Quergeschrieben

Was ist gut für Großonkel Hans? Und was ist gut für seine Erben?

Beim Thema Altenpflege ist viel Scham und Scheinheiligkeit im Spiel. Und öfter als man zugibt, geht es ums Geld. Die Abschaffung des Pflegeregresses wird das zeigen.

Großonkel Hans ist dement. Außerdem ist er nicht mehr gut zu Fuß. Man muss ihn zum Spazierengehen in den Rollstuhl setzen. Er ist jedoch so schwer geworden, dass seine Betreuerinnen ihn kaum mehr heben können. Seine Betreuerinnen, das sind: Seine Frau Helga, die zwar noch wach im Kopf ist, sich aber nur noch zwischen Küche und Garten bewegt. Die Nichte, die am Wochenende für ein paar Stunden vorbeischaut. Und die zwei rumänischen Pflegerinnen, die sich alle zwei Wochen abwechseln. Eigentlich lautet ihre korrekte Bezeichnung „Personenbetreuerinnen“, denn Pflege haben sie nie richtig gelernt, schon gar nicht den speziellen Umgang mit Demenzerkrankungen.

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 23.08.2017)

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