt.

Ob man Kinder möchte oder nicht, ist nicht zuletzt auch eine Lebenseinstellung oder eine Frage der Umstände.

Jene, die das Gefühl haben, sich Kinder nicht leisten zu können, sind die Wenigverdiener. Die kann man nicht höher besteuern, weil sie nicht mal jetzt Einkommenssteuern und nur wenig Sozialversicherung bezahlen.

Jene, die keine Kinder bekommen können, sich aber welche wünschen, wird diese Steuer auch nicht fruchtbarer machen.

Und jene, die Kinder einfach nicht mögen und deshalb keine bekommen, werden auch nicht plötzlich zu Kinderliebhabern dadurch. Mal abgesehen davon, dass ich es nicht gerade gut finde, wenn jemand nur deshalb Kinder in die Welt setzt, weil er Angst vor irgendwelchen Strafen hat.
Es ist nicht jeder geeignet für die Elternschaft und was dann aus solchen Kindern wird, sehen wir doch jetzt schon.

Zur Abwechslung mal ein paar Zahlen:

Lebenserwartung 1961:
Männer: 66,5
Frauen: 72,8
Lebenserwartung 2011:
Männer: 78,1
Frauen: 83,4

Die Lebenserwartung ist also seit 1960 um ca. 11 Jahre gestiegen.

durchschn. Pensionsantritt 1960: 61,5
durchschn. Pensionsantritt 2011: 58,1

Während ein Mann im Jahr 1960 nur ca. 5 Jahre Pension bezogen hat so sind es 2011 bereits 20 Jahre. Eine Frau war 1960 16 Jahre in Pension und 2011 bereits 25,5 Jahre. Im Schnitt sind es 2011 22,65 Jahre, während es 1960 nur 8,5 Jahre waren. Also 14,5 Jahre weniger.

Im Jahr 1960 bekam eine Frau 2,78 Kinder, im Jahr 2011 1,43. Um also nur mit der Anzahl der Kinder die längere Pensionsdauer auszugleichen müssten Frauen heute 2,78 * 2,66 = 7,4 Kinder bekommen. Ein wenig absurd oder?

Selbst wenn man die Höhe der Pension halbiert wären es immer noch 3,7 Kinder pro Frau die benötigt würden. 1 Kind mehr als 1960!

Was ist jetzt das größere Problem - Kinderlose oder deutlich höhere Dauer der Pension?

babys haben den großen vorteil,

dass sie die meisten vorgänge rund um sich noch nicht verstehen.
würden sie zb schon mitbekommen, wie 'nett' sich manche/viele ihrer mitbürger äussern und verhalten, wenn ein kinderwagen in die straßenbahn gewuchtet wird, wenn eltern mit mehreren kindern irgendwo auftauchen, dann würden sie vermutlich eine rückkehr in die gebärmutter zumindest in erwägung ziehen!

dieser wunsch nach mehr kindern ist meist ein lippenbekenntnis. das tatsächliche verhalten vieler spricht eine ganz andere sprache!

doch genau darum geht es: um die AKZEPTANZ und das willkommen heißen von kindern. der dauernd angeführte finanzielle aspekt ist im vergleich dazu von untergeordneter bedeutung.

Re: babys haben den großen vorteil,

wieviele kinder haben sie .. doch hoffentlich mehr als zwei ? .. weil sonst gibt es in den nächsten generationen keine steine mehr :-)

zuwenig kinder?

quatsch! es gibt MILLIARDEN davon auf diesem planeten.

ach so - zuwenig kinder in unserem kulturkreis?

wenn ein system zu große mängel hat oder sich überlebt hat, dann wird es halt durch ein anderes abgelöst.
das nennt sich evolutionärer fortschritt.
= das, was den homo sapiens vom banane-mampfenden baumbewohner zu einem aufrechtgehenden zweibeiner gemacht hat.

wenn unser kulturkreis also aussterben sollte, dann ist das ein vorgang, wie er 'natürlicher' nicht sein könnte.

sie irren

da irren sie gewaltig da dieses system nicht finanzierbar und irgendwann sowieso zum kollaps verurteilt ist

weiters bin ich nicht verantwortlich für meine eltern da DIE sich zum kinder kriegen entschieden haben(somit kosten und zeit) und ich jetzt mit deren konsequenzen leben muß

sollte irgenwann einmal jemand ernst mit diesen lächerlichen kürzungsvorschlägen machen werd ich die erste kürzung vornehmen und mich ins ausland absetzen dann können sie schauen ob ein ersatztimportierter so zahlungswillig ist wie sie alle es gern hätten

im diesen sinne jeder ist für seine taten verantwortlich und sollte seine zeit "absitzen wie diese auch immer aussieht

Ich seh's ja ein, dass ich als arbeitender Kinderloser ein Sozialschmarotzer bin

Deshalb sollte ich auch keine staatliche Pension bekommen. Weil ich aber im Alter von etwas leben muss, fordere ich lediglich die betreffenden Anteile meiner über die Jahre geleisteten Sozialversicherungsbeiträge und Einkommenssteuer zurück, um privat vorsorgen zu können.

 
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