Pizzicato

Geschichten aus dem Wahlkampf

Als Friede Springer, die Grande Dame des Medienkonzerns, ihren 75er feierte, stellte sich eine honorige Gratulantenschar in der Vorstandsetage ein, um der Jubilarin ein Ständchen darzubringen.

 Unter den Chorknaben und -damen des Schampuskränzchens: Angela und Alice, die ungleichen Amazonen Merkel und Schwarzer, unter Anleitung einer Soubrette aus Wien – Dagmar Koller.

Wochen später, auf dem Höhepunkt des Wahlkampfs in Deutschland, versammelten sich Krethi und Plethi, sozusagen tout Berlin, im Springer-Hochhaus beim Spätsommerfest von „Bild“. Außenminister Sigmar Gabriel paffte – ganz in der Manier Gerhard Schröders – eine Zigarre. Überhaupt gaben sich Merkel und Co. entspannt, ganz so, als sei keine Wahl zu schlagen. Anderntags bekam die Kanzlerin Spritzer einer Tomate ab. So ein Wurf, ob Ei, Torte oder Farbbeutel, erhebt einen Politiker ja quasi in den Adelsstand.

Martin Schulz gab derweil einen Jux zum Besten: Einmal habe er Waschpulver ins Freibad geschüttet. Den größten „Mist“, den er je begangen habe, könne er indes nicht publik machen. Seither rätselt die Republik, was der wilde Martin in seiner Sturm-und-Drang-Zeit im rheinischen Würselen denn so alles angestellt haben könnte. Eine Keilerei auf dem Bolzplatz, gar in der Kneipe? Ein FKK-Bad im Teich? Eine Haschparty zum Sound von Procol Harum?

Reaktionen an: thomas.vieregge@diepresse.com

("Die Presse", Print-Ausgabe, 08.09.2017)

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