Übergewicht und Fettleibigkeit nehmen in OECD-Ländern zu

Besonders hoch ist der Anteil der Fettleibigen in Deutschland, dort liegt er bei 23,6 Prozent. Österreich liegt leicht unter OECD-Durchschnitt bei 14,7 Prozent.

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Die Menschen in den OECD-Ländern werden dicker. – APA/dpa-Zentralbild/Waltraud Gru

 In den OECD-Ländern leiden immer mehr Menschen an Übergewicht und Fettleibigkeit. Im Schnitt sind mehr als die Hälfte der Erwachsenen sowie jedes sechste Kind davon betroffen. In den vergangenen fünf Jahren hat der Anteil Fettleibiger weiter zugenommen, allerdings hat sich die Dynamik etwas abgeschwächt, geht aus den jüngsten Daten der OECD hervor, die am Donnerstag veröffentlicht wurden.

Besonders ausgeprägt ist das Problem in den USA, Mexiko, Neuseeland und Ungarn. In allen vier Ländern gelten mehr als 30 Prozent der erwachsenen Bevölkerung als fettleibig. In Japan und Korea sind es dagegen nur 3,7 bzw. 5,3 Prozent. Besonders hoch ist der Anteil auch in Deutschland, dort liegt er bei 23,6 Prozent. Österreich liegt leicht unter OECD-Durchschnitt (19,5 Prozent) bei 14,7 Prozent.

Dicke Jugendliche

Auch bei Jugendlichen sind Übergewicht und Fettleibigkeit ein wachsendes Problem. So ist in den 29 OECD-Ländern, für die diese Daten vorliegen, der Anteil übergewichtiger 15-Jähriger zwischen 2001/02 und 2013/14 von zwölf auf 15,5 Prozent gewachsen. Österreich liegt hier ungefähr im OECD-Schnitt, der Anteil Übergewichtiger ist in dem Zeitraum von elf auf 12,5 Prozent gestiegen. Als fettleibig gilt, wer einen Body Mass Index (BMI) von über 30 aufweist. Bei einem BMI von 25 bis 30 spricht man von Übergewicht.

Die Aufzeichnung zeigt auch die Erfahrungen der einzelnen OECD-Länder, wie Regierungen Verbraucher wirksam bei einer gesunden Lebensführung unterstützen können. Als erfolgreich haben sich hier Etiketten zur Kennzeichnung von Inhaltsstoffen in Kombination mit digitalen Aufklärungskampagnen erwiesen. In Chile, Island, Irland oder Mexiko wird zudem Werbung für ungesunde Nahrungsmittel oder stark zuckerhaltige Getränke gesetzlich eingeschränkt.

 

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