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Grönland: Eisdecke schmilzt im Rekordtempo

26.07.2012 | 11:55 |   (Die Presse)

Fast der gesamte grönländische Eisschild ist Mitte Juli zumindest angetaut. Das Ausmaß sei größer als in den vergangenen 30 Jahren, warnt die Nasa.

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Washington/Ag/Red. Fast die gesamte Oberfläche des grönländischen Eisschildes ist Mitte Juli zumindest angetaut. Das teilte die US-Weltraumagentur Nasa mit, die Daten von drei verschiedenen Satelliten ausgewertet hat. Das Ausmaß sei größer als in den vergangenen 30 Jahren – seit damals wird die Entwicklung des grönländischen Eises beobachtet.

In einem durchschnittlichen Sommer schmelze das Eis natürlicherweise etwa auf der halben Oberfläche Grönlands, heißt es bei der Nasa. In großer Höhe friere der größte Anteil des Wassers aber schnell wieder. Nahe der Küste wird einiges Wasser von Eisbarrieren zurückgehalten, etwas Wasser fließt in den Ozean. „Aber in diesem Jahr hat das Schmelzen an der Oberfläche einen dramatischen Sprung gemacht“, heißt es. Den Satellitendaten zufolge taute das Eis zwischen 8. und 12. Juli auf etwa 97 Prozent der Fläche Grönlands.

Anders Levermann vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) bewertete dies als sehr außergewöhnliches Ereignis – in einer Reihe von Extremereignissen der vergangenen Jahren. „Dass wir solche Extremereignisse infolge globaler Erwärmung sehen, ist nicht verblüffend und sogar zu erwarten“, sagte der Professor für die Dynamik des Klimasystems zur Nachrichtenagentur dpa. „Im Moment können wir aber die weiteren Folgen noch nicht abschätzen. So wissen wir nicht, was so eine extreme Schmelzperiode bedeutet, außer dass in diesem Moment mehr Wasser verloren geht und der Wasserspiegel ansteigt“, sagte Levermann. Erst kürzlich hatten die PIK-Forscher festgestellt, dass die Erderwärmung den Eismassen Grönlands wahrscheinlich stärker zusetzt, als bisher angenommen.

Lora Koenig von der Nasa-Forschungseinrichtung „Goddard Space Flight Center“ wies darauf hin, dass die Eisschmelze in Grönland noch nicht lange genug beobachtet werde, um fundierte Rückschlüsse auf die mögliche Erwärmung zu ziehen. „Natürlich ist das ein Signal. Einordnen werden wir das aber erst in einigen Jahren können“, so der Wissenschaftler.

(c) EPA/NASA  Grönlands Eisschild am (. Juli (links) und am 12. Juli dieses Jahres

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Eisberg brach von Petermann-Gletscher ab

Schon 1889 erlebte Grönland ein so radikales Ereignis: Laut Aufzeichnungen taute damals ebenfalls die Eisdecke der gesamten Insel auf. „Solche großen Schmelzen passieren alle 150 Jahre, das heißt, die jetzige käme zum erwartbaren Zeitpunkt“, so der Glaziologe Koenig. Er geht davon aus, dass ein Großteil der angetauten Masse nun wieder friere. Seien aber ähnliche Schmelzen auch in den kommenden Jahren zu beobachten, müsse man sich Sorgen machen. Laut Nasa könnte die Ursache ungewöhnlich warme Luftschichten sein – die Nasa spricht von Hitzeglocken –, die sich im Juli mehrmals über Grönland gebildet haben.

Erst vor rund einer Woche ist auf Grönland ein riesiger Eisberg – etwa in der Größe von Graz – vom Petermann-Gletscher an der Nordwestküste des Landes abgebrochen (Bild unten). Bereits vor zwei Jahren hatte sich ein gigantischer Brocken desselben Gletschers abgelöst. Auch hier sind sich Experten nicht einig, ob es sich um „normales“ Kalben des Gletschers handelt oder um ein außergewöhnliches Phänomen.

(c) REUTERS/NASA

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 26.07.2012)

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74 Kommentare
 
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Der Artikel ist doch sonnenklar:

Die Greenpisser etc. wollen Kohle machen:
Ein Bild von einem süßen Eisbären und der Text:
"Rette mich!
Ohne Eis muss ich hungern. Schon mit 10€ pro Monat schützt du meine Heimat. Werde WWF-Pate! (siehe weiter oben)

Jetzt fehlen nur noch die Lobbyisten der IG-Windkraft (Pröll, Niessl, Pernkopf,Berlakovic, Mitterlehner etc.) mit der tröstenden Meldung:
"Jetzt fördern wir gleich noch den Betrieb von 2000 hochsubventionierten Windrädern.

Gast: biersauer
03.08.2012 20:10
1 0

Da heißt es die par Jahr schnell ausnutzen...

und das dortige Erdöl und Erdgas schnell fördern, bevor die Insel wieder zufriert, damit ersparma sich einen Energiewandel und viele Windradln!
Wenn einer ein Eis will, soller zm Tichy gehn!

Gast: asdasDAs
26.07.2012 19:47
2 0

Im Mittelalter gab es Weinanbau bis nach Schottland

Grönland = Grünland

"Das im Vergleich zur Völkerwanderungszeit wärmere Klima erlaubte den Weinanbau sogar in Ostpreußen, Pommern und Südschottland. Getreideanbau war in Norwegen bis fast zum Polarkreis möglich. Gleichzeitig zog sich das Packeis im nördlichen Atlantik nach Norden zurück. Ebenso ermöglichte die Erwärmung den Skandinaviern die dauerhafte Besiedelung Islands (seit etwa 870) und Grönlands (seit 986, siehe Grænlendingar).......In anderen Teilen der Welt führte sie zu deutlich feuchterem Klima, etwa in der Wüste Namib, die während dieser Zeit besiedelt war."

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Mittelalterliche_Warmzeit

"Um 875 entdeckte der Norweger Gunnbjørn die Insel und nannte sie Gunnbjørnland. 982 musste Erik der Rote aus Island fliehen und landete schließlich im Südwesten Grönlands. Er gab der Insel ihren Namen Grænland (altnordisch für „Grünland“), was wahrscheinlich darauf zurückzuführen ist, dass aufgrund der mittelalterlichen Warmzeit im Küstengebiet eine üppigere Vegetation entstehen konnte, aber möglicherweise auch nur ein Euphemismus war um potentielle Siedler zu motivieren.....
Bis heute gibt es für das Verschwinden der Nordmännersiedlungen keine allgemein akzeptierte Erklärung. Vermutlich wirkten verschiedene Einflüsse, wie das Ende der mittelalterlichen Warmzeit ...."

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Gr%C3%B6nland

etc.

Das zeigt doch das es (zusätzlich oder hauptsächlich) ganz andere Faktoren gibt die den Klimawandel bewirken.

Gast: bananenbaum
26.07.2012 16:08
3 0

Eisdecke schmilzt im Rekordtempo

finde ich cool.

Theologie

Fällt in dieselbe Kategorie wie scholastische Gottesbeweise. Man muss die Maxime glauben, dann ist alles logisch.

Wo ist der

große Eisberg des Petermann Gletschers?

Das Foto ist eindeutig ein Fake!

Stammt nach der Markierung der Karte darunter nicht von der Nordwestküste sondern aus Zentral-Grönland!


Wie alt ist das Foto

vom Petermann Gletscher?

20 Jahre?

Die aktuellen Satellitenbilder diverser TV-Sender zeigten nämlich eine extrem schneebedeckte Landschaft beim Kalben des Gletschers und kaum eine eisfreie Landschaft.

Aber es ist ja bekannt,dass die Treibhaushysteriker mit Uralt-UNIVERSUM-Filmen im ORF oder deutschen staatlichen Sendern aus den 90 iger Jahren Panikmache betreiben,

als die Grönland-Gletscher wirklich kurzfristig leicht abgeschmolzen sind.

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Re: Wie alt ist das Foto

Sind Sie wirklich so schwer von Begriff Armin? Es geht doch hier nicht um "eisfrei", sondern um "angetaut".

Sie sollten aus de Presse Forum verbannt werden und nochmal die Volksschule nachholen.


Gast: betrachtender Leser
26.07.2012 11:41
0 0

Eisschmelzen ermöglicht laut H. Clinton mehr Schiffverkehr, Fischen, Tourismus und >Erdöl und Erdgaszugang<


http://www.youtube.com/watch?v=z1eL3_Q4aVY

weiters:
Professor Peter Wedham: "(...)könnte leicht sein, dass wir einen eisfreien Nordpol binnen 1 oder 2 Jahre haben" (war 2011)

erklärt den Text "Zwischen 8. und 12. Juli ist die Oberfläche des grönländischen Eisschildes um 97 Prozent geschrumpft." im Artikel von eben jetzt 2012.

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Großartiger Redaktionsfehler:

Zwischen 8. und 12. Juli ist die Oberfläche des grönländischen Eisschildes um 97 Prozent geschrumpft.

Die Flutwelle die das ausgelöst hätte, hätten wir vom Dachstein aus beobachten können....

Re: Großartiger Redaktionsfehler:

Vielen Dank für den Hinweis, wir haben den Fehler ausgebessert. Mit freundlichen Grüßen, die Redaktion

Gast: EFF EFF
26.07.2012 11:00
2 0

schöne Aussichten

Dann gibt's demnächst wohl eine Immobilienblase in Grönland.
Die Eisschmelze verändert das globale Windsystem, sofern sie denn anhält, was wiederum die natürliche Renaturierung großer Wüsten zulässt. Der Mensch hat für den Planeten ja nur Müll übrig und mit den modernen Jäger- und Sammlereliten ist kein Fortschritt möglich. Die haben außer Machtspielen, Raubbau und Profit nichts im Kopf.

Gast: boahoida
26.07.2012 10:24
3 1

pah!

klimaerwärmung gibt es nicht und ist nur eine propaganda der linxlinken bilderbergerwissenschaftsgemeinde, um von der überlegenen atomkraft abzulenken!

jeder stammtischweise hat mehr wissen über klima und eh alles!

klima verbieten! jetzt!


3 0

Re: pah!

In der aktuellen WELTWOCHE ist der Bericht erschienen, der das bestätigt: 2 Abkühlung auf der Weltkugel innerhalb der letzten 1000 Jahre

Gast: Was sagt man dazu
26.07.2012 10:14
16 1

Ja, ja, die Klimaerwärmung...

Ein Bombengeschäft heutzutage.
Komisch nur, dass es schon des Öfteren und sogar noch viel extremere Schwankungen gegeben hat in der Geschichte des Globus. Ohne Menschen. Ohne Industrie. Ohne Autos usw.

Re: Ja, ja, die Klimaerwärmung...

ZEITFAKTOR nicht vergessen - es ist die Geschwindigkeit des Wandels, das zu Denken gibt

gloria

abgesehen von der tatsache, dass der artikel nicht besonders gut geschrieben ist sind viele der postings eher klimawandel - leugnend. auf jeden fall ein platz wo man sich wieder mal über die divergierenden aspekte des klimawandels auslassen kann. ich glaub durch mehrere forschungsaufenthalte grönland zu kennen - aber ich weiss, dass ich absolut keine ahnung hab, wie sich das inlandseis weiterentwickeln wird. langzeitstudien zeigen, dass der "frühling" um ca 14 tage früher einsetzt - sofern es sich um wärmeabhängige Phänomene handelt. meine eigenen untersuchungen zur veränderungen der vegetationsmuster haben im rahmen des internationalen GLORIA- projektes erst die startbeobachtung hinter sich. in diesem projekt der langzeitbeobachtung kann erst in einigen jahren eine aussagen zu den folgeerscheinungen des klimawandels getroffen werden. vergleichbare studien nach dem selben desigen weltweit zeigen jedoch innerhalb der letzten 10 jahre eine änderung in der artenganitur (www.gloria.ac.at)

Ich empfehle dem Redakteur den Kurs: "Sinnerfassendes Lesen für Anfänger".

Wenn auf 97% der Eisfläche Grönlands das Eis antaut, bedeutet das noch lange nicht, dass das Eisschild um 97% geschrumpft ist.

Der Artikel kämpft auf Kronenzeitungsniveau!

Re: Ich empfehle dem Redakteur den Kurs: "Sinnerfassendes Lesen für Anfänger".

Lesen können sie; und schreiben können sie leider noch viel besser, unsere gleichgeschalteten Medien. Schade nur das es sich nicht um Journalismus handelt, sondern um Propaganda.
Wikipedia: "Propaganda bezeichnet einen absichtlichen und systematischen Versuch, Sichtweisen zu formen, Erkenntnisse zu manipulieren und Verhalten zu steuern, zum Zwecke der Erzeugung einer vom Propagandisten erwünschten Reaktion."

Antworten Gast: Guckst du
26.07.2012 10:11
6 0

Re: Ich empfehle dem Redakteur den Kurs: "Sinnerfassendes Lesen für Anfänger".

Die haben wieder mal alle von derselben Nachrichtenagentur abgeschrieben ohne sich dabei viel zu denken. In der Krone von heute steht nämlich genau derselbe Unsinn.
Schade, das das so ist. Aber das unterscheidet sie alle von z. B. von der Zeitschrift "Focus" die schreibt: "...Fast die gesamte Oberfläche des grönländischen Eisschildes ist Mitte Juli zumindest angetaut. Das teilte die US-Weltraumagentur Nasa mit..."

klima wird das erfolgreichste Geschäftsmodell ALLER ZEITEN!

cui bono? hört nie auf, diese frage zu stellen.

Gast: woher
26.07.2012 08:23
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Grönland


.....Grönland liegt aber schon noch in der
ARKTIS, gell ????!!!!


Antworten Gast: ArmderLeuchter
26.07.2012 10:12
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Re: Grönland

Warum?

Schade

mein letzter möglicher Auswanderungshort, um Kühle zu finden wird auch schon zu warm.

Re: Schade

Abwarten,denn die nächste grausliche Eiszeit ist schon im Anmarsch!

Re: Re: Schade

MachenS mir ja keine falschen Hoffnunge, Fischhof. Wie lange muss ich warten - auf die angekündigte Eiszeit?

 
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