Historisches Treffen: Franziskus besucht Benedikt XVI.

22.03.2013 | 22:09 |   (DiePresse.com)

Der neue Pontifex trifft seinen Vorgänger in dessen Ruhesitz Castel Gandolfo. Franziskus wird per Hubschrauber unterwegs sein.

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Es ist ein Treffen, wie es wohl noch keines in der 2000-jährigen Geschichte der katholischen Kirche gab: Papst Franziskus trifft am heutigen Samstag seinen Vorgänger Benedikt XVI., der freiwillig aus dem Amt geschieden ist.

Gegen 12 Uhr traf Franziskus mit dem Hubschrauber in Castel Gandolfo ein. Der weiße Helikopter des Papstes kreiste zwei Mal bei niedriger Höhe über dem Ortskern. Die beiden Geistlichen fuhren dann im Auto in die päpstliche Sommerresidenz, in der Joseph Ratzinger seit seinem Rücktritt als Papst am 28. Februar vorübergehend lebt.

In der Bibliothek des Palasts war ein Gespräch zwischen Franziskus und seinem Vorgänger geplant. Danach sollte es zu einem gemeinsamen Mittagessen kommen. Der Papst werde dann am Nachmittag wieder in den Vatikan zurückfliegen, verlautete aus der Pressestelle des Vatikans. Es werde keine Livebilder und keinen Fototermin zu dem Treffen zwischen Franziskus und Benedikt geben, hieß es aus dem Presseamt des Heiligen Stuhls.

T-Shirts und Jubelrufe

Pilger und Journalisten versammelten sich vor dem Eingang der Sommerresidenz in Castel Gandolfo. Einige Gläubige trugen T-Shirts mit dem Bild von Benedikt XVI. Ein Gläubiger schwenkte ein Plakat mit der Aufschrift: "Es lebe Franziskus". Auf dem Platz vor dem Sommerpalast stellten die Inhaber eines Souvenirgeschäfts eine argentinische Fahne aus. Als die Pilger den Hubschrauber des Papstes sahen, kam es zu einem langen Applaus und zu Freudenrufen.

Benedikt XVI. hatte noch zu seinen Amtszeiten klargemacht, dass er sich ab dem 28. Februar vollständig zurückziehen und der Kirche nur noch mit seinem Gebet dienen wolle. Dem neuen Papst sicherte er noch vor dessen Wahl seine völlige Ergebenheit und seinen unbedingten Gehorsam zu.

(APA)

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8 Kommentare

Ich darf

die Aufregung etwas dämpfen und daran erinnern, dass es in der Geschichte sogar öfter 2 aktive Päpste gleichzeitig gab, einer residierte in Avignon.
Natürlich gings um Macht und Politik, und natürlich führte man auch Krieg gegeneinander.
Manchmal kann sich offenbar nicht mal der heilige Geist entscheiden.

Natürlich gings um Macht und Politik

Genau. Und deswegen kann man die jetzige Situation überhaupt nicht mit damals vergleichen!

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Zum Teufel mit dem ganzen.


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Re: Zum Teufel mit dem ganzen.

Wer weiß, wer weiß? Obs nicht VOM Teufel kommt, was da so rundum passiert.

Re: Zum Teufel mit dem ganzen.

Sie müssen aber arg verletzt sein, dass sie so lieblos reagieren!
Werde Sie extra in mein Gebet einschließen.

Na, da bin ich sicher, dass sich da die zwei Richtigen treffen!

Schluss mit 70. Dann ab in die Pensi!.

Standard

... und genau das sollte in Zukunft Standard werden - wie bei Kardinälen sollte es mit 80 Schluss sein und der aktuelle Papst tritt ab -

5 2

Re: Standard

Naja, heute ist es auch üblich, dass die Staatsbürger von Deutschland über die Politiker von Griechenland bestimmen. Warum sollen nicht evangelikale Sektierer über den Papst bestimmen.

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