Frühling im Winter

 (Die Presse)

Die Vöglein zwitschern. Die ersten Blümchen ragen aus der Erde. Die Knospen sprießen.

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Die Vöglein zwitschern. Die ersten Blümchen ragen aus der Erde. Die Knospen sprießen. Draußen hat es fast schon an die 20 Grad. Die Sonne wärmt uns wieder. Einfach herrlich, wenn um diese Jahreszeit die Natur erwacht. Im Märzen der Bauer die Rösslein einspannt – düdldumdumdidumdumdidumdumdidum...

Wie bitte? Ob es uns noch gut geht? Aber selbstverständlich geht es uns gut. Es geht uns bestens. Gut, vielleicht nicht ganz. Betreten Sie doch dieser Tage einmal eine Boutique Ihrer Wahl, beispielsweise auf der Suche nach Winterstiefeln für die Frau Gemahlin, nach einem flauschigen, schneeabweisenden Overall für den Kleinen oder wolligen Handschuhen für einen selbst – mit einem Satz: Fragen Sie nach Winterbekleidung!

Die einigermaßen überraschte Verkäuferin wird Sie ansehen, als kämen Sie direkt vom Mond oder gar von noch weiter. „Wintersachen?! – Aber ich bitte Sie, mein Herr! Wir haben doch jetzt schon die Frühjahrskollektion!“ Und dem Erstaunen folgt die Erkenntnis: Ach ja, natürlich, wie konnte man nur.

So ist das eben. Nur noch fünf Mal schlafen – und dann kommt der Osterhase. OLI


E-Mails an: oliver.pink@diepresse.com

("Die Presse", Print-Ausgabe, 19.12.2012)

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1 Kommentare

tja, das phänomen der verkehrten welt

gabs schon in der antike.

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