18.05.2013 12:56 Merkliste 0

Was ist 67 Jahre nach dem Untergang des Faschismus ein „Antifaschist“?

CHRISTIAN ORTNER (Die Presse)

Ein Antifaschismus, der die Drohungen der Islamofaschisten gegen Israel verharmlost, verkommt zur eitlen ideologischen „Niemals vergessen“-Pose ohne jeglichen Nutzwert.

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Es war ein höchst beachtenswertes Argument, mit dem sich Norbert Darabos jüngst gegen den Vorwurf stellte, er habe die iranischen nuklearen Vernichtungsambitionen gegenüber dem Judenstaat verharmlost („Israel stellt offenbar Außenfeinde wie den Iran in den Vordergrund, um von inneren sozialen Problemen abzulenken“).

Er sei, ließ der SPÖ-Verteidigungsminister zur Verteidigung seiner selbst daraufhin über sein Büro verlauten, nämlich ein „prononcierter Antifaschist “ (so ein Brief des Ministerbüros an die „Jerusalem Post“). Nun soll man Darabos' heldenhaftes Bekenntnis zum Antifaschismus anno 2012, also eh nur 67 Jahre nach dem Untergang des Faschismus in Europa, nicht geringschätzen. Zwar hat der deutsche Maler und Denker Anselm Kiefer für solche Fälle bemerkt: „Man kann nicht in einer Zeit, in der es nicht viel kostet, anti- zu sein, für sich ein Wort in Anspruch nehmen, das nur Sinn hat in einer Zeit, in der es das Leben gekostet hat, antifaschistisch zu sein.“

Stimmt. Aber schließlich ist es noch nicht gar so lang her, dass in sozialistischen Alleinregierungen nicht so sehr „prononcierte Antifaschisten“ vertreten waren, sondern ehemalige Nazis und SS-Männer mit SPÖ-Parteibuch; wohingegen erprobte Antifaschisten wie Simon Wiesenthal in der SPÖ nicht sonderlich geschätzt waren.

So besehen ist Herrn Darabos „lupenrein“ antifaschistische Gesinnung durchaus ein gewisser Fortschritt, jedenfalls für die hiesige Sozialdemokratie. Trotzdem ist es schon irgendwie eigenartig, dass der Antifaschismus, wie er im Milieu des SPÖ-Ministers gepflegt wird, ausschließlich tote Juden vor meist auch schon ziemlich toten Faschisten und Nazis beschützt; wohingegen dieser zeitgenössische Antifaschismus nichts dabei findet, die offiziell verkündeten Pläne der heutigen Islamofaschisten in Teheran für einen zweiten Holocaust an noch lebenden Juden zu verharmlosen, zu relativieren und damit letztlich leichter durchführbar zu machen.

Jenes pathetisch vorgetragene „Niemals vergessen“, mit dem sich führende sozialdemokratische Antifaschisten an hohen antifaschistischen Feiertagen feierlich gegenseitig die Lupenreinheit ihres Antifaschismus zertifizieren, hindert diesen Typus linker Antifaschisten im Einzelfall ja auch nicht daran, sich bei passender Gelegenheit und Opportunität mit jenen Palästinensergruppen gemein zu machen, die sich zum Ziel gesetzt haben, das teilweise Versagen der Nazis bei der vollständigen Ausrottung der Juden nachträglich zu beheben.

Aber ein Antifaschismus, der sich auf eine gefällige Pose reduziert, die ohne jede Auswirkung auf die Wirklichkeit bleibt – also etwa angesichts der islamofaschistischen Bedrohung Israels aus dem Iran–, kann keinen wirklichen moralischen Mehrwert beanspruchen. Ein solcher Antifaschismus, der den neuen Faschismus nicht sieht oder nicht sehen will, selbst wenn die neuen Faschisten ihre Absichten öffentlich machen, degeneriert zur hohlen Phrase – ungefähr so substanziell wie ein Luftballon ohne Hülle. Auch mit dem Transparent „Niemals vergessen“ kann man sich die Sicht auf die Wirklichkeit verstellen, wenn man darauf Wert legt.

Antifaschismus, hat der deutsche Politologe Manfred Funke einmal gespottet, sei „eine politische Allzweckwaffe mit Blendcharakter“. Norbert Darabos hat dafür gerade den Wahrheitsbeweis angetreten.


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Zum Autor:

Christian Ortner ist Kolumnist und Autor in Wien. Er leitet „ortneronline. Das Zentralorgan des Neoliberalismus“.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 01.06.2012)

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37 Kommentare
 
12

gut zu wissen, dass kamerad ortner kein antifa ist


vielmehr ist er das genaue gegenteil. und STOLZ darauf.

das hätten wir also geklärt, verbindlichsten dank!

Re: gut zu wissen, dass kamerad ortner kein antifa ist

ortner ist weder noch
..und der antifa ist auch nur eine spielart des faschismus

Gast: justerix
02.06.2012 23:44
5 1

Der frühere Zivildiener als Karikatur eines

Verteidigungsministers ist nun endgültig
demaskiert.

Gast: machmuss verschiebnix
02.06.2012 19:54
10 0

Welch enormer Wesens-Unterschied,

zwischen jenen, die damals opponiert haben und Ihr Leben dafür riskierten,
und den heutigen "Spaß-Antifas", die sich lediglich so nennen, weil's eben
oppurtun ist (!)

Die Ersten nannten sich nicht so, sie handelten einfach nach ihrer
Überzeugung und ihre Haltung wurde erst von der Nachwelt mit dem Begriff
Anfi-Faschist kategorisiert.

Die Heutigen jedoch, ordnen sich diesen Begriff eigenmächtig zu, völlig
zu unrecht, weil in einer Zeit ohne (echte) Faschisten jenes Risiko fehlt,
welches überhaupt erst die Überzeugungs-Haltung eines echten Antifas
bewahrheiten könnte.

Zuweilen finden sich in der Haltung heutiger Antifas sogar oppressive
Anzeichen aus dem gegnerischen Lager von damals (!)

Linke Kleingeister werden immer versuchen


mit Worthülsen Halbgebildete zu beeindrucken !

Auch Gusenbauer musste von Androsch Nachhilfe in Geschichte nehmen.

Irgendwie hat die linke Sicht auf die Geschichte den Geruch einer Gehirnwäsche...

Gast: gäst
02.06.2012 16:49
0 10

"islamofaschismus"

Wäre der Herr Ortner auch so freundlich der Welt diesen Begriff zu erläutern? Oder alternativ seinen Faschismusbegriff offen zu legen? Mir zumindest ist der Zusammenhang nicht gerade klar. Herr Ortner erinnert ansonsten ein wenig an die verwirrten Linken, für die der Faschismus schon an der Zapfsäule beim Ablesen des zu entrichtenden Preises beginnt.

Re: "islamofaschismus"

Ich nehme an, dass Ortner den Begriff Islamofaschismus aus 2erlei Gründen geprägt hat:
Erstens um die Geisteshaltung des iranischen Regimes aufzuzeigen, die in der Tat sehr stark an Faschismus, so wie der Begriff heute verwendet wird, oder eben besser: an die Art totalitärer Systeme gemahnt.
Zweitens kann ich mir vorstellen, dass er sich mit dieser Begriffsbildung auch über jene zeitgenössischen Antifaschisten lustig macht, die eben alles was ihnen nicht basisdemokratisch und antikapitalistisch genug ist, mit Vorliebe als Faschismus bezeichnen. Ob es nun die heute anlässlich des Jubiläums der Queen vielzitierten Sex Pistols sind, die GB der 60er als Faschismus bezeichnen, oder jene die von Finanzfaschisten und Jägerfaschisten (wo, wenn überhaupt der Begriff -fetischisten wohl besser passte) reden...

Erstklassig, Herr Ortner !

Auch wenn die Zensur heute wieder oberstes Gebot ist.
N. D. ist ein moderner "Herr Karl".

Re: Erstklassig, Herr Ortner !

zu viel der ehre für den schildbürger...und irgendwie hat der quasi das nicht verdient

Gast: Luzifer
02.06.2012 12:02
1 10

Mit dem Schmäh der drohenden Vernichtung Israels

begründen die Israelis schon seit mehr als 40 Jahren ihre aggressive Expansionspolitik und führen einen "Präventions-Krieg" nach dem anderen gegen ihre Nachbarn. Und jetzt geht es sogar gegen den Iran! Glaubt wirklich jemand allen Ernstes, daß der Iran einen Atomkrieg gegen ein atombewaffnetes Israel, das überdies unter dem atomaren Schild der USA und der Nato steht, mit der Gefahr der Selbstvernichtung riskieren würde? Noch dazu ein Angriff mit einer Atombombe, den der iran gar nicht hat?

Wie heuchlerisch die Argumentation von Herrn Liebermann und seinen Freunden ist, zeigt sich schon darin, daß das ein weit gefährlicherer Feind des Westens, nämlich die ehemalige Sowjetunion, auch ohne Angriff auf seine Atomanlagen Frieden gehalten hat! Frage: ist der Iran gefährlicher als eine stalinistische Sowjetunion?

Re: Mit dem Schmäh der drohenden Vernichtung Israels

Expansionspolitik?
Wann hätten die Israelis in den letzten 30 Jahren expandiert? Das einzige, was sie in der Zeit getan haben, war dem Libanon den Süden zurückzugeben...
Mit dem Erfolg, dass von dort wieder die kleinen Raketen auf Israel flogen...

Bei aller Kritik an - etwa der Siedlungspolitik - Expansionen betreibt Israel eigentlich nicht.

Antworten Antworten Gast: luzifer
05.06.2012 23:17
0 0

Re: Re: Mit dem Schmäh der drohenden Vernichtung Israels

Leider habe ich das Pech, daß alle meine Erwiderungen auf ihre "Blauäugigkeiten" von der "Presse" gelöscht wurden.

Nunmehr hört ich zu meinem Erstaunen im ORF-"Report" vom über jeden Antisemitismus erhabenen "Standard"-Journalisten eine ähnliche Kritik an der Israelischen Expansionpolitik wie ich sie vertrete: Hans Rauscher meinte, daß auf Dauer die Weigerung der Israelis, aus den seit mehr als 40 Jahren von ihnen besetzten Westbanks abzuziehen, nicht mehr haltbar sei! Israels mißinterpretiere jede diesbezügliche Kritik sofort als "Antisemitismus"! Und das sollten auch Sie endlich zur Kenntnis nehmen!

Gast: WFL
01.06.2012 13:56
14 0

Kollaboration der Medien

Es darf hier nochmals an die üble Rolle der österr. Medien in diesem Zusammenhang erinnert werden:

Wie Sie letzte Woche berichteten, kündigte der amtierende iranische Generalstabchef in einem offiziellen Interview die "full annihilation" oder "total annihilation" des Staats Israel an.
Reaktion der österr. Medien: gleich null.

Interessanterweise sogar im "Standard", einer Tageszeitung, die bekanntlich vom Sohn eines Holocaust-Flüchtlings gegründet wurde.
Aber sogar im Standard löst eine angekündigte "total annihilation" des Staates Israel sehr viel weniger Empörung aus als die Privatstiftungskonstruktionen des 3. NR-Präsidenten....


15 0

"Niemals derstessn!"

Ja, der heutige sog. Antifaschismus ist ein Blendwerk. Vor allem, weil als politisches Totschlagsmittel, so wie die unerträgliche und undemokratische politische Korrektheit, allzu oft mißbraucht, um unliebsamen Diskussionen aus dem Weg zu gehen, sie also gar nicht führen zu müssen. Es scheint, daß der Antifaschismus zum linken Volkslied zu einem sinistropolitischen "Amen" verkommen ist, so es ihn als positive politische Einstellung je gegeben hat - vor allem in Hinblick darauf, wer sich in der Geschichte aller als Antifaschist tituliert hat.
Abgesehen davon ist Darabos m.E. einer der derzeit in der österreichischen Politik prominentesten Beweise für das Peter-Prinzip.
Er ist in einer langen Reihe von Totengräbern des BH der letzte, aber offensichtlich erfolgreichste seiner Zunft.
So wie Darabos ist auch Schmied ein typisches Peter-Prinzip. Sie steht wie er am Ende einer langen Reihe von Totengräbern der österreichischen Bildungspolitik. Sie versemmelt derzeit, die an und für sich gute Idee einer Zentralmatura. Wobei man sich bei ihr fragen muß, ob sie das Peter-Niveau nicht schon in ihrer Bankkarriere erreicht hat. Als Antifaschistin wird sie sich ja wahrscheinlich fühlen.
Soll sein!

...„Niemals vergessen“-Pose ohne jeglichen Nutzwert.

wenn ein kind über den türschweller stolpert und sich die nase blutig schlägt, dann bleibt seine „Niemals vergessen“-Pose ohne jeglichen Nutzwert?

lieber auch in zukunft vergessen, die füße beim schweller zu heben und wieder und wieder auf die nase fallen!

bitte hr. ortner: versteifen sie sich nicht auf gesamtgesellschaftliche 'posen'!
ihren neoliberalen posen mangelt es zwar auch an kompetenz und vernunft. doch sie sind viel erheiternder.

13 0

Re: ...„Niemals vergessen“-Pose ohne jeglichen Nutzwert.

Ein Kind stolpert über die Türschwelle und schlägt sich die Nase blutig.
Deswegen bastelt es sich ein Schild "Gefahr der Türschwellen - niemals Vergessen!" und hängt sich das um.
Dann läuft es in den Garten - wo es weit und breit keine Türschwellen gibt - und präsentiert stolz den Eltern das Schild. Und beim reingehen stolpert es wieder und die Nase blutet erneut.
Warum? Weil es eben völlig sinnlos ist ein Schild zu malen, wenn man weder kapiert hat, dass es darauf ankommt die Füße zu heben, noch im richtigen Moment daran denkt.

Die Pose und der tatsächliche Lerneffekt sind völlig unterschiedliche Dinge. Die Pose ist nutzlos, der Lerneffekt wäre es nicht. Den muss es aber eben erstmal geben.

Re: Re: ...„Niemals vergessen“-Pose ohne jeglichen Nutzwert.

also lieber nicht an wk II und faschismus erinnern sondern den lerneffekt mittels wiederholung auch neuen generationen ermöglichen???

Re: Re: Re: ...„Niemals vergessen“-Pose ohne jeglichen Nutzwert.

Nein. Lieber an WK II und Faschismus erinnern, daraus LERNEN und die Wiederholung vermeiden, anstatt an WK II und Faschismus erinnern und ihn wiederholen. Sie lassen halt in Ihrem Gedankengang immer den wesentlichsten Schritt aus.

Die Metapher ist wohl zu kompliziert gewesen, aber ich hab halt auf Ihre Vorgabe aufgesetzt.
Das Kind in dem Beispiel HAT das Schild getragen, es hat TROTZDEM den gleichen Fehler wiederholt.

Übersetzung: Sich an den WK II und den Faschismus zu erinnern bedeutet eben nicht automatisch, dass man nicht genau die selben Fehler wiederholt. Erinnern und Lernen sind zwei Paar Schuhe. Den Lerneffekt gibts nicht durch Erinnerung oder Wiederholung, sondern durch DENKEN. Ungewöhnliches Konzept, ich weiß, aber das einzige das funktioniert.

Und wenn schwarz uniformierte Blöcke durch die Straßen ziehen und andersdenkende im Namen des Antifaschismus attackieren, dann sieht man den Unterschied recht deutlich. Die erinnern sich, haben aber nichts gelernt. Gleiches gilt - wenn auch weniger dramatisch - für jene Antifaschisten deren Widerstand gegen Wiederholungen des Faschismus sich in billigem und risikofreien Aktionismus erschöpft. Welch noble Tat.

Re: Re: Re: Re: ...„Niemals vergessen“-Pose ohne jeglichen Nutzwert.

gratulation zu ihrer überheblichkeit!

allerdings: würden sie lesen ( es ist eh nur ein einziger satz mit 2 zeilen), dann hätten sie sich ihr ganzes geschwafel ersprart.

Re: Re: Re: Re: Re: ...„Niemals vergessen“-Pose ohne jeglichen Nutzwert.

Ich bringe für meinen Standpunkt wenigstens Argumente, anstatt anderen nur zu unterstellen nicht zu Lesen oder einen neuen Weltkrieg anleiern zu wollen.

Aber bitte, halten Sie mich für überheblich, wenn es Ihnen Spaß macht.

Re: Re: Re: Re: Re: Re: ...„Niemals vergessen“-Pose ohne jeglichen Nutzwert.

die basis für das von ihnen so stark verlangte nachdenken ist aber ein ERINNERN!
ein erinnern daran, was passiert, wenn man ein ding so oder so aufzieht.

mir kommt vor, dass sie, ortner und andere hier persönlich in die verbrechen des faschismus verstrickt waren. zb via engster angehöriger, deren andenken sie nicht in frage ziehen wollen.

ansonsten müsste ich ihnen ns-sympathie unterstellen bei ihrer weigerung, geschichte aufzuarbeiten und zu respektieren.

Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: ...„Niemals vergessen“-Pose ohne jeglichen Nutzwert.

Niemand, und vor allem nicht Ophicus hat etwas gegen erinnern gesagt - im Gegenteil.
Was diesen Punkt betrifft, sind Sie beide sich einig.
Aber erinnern, darüber nachdenken, Parallelen ziehen zur heutigen Zeit ist eine Sache.
Mit Floskeln, wie "wehret den Anfängen" und "niemals vergessen" um sich zu werfen (wobei beides richtige Grundsätze sind!) und sich, wenn von Israel angegriffen, damit zu verteidigen, ein "Antifaschist" zu sein, ist nun einmal nicht mehr als ein Pose. Wobei ich dem Darabos durchaus abnehme, nichts für Faschismus übrig zu haben.
Nur: als Argument seiner "Unschuld" ist das zu wenig.

Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: ...„Niemals vergessen“-Pose ohne jeglichen Nutzwert.

Lesen Sie doch bitte einfach was ich geschrieben habe.

Nirgendwo habe ich mich geweigert Geschichte aufzuarbeiten. Ich habe mich aber sehr wohl geweigert die Erinnerung alleine schon als Aufarbeitung zu akzeptieren.

Wie gesagt: Erinnerung ist Basis für den Lerneffekt, aber eben noch nicht der Lerneffekt selber.

So auch Ortner. Er wirft den selbsternannten Antifaschisten nicht vor, dass sie die Geschichte aufarbeiten, sondern dass sie eben nichts daraus gelernt haben und ihr "Antifaschismus" deswegen eben zur nutzlosen Pose verkommt.
Man kann ein neues KZ bauen, dort tausende Menschen umbringen und groß über den Eingang "Nie wieder Dachau" schreiben. Der Spruch ist natürlich eine Erinnerung an den WK II, und trotzdem völlig nutzlos. Aber wer das kritisiert muss ein Nazi sein, der sich weigert die Geschichte aufzuarbeiten.

Klar, Ortners Beispiel ist nicht so krass, aber das Muster ist dasselbe.
Was Ortner, Ich und die meisten anderen in diesem Forum kritisieren ist nicht die Aufarbeitung der Geschichte, sondern das was manche unter dem Deckmantel dieses Begriffes für Unsinn produzieren.

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Re: Re: ...„Niemals vergessen“-Pose ohne jeglichen Nutzwert.

starkes posting!

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Sauregurkenzeit

Zwei Wochen hintereinander das gleiche Thema leicht variiert zu behandeln ist schon einfallslos. Und für diese Nichtinspiration zahlt die Presse Honorar.

Hüben wie drüben...

Sowohl in Israel als auch im Iran gibt es faschistische Politiker der übelsten Sorte, vom Schlage eines Lieberman oder Ahmadinedjad.

Zwar heißt es „Bellende Hunde beißen nicht“, aber Verbalradikalismus hat leider schon manchmal zu fatalen Reaktionen auf der Gegenseite geführt.

Und wer weiß schon genau, wie die Hardliner in Israel und dem Iran tatsächlich ticken? Womöglich meinen sie tatsächlich, was sie immer wieder Unsägliches von sich geben?

Statt der Devise „Niemals vergessen“ wäre eher die Aufforderung „Wehret den Anfängen“ angebracht.

 
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