Grazer Koalition

Nach der Graz-Wahl ist eine Zweierkoalition nur dann möglich, wenn sich ÖVP und KPÖ zusammentun.

Nach der Graz-Wahl ist eine Zweierkoalition nur dann möglich, wenn sich ÖVP und KPÖ zusammentun. Dem „Pizzicato“ liegt der geheime Koalitionspakt vor, der schwarze und kommunistische Interessen vereinen soll.

So werden die reichen Grazer zwar enteignet. Das Geld kommt aber nicht dem Volk, sondern der Raiffeisenbank zugute. Statt des Arbeiter- und Bauernstaats wird mit Rücksicht auf die ÖVP nur der Bauernstaat ausgerufen. Die Stadt wird in Leningraz umbenannt, der Grazer Ring dafür in Dr.-Karl-Lueger-Ring. Da werden die Wiener aber schauen. Nur ein Gerücht soll hingegen sein, dass die Kommunisten den Grazer Hauptplatz in Roter Platz umbenennen wollten. Vor dem Kreml jedoch, vormals Grazer Burg, soll das Volk sich jeden Sonntag um neun Uhr einfinden, um mit KPÖ-Chefin Elke Kahr die Internationale zu singen. Gleich darauf findet dort eine römisch-katholische Freiluftmesse, geleitet von ÖVP-Bürgermeister Siegfried Nagl, statt.

Noch unklar ist, wie das einstige Arnold-Schwarzenegger-Stadion heißen soll. Angedacht ist der Name Josef-Stalin-Stadion. Zuvor will der Gemeinderat aber noch prüfen, ob Stalin eh nicht wie Schwarzenegger für die Todesstrafe war. AICH


E-Mails an: philipp.aichinger@diepresse.com

("Die Presse", Print-Ausgabe, 29.11.2012)

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