So sitzen Sieger

Wenn wir in der Nacht auf Montag die Oscar-Verleihung aus Los Angeles anschauen, können wir bereits bei der Auswahl der Sitzplätze aller Promis erraten, wer die goldene Statuette mit nach Hause nimmt.

Wenn wir in der Nacht auf Montag die Oscar-Verleihung aus Los Angeles anschauen, können wir bereits bei der Auswahl der Sitzplätze aller Promis erraten, wer die goldene Statuette mit nach Hause nimmt. Langjährige Beobachtungen vor dem TV-Gerät haben ergeben, dass nach den Worten „And the Oscar goes to . . .“ nie jemand aus der Mitte der Sitzreihe aufsteht. Die Gewinner sitzen entweder am Rand der Reihen, fußfrei oder in Logen. So soll wohl verhindert werden, dass die versammelte Mannschaft der Reihe 17 sich erheben muss, um vor Glück kreischende oder weinende Schauspieler und Regisseure mit reichlich Kniereiberln oder frontalem Körperkontakt vorbeizulassen.

Die Nominierten können also aus ihrer Sitzposition erkennen, ob sie Chancen haben: Mittelsitz? Nein, eher nicht. Randplatz, wunderbar! Im Vergleich dazu birgt die Verleihung der Golden Globes in Beverly Hills mehr Spannung: Denn dort sitzen alle Nominierten an runden Tischen, jeder Platz ist ein Randplatz.

Und sollte es heuer anders sein, und Sie tatsächlich Gewinner entdecken, die eine halbe Sitzreihe aufjagen, um auf die Bühne zu kommen, dann hat wohl einer der Show-Manager zu viel Loriot geschaut: Der inszenierte bereits 1976 das lustige Aufstehen und Sitzplatzwechseln in seinem Sketch „Das Flötenkonzert“. (vers)

Reaktionen an: veronika.schmidt@diepresse.com

("Die Presse", Print-Ausgabe, 25.02.2017)

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