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Bandion-Ortner verteidigt "König-Abdullah-Zentrum"

11.07.2012 | 07:47 |   (DiePresse.com)

Ex-VP-Justizministerin Bandion-Ortner verteidigt ihre umstrittene Position im "König-Abdullah-Zentrum". FPK-Chef Scheuch rät sie indes zum Rücktritt.

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Die ehemalige VP-Justizministerin Claudia Bandion-Ortner hat ihre umstrittene Position als stellvertretende Generalsekretärin des internationalen "König-Abdullah-Zentrum für interreligiösen und interkulturellen Dialog", dessen Gründung in Wien zwischen Österreich, Saudi-Arabien und Spanien vertraglich vereinbart wurde und das am 26. November eröffnet wird, verteidigt.

Das Dialogzentrum sei kein saudisches Zentrum, sondern ein internationales, das zu Dialog führen solle, sagte sie in der "ZiB 24" am Mittwoch. Im Direktorium der Einrichtung werden Vertreter mehrerer Religionen repräsentiert sein, einschließlich des Judentums.

Zentrum wird von Saudi-Arabien finanziert

Umstritten ist das Zentrum vor allem, weil es von Saudi-Arabien finanziert wird. Der arabische Staat steht immer wieder wegen seiner Haltung in Religionsfragen in der Kritik. In Saudi-Arabien darf lediglich die wahhabitische Auslegung des sunnitischen Islam frei ausgeübt werden; der "Abfall vom Islam" wird mit der Todesstrafe bedroht. Auch auf andere Vergehen steht die Todesstrafe. Für Frauen ist das Tragen von langen Gewändern und schwarzen Kopftüchern Vorschrift. Im islamischen Königreich ist ihnen zudem das Autofahren streng untersagt.

Sie werde das Amt interimsmäßig bis November ausführen, dann werde weiter entschieden, so Bandion-Ortner. Das Zentrum werde von einer saudischen Stiftung für die nächsten drei Jahre finanziert. Diese würde dann wohl auch ab November für das Gehalt der Ex-Ministerin aufkommen. "Das ist eine riesige Herausforderung für mich und wahnsinnig interessant", so Bandion-Ortner. "Ich bin auch gegen die Todesstrafe (...), aber ich bin auch für Dialog." Saudi-Arabien habe die Initiative gestartet und man müsse dem entgegenkommen. Das Zentrum könne zum Dialog beitragen.

"Als Politiker soll man Konsequenzen ziehen"

Zur Causa des FPK-Chefs Uwe Scheuch meinte die ehemalige Justizministerin, "als Politiker soll man schon Konsequenzen ziehen", wenn es zu einem rechtskräftigen Urteil kommen sollte. Der FPK-Politiker war vor dem Wochenende zu sieben Monaten bedingter Haft und 150.000 Euro Geldstrafe nicht rechtskräftig verurteilt worden, ein automatischer Amtsverlust tritt erst ab einer unbedingten Haftstrafe von zwölf Monaten ein. Bei bedingten Verurteilungen gibt es überhaupt keine Konsequenzen. Bandion-Ortner meinte, dass die Grenze von zwölf Monaten bleiben solle, "vom moralischen Aspekt" sollte ein Politiker "schon vorher seinen Hut nehmen", weil Politiker Vorbildfunktion hätten.

(APA)

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79 Kommentare
 
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Gast: Affffe
12.07.2012 16:39
4 0

Früher schickte man die Truppen aus

Früher schickte man Truppen aus, um ein Land oder eine Stadt zu unterwerfen und die Schätze zu plündern.
Heute hat man raffiniertere Mittel, wie einen gemeinsamen Rettungsschirm oder Dialogzentren eines absolut diktatorisch, strengmuslimisch und unseren Gesellschaftsnormen entgegenstehend agierenden Landes.


Gast: Blacky
12.07.2012 09:19
0 0

verstehe nicht,

warum die BO nicht irgendwo in der Versenkung eines Bezirksgerichtes verschwindet und die Öffentlichkeit meidet nach all dem Mist den sie verursacht hat.
Aber scheinbar hat sie Gefallen gefunden an öffentlichen Watschen...

Gast: was noch?
11.07.2012 22:47
1 0

Peinlich und

überflüssig ist diese Person!

Gast: E.T.
11.07.2012 21:30
3 0

Ja, mei

Die nimmt halt das Geld, was sicherlich großzügig bemessen sei wird, der Rest ist ihr egal.
Was kümmern eine Frau Bandion die Zustände in Saudi Arabien. Was kümmern sie die Frauen oder das Leben der Gastarbeiter in Saudi Arabien.
Ist ohnehin alles Paletti.

Gast: Nemesis
11.07.2012 18:25
5 0

In Österreich kann man alles kaufen und die Saudis haben genug Geld.

Ein Politiker bei uns kostet sicher weniger als einer ihre eigens für sie angefertigten Sportwagen.
Schön langsam muß die einheimsiche Bevölkerung den Kampf gegen die Islamsiereung aufnehmen.

Gast: die matrix
11.07.2012 17:02
2 0

Dialogzentrum?


Ein Begriff, in den man sehr viel hineinpacken kann.......
Aufbau von Strukturen und und und

Und kann man sich sicher sein, dass diese Dialog-Arbeit ausschließlich von Saudi-Arabien bezahlt wird? Wenn ja, wie lange? Welche Verpflichtungen hat Österreich (resp. der Steuerzahler) übernehmen müssen? Wo bleibt die Tranzparenz?

Gast: Wir hier
11.07.2012 16:51
7 0

Schäme mich für diese Deppen

Heilige Maria Mutter Gottes!
Was hat Österreich in all seiner farbenfrohen Multi-Kulti-Welt noch gefehlt?
Ja, richtig, ein von Saudi-Arabien gesponsertes Zentrum.
Danke auch an die Politiker und ihren Betriag zum Untergang des Landes.
Ich könnte mit diesem Wissen nicht mehr ruhig schlafen.

Gast: gast45
11.07.2012 16:20
3 0

na so ein glück

das die ehemalige justizministerin österreichs auch gegen die todesstrafe ist, so wie es halt auch ein glück ist dass der ehemalige kanzler österreichs der gussenbauer eigentlich ein demokrat ist :-)

Gast: Hellboy
11.07.2012 14:13
18 0

Wirklich wiederlich die BO !

Steht als Frau auf der Gehaltsliste eines Regimes das Frauen unterdrueckt und Menschenrechte missachtet.
Das hat nichts mit Dialog zu tun, denn fuer einen Dialog muss man sich nicht bezahlen lassen.
Aber Geld stinkt nicht, gell Fr. BO ?

Claudia!

Ab nach Saudi-Arabien für ein Jahr!

Sie kommen dann sicher geheilt vom Islam zurück!

0 0

Re: Claudia!

Geheilt? Wovon?
Bandion Ortner dürfte für ihren neuen Posten durchaus die richtigen Geisteshaltungen und Motivationen mitbringen, die bei bigoten retromittelalterlichen Königen gefragt sind.

Die einer Prinzessin – mit dem Anspruch, auf der Busspur fahren zu dürfen; Die einer Religionspolizistin – mit ihrer Erfahrung als Schöpferin des österreichischen Terrorbekämpfungsgesetzes.

Ich halte ÖVP Minister auch durchaus für fähig und flexibel genug, sich in neue Kollegenschaften einzufügen. Gerade hat Micheal Spindelegger in Wien bei einem Festakt mit Hacim Thaci gefeiert, dass die EU der Mafia einen Staat schenkt. Thaci schlachtet nebenbei Menschen und verkauft ihre Organe, so der Vorwurf aus dem Europarat.

Re: Claudia!

Guter Vorschlag, werter @Aaron Fishhof!

Also ab zu eingehenden Studienzwecken für ein Jahr nach Saudi-Arabien.
Wie kann Frau BO bloss einen solchen Job annehmen, wenn sie kaum Ahnung hat, wie es in Saudi-Arabien schon alleine um die Rechte der Frauen steht.
Also wie Sie richtig formulieren,
Frau BO kommt garantiert geheilt, bzw. geläutert zurück.

Antworten Antworten Gast: schlÄchter
11.07.2012 18:35
2 0

Re: Re: Claudia!

sg graue pantherin, sg herr fishhof!

ich fürchte, auch (westliche)frau kann in saudi arabien sehr gut leben ohen von der gelebten wirklichkeit viel mitzubekommen.
die dortigen luxusoasen-goldenen käfige und reichen-ressorts schotten perfekt ab-wie ja auch hunderttausende touristen oder geschäftsleute, diplomaten und NGO-mirabeiter, journalisten in zahllosen 3.weltländern sehr gut leben und über die mißstände im gastland meist höchstens an der bar theoretisieren.

wer nicht sehen will, der sieht auch nicht. frau bandion - ortner ist ja auch für ihre (rosa) brillen bekannt, aber ich kenne sie nicht und vielleicht tun wir ihr auch unrecht.

persönlich habe ich einmal eine überzeugte (griechische) kommunistin in cuba erlebt, die wirklich glaubte im paradies zu sein. selbst als sie opfer eines raubüberfalles wurde, als sie den goldenen käfig des hilton-hotels verlassen hatte, schwenkte nach einigen vergossenen tränen sofort dankbar die argumentationslinie des staatlichen reiseführers dankend auf, der davon sparch, dass diese kriminellen elemente cia-agenten waren....

in diesem sinne
mfg
s.

ja genau, Konsequenzen sollte sie ziehen und nie mehr in der Öffentlichkeit ein Interview geben!!


Re: ja genau, Konsequenzen sollte sie ziehen und nie mehr in der Öffentlichkeit ein Interview geben!!

nörgler
danke für die intellektfreie rückmeldung

Gast: Andreas Kyriacou
11.07.2012 13:24
3 0

Das reicht doch fürs Standortmarketing noch nicht aus

Wien braucht noch weitere Image fördernde Institutionen. Hier ein paar Möglichkeiten:
http://kyriacou.ch/2012/06/umfrage-was-braucht-osterreich-nach-dem-konig-abdullah-dialogzentrum-als-nachstes/

Re: Das reicht doch fürs Standortmarketing noch nicht aus


Geniale Umfrage!


Einen Steinzeitstaat vertreten ist doch voll klass.


6 0

Es gibt nichts ärgerliches wo auch ein bisschen erfreuliches dabei ist.

Wenn Dr. Bandion-Ortner auf der Gehaltsliste von König Abdulla steht, werden wir sie vielleicht bald mit Burka erleben dürfen.
:-)

Gast: Franz Pranntwayn
11.07.2012 12:52
13 0

Ex-VP-Justizministerin verteidigt ihre umstrittene Position im "König-Abdullah-Zentrum


Ich kann Frau Pandit-Ortner schon vastehn.
Der Raucher muß schornstein.....
äh will sagen
der Schornstein muß rauchn – KOSTE ES WAS ES WOLLE.

UND

die Dotierung für diesen Posten soll
( aus dem Lokus hört man – es soll gaaanz, gaaaanz viiieel sein!?)
außergewöhnlich seyn!

UND
dös hamm schon dö altn Römer gwußt,

Göld stinggt ned!

Verraten und (meistbietend) verkauft?

Hallo Clauderl – vür dös ville Göld sollast aber aah konvertieren!

Wer für die Raiksa, ORF oder Flughafen Wien zu unbegabt ist, wird versorgungstechnisch outgesourct.


Fundamentalisten unter sich ...

der Dialog findet also, wenn überhaupt, wieder nur zwischen Leuten statt, die an verschiedene Märchen glauben.
Mit denen, die eher rational unterwegs sind und nicht an Märchen glauben, redet man sicherheitshalber nicht, denn das könnte für die Märchengläubigen wohl etwas zu peinlich werden.
Schließlich muss man ja verständnis dafür aufbringen, dass im Namen der diversen unsichtbaren Männer weiterhin Gräueltaten begangen, undersdenkende unterdrückt und Menschlichkeit mit Füßen getreten wird.
Und die diversen Staaten, inklusive Österreich finanzieren den anachronistischen Unsinn mit milliarden an Steuergeldern.

Re: Fundamentalisten unter sich ...

Da sich aber die Leute die "rational unterwegs" sind wie Sie das nennen, sich selbst freiwillig auf die rote Liste der aussterbenden Arten gesetzt haben, ist ihre Kritik an sogenannten "Märchenerzählern" in absehbarer Zeit Geschichte.

ÖVP-unwählbar. Für ein paar Nötsch vergessen sie ihre christlichen Wurzeln....


Re: ÖVP-unwählbar. Für ein paar Nötsch vergessen sie ihre christlichen Wurzeln....

Das wäre nicht das Problem. Eine Partei braucht ja überhaupt keine "religiösen Wurzeln". Das Problem ist vielmehr, dass die ÖVP fast alles andere, wofür sie früher stand, vergessen hatt... ;-)

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Wieso kann sie sich nicht ganz einfach....

...damit begnügen, eine kleine Strafrichterin zu sein. Sie hat doch eindrucksvoll bewiesen, dass das das Maximum ist, was sie mit ihrer Minikompetenz erreichen kann.

 
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