Kohlenmonoxid: 25 Menschen ins Spital gebracht

Ein Mehrparteienhaus mit zwölf Wohnungen musste in Kottingbrunn evakuiert werden. Ein Mann wurde mit dem Notarzthubschrauber ins Spital gebracht.

Kohlenmonoxid Haus Kottingbrunn evakuiert
Schließen
Kohlenmonoxid Haus Kottingbrunn evakuiert
Symbolbild: Feuerwehr mit Atemschutz – (c) APA (GUENTER R. ARTINGER)

In einem Mehrparteienhaus in Kottingbrunn im niederösterreichischen Bezirk Baden hat es am Mittwoch in der Früh Kohlenmonoxid-Alarm gegeben. 25 Personen mussten in Krankenhäuser eingeliefert werden, berichtet die Landeskliniken-Holding. Ein 31 Jahre alter Mann wurde vom "Christophorus 3" ins Landesklinikum Wiener Neustadt geflogen.

Das Gebäude mit zwölf Wohnungen wurde evakuiert. Bei dem durchaus dramatischen Einsatz musste die Feuerwehr auch Wohnungstüren aufbrechen, um Menschen zu befreien. Das Gebäude in der Waldgasse 10 wurde gelüftet und schließlich wieder freigegeben.

Die Polizei ist noch dabei, die Ursache für den CO-Austritt zu eruieren. Als Auslöser gilt "mit hoher Wahrscheinlichkeit" ein Ofen für feste Brennstoffe in einer Wohnung, teilte die Sicherheitsdirektion mit.

CO-Wert zehnmal höher als Grenzwert

Ein junger Mann hatte gegen 8 Uhr die Rettung verständigt und über Kopfschmerzen geklagt, teilte "144 - Notruf NÖ" mit. Als Helfer eintrafen, schlugen deren CO-Warngeräte an. Der Wert war zehnmal höher als der erlaubte Grenzwert. Die Feuerwehr musste unter Atemschutz zwei Wohnungstüren aufbrechen und stieß auf eine nicht mehr ansprechbare Person. Eine behinderte und eine schlafende Personen wurden befreit. Rotes Kreuz, Notarztwagen und -hubschrauber und die Feuerwehr waren vor Ort. Was den CO-Alarm ausgelöst hatte, stand vorerst nicht fest. Das Mehrparteienhaus habe keinen Gasanschluss, hieß es auf Anfrage bei der EVN.

Der 31-Jährige, der nach Wiener Neustadt geflogen wurde, musste stationär im Krankenhaus aufgenommen werden. Sein Zustand ist mittlerweile stabil. Sieben Personen wurden ambulant behandelt. Weitere 17 Personen wurden in Baden untersucht, versorgt und noch vor Mittag wieder entlassen.

(APA)

Sie sind zur Zeit nicht angemeldet.
Um auf DiePresse.com kommentieren zu können, müssen Sie sich anmelden ›.