Strombad Kritzendorf

Kind und Kegel. An der Riviera an der Donau ist Platz für Jeden.

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Keine Wasserrutsche, kein Whirlpool, ja noch nicht einmal ein beheiztes Schwimmbecken. Einfach eine Wiese, ein paar Pappeln und Weiden. Und doch: Das Baden an der Donau und in der Donau in Kritzendorf hat was. Auf dem Weg zur großen Bad-Wiese durchschreitet man das Strombad Kritzendorf. Und an manchen Stellen weht dort noch das Flair der dreißiger Jahre: Einige der Häuschen im „Bad“ entstanden durch die bekannten Architekten Adolf Loos, Felix Augenfeld oder Heinz Rollig.  

Zu seiner Hochblüte in der Zwischenkriegszeit tummelten sich an schönen Wochenenden entlang des Donauufers bis zu 12.000 Menschen aus allen sozialen Schichten. Künstler und wohlhabende Geschäftsleute hatten hier ihre stilvollen Häuschen neben den Kabinen gewöhnlicher Arbeiter. Kritzendorf wurde zur „Riviera an der Donau“.

1938 wurde das Strombad, viele Häuser gehörten Wiener Juden, arisiert. Die Häuser wurden –  für Österreich vorbildlich - vom ersten Kritzendorfer Bürgermeister sofort nach Ende der Nazi-Herrschaft an die Enteigneten zurückgegeben. Aber um das Phänomen „Strombad Kritzendorf“ war es geschehen.

Zwei Tipps: 
1. Wer ins Wasser geht, sollte wirklich gut schwimmen können, die Strömung und die Strudel der Donau sind nicht zu unterschätzen – je weiter man raus schwimmt, desto gefährlicher wird die Sache. Und: Das Wasser erfrischt wirklich, denn es ist eiskalt. 
 
2. Nach dem Bad: In Kritzendorf gibt es noch richtig urige Heurige. Keine Riesenbuffets sondern Schmalzbrot und Soletti mit Liptauer. Und die Weine sind alle aus eigenem Anbau.

Anfahrt: Mit der Schnellbahn S40 Richtung Tulln, in Kritzendorf aussteigen, über die Überführung gehen, dann über eine kleine Brücke und immer gerade aus.
Mit dem Auto: B14 bis Klosterneuburg, dort am Stadtplatz rechts (siehe Hinweisschild) und immer gerade aus. In Kritzendorf auf Hinweisschild „Strombad“ achten.

 

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