Pizzicato

Deichkinder

Diese Woche zeigte sich wieder einmal, dass es offenbar eine besondere Vorliebe österreichischer Journalisten für das politische Niederländisch gibt. Gert Wilders wurde selbstredend zu Chert Wilders.

Und die Parteien bekamen hinter ihre Abkürzung vielfach die niederländische Originalbeschreibung: also VVD (Volkspartij voor Vrijheid en Democratie), PvdA (Partij van de Arbeid) oder PVV (Partij voor de Vrijheid).

Bei all der Begeisterung ist damit zu rechnen, dass das nun in unseren Sprachgebrauch übernommen wird. Die FPÖ hat es da leicht und kann einfach Partij voor de Vrijheid übernehmen. Jene Partei übrigens, die mit ihrem vormaligen Landeshauptmann Cherchard Derfler diese Woche ebenfalls die Schlagzeilen dominierte. Ein wenig schwerer hat es die SPÖ. Diese muss den niederländischen Parteinamen ergänzen. Also: Partij van de Arbeid en voor de Start-ups. Für die ÖVP reicht Volkspartij (ohne Vrijheid). Und GroenLinks passt eigentlich auch sehr gut – wobei der Zusatz Links gar nicht notwendig gewesen wäre. Die Alternativ-Bezeichnung Partij voor de Dieren en de Coffeeshops wurde nach stundenlangen Debatten mit der Basis doch wieder verworfen. Und Matthias Strolz kann seinen Kampf gegen die Windmühlen unter dem Namen Neos – Het Nieuwe Oostenrijk fortsetzen. (oli)

Reaktionen an: oliver.pink@diepresse.com

 

(Print-Ausgabe, 18.03.2017)

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