09.02.2010 03:00 | Meine Presse Merkliste0

Maaamaaa!

SIBYLLE HAMANN (Die Presse)

Wer ist schuld, wenn irgendwas schiefläuft? Die Mutter. Oder irgendeine andere Frau.

Artikel drucken Drucken Artikel versenden Senden Merken AAA Textgröße Artikel kommentieren Kommentieren

Kolumnistenkollege Christian Ortner ist wahrscheinlich ein smarter, cooler Hund. Nur wenn er auf den Zustand der österreichischen Politik blickt, gehen die Gefühle mit ihm durch. Die Große Koalition hält er in der Variante „Faymannpröll“ für eine ebenso große Katastrophe wie in der Variante „Pröllfaymann“, und in dieser Analyse werden ihm viele Bürger und Bürgerinnen zustimmen. Noch schrecklicher schiene ihm bloß die Vorstellung, das rot-blaue Duo Voves/Strache käme ans Ruder, und auch bei dieser Angst kann man ihm emotional noch folgen.

Schräg wird es allerdings, wenn sich Ortner, wie hier am vergangenen Freitag, auf die Suche nach den Verantwortlichen für diese „Katastrophe“ macht. Überlegen wir einmal gemeinsam: Die großkoalitionären Regierenden kämen naheliegenderweise infrage, Pröll oder Faymann? Die genannten Herren Voves, Strache? Oder andere Mächtige der Republik, Neugebauer, Häupl, Pröll senior, Dichand oder Konrad gar? Aber nein, Überraschung: Am großkoalitionären Elend Österreichs sind die Grünen schuld!

Äh... warum die Grünen? Na, weil die von einer Frau geführt werden! Weil Eva Glawischnig, deren primäre Qualifikation in ihren primären Geschlechtsmerkmalen bestehe, töricht und inkompetent sei, könne sie uns nicht von der Torheit und Inkompetenz aller anderen erlösen. Damit sei die „Unfähigkeit des Feminats“ bewiesen. Aber alle anderen haben doch ebenfalls primäre Geschlechtsmerkmale, möchte man zaghaft einwenden, beweist das jetzt die Unfähigkeit des Patriarchats? Nein. Primäre Geschlechtsmerkmale tun, wenn sie an einem Mann hängen, nichts zur Sache.

Man könnte eine derart eigenwillige Logik cool weglächeln. Man könnte sie psychologisch deuten – als Sehnsucht nach einer allmächtigen Frau (der Mutter?), die dafür zuständig ist, für jedes Problem im Leben eine Lösung zu finden. Diese Traumfrau nimmt großherzig stets alle Schuld auf sich, bügelt die Fehler anderer aus, und wenn ihr das einmal nicht gelingt, darf man sie wütend und enttäuscht anbrüllen. Zumindest solange man klein ist und in der Sandkiste sitzt.

Von erwachsenen Männern angewandt muss man diese eigenwillige Logik aber wohl ungnädiger interpretieren – als billigen Herrschaftsschmäh. Der geht so: Man entlässt die Mächtigen aus der Verantwortung und überhäuft gleichzeitig jene, die die Machtverhältnisse ändern wollen, mit überzogenen Ansprüchen, an denen sie nur scheitern können.

Was Politikerinnen betrifft, funktioniert dieser Schmäh seit Jahrzehnten verlässlich. Ein Mann, der scheitert, hat nie ein Geschlecht. Eine Frau hingegen scheitert stets als Frau, und als Messlatte für ihr Scheitern reicht schon aus, dass sie ganze Heerscharen unfähiger Männer nicht vom Scheitern abgehalten hat.

Als Dank für diese Unterstützung hat sich Christian Ortner noch viele, viele Jahre „Faymannpröll“ redlich verdient.

Sibylle Hamann ist Journalistin in Wien.


meinung@diepresse.com

("Die Presse", Print-Ausgabe, 24.06.2009)

Artikel drucken Drucken Artikel versenden Senden Artikel kommentieren Kommentieren BookmarkBookmarken bei [Was ist das?]

Als Gast kommentieren

...oder einloggen um als registrierter Benutzer zu kommentieren (Vorteile dieser Variante)

*... Pflichtfelder

Sicherheitscode
(Was bringt das?)*


Schwer lesbar?
Neuen Code generieren

Verbleibende Zeichen

Kommentar gespeichert
Ihr Kommentar wurde gespeichert. Danke für Ihren Beitrag. Aus technischen Gründen kann es zu einer Verzögerung kommen, bis ihr Kommentar online erscheint. Das können Sie vermeiden, indem Sie sich registrieren.
27 Kommentare
krenn91
05.09.2009 15:27
0 0

Radikalfeministen

Von den momentanen GrünInnen geht eine männerfeindliche, radikalfeministische Bewegung aus.

Die Partei ist nun nicht mehr Grün, sondern nur noch feministisch.

Die Deutschen Grünen zeigen aber sehr gut, wie es funtkionieren kann.

Gast: ein mann
29.06.2009 09:25
0 0

danke!

Ortner wiederspricht sich ja auch selbst die grüninnen sind schuld, aber das hat nix mit dem geschlecht zu tun! bitte wie geht das?

Gast: PeterNash
28.06.2009 18:12
0 0

vorbei maaaama

Nett geschrieben - hat aber nichts mit dem Artikel von Ch.O. zu tun, warum die Grünen in Ö permanent verlieren - ob das (oder wie stark das) in Zusammenhang mit dem "grüne Feminat" steht, oder (auch) andere Gründe - und wenn ja - welche - hat. Darum fehlt in diesem polemischen Artikel jede Antwort.

Gast: Plabutsch
28.06.2009 17:40
0 0

Äh ... warum die Grünen?

Vielleicht : weil das der Anspruch (und die Daseinsberechtigung) der Grünen ist, Österreich politisch zu erneuern und zu verbessern ?

Natürlich sind die Grünen nicht am großkoalitionären Elend schuld - sondern daran, dass sie einen Ausweg daraus schuldig bleiben. Wenn sie in der Wählergunst immer mehr abrutschen, geht sich weder mit der SPÖ noch mit der ÖVP eine regierungsfähige Mehrheit aus.

Also bleiben nur die große Koalition oder eine kleine Koalition mit einer Rechtspartei.


Gast: Frau Frau
27.06.2009 23:49
0 0

Bravo Frau Hamann!

Nur mehr davon! Mehr! Viel mehr! :)

Arethas
25.06.2009 19:57
0 0

Diskriminierung

Die GrünInnen diskrimieren ganz massiv Transgender-Personen. Das ist doch der eigentliche Skandal und das wurde weder von Ortner noch von Hamann, beide in ihrer manichäischen Weltsicht gefangen, richtig gesehen.
Durch die radikale Selbstinszenierung als feministische oder emanzipierte Frau wird doch nur der Umstand verschleiert, dass Geschlecht nur ein soziales Konstrukt ist, primäre Geschlechtsmerkmale hin oder her. Wer also eine Frauenquote fordert, der fordert Privilegien für die Mehrheit der Bevölkerung und das kann doch wohl nicht der Sinn von Antidiskriminierung. In diesem Sinne wäre eine Quote für Transgender-Personen wesentlich angebrachter.

Gast: bla
24.06.2009 21:24
0 0

nicht ganz fair

da seit nunmehr 30 jahren (beginn des second wave feminismus) für positive diskriminierung und quotenregeleung gekämpft wird, werden frauen natürlich zuerst als solche erkannt und dann erst inhaltlich beurteilt (das liegt im wesen der quote)...

sich zu wünschen dass im diskurs alle kompetenzfragen vom geschlecht losgekoppelt werden ist ein wenig realitätsfremd, immerhin wird uns vom institutionalisierten feminismus regelmässig erzählt, dass frauen strukturell benachteiligt werden obwohl sie gleich kompetent sind wie männer

frauen müssen sich also den vergleich mit männern solange gefallen lassen wie quoten notwendig sind...

Antworten Gast: Emma
25.06.2009 16:45
0 0

Re: nicht ganz fair

Die Quotenregelung sieht vor, dass Frauen nur bei GLEICHER Qualifikation bevorzugt werden, die Vergleiche zielen jedoch meist darauf ab, die Kompetenz der Frauen in ein schlechteres Licht zu rücken, als diese es tatsächlich verdient hätten. DARIN erkenne ich eine gewisse Unfairness. Ein Politiker, der Fehler macht ist halt ein Politiker, der Fehler macht, kann vorkommen. Eine Politikerin die Fehler macht kann nicht vorkommen. Wenn das passiert ist sie an der gesamtösterreichischen Misere schuld, generell und grundsätzlich komplett inkompetent, gehört abgesetzt und ist sowieso nur mit Quotenregelung in ihre Position gekommen, was zu der irrigen Annahme führt, dass es mindestens 100 kompetentere Männer gegeben hätte. DAS ist nicht ganz fair.

Antworten Antworten Gast: Protagoras
25.06.2009 20:00
0 0

Re: Re: nicht ganz fair

In ihrem Kommentar übernehmen sie Frau Hamanns Prämisse (Politikerinnen werden, wenn sie inkompetent sind, immer aufgrund ihres Geschlechts kritisiert, während dies bei Männern nicht der Fall ist) als absolute Wahrheit anstatt auf den Kommentar von bla einzugehen. Die bloße Behauptung eines Dritten ist allerdings selten eine solide Grundlage für ein starkes Argument...

Gast: karla kastanie
24.06.2009 18:46
0 0

super artikel

recht hat sie, die frau hamann. es steht ja in dem artikel nicht die qualifikation von glawischnig zur debatte, sondern, dass politikerinnen immer in der (öffentlichen) bewertung den kürzeren ziehen. stellen Sie sich mal das umgekehrte beispiel vor: männer verbandeln sich und verhindern, dass eine frau an relevanter spitzenposition gereiht wird. kein hahn würde danach krähen. das wäre normal usw. die schwäche der grünen an glawischnig festzumachen ist einfach, wenn VdB schon zu wenig eingefallen ist, um bei der nr-wahl 08 ordentlich dazuzugewinnen.

Gast: mirm
24.06.2009 16:18
0 0

yes!

thank you. i totally agree.

analogo
24.06.2009 15:45
0 0

Grüne Parteipolitik

Die GrünInnen hängen halt den gestrigen u.nachjustierten polit.Theorien(u.a.Marx,Lenin,Radik.Feminismus) noch nach, wobei die Möglichkeit ihrer gesellschaftlichen Anwendung (u.a.Stalinismus,od.Dekonstruktivismus) nicht mehr aktuell ist. Übrigens,Hr.Ortner ist einer meist anerkannten u. brillantesten Journalisten Österreichs.

Antworten Gast: Emma
25.06.2009 16:29
0 0

Re: Grüne Parteipolitik

Ja, übrigens--genau deshalb ist es so erschauderlich, dass so einer sowas schreibt. Und, übrigens--Sie dürfen dennoch selber denken und auch kritisch denken, ich für meinen Teil denke, das sollten Sie sogar unbedingt!

analogo
25.06.2009 17:15
0 0

Re: Re: Grüne Parteipolitik

Na ja ,ich denke eher pragmatisch und nicht in utop.Kategorien (polit.). Emanzipation ist gut u.auch bisher gelungen, aber das "Lamentieren auf hohen Niveau "der Feministinnen/GrünInnen ist linker Opportunismus (u.bringt ja Förderungen).
Dies in aller Kürze.

andibue
24.06.2009 14:49
0 0

Werte Frau Hamann,


0 0

Muss

diesmal leider widersprechen, Glawischnig ist einfach eine Frau die die Grünen in den Untergang treiben wird, sollte sie nicht schleunigst abgelöst werden (in dem Fall bitte von einem Mann, Frauen denen ich einen Wahlsieg zutraue sehe ich bei den Grünen leider weit und breit nicht), was ich wirklich hoffe. Ortner hat das Problem gut analysiert, das mit den Geschlechtsmerkmalen ist ja nicht seine Erfindung sondern beschreibt Glawischnigs gescheiterte Politik.

Antworten Gast: Emma
25.06.2009 16:34
0 0

Re: Muss

Inwiefern beschreibt das ihre gescheiterte Politik? Doch nur insofern, als sie eine Person ist, der jetzt alles, was vorher auch schon schief gelaufen ist, angelastet wird. Eine Person, deren primäre Geschlechtsmerkmale weiblich sind. Und deswegen ist sie nicht nur Schuld an der Grünen-Misere sondern gleich überhaupt an allem. Wahrscheinlich auch am Hochwasser.

Antworten Gast: Emma
25.06.2009 16:26
0 0

Re: Muss

Warum ist es denn notwendig dass Sie Ihren Satz mit "..ist einfach eine Frau..." beginnen? Und mit Verlaub, ich kann auch keine männlichen Spitzenkandidaten erkennen, die aus der Misere helfen könnten, solange nicht ein paar grundlegende Dinge in der gesamten Partei verändert werden. Auch der von mir durchaus hochgeschätzte VdB hat nicht die Wahlerfolge erzielen können, die man sich erhofft hätte. Das war halt Pech. Aber jetzt ist das anders, weil jetzt ist da eine Frau. Und weil die nicht alt, dick, unattraktiv und in männlich anmutende Gewänder gehüllt ist, ist gleich die Rede davon, dass sie ihre primären Geschlechtsmerkmale in den Vordergrund stelle und sonst keine Qualifikationen habe. Entschuldigung, das diese Ansage von Hr. Ortner ist nicht nur lächerlich und peinlich, sondern geradezu primitiv. Und deutet darauf hin, dass der gute Mann angesichts primärer weiblicher Geschlechtsmerkmale seine Fähigkeit zu denken verliert. Das sowas bei der Masse auch noch "durchgeht" ist ein Zeichen dafür, dass wir heute nicht weiter sind als wir es in den 70er Jahren waren. Tragisch!

Gast: Observer
24.06.2009 10:34
0 0

Hamann peinlich

Selten so einen armseligen Artikel gelesen,
wenn man sich ärgert sollte man nicht gleich Leser vertreiben,,
- ds gilt unabhängug von Geschlechtsmerkmalen

Gast: feministin
24.06.2009 07:45
0 0

to call a spade a spade

Herr Ortner wird sich freuen, wenn böse Frauen sooo böse werden! Das war seine Absicht! (?)
Aber Unfähigkeit - auch politische - ist geschlechtsneutral! Und dieses mal hats halt die Frau Glawischnig erwischt!!
( rechtens!)

0 0

Bei genauerem Lesen des Ortner-Artikels, kommt man aber zu einem anderen Schluss...

"Würde dank dieser Einsicht aus der grünen Obskurantinnen-Truppe (wieder) eine wählbare Partei mit gewichtigen Spitzenkandidaten, deren primäre Qualifikation nicht aus ihren primären Geschlechtsmerkmalen besteht, erwiesen die Grünen nicht nur sich selbst, sondern der ganzen Republik einen Gefallen." (Ortner)

Der Vorwurf lautet also nicht, weil Frauen im Prinzip unqualifiziert seien, sondern es findet derzeit bei den GrünInnen (der Ausdruck beschreibt diesen Zustand sehr treffend) eine totale Bevorzugung weiblicher Politiker statt und zwar OHNE Berücksichtigung der Qualifikation (=Feminat, das Pendant zu Patriachat, das O. damit auch kritisiert).

Ortner wünscht sich lediglich qualifiziertere Kandidaten, UNABHÄNGIG von Geschlecht, Herkunft oder Hautfarbe. Klar soweit?

Warum die Grünen an der GroKo schuld sind? Weil sie regelmäßig die Mitarbeit verweigern und weil sie einfach zu schwach sind, als dass sich eine andere Zweier-Variante als Rot-Schwarz ausginge. In eine Dreier-Koalition (mit Orange oder Blau) wollen sie ja nicht gehen, weil ihnen das zu braun ist...
Aber natürlich ist auch die SPÖ an der GroKo schuld, weil sie keine anderen Koalitionspartner akzeptiert als Grün oder Schwarz, denn auch Rot-Blau wäre einmal etwas anderes...

Antworten Gast: Emma
25.06.2009 16:15
0 0

Re: Bei genauerem Lesen des Ortner-Artikels, kommt man aber zu einem anderen Schluss...

Der Vorwurf lautet sehr wohl, dass Frauen unqualifiziert seien, denn Hr. Ortner spricht dezitiert von einer "grünen Obskurantinnen-Truppe", wohl gemerkt -innen ohne großes I, und gewichtigen "Spitzenkandidaten". Hier kann ich keine Unabhängigkeit vom Geschlecht erkennen. Und wenn einem die Glawischnig nicht passt, UNABHÄNGIG vom Geschlecht--warum wird das Ganze dann ständig an ihrem Frau-Sein aufgehängt?

Gast: vanderbelltnichtmehr
23.06.2009 18:37
0 0

orntnerlich

Es fällt mir schon lange auf, dass Herr Ortner meist aggressiv und undifferenziert seine Gedanken zum Besten gibt, egal worum es sich handelt, er drischt hin und aus den vielen Trümmern kann man sich dann erst recht keinen Reim mehr draus machen. So einfach kann mann es sich auch machen,....

Antworten Gast: Ingrid Augustin
24.06.2009 07:30
0 0

Re: orntnerlich

Und Frau Hamann greint dann beleidigt zurück. Da ist mir Herr Ortner wesentlich lieber.

antikarl
24.06.2009 17:47
0 0

Re: Re: orntnerlich

Beide übertreiben auf ihre Weise und beide sind hervorragend. Aber eines stimmt: macht eine Frau einen Fehler sagt man "typisch Frau" - beim Mann eher nur I.d.i.o.t.

Antworten Antworten Gast: GAT
24.06.2009 15:40
0 0

Re: Re: orntnerlich

Naja, der Herr Ortner... ist mir spätestens seit seinem unendlich überheblichen, ideologisch-geprägten Auftritt im Club 2 nicht (mehr) lieb. Wie alle Menschen, die glauben, sie hätten Weisheit als Baby inhaliert...

Mehr Quergeschrieben:

Top-News

  • Hofburg: Koalition will Verbot für Habsburger aufheben
    Alle Parteien können sich die Aufhebung des Kandidaturverbots für Habsburger bei der Bundespräsidenten-Wahl vorstellen. Der Ausschluss sei nicht mehr zeitgemäß, sagt VP-Verfassungssprecher Molterer.
    Mensdorff-Pouilly: "Zentrum eines Bestechungsnetzes"
    Mensdorff-Pouilly kommt möglicherweise auch in Österreich straffrei davon. Der Waffenlobbyist war, wie berichtet, wegen der Korruptionsvorwürfe am 29. Jänner in London verhaftet worden.
    Skigebiete vor Ausbau-Boom
    Wirtschaft gegen Umweltschutz? Seilbahnbetreiber drängen auf Verwirklichung mehrerer Projekte, die laut der Gegner hochalpine Lebenswelten nachhaltig zerstören: "Der Druck, derartige Projekte zu genehmigen, wird immer größer."
    Graf-Burschenschaft lädt "Rassentheoretiker" ein
    Die Burschenschaft Olympia, der auch Nationalratspräsident Graf angehört, sorgt wieder für Aufregung. Grund ist ein Vortrag zu "Rasse, Evolution und Verhalten". Die SPÖ ortet einen "Skandal".
    Janukowitschs blaue Gegenrevolution
    Patt nach Sieg der Pro-Russen bei Präsidentenwahl: Denn Julia Timoschenko bleibt Premierministerin. Europas größtem Flächenstaat stehen mitten in schwerer Finanzkrise weitere Machtkämpfe bevor.
  • 10.000 Euro für Postbeamte, die zur Polizei wechseln
    Die Österreichische Post zahlt jedem ihrer Beamten, der in den Polizeidienst wechselt, 10.000 Euro Prämie. Bisher sind erst 57 Postbeamte fix zur Polizei gegangen, bis zum Jahr 2014 sollen es 1000 sein.
    Iran: Ahmadinejads gefährliche Atom-Show
    Das Regime stellt neue Waffen vor und will zehn neue Urananreicherungsanlagen bauen. Offenbar ist diese Ankündigung vor allem für das heimische Publikum bestimmt.
    Daten von 150 Österreichern auf Steuer-CD?
    Experten schätzen, dass die Namen von 150 Österreichern auf der CD mit gestohlenen Bankdaten sind. Laut eines Urteils müssen die Banken Schadenersatz leisten.
    Flaktürme zu vermieten
    Die Stadt will den Flakturm im Arenbergpark vermieten. Gegen die private Nutzung als EDV-Datenspeicherlager regt sich nun aber Protest. Die Grünen fordern, dass der Turm zu einer NS-Gedenkstätte umgebaut wird.
    Wirbel um neuen Anti-Korruptions-Chef
    Die Grünen werfen Christgewerkschafter Wieselthaler zu große Nähe zur ÖVP vor. Hauptschwerpunkt des BAK unter seiner Leitung werde die operative Korruptionsbekämpfungsein, konzentrieren wolle man sich auch auf Prävention.
  • UN-Klimabeirat: Wasser am Hals
    Neue Fehler beim Uno-Klimabeirat: Falscher Alarm um Hollands Landesfläche und Afrikas Ernten: "Im Jahr 2020 könnten die Ernten, die vom Regen abhängen, um 50 Prozent verringert sein."
    Orange-Chef: "Ich bin ja nicht der Google-Förderverein"
    Im Interview mit DiePresse.com erklärt Michael Krammer, CEO von Orange, warum er Googles Geschäftsmodell nicht mag, was bei Nokia falsch läuft und warum Vorratsdatenspeicherung keinen Sinn hat.
    Griechenland-Krise: Das Lehman-Gespenst ist wieder da
    Griechenland hat Wertpapiere im Wert von 290 Mrd. Dollar ausstehen - doppelt so viel wie Lehman Brothers im Herbst 2008, warnt ein Ökonom. Die Angst vor einem Dominoeffekt im Fall zahlungsunfähiger Griechen steigt.
    Super Bowl: Wenn die Saints durchmarschieren
    New Orleans triumphierte über die Indianapolis Colts. Coach Sean Payton und Quarterback Drew Brees verhalfen dem Klub zu einem fulminanten Comeback.
    Oppositionelle Nöte mit Wiens Demokratie
    Ausgerechnet die Junge VP hat der Wiener SPÖ eine Frage verkauft, nämlich jene nach der 24-Stunden U-Bahn in Wien. Aufsteller der Grünen wurden wegen fehlender Genehmigungen wieder entfernt.