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Der Radverkehr nimmt langsam Schwung auf

14.05.2011 | 18:01 |  Text: Andreas Wetz (Die Presse)

Fehlplanungen und Politgezänk bremsten Österreichs Radfahrer im internationalen Vergleich bisher aus. Trotzdem satteln immer mehr um und auf. Was sie anspornt, begeistert und stört, erzählten sie der "Presse".

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Um die Aussicht, die Martin Krainer von seinem Arbeitsplatz aus genießt, beneiden ihn viele. Langsam und lautlos ziehen die Fracht- und Kreuzfahrtschiffe auf der Donau am Fenster seiner Werkstatt vorbei. Umgeben von Fräsen, Innensechskantschlüsseln und jeder Menge Spezialwerkzeug hantiert der 26-Jährige an einem Mountainbike und sagt: „Obwohl die Radshops wie Pilze aus dem Boden schießen, habe ich hier von Jahr zu Jahr mehr zu tun.“ So viel, dass die Wirtschaftskammer inzwischen überlegt, den in den 1970ern abgeschafften Lehrberuf des Fahrradmechanikers wiederzubeleben.

Krainers persönliche Erfahrungen im Schraubraum des Wiener Traditionsgeschäftes „Donau-Fritzi“ decken sich mit den Inhalten der Jubelmeldungen von Politikern aus dem ganzen Land. Das Fahrrad wird immer beliebter. Was bei Pressekonferenzen meist verschwiegen und in Interviews nicht gesagt wird, ist: Es ginge noch besser. Andere Länder (und Städte) Europas zeigen das längst vor. An ihnen gemessen, sieht die Entwicklung hierzulande anders aus. Wer böse ist, könnte auch rückständig dazu sagen.

Magere fünf Prozent.
Die letzte verfügbare Verkehrserhebung weist der Republik einen Radverkehrsanteil von fünf Prozent aus. Europas Musterschüler sind die Niederlande. 27 Prozent aller Alltagswege werden dort mit dem Rad zurückgelegt. In Dänemark sind es 18, im Land der „German Autobahn“ immerhin noch zehn Prozent (Quelle: Eurobarometer).

Das eher beschämende Urteil setzt sich in der Summe der jährlich und pro Einwohner zurückgelegten Zweiradkilometer fort. Der Verkehrsclub Österreich hat für einen Vergleich repräsentative Daten aus ganz Europa zusammengetragen. Mit durchschnittlich 936 Kilometern pro Jahr sind die Dänen die fleißigsten Radfahrer des Kontinents. Auf den Plätzen: Niederländer (848), Belgier (322), Deutsche (291), Schweden (271) und Finnen (251). Die Österreicher fahren mit 162 km pro Kopf und Jahr weit hinter der europäischen Spitzenklasse. Warum eigentlich?

„Weil der Politik der Mut für Veränderungen fehlt“, sagen mehrere Mitglieder einer Gruppe prominenter Experten, die im vergangenen Jahr im Rahmen eines eigenen Unterausschusses für das Verkehrsministerium eine Reihe von Maßnahmen zur Förderung des Radverkehrs erarbeitet hat. Ziel war eine nachhaltige Reform der Straßenverkehrsordnung (StVO), die mehrere Problemfelder mit einem Schlag bearbeiten sollte: Förderung des Radverkehrs, Steigerung der Sicherheit im Straßenverkehr, Klimaschutz und ein Zuwachs an Lebensqualität für Anrainer von Hauptverkehrsrouten.

Geworden ist daraus nichts. Als es im April zur Abstimmung im Parlament kam, zogen SPÖ und ÖVP den Koalitionsfrieden der Expertise vor. Was blieb, ist die Helmpflicht für Kinder. Eine Maßnahme, die fast die gesamte Fachwelt als kontraproduktiv ablehnt. Nicht, weil jemand gegen das Tragen von Helmen wäre, sondern weil allein die Vorschrift massiv vom Umstieg aufs Rad abhält. Das belegen u.a. Beobachtungen aus Australien. So kam es, dass sich neben der Verkehrsministerin und der „Kronen Zeitung“ nur das Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV) für die Helmpflicht aussprach – und die passende Studie gleich dazu lieferte. Eine Studie, in der Wissenschaftler der TU Wien „schwere methodische Fehler“ sowie ein „systematisches Überzeichnen“ des Risikos von Kopfverletzungen fanden.

Der Ärger der Experten geht sogar so weit, dass sie der Regierung vorwerfen, den Maßnahmenkatalog auch aufgrund politischer Befindlichkeiten nicht beschlossen zu haben. Exemplarisch dafür steht die sogenannte „Fahrradstraße“, die Radfahrer gegenüber anderen Verkehrsteilnehmern bevorzugt. Wiens grüne Vizebürgermeisterin hatte die Einführung von Fahrradstraßen bereits im Winter angekündigt. Kritiker werten die Nichtumsetzung in der StVO nun als bewusst gesetzte Bosheit der Regierungsparteien gegenüber dem politischen Mitbewerber. Sogar der Städtebund war empört.

Dabei ist regional durchaus auch von Engagement zu berichten. So bauten Österreichs Städte Kilometer von Radwegen, die den Radanteil am Gesamtverkehr in den Ballungsräumen vereinzelt auf ansehnliche Werte hievten. Zwar sind die letzten Erhebungen dazu schon einige Jahre alt, dennoch weisen sie für Salzburg 16, Graz 14 und Innsbruck 13 Prozent aus. Woran es örtlich – etwa in Wien – (fünf Prozent Radverkehrsanteil) scheitert?

„Die Radwegnetze haben Lücken und sind oft schlecht angelegt“, sagt Martina Sordian. Und auf den Radwegen der Hauptstadt kennt sie sich aus, ist sie doch an 365 Tagen im Jahr darauf unterwegs. Bei jedem Wetter. Die Mitarbeiterin von Global2000 besitzt seit Jahren kein Auto mehr und möchte mit ihrem Mobilitätsverhalten ein kleines Stück zur Verbesserung der Welt und ihrer eigenen Lebensqualität beitragen. Dass nicht mehr Leute Sordians Beispiel folgen, hat ihrer Meinung nach auch damit zu tun, „dass die, die Radwege planen, selbst nicht viel mit dem Fahrrad unterwegs sein dürften“.


Gefährliche Radwege. Sordians Beobachtungen decken sich mit den Erkenntnissen moderner Verkehrsplanung. Demnach hat Wien viel Geld in die falschen Radwege investiert. Als falsch gelten Anlagen, die – durch parkende Autos von der Fahrbahn getrennt – am Gehsteig verlaufen. Das provoziert Konflikte mit Fußgängern und steigert die Unfallhäufigkeit mit querenden Kfz an Kreuzungen. Einsteiger überlegen sich zweimal, ob sie sich mit ihren Kindern das wirklich antun wollen. Als vorbildlich gelten übrigens Radwege, die – baulich getrennt – direkt der Straße entlang führen.

Das ist eine Region des öffentlichen Raums, die als die ultimative Kampfzone gilt. Denn Radwege dieser Art kosten Parkplätze. Und eben diese werden in Österreich mit Zähnen und Klauen verteidigt. Insbesondere in Wien, trotz großzügig subventionierter Volksgaragen. Dabei zeigen Beispiele aus dem Ausland, dass das vermeintliche Kapitalverbrechen des „Parkplatzraubs“ weder den Handel hemmt noch die Mobilität einschränkt.

Im schweizerischen Bern oder dem deutschen Köln schuf man in den vergangenen Jahren entlang dicht befahrener Straßen bewusst mehr Raum für Fußgänger und Radfahrer. Lediglich Zufahrtsmöglichkeiten für den Lieferverkehr blieben bestehen. Die Folgen entsprachen so gar nicht den hierzulande kolportierten Horrorszenarien. Je nach Branche stiegen die Umsätze der „betroffenen“ Kaufleute um bis zu 50 Prozent. „Die Projekte waren so erfolgreich, dass die Geschäftsleute anderer Straßen inzwischen anfragen, wann denn die Parkplätze vor ihrem Lokal verschwinden“, sagt Michael Meschik vom Institut für Verkehrswesen der Wiener Universität für Bodenkultur. Sozusagen nebenbei profitierte der Radverkehr, der in Köln innerhalb weniger Jahre auf 16, in Bern auf 15 Prozent des Gesamtaufkommens stieg.

Allen Widrigkeiten zum Trotz hat sich gerade in der Hauptstadt in den vergangenen Jahren so etwas wie eine Fahrradkultur herausgebildet. Nach der immer schon bestehenden Sportszene waren die ersten die Radboten. Ihnen folgten Jugendliche und Studenten, die sich immer öfter auf Räder aus Massenproduktion setzten, die jenen aus der Botenszene zum Verwechseln ähnlich sahen. Dass auch die Kleidung dazu passen musste, versteht sich von selbst. Verkauft wird all das inzwischen in schicken Geschäften (z.B. Trek Bicycle Vienna in der Hegelgasse oder Citybiker in der Lerchenfelderstraße), die sich in ihrer Aufmachung nicht hinter internationalen Modeketten verstecken müssen. An den Rändern der Bewegung entwickelten sich Institutionen für alle möglichen und unmöglichen Interessen aus der Welt des Fahrrads. Ein besonders praktisches Beispiel ist die kreative Selbsthilfe-Werkstatt Bike-Kitchen in der Goldschlaggasse.

Und dann gibt es jene, die das Rad als unaufgeregten Bestandteil des täglichen Lebens auch abseits von Kommerz und PR-Zinnober verinnerlicht haben. Kurt Krenhuber aus Baden ist so jemand. Der Steuerberater fährt Rad, „weil es praktisch und lustvoll ist“. Mit Umweltschutz und Trendsetting hat er nichts am Hut. Abseits der Freizeittouren mit Freunden und Familie ist er nämlich mit Auto, Motorrad, Bahn und Bus unterwegs. Fast immer mit dabei: sein Faltrad, das er im Lokal auch schon einmal unter dem Tisch parkt und das er – was sonst – als Firmenfahrzeug von der Steuer absetzt. „Es kommt dann zum Einsatz, wenn sonst kein Verkehrsmittel verfügbar ist.“

Land der Ausreden. Dass der Radverkehr in Österreich nicht genauso stark wächst wie im europäischen Ausland, hat nicht nur mit den Versäumnissen der Politik zu tun. Die nämlich, das sagen hinter vorgehaltener Hand selbst die überkritischen Lobbying-Organisationen, sei – wenn schon manchmal ungeschickt – immerhin bemüht. Als weitaus größte Bremse kann man getrost die Bevölkerung selbst bezeichnen. Im Vorjahr etwa ließ das Verkehrsministerium in der Bevölkerung jene Gründe abfragen, warum nicht mehr Leute das Fahrrad für ihre Alltagswege benutzen.

Mit Abstand am häufigsten genannt wurde das Wetter. Was eine Ausrede, aber kein Grund dafür sein kann, dass in Wien fünf, in Kopenhagen 35, in Amsterdam 28 Prozent der Alltagswege mit dem Rad zurückgelegt werden. In beiden Städten regnet es öfter, ist die Durchschnittstemperatur niedriger als hierzulande.

Weitere Hindernisse sind „zu weite Distanzen“ und die Auffassung, dass Radfahren „zu anstrengend“ sei. Objektiv ist das schwer zu begründen. Statistisch sind 50 Prozent aller Wege kürzer als fünf Kilometer, und: Im schweizerischen Winterthur (Radanteil: 25 Prozent) ist die Topografie nicht weniger anspruchsvoll als in Österreichs Landeshauptstädten. Von Wien ganz zu schweigen.

Angst vor Pkw. Das emotional bedeutendste Thema ist jedoch die Sicherheit. Sylvia Gehnböck, hauptberuflich Osteopathin, ist begeisterte Leistungssportlerin. Jahr für Jahr spult die sichere und erfahrene Radfahrerin allein im Training tausende Kilometer ab. Und zwar jenseits der Wiener Stadtgrenze. Der Verkehr in der Stadt ist ihr ein Graus. „Viel zu gefährlich“, sagt die 31-Jährige, die schon zu viele verunglückte Patienten in ihrer Praxis betreut hat. Von Tür zu Tür fährt sie deshalb lieber mit dem Auto oder der U-Bahn.

Anders als viele andere Hemmnisse ist die Angst vor dem Straßenverkehr nicht unbegründet. Zwar ging die Zahl der Getöteten auf zuletzt 32 im Jahr 2010 zurück, trotzdem sind Radfahrer im Vergleich zu anderen Verkehrsteilnehmern überproportional gefährdet. Sie stellen fünf Prozent des Aufkommens, aber elf Prozent der Verletzen. Die Zunahme des Radverkehrs wird jedoch auch durch die Angst nicht gebremst werden können. Eine Erhebung des deutschen Instituts Socialdata attestiert dem Wiener Radverkehr immerhin ein zusätzliches Potenzial von sechs Prozentpunkten. Theoretisch.

Kunden, auf die sich Raddoktor Martin Krainer in seiner Werkstatt an der Donau schon freut. Nur: „Es wäre schön, wenn sich irgendwann die Erkenntnis durchsetzt, dass man ein Jahrresservice nicht nur im Frühling und zeitgleich mit allen anderen machen kann.“

("Die Presse", Print-Ausgabe, 15.05.2011)

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95 Kommentare
 
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Gast: nicht grün
19.05.2011 15:00
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es wird zeit

das der sprit 5 euro oder mehr kostet dan denke vieleicht mal mehr leute nach

dan mit der aussicht auf eine bessere umwelt für uns und unsere kinder kann man eh keinen locken.

dazu sind die autofahrer leider zu blöd.

lg

STVO-Reform

Ups, mein Posting ist auf einmal weg. Scheinbar hab ich zu deutlich geschrieben wem wir die Verhinderung sinnvoller Maßnahmen in der aktuellen STVO Novelle zu verdanken haben. Darum laß ich nun ohne weiteres Kommentar Die Presse selbst sprechen. Möge sich der kritische Bürger seinen Teil denken.

http://diepresse.com/home/panorama/wien/645920/index.do

Gast: flick
16.05.2011 11:34
1 0

Gründe für geringen Radverkehr in Wien gibts zuhauf

Das Wiener Wetter:
Die Angabe einer jährlichen Durchschnittstemperatur/Durchschnittsniederschlag eignet sich bekanntlich NICHT für eine Aussage über die tatsächlichen Wetterverhältnisse. So eine Aussage läuft garantiert nicht unter dem Titel „journalistische Sorgfalt" :-(
Zur Aufklärung: In Wien ist das Wetter kontinental beeinflusst (kalte Winter, heisse Sommer), die Spreizung der Temperaturmaxima/minima ist größer.
Außer in Ausreisserwintern wie dem letzten bleibt Schnee z. B. in Amsterdam kaum tagelang liegen.

es ist daher unvernünftig:
öffentlichen Raum ganzjährig für ein Verkehrsmittel zu reservieren der/das im Durchschnitt 7 Monate genützt wird.
Die Wien-typische eigentliche Nutzungsperiode April bis Oktober rechtfertigt für den Rest der Zeit nicht die Investition in und den Platzaufwand für den Radverkehr.
In Kopenhagen, Amsterdam etc. schaut die Rechnung anders aus, dort gibt’s vor allem mehr Platz zu verteilen, und die Nutzungsdauer ist länger.

Konkurrenz:
Die Wiener Stadtverwaltung hat den Autoverkehr bis jetzt nur behindert, aber nicht verboten.
Alle anderen Verkehrsmittel sind (relativ ;-) wetterunabhängig, die Öffis sind ganzjährig attraktiv.
Sogar der allgegenwärtige Radklau à la Amsterdam ist eine Form der Konkurrenz.

Genug Gründe.

Re: Gründe für geringen Radverkehr in Wien gibts zuhauf

Also wenn das ach so schlechte Wetter bei uns DER Grund sein soll, nicht mit dem Fahrrad zu fahren, verstehe ich nicht, warum die letzten Wochen - einer Schönwetterperiode - so "wenige" Menschen mit dem Rad unterwegs waren und stattdessen mit dem Auto stauten. Das Wetter ist wohl nur eine Ausrede aber nicht der Grund.

Meiner Ansicht nach ist es eine Mischung aus "eingefahrenen" Verhaltensmustern, Bequemlichkeit und Angst vor dem motorisierten Verkehr. Die Angst, verschwitzt ins Büro zu kommen ist dank E-Bikes heutzutage auch nur eine Ausrede.

Dass viele Menschen gerne mit dem Auto fahren mag zwar grundsätzlich stimmen. Doch trifft das wohl eher aufs Überland zu. Wer staut schon gerne in der Stadt herum?

Wenn Sie es als unvernünftig betrachten, öffentlichen Raum für ein Verkehrsmittel zu reservieren, dass nicht permanent verwendet wird, müssten Sie wohl zuerst einmal sämtliche Parkplätze im öffentlichen Raum dezimieren. Ein guter Teil der Autos steht nämlich die meiste Zeit über nur herum...

Antworten Antworten Gast: flick
16.05.2011 17:09
0 0

Re: Re: Gründe für geringen Radverkehr in Wien gibts zuhauf

Das Wetter -und in der Folge die mangelnde Investitionsfreude in Radfahranlagen - ist aber der Grund für das immer wieder beklagte Fehlen ebendieser Anlagen.

also ich fahre täglich mit dem rad - auch winters, ausser es liegt schnee.
Die Radfahreinrichtungen sind (wie ich glaube aus den von mir angezeigten Gründen) einerseits einen Gutteil des Jahres VÖLLIG unbenutzt. Oder aber in der schönen Jahreszeit zumindest teilweise überlastet und selbst mir zu gefährlich.
Schwer da eine Balance zu finden.
.
Zu den Parkplätzen: Die sind ganzjährig überlastet weil die Verkehrspolitik in den letzten Jahren massiv (Parkplatzschwund und Parkpickerl, Wegfall von Fahrspuren etc.) gegengesteuert hat.
Zumindest ist diese Form der Mobilität (oder auch Nichtmobilität :-)) die wesentlich beliebtere. D'accord ?

Gast: Fabian O.
16.05.2011 10:19
1 0

Jeden Tag von 19. nach 1.:

Etwas 3x so schnell wie mit dem Auto.
Die armen stauen sich rein, ich fahr locker vorbei...naja, wenn die Arbeitszeit offenbar nichts wert ist....

Antworten Gast: (x) FPÖ
16.05.2011 11:17
1 0

An die einfachste und ökologisch sinnvollste Lösung denken Sie als Grüner natürlich nicht!

Wenn Sie sich im 1. Hieb eine Wohnung nehmen, dann könnens zu Fuß in die Arbeit. Einfach über die Straße und dann verpesten Sie nicht die CO2-Bilanz mit Ihrem Rad aus chinesischen Fertigkomponenten.

Gast: Biersauer
16.05.2011 09:24
0 0

Wer angewiesen ist aufs Radfahren,

weil er mit keinem andern Verkehrsmittel dorthin kommen kann und zufuss das nicht geht, der kann da nur polemisieren.

Gast: (x) FPÖ
16.05.2011 00:04
0 3

Radfahrer = Grüner

Mehr braucht man nicht um dieses Klüngel zu beschreiben!

Re: Autofahrer = Blauer

Mehr braucht man nicht um dieses Klüngel zu beschreiben!

So einfach ist die schwarz, äh blau/weiße Welt...

Re: Radfahrer = Gebildet

Sie kennen offensichtlich wenige Radfahrer.

Radfahrer gehören anscheinend einer anderen Gesellschaftsschicht an als der Ihren. Die Radfahrer die ich kennen, und die wirklich viel radfahren, sind in den allerwenigsten Fällen Grüne. Sie haben durchwegs alle eine sehr gute Ausbildung oder eine führende Position in der Wirtschaft oder Verwaltung. Radfahren wurde längst zu einer Veranstaltung für die, die es sich leisten können. Sie gehören nicht dazu. Bestenfalls haben Sie eine Baumarktgurke zuhause, die Sie dann zu seltenen Sonntagsfahrten nutzen, wenn überhaupt. Verständlich, dass jeder dieser Ausritte für Sie nichts als qualvolles Strampeln darstellt.

Ich vermute mal, dass ich mehr Steuern zahle, als Sie im Jahr verdienen. Ich fahre Rad, weil es mir Spaß macht, weil ich schneller bin als die Autofahrer und ich die Bewegung sowieso brauche. Grüner bin ich keiner.


Antworten Antworten Gast: (x) FPÖ
16.05.2011 07:54
1 2

"und ich die Bewegung sowieso brauche."

Ich gehe als mündige freiheitlich-liberale BürgerIn also dasvon aus, dass Sie nach Kilo Steuern zahlen und NICHT Heidi Klum sind.
Die braucht nämlich diese Bewegung genauso wenig wie die Naomi Campell!

Re: Das verstehen Sie nicht.

Herz-Kreislauf-Probleme als Folge mangelnder Fitness hat nicht zwingend was mit Übergewicht zu tun. Übergewicht ist nur die Folge von falscher zu energiereicher Ernährung im Verhältnis zum Energieverbrauch. Natürlich führt Übergewicht auch zu einer Reihe körperlicher und pyschischer Probleme. Es hat aber eine andere Ursache und hat folglich auch nicht exakt die gleichen Auswirkungen.

Gast: xcs
15.05.2011 22:09
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wir schaffen uns ein neues Volk

besonders lustig -weil in den grün regierten Bezirken 7 + früher 8 sehr deutlich am eigenen Leib erfahren - ist die Bemerkung im Text, dass die Bevölkerung "beim Radverkehr bremst".
Genau deswegen hat man ja im z.B. 7. Bezirk bereits vor Jahren das Projekt "unliebsame Bevölkerung raus" umgesetzt.

vom radfahren....

bekommt man eine gute kondition, hält die luft sauber, zahlt weniger, gefährdet weniger.. alles zusammen also die intelligentere fortbewegungsart!
so einfach ist das leben...
p.s.: ich bin ich autofahrer, nur überlege ich meine motorisierten wege im gegensatz zu (leider) den meisten mitmenschen...

Antworten Gast: ösi - der was ein richtiger "Ökochecker" ist!
15.05.2011 17:51
1 0

Ich hab' mein rad auch immer am Dach vom SUV!

man weiß ja nie wie das Wetter wird. Und wenn es schön ist und nicht zu heiß dann nehm ich das Rad.
Selbstverständlich, denn man muss auch verantwortungsbewußt sein!
Das nehme ich dann im Bike-Park am Semmering herunter und ich strample fleissig bergab.
Dort gibts auch umweltfreundliche Aufstiegshilfen und man ist in einen guten Stunde von Wien aus da.
Also gibts ja wirklich keine vernünftige Ausrede nicht aufs Rad umzusteigen.
Das gleiche ist, wenn ich am frühen nachmittag grad' die laune hab' in den Östschergräben zu biken oder irgenswo am Wechsel oder Hiochkar.
man kann ohne Verzicht auf Bequemlichkeit auf das Auto verzichten,; man muss nur das Rad vom Träger abmontieren und los gehts!!!!

nix zu tanken aber immer fest nach unten treten!
Ösenpower

Antworten Antworten Gast: Weutzi
15.05.2011 21:13
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Re: Ich hab' mein rad auch immer am Dach vom SUV!

Der kapiert es nicht, wird es auch nie............

Re: Ich hab' mein rad auch immer am Dach vom SUV!

ok, du hasts nicht ganz verstanden-kein problem, bist einer von vielen...

Antworten Antworten Antworten Gast: Ösi - der was da jetzt voll auf der leitung steht!
15.05.2011 19:49
1 1

Re: Re: Ich hab' mein rad auch immer am Dach vom SUV!

Was heißt jetzt "nicht verstanden"?
ich bin GRÜN-Sympathisant!
Ich bestehe darauf öko zu sein!
Darum schmeiss ich auch das selbergewechselte Altöl vom Auto nicht weg sondern verwende es voll bio als Kettenschmiermittel für die Motorsäge.
Ha, da staunen Sie!

nix zu tanken! Und zum Verschenken auch nix!
Ösenpower

Die knappen Verkehrsflächen der Städte sollten besser genutzt werden

Radwege führen in realen Städten in eine Sackgasse, denn durch den Bau eines Radwegs wird der Platz in der Stadt nicht mehr, sondern nur weniger effizient genutzt. Dass diese Abwege für Radfahrer dann auch noch gefährlich und langsam sind, wird jedem klar der dort mit 25kmh oder mehr fahren will (EBikes, Sportliche Fahrer)

Das Hauptproblem der Städte ist, dass enorm viel Platz für den ruhenden Verkehr verschwendet wird, der dann als Lebens- und Verkehrsraum für die Bevölkerung an allen Ecken und Enden fehlt.

Radfahrer brauchen wie Autofahrer breite übersichtliche Fahrbahnen. Nur die Höchstgeschwindigkeit ist niedriger. Bei der Durchschnittsgeschwindigkeit sind Radfahrer in der Stadt aber fast gleich schnell wie Autos unterwegs.

Der stehende Verkehr sollte in Städten weitgehend in private Garagen verlagert werden, auf diese Weise würde viel Platz frei.
Da die Garagen in aller Regel mit einigen Minuten Fußweg verbunden wären, würde viel Kurzstreckenverkehr vom Auto zu Rad und Öffis verlagert. (Impulsanreiz).
Mehr Platz auf den Straßen und wenige Autos würde sowohl Radfahrer als auch die verbliebenen Autofahrer viel schneller ans Ziel bringen.


Re: Die knappen Verkehrsflächen der Städte sollten besser genutzt werden

Radfahrer brauchen überhaupt keine Fahrbahnen, denn niemand braucht Radfahrer.

Re: Re: Die knappen Verkehrsflächen der Städte sollten besser genutzt werden

verraten sie mir, wie sie doktor geworden sind, mit so wenig intellekt?

Re: Re: Re: Die knappen Verkehrsflächen der Städte sollten besser genutzt werden

Wie kommen Sie darauf, daß ich Doktor wäre? Und ich bleibe dabei: die Hampelfreaks sind nur Hindernisse für den Verkehr.

Re: Re: Re: Re: Die knappen Verkehrsflächen der Städte sollten besser genutzt werden

Willkommen im 21. Jahrhundert!

Mit Ignoranz und Respektlosigkeit lassen sich (städtische) Probleme schwerlich lösen. Radfahrer sind Teil des Verkehrs. Motorisierten Verkehr als alleinigen Verkehr anzusehen ist eine Haltung aus dem vorigen Jahrhundert.

Das Leben spielt sich auch außerhalb eines Autos ab. Slow down and enjoy live!

Gast: cnn
15.05.2011 16:54
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Fehlgeleitete Politik

Dein ausgezeichneter Artikel! Der geringe Radfahranteil in Wien ist ein typisches Resultat eine über Jahre fehlgeleiteten Politik.

Das Wiener Radwegeprogramm besteht zum größten Teil darin, mittels Farbe und Pinsel auf die bestehende Fahrbahn Radwege zu zeichnen, die weder breit genug noch sicher sind.
Das dies Auto- _und_ Radfahrer frustriert versteht sich von selbst. Dabei bedeutet jeder weitere Radfahrer auf der Straße einen Autofahrer weniger auf der selben Strecke und somit mehr Platz für alle.
Mal ganz abgesehen von den anderen Vorteilen - einen gesünderen Lebenstil für den Radfahrer selbst, weniger Lärm und Abgase für die Anrainer und auch wesentlich geringe Kosten für die Instandhaltung von Straßen und Verkehrsinfrastruktur.


Re: Fehlgeleitete Politik

Durch das Trennen von Rad und KFZ Verkehr entsteht auch eine Gruppe von Radfahrern die glaubt, nicht mehr auf der Fahrbahn fahren zu dürfen, und daher lieber am Gehsteig sich selbst und Fußgänger gefährden.

Dabei ist klar, dass durch das Aufpinseln von Radwegen kein einiger Quatratmeter Platz entsteht, denn die Häuser rücken wegen Radwegen nicht einfach so zur Seite.

In historisch gewachsenen Städten wie Wien stößt das Konzept zur Trennung des Rad und KFZ Verkehrs an seine Grenzen.

Viele Radwege sind schon jetzt überlastet, wie soll das aussehen, wenn der Radverkehrsanteil Langfristig auf 25% oder mehr ansteigt?

 
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