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Bures: "Rettungsgasse zeigt positive Wirkung"

14.08.2012 | 17:11 |   (DiePresse.com)

Verkehrsministerin Bures bittet nach der Kritik an der Rettungsgasse Einsatzorganisationen zu einem "Runden Tisch". Sie hält an der Regelung fest.

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Nach der Diskussion der vergangenen Tage rund um die Rettungsgasse hat Verkehrsministerin Doris Bures (S) die Vertreter der Rettungsorganisationen, der Feuerwehr, ÖAMTC, ARBÖ, KFV und des Innenministeriums am Dienstag zu einem "Runden Tisch" ins Verkehrsministerium geladen. "Ich habe die Experten ersucht, einen Erfahrungsbericht abzugeben", sagte Bures. Die Ministerin hält an der Regelung - trotz Kritik - fest. "Die Rettungsgasse zeigt positive Wirkung", war sie überzeugt. "Die Einsatzorganisationen sind schneller am Unfallort."

"Ich habe die Kritik und die Bedenken sehr ernst genommen", sagte Bures. Die Experten kamen alle zur Auffassung, dass die Rettungsgasse wirkt. "Ich glaube auch, dass es da und dort nicht funktioniert. Es funktioniert aber allemal besser als die alte Regelung - und es muss noch besser werden", meinte Bures.

Es gibt Fahrer, die den freien Fahrstreifen missbräuchlich verwenden. Gegen diese müsse hart durchgegriffen werden. "Wir haben zu Recht hohe Strafen", sagte die Verkehrsministerin.

Bewusstsein der Autofahrer schärfen

Noch bedeutender sei aber, das Bewusstsein der Autofahrer dafür zu schärfen, dass jeder einmal in einen Unfall verwickelt werden kann und dann auf die Hilfe der Rettung angewiesen ist. "Es kann jeden von uns treffen ... und es ist kein Kavaliersdelikt, wenn man die Rettung aufhält", betonte die Ministerin.

Alle Organisationen wollen in ihren Bereichen verstärkt auf Aufklärung setzen - und auch die Autofahrer sollen vermehrt auf die Einhaltung der Regelung hingewiesen werden: Etwa auf den Überkopfwegweisern der Asfinag. Auf den 21 Autobahnkilometern in Kärnten und Vorarlberg, wo es für die Bildung einer Rettungsgasse zu schmal werden kann, wenn zwei Lkw nebeneinanderfahren und zusätzlich Platz für ein Feuerwehrauto machen müssen, werde ein Überholverbot für Lkw geprüft, kündigte Bures an.

(APA)

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139 Kommentare
 
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Gast: Walter Gerhold
18.08.2012 10:16
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Rettungsgasse

Stau kann durch Uüberlastung, Baustellen oder Unfällen Zustandekommen. Wenn kein
Unfall vorliegt ist eine Rettungsgasse offensichtlich kontraproduktiv. Österreicher sollten ihren Blick manchmal über die BRD hinausheben und nicht unbedingt alles nachmachen was " der große Bruder" so an Unsinn vollbringt.

Autobahnen ...

gibt es doch nicht erst seit anfang des Jahres. Was ist mit dem Pannenstreifen? War das Konzept so schlecht, oder warum muss jetzt unbedingt die Rettungsgasse eingeführt werden?

Die Begründung...

für diesen Unsinn muss man sich wirklich auf der Zunge zergehen lassen: Die Inserate waren ja schließlich schon gebucht!

Gast: Garst
15.08.2012 20:44
4 0

Rettungsgasse wird von 99% der Autofahrer abgelehnt.

Also = Schnee von gestern

Antworten Gast: keinsozi 667653
15.08.2012 21:53
3 0

Re: Rettungsgasse wird von 99% der Autofahrer abgelehnt.

Als ob das die Roten was kümmern würde! Schauen Sie sich die unsäglichen Ansichten der Frau Doris an! Der sind die Autofahrer ganz wurscht, sie selbst hat keine Ahnung, hat schlechte Ratgeber, und im Amt zu bleiben ist alles, was sie interessiert!

Hoffentlich geht dieser Wunsch recht bald NICHT in Erfüllung. Ab zu den Kinderfreunden oder der Bezirkssektion mit ihr.

Antworten Gast: Huch
15.08.2012 21:10
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Re: Rettungsgasse wird von 99% der Autofahrer abgelehnt.

In Deutschland funktioniert sie schon seit 30 Jahren. Warum behirnen viele österreichische Autofahrer das System nicht? Woran liegt das? PISA?!?

Antworten Antworten Gast: Garst
16.08.2012 08:12
0 0

Re: Re: Rettungsgasse wird von 99% der Autofahrer abgelehnt.

In Deutschland habe ich selbst das bisher noch nicht gesehen, obwohl es sich hier oft staut. Aber abgesehen davon: Selbst wenn die Österreicher zu deppert, zu faul, zu ignorant, zu ungebildet und stur sind, funktioniert die Rettungsgasse eben deswegen nicht.
Fakt ist, egal aus welchen Gründen auch immer, dass sie nicht funktioniert.

Gast: Der die Kuh melkt
15.08.2012 20:37
0 0

Kraft meiner Kraftfahrzeugsteuer

fordere ich die Einführung von Bonusmeilen für Vielfahrer - sowie rechts und links meines Fahrstreifens, extra breite Boden beleuchtete Pannenstreifen!

Was viele hier vergessen...

Die Rettungsgasse wird nicht nur bei Unfällen benötigt, sondern auch oft weil man einfach über die Autobahn ins spital fahren muss, also sollte sie immer gebildet werden, denn sie zu bilden wenn dann ein einsatzfahrzeug kommt dauert leider meistens zu lange...

Gast: revolutionsbroschüre
15.08.2012 17:57
0 0

einerseits hält man die österreicher steuerlich möglichst dumm

andererseits sollen's nun plötzlich wieder in ihrer mobilität zu intelligenzlern werden.

Antworten Gast: Der mit der Wölfin tanzt
15.08.2012 19:10
0 0

Re: einerseits hält man die österreicher steuerlich möglichst dumm

Und dann vielleicht auch noch schnell denken und schnell und richtig handeln. Da ist natürlich viel zu viel verlangt. Deswegen kennen die sich jetzt überhaupt nicht mehr aus und wollen, eine sehr ausgeprägte österreichische Tugend, alles beim Alten lassen.

Die Schnapsidee, Rettungsgasse zu spielen OHNE dass ein Blaulicht daherkommt ...

... ist weder der Ministerin noch den Autofahrerclubs noch der Asfinag anzulasten

-- die den feinen Unterschied vermutlich erst viel später begriffen haben --

sondern den Scherzbolden rund um den Gesetzesentwurf, die das Spielchen (OHNE dass ein Einsatzfzg daherkommt) so geistreich installiert haben ...

kein Wunder, das man dann abstumpft und im Ernstfall "die Rettungsgasse nicht funktioniert" ...

(das ist so ähnlich wie mit den penetranten Piepsereien der Mopeds, Motorräder und LKW beim Blinken, beim Retourgang, oder der Ubahn und ÖBB beim Türenschliessen:
es nervt ohne Ende, man stumpft ab nonanicht, und wenn es darauf ankommt, passieren die Unfälle wie vorher; zuletzt wieder beim Abbiegen Raxstrasse/Grenzackerstrasse, diesmal nur 1 Tote; http://kurier.at/nachrichten/wien/4508134-wieder-toedlicher-unfall-auf-todeskreuzung.php )

Nur das Zerren an den Nerven ist dazugekommen.

da ist aber was durcheinandergebracht worden:

1) eine Rettungsgasse zwischen den beiden link(s)ten Spuren zu bilden, funktioniert in der BRD seit min. 20 Jahren
und
eindeutiger Vorteil (gegenüber Pannenstreifenraserei der Blaulichtler) ist, dass auf der Überholspur kaum jemand eine (rechte) Autotür aufmacht.

(während man sich im Stau neben dem Pannenstreifen mit meistens Grün daneben eher sicher fühlt und der Rettung ins Auto läuft)

das ist durchaus international sinnvoll.

ABER

2) das Spielchen, bei Stau GRUNDLOS und SOFORT "Rettungsgasse" zu spielen (und bei nicht-rechtzeitigem-Mitspielen auch noch "Verkehrs"Strafen" abzuzocken), ist spezifisch österreichisch ministeriell und einfach nur idiotisch.

(einfach mal Tangente um 9h fahren, oder jede beliebige Staustrecke sonstwo)

Rettungsgasse bildet man, wenn ein tatütata daherkommt, damit der durchkann. Punkt.

(aber nicht alle 2 Minuten über 10 oder 20 km Staustrecke. An Urlaubswochenenden sind es 500km Staustrecke ...)

Antworten Gast: Wikipedia stellt richtig
15.08.2012 21:07
0 0

Re: da ist aber was durcheinandergebracht worden:

In Deutschland wurde die Rettungsgasse bereits 1982 eingeführt.[2] Gesetzlich geregelt ist die Rettungsgasse in § 11 Abs. 2 StVO. Sie muss auf Autobahnen und Außerortsstraßen mit mindestens zwei Fahrstreifen für eine Richtung in der Mitte der Richtungsfahrbahn, bei Straßen mit drei Fahrstreifen in Fahrtrichtung zwischen dem linken und dem mittleren Fahrstreifen freigehalten werden. Auch innerorts, wenn sich auf entsprechend ausgebauten Hauptverkehrsstraßen auf allen Fahrstreifen ein Stau gebildet hat und sich ein Fahrzeug mit Wegerecht nähert, wird es versuchen, nach diesem Prinzip freie Bahn zu erhalten.

Der Standstreifen wird von den Einsatzkräften eher ungern benutzt, weil er möglicherweise nicht auf ganzer Länge ausgebaut ist und unvermutet durch liegengebliebene Fahrzeuge blockiert sein kann. Er darf von anderen Verkehrsteilnehmern nur in besonderen Fällen genutzt werden.

Wer die Rettungsgasse bei stockendem Verkehr nicht vorschriftsmäßig bildet, begeht eine Ordnungswidrigkeit (§ 49 Abs. 1 Nr. 11 StVO) und muss mit einer Geldbuße bzw. einem Verwarnungsgeld in Höhe von 20 Euro rechnen.[3] Bei schwerwiegenden Behinderungen kann unter Umständen eine strafrechtliche Verfolgung hinzukommen.

Antworten Gast: Schwarzbär mit roter Schleife und grünen Schuhen
15.08.2012 19:13
0 1

Re: da ist aber was durcheinandergebracht worden:

"Eine Rettungsgasse zwischen den beiden link(s)ten Spuren zu bilden, funktioniert in der BRD seit min. 20 Jahren."

Das sagt ja eigentlich schon alles aus und ist nur noch peinlich für uns ÖsterreicherInnen.

Gast: b745
15.08.2012 17:29
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leider gibt es einen kleinen teil an rücksichtslosen autofahrern

und einen großen teil die einfach zu dumm sind

eine sozi

wie es im buche steht

Re: eine sozi

Habe mich leider vertippt... wollte eigentlich grün geben - denn sie ist eine sozi, wie sie im buche steht!

Re: Re: eine sozi

kein problem

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Burenwurst

Law-and-Order-Bures-SPÖ! Zum Fürchten!b

3 0

Während man bei Staus im Überlandbereich ohne Baustellen

davon ausgehen kann, dass ein Verkehrsunfall die Ursache ist, so sind im Großraum von Städten, Verkehrsknoten Verkehrsüberlastungen die Hauptursache von Staus und daher die Bildung einer Rettungsgasse eher kontraproduktiv und unfallfördernd. Solange es nicht möglich ist, entsprechende Anweisungen in "Realtime" unmittelbar jeden Lenker in den Wagen zu übertragen (weltweite Normen sind bereits in Ausarbeitung und eine Versuchsstrecke wird anläßlich des internationalen Verkehrstelematikkongresses 2012 in Wien von der ASFINAG im Großraum Wien eingerichtet) wäre es sinnvoll gesetzlich vorzuschreiben, dass die ersten Wagen welche beim stauverursachenden Unfallort ankommen (und alle weiteren) die WARNLICHTANLAGE EINSCHALTEN und damit den nachkommenden Fahrzeugen signalisieren die Rettungsgasse zu bilden. Damit wäre eine eindeutige Trennung zwischen verkehrsaufkommens- und unfallbedingten Stau für die nachfolgenden Fahrzeuge auf einfachste Weise möglich - wenn schon 20 Fahrzeuge hintereinander stehen, kann ja der erste wieder seine Warnlichter ausschalten (und nur die letzten 10...20 Fahrzeuge am Stauende signalisieren die Rettungsgasse).

In einem vereinten Europa mit zahlreichen Verkehrskonferenzen sollte es auch möglich sein eine derartige klare gesetzliche Regelung binnen eines Jahres in allen Staaten, welche die Rettungsgasse vorschreiben, einzuführen.


Die Bures sollte besser

so wie früher Ihrem Zahnarzt die Instrumente in die Hand drücken. Möglicherweise hat sie das aber auch nicht wirklich gekonnt also ab in die Politik, da fallen Nieten nicht so auf.
Ich habe jedenfalls das Gefühl, hier wird an etwas festgehalten was nicht funktionieren kann. Ehrlicher wäre es, zuzugeben, ok hat nicht funktioniert, wir haben uns geirrt.

Gast: Huch
15.08.2012 15:42
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Überall schlechter?

Was ist los?
Keine Olympiamedaille, im Fußball unter ferner liefen...
und die Rettungsgasse auch nicht behirnen im Gegensatz zu den Deutschen, Franzosen, Tschechen, Slowenen usw.?

Da stimmt doch irgendetwas nicht!

Antworten Gast: Geburtstagsmann
15.08.2012 19:15
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Re: Überall schlechter?

Da stimmt vieles nicht ;-)

Ich fahre weniger auf der Autobahn.

Schlangenfahren - mal Rettungsgasse - dann wieder zurück - Gasse - zurück, das kann ich auch auf der Bundesstraße mit ihren natürlichen Kurven. Im Winter möchte ich sehen, ob die Räumfahrzeuge auch den Pannenstreifen sorgfältig pflegen. Schließlich ist man jetzt auch dort unterwegs.

Möchte gerne wissen wieviele Menschenleben das Rettungsgasse-Chaos gekostet hat.


 
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