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Beschneidung: Ruf nach Merkel-Machtwort aus Israel

23.08.2012 | 13:11 |   (DiePresse.com)

Israels Innenminister, der auch Chef der strengreligiösen Shas-Partei ist, fordert Merkel auf, sich für das Recht auf Beschneidungen einzusetzen. Das Außenministerium kritisiert den unakkordierten Brief.

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Der israelische Innenminister, Eli Yishai, hat die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel aufgefordert, sich für das Recht auf Beschneidungen einzusetzen. "Als stellvertretender Ministerpräsident, Innenminister und Vorsitzender der größten religiösen Partei (Israels), aber vor allem als Jude wende ich mich an Sie mit der Bitte, dieses Phänomen (Kriminalisierung der Beschneidung) zu beenden", zitierte die Zeitung "Yediot Ahronot" am Donnerstag aus dem Brief.

Juden in Deutschland dürften nicht gezwungen werden, sich zwischen der Einhaltung nationaler oder göttlicher Gesetze entscheiden zu müssen. Der Vorsitzende der strengreligiösen Shas-Partei reagierte damit auf eine weitere Strafanzeige in Deutschland wegen Körperverletzung gegen einen Rabbiner, der eine kleinen Buben beschnitten hatte.

Außenministerium: Brief nicht abgesprochen

Das israelische Außenministerium kritisierte nach einem Medienbericht den Brief Yishais als nicht abgesprochen. "Die jüdische Gemeinde (in Deutschland) hat uns gebeten, in dieser Angelegenheit Vorsicht walten zu lassen, weil das Problem durch die Anrufung eines Gerichts höherer Instanz und durch die Gesetzgebung erreicht werden kann", zitierte der Nachrichtendienst "Walla" einen ungenannten Sprecher. Keines der beiden Ministerien kommentierte die Berichte.

Das Kölner Landgericht hatte in seinem Urteil vom Mai die Auffassung vertreten, die Beschneidung von Buben aus religiösen Gründen sei als Körperverletzung strafbar. Das für andere Gerichte nicht bindende Urteil stieß vor allem bei islamischen und jüdischen Verbänden im In- und Ausland auf scharfe Kritik.

(APA)

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49 Kommentare
 
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Frau Merkel ist zwar Bundeskanzlerin

aber das Recht kann sie deshalb noch lange nicht nach ihrem Gutdünken biegen. Und merken Sie sich, Deutschland ist im Gegensatz zu Israel auch de facto ein Rechtsstaat!

Antworten Gast: nochmals
28.08.2012 15:07
0 0

Re: Frau Merkel ist zwar Bundeskanzlerin

oh ja - deutschland ist ein rechtsstaats !!!!

wir brauchen gesetze - und dann ist die sache auch rechtens, weil wir sind ein rechtsstaat!

wir kaempfen fuer das lebensrecht der vorhaut und aber akzeptieren, dass das lebensrecht behinderten menschen, oder auch anderen, abgesprochen wird!

all diese loesungen sind natuerlich rechtsstaatlich einwandfrei, da es ja gesetze gibt!

Gast: Otto56
27.08.2012 14:57
0 3

Schönes politisches Ablenkungsmanöver

Es gibt wichtigere Probleme als das. Die Beschneidung von Jungen hat mehr Vor- als Nachteile. Spreche aus eigener Erfahrung.
Man muss aber auf Betäubung bestehen, weiß nicht, wie das im Judentum Brauch ist. Wenn man ein Verbot ausspricht, gehen die Betroffenen eben in ihre Herkunftsländer und lassen es dort machen, was sicher größere gesundheitliche Konsequenzen nach sich zieht ! Daran schon mal gedacht?

Antworten Gast: HUBERTUS
27.08.2012 16:51
3 0

Re: Schönes politisches Ablenkungsmanöver


Mehr Vor- als Nachteile? Merkwürdig das wir mit so einem "Nachteil" auf die Welt kommen. Man möchte meinen dass die Natur solche "Nachteile" durch die Evolution ausgemerzt hätte, aber wahrscheinlich glauben sie nicht an die Evolution. Unrecht mit größerem Unrecht rechtfertigen ist auch nicht gerade elegant. Das Recht auf körperliche Unversehrtheit ist ein universelles Menschenrecht das nicht durch das Recht auf Religionsfreiheit eingeschränkt werden kann. Punkt aus!

Antworten Antworten Gast: nochmals
27.08.2012 19:02
0 2

Re: Re: Schönes politisches Ablenkungsmanöver

Wir ereifern uns wenn es um die Vorhaut geht;

... körperliche Unversehrtheit ist ein universelles Menschenrecht ....

und wir haben es akzeptiert, dass vielen das Lebensrecht nicht zugestanden wird!

Ich meine nicht irgendwo in Afrika oder sonstwo; ich meine in Europa!!!

0 0

Ich möchte dem Herrn Innenminister ja nichts dreinreden in Fragen seiner Konfession . . . .


4 0

Re: Ich möchte dem Herrn Innenminister ja nichts dreinreden in Fragen seiner Konfession . . . .

. . . . aber wir wollen alle hoffen, dass es sich bei der Beschneidung um KEIN "göttliches Gesetz" handelt. Andernfalls hätten wir nämlich ein großes Problem.

Kodifiziert ist dieses "göttliche Gesetz" in 1 Moses 17 (". . . alles was männlich ist . . . achter Tag . . . usw."). Danach folgt die Stelle, wonach das Hauspersonal ebenfalls beschnitten werden muss (wird nicht gefragt).

Und dann kommt 's ganz apart, denn wer dann noch nicht beschnitten ist - der soll umgebracht werden.

"Meinen Bund hat er gesprengt".

Also ich glaube, auch der Herr Innenminister wird mir recht geben, wenn ich meine, dass alles das als Anlass für eine Familienfeier ein kleines bissl übertrieben ist.

freiheit

die sollen doch machen was sie wollen!

Gast: was ist daran anstoessig?
24.08.2012 13:20
0 9

was ist daran anstoessig?

was ist an der Frage anstoessig?

Ist es nicht weit schlimmer einemKind das Lebensrecht zu verweigern - so dass es
nie das Licht der Welt erbicken kann - als
den Sohn zu beschneiden?


Antworten Gast: was ist daran anstoessig?
28.08.2012 15:14
0 0

Re: was ist daran anstoessig?

schon 8 x negativ, aber keiner sagt mir was an meiner Frage anstoessig ist!


Antworten Antworten Gast: lavater
30.08.2012 10:06
0 0

Re: Re: was ist daran anstoessig?

Sie haben VOLL und GANZ recht. Ich würde ihnen sofort 9 + geben, wenn ich einen User angelegt hätte.

Aber von einer Welt, die jährlich Millionen Abtreibungen ohne Widerspruch akzeptiert, dürfen sie nicht Normalität verlangen.

Die negtiven Beurteilungen spiegeln eben die moralische Einstellung der Menschen wider.

Die Beschneidung selbst war einmal ein göttliches Gebot, der Hebräerbrief sagt aber, dass der Alte Bund zu seinem Ende gekommen ist. Heute gilt das NT (Philipper 3:3)


Gast: nochmals
24.08.2012 12:53
0 8

ich probier es nochmal

Ach wie gut wenn man was hat ueber ds man sich aufregen kann!

Wenn es um die Vorhaut geht, regt man sich mehr auf als wenn es um das Leben geht!

Gast: nK
24.08.2012 09:52
0 0

Genitalverstümmelung

weiblich == männlich

Gast: Nepomuk
23.08.2012 18:28
12 1

Und es ist und bleibt Körperverletzung


Ich will nicht glauben, daß in Deutschland irgendjemand einen Freibrief für Körperverletzung ausstellt.



Re: Und es ist und bleibt Körperverletzung

Was ist Piercing und Tatoo ?
Körperverletzung nenne ich einen Nasenbeinbruch.

Antworten Antworten Gast: klaerer
11.09.2012 09:09
0 0

Re: Re: Und es ist und bleibt Körperverletzung

In Deutschland wird gerade ein Fall verhandelt wo eine 3 Jährige für Ohrringe verletzt wurde. Also es so ein Erwachsener kann so was nach eigenen Ermessen machen. Bei einen Kind so was zu machen bevor es reden kann ist schäbig.

Antworten Antworten Gast: Be-obachter
23.08.2012 19:29
12 0

Re: Re: Und es ist und bleibt Körperverletzung

Ich würd' mich schön bedanken, wenn mir jemand ohne meine Einwilligung ein Tatoo oder ein Piercing verpassen würde.

Lebenslange Feindschaft wär das mindeste....

Re: Re: Und es ist und bleibt Körperverletzung

Wie? In Ihrer Welt wird sogar ungefragt und ohne ausdrücklichen Wunsch gepierct und tätowiert? Na bumm, Sie kennen Leute!

Im wesentlichen

gibt es zwei Gründe für die Beschneidung.

1. Zugehörigkeitsmal. Niemand der nicht beschnitten ist, kann behaupten, er sei ein Jude und so die Vorteile der jüdischen Gemeinschaft genießen können. Außerdem soll ein jüdischer Mann nie vergessen, wo er hingehört.

2. Kontrolle des männlichen Paarungsverhalten. Die Beschneidung mindert sehr wohl die Empfindsamkeit.

Die Beschneidung wird am achten Tag nach der Geburt durchgeführt, weil sich der Säugling noch nicht wehren kann, und die Eltern - vor allem aber der Vater, der für die religiösen Rituale verantwortlich ist - noch keine enge Bindung zu ihrem Kind haben. Diese entwickelt sich erst im Laufe der Zeit, gemeinsam mit dem Bewusstsein und dem eigenen Willen des Buben. Deswegen macht man es gleich nach der Geburt, und nicht erst nach einem Jahr oder gar sechs Jahren.

Wer hat das gesagt? Niemand anderer als der jüdische Rechtsgelehrte und Philosoph Maimonides. Offenbar haben manche Menschen vor 900 Jahren bereits fortschrittlicher und moderner gedacht als andere in der heutigen, angeblich aufgeklärten Zeit.

Antworten Gast: HUBERTUS
27.08.2012 16:58
0 0

Re: Im wesentlichen

Die von Ihnen vermeintlich dargestellte Fortschrittlichkeit ist nichts anderes als eine Zwangsstigmatisierung eines wehrlosen Menschen. Nur im Vorgestern lebende Fundamentalisten können solche Praktiken noch gutheissen.

Re: Re: Im wesentlichen

Mit fortschrittlich habe ich gemeint, dass es sich hier um eine abweichende Darstellung zur Tora handelt. Die Kritik gibt ergibt sich für mich automatisch, wenn man zwischen den Zeilen liest.

Möglich aber, dass Maimonides diese Praktik sogar befürwortet hat, dann müsste ich natürlich das Prädikat "fortschrittlich" zurücknehmen.

Unbestritten ist jedenfalls, dass er in der jüdischen Gemeinde für gehörigen Unfrieden gesorgt hat, der Jahrhunderte nachwirkte.

Gast: E.T.
23.08.2012 17:53
7 0

Im Prinzip bin ich immer darfür

jeder soll nach seiner Version glücklich werden und so viel Freiheit als möglich genießen, so ferne er dadurch andere nicht schädigt oder gegen Gesetze des Landes verstößt in dem er sich aufhält.

Religionsfreiheit und Glauben an was immer man persönlich will - ja - doch immer in Unterordnung an die Gesetzgebung des Aufenthaltslandes.

Ich persönlich sehe es als Fehler, wenn wir die Nichtanerkennung und das Nicht-Akzeptieren unsere Gesetze tolerieren.

Ob Beschneidung mit irgendwelchen Vorschriften kollidiert, müssten Juristen klären.

Jedenfalls wäre ich für eine wesentliche strengere Gangart und Null-Toleranz gegenüber Gesetzesbruch - egal durch welche Religion immer.

Jedem steht es ja frei in das Land zu ziehen, wo man nach seinen Vorstellungen leben kann.

Ah so a S(c)has ...

Willkommen im 21. Jhdt., wo es in gewissen Kreisen immer noch unabwendbar scheint, einen Menschen so zu akzeptieren wie er geboren wurde, statt ihn zu verstümmeln.

Mich wundert nicht, dass dieser Planet vor die Hunde geht, wenn solche Machinationen an Wehrlosen immer noch schöngeredet werden dürfen. Ungestraft.

Nur grauslich, was die religiösen Spinner immer noch für Macht haben, egal wo und woher.

Gast: Marsmensch
23.08.2012 17:44
7 0

---

Beim Schlachten von Tieren, dem Schächten, gibt es kleine Zugäständnisse an die Religionen, entgegen den sonst vorgeschriebenen Methoden des Schlachtens in unseren Ländern.

Bei Menschen müssen staatlich Gesetze absolut die Priorität über alle Religionen haben.

Antworten Gast: Schluss mit dem Blutkult
24.08.2012 09:56
2 0

Re: ---

Bei Tieren auch. Dem Schaechten wird als naechstes endlich der Garaus gemacht werden.

Gast: xxxx
23.08.2012 17:18
0 10

Dann kann die Merrkel aber auch gleich ein Recht auf Hackennase proklamieren.

Oder bestimmte Manschettenknöpfe.

 
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