Schüller widerspricht Vatikan: Gehen Weg weiter

27.06.2013 | 14:42 |  Dietmar Neuwirth (DiePresse.com)

Papst Franziskus müsse nun dem vatikanischen Systen seinen "Stempel aufdrücken". Dies erklärt der Kopf der österreichischen Pfarrerinitiative im Interview mit DiePresse.com.

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„Nein." So lautet die knappe wie klare Antwort Helmut Schüllers. Die Antwort auf die Frage im Interview mit DiePresse.com, ob er sich entmutigt sieht. Denn zuletzt hat der Präfekt der Glaubenskongregation Gerhard Ludwig Müller harsche Kritik an der reformorientierten Pfarrerinitiative geübt. Und deren Kopf Schüller wurde mit einem Auftrittsverbot in Boston von Papst-Berater Kardinal Sean Patrick O'Malley belegt.

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Schüller zeigt sich von derlei wenig beeindruckt: „Wir gehen den Weg, den wir beschritten haben, konsequent weiter." Der frühere Wiener Generalvikar unter Kardinal Christoph Schönborn sieht im Hinblick auf die jüngste Kritik im Vatikan derzeit (noch?) „die alten Instrumente in Gebrauch". Es stelle sich die Frage, „ob das noch die Altreflexe eines sich verändernden Systems sind". Bei Franziskus nimmt er positive Signale wahr.

14 Mal Stargast in den USA

„Wir hoffen, dass sich diese in Konsequenzen ausdrücken", so der Pfarrer von Probstdorf. Und weiter: „Es geht darum, dass der Papst dem System den Stempel aufdrückt." An seiner Reise in die USA wird er jedenfalls festhalten. Schüller ist "Stargast" bei 14 Veranstaltungen, die er in zwei Wochen besuchen wird.

Abwartend steht er dem Beschluss von Österreichs Bischöfen bei deren jüngst in Mariazell zu Ende gegangener Sommertagung gegenüber, ab dem Herbst 2014 ein Zukunftsforum zu veranstalten. Während zweier Jahre sollen zwischen Klerikern und Laien die Fragen der Gegenwart diskutiert werden. Schüller: „Ich möchte sehen, welche Qualität das hat, ob man sich mehr traut und erstmals so etwas wie eine synodale Struktur hat (mit Abstimmungen über Beschlüsse, die dann verpflichtend sein sollen; Anm.)." Seine Befürchtung: „Wenn es bloß mehr vom selben ist, wird das immer weniger Menschen interessieren."

Frauen zur Diakonen-Weihe?

Schüller erinnert in diesem Zusammenhang an den Delegiertentag des Dialogs für Österreich vor 14 Jahren und die damaligen Voten. 300 Delegierte, die die Bischöfe selbst ausgewählt haben, stimmten in Salzburg mit Zwei-Drittel-Mehrheiten für die Zulassung verheirateter Männer zum Priesteramt und für Diakoninnen. Schüller: "Man braucht nicht von Null beginnen, sondern sollte diese Voten hervorholen." Detail am Rande: Erst am Mittwoch hat der Chef der Glaubenskongregation Müller die Diakonen-Weihe für Frauen dezidiert abgelehnt.

 

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130 Kommentare
 
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Schüller widerspricht Vatikan: Gehen Weg weiter . . . 14 Mal Stargast in den USA . . .

.

Zitat aus Artikel:

(. . .)

Bei Franziskus (Anm.: Papst) nimmt er positive Signale wahr.

14 Mal Stargast in den USA.

„Wir hoffen, dass sich diese in Konsequenzen ausdrücken", so der Pfarrer von Probstdorf. Und weiter: „Es geht darum, dass der Papst dem System den Stempel aufdrückt."

(. . .)

"Man braucht nicht von Null beginnen, sondern sollte . . ."

Anm.:

". . . sich insbesondere vom Herrn Pfarrer Helmut Schüller 'nicht für blöd verkaufen' lassen . . ."
('SCHÜLLER-Jargon')

.

. . . besser . . .: "Man braucht nicht von Null beginnen, sondern sollte . . ."

.

. . . sich nicht nur vom Herrn Pfarrer Mag.theol.Helmut Schüller wiederholt 'für blöd verkaufen' lassen . . .
.

Einfach zutiefst beschämend . . .

.

Man/frau ist wohl zu früh der Versuchung erlegen, “denken + glauben“ zu dürfen, Helmut Schüller werde sich mit seiner medialen Selbstdarstellung nun schön langsam zurücknehmen,

nachdem der unzweideutige Nachweis gelungen ist,

dass er die Österreichischen Medien zumindest drei Mal belogen haben muss, was das Zeug hält,

indem er behauptete,

“von GROERs Taten bis zur 'profil'-Veröffentlichung am 27. März 1995 nicht das Geringste gewusst zu haben“,

das heißt:

“von Verbrechen gegen Leib, Seele und auch Leben –
wenn sich überantwortete Schulkinder in einem Zustand
tiefster Verzweiflung das Leben genommen haben -,

sehr sehr lange nicht das Geringste bemerkt zu haben“.

(Diözesanbischof DDr. Egon Kapellari “bemerkte/wusste davon ansatzweise nachweislich schon ab dem Frühjahr 1991“ / Quelle: Hubertus CZERNIN - DAS BUCH GROER - Eine Kirchenchronik - WIESER-Verlag-1998 / 2. Auflage / Seite 54 – 55)

.

Einfach nur so zur Erinnerung . . .

.

. . . zu alledem gibt es in

DIE PRESSE
RELIGION 31.10.2012|Online

"Missbrauchsvorwürfe: Pfarrerinitiative schafft Prozedere"

"CONSCIENCE-reality-CHECK":

http://diepresse.com/home/panorama/religion/1307388/Missbrauchsvorwuerfe_Pfarrerinitiative-schafft-Prozedere?from=suche.intern.portal

sowie weiters in

DIE PRESSE
RELIGION 21.10.2012|Online

"Pfarrer-Initiative bemüht sich nun auch um Laien"

"THE-SHOW-MUST-GO-ON"

http://diepresse.com/home/panorama/religion/1303811/PfarrerInitiative-bemueht-sich-nun-auch-um-Laien?from=suche.intern.portal

wirklich hervorragende, lesenswerte Kommentarserien, die den Herrn 'Kirchenrebell' Helmut 'Schüller & seinesgleichen' wohl schön langsam "zum Nachdenken" anregen werden, oder gleich überhaupt besser noch, "endlich zum Handeln" anregen sollten . . .

.

Einfach zutiefst beschämend . . .

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Man/frau ist wohl zu früh der Versuchung erlegen, “denken + glauben“ zu dürfen, Helmut Schüller werde sich mit seiner medialen Selbstdarstellung nun schön langsam zurücknehmen,
.
nachdem der unzweideutige Nachweis gelungen ist,
.
dass er die Österreichischen Medien zumindest drei Mal belogen haben muss, was das Zeug hält,
.
indem er behauptete,
.
“von GROERs Taten bis zur 'profil'-Veröffentlichung am 27. März 1995 nicht das Geringste gewusst zu haben“,
.
das heißt:
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“von Verbrechen gegen Leib, Seele und auch Leben –
wenn sich überantwortete Schulkinder in einem Zustand
tiefster Verzweiflung das Leben genommen haben -,
.
sehr sehr lange nicht das Geringste bemerkt zu haben“.
.
(Diözesanbischof DDr. Egon Kapellari “bemerkte/wusste davon ansatzweise nachweislich schon ab dem Frühjahr 1991“ / Quelle: Hubertus CZERNIN - DAS BUCH GROER - Eine Kirchenchronik - WIESER-Verlag-1998 / 2. Auflage / Seite 54 – 55)

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EINFACH ZUM SCHMUNZELN . . . . .

-
. . . und zur Erinnerung:

Zu dem allem gibt es in

DIE PRESSE

RELIGION 31.10.2012|Online

"Missbrauchsvorwürfe: Pfarrerinitiative schafft Prozedere"

"CONSCIENCE-reality-CHECK":

http://diepresse.com/home/panorama/religion/1307388/Missbrauchsvorwuerfe_Pfarrerinitiative-schafft-Prozedere?from=suche.intern.portal

und weiters in

DIE PRESSE

RELIGION 21.10.2012|Online

"Pfarrer-Initiative bemüht sich nun auch um Laien"

"THE-SHOW-MUST-GO-ON"

http://diepresse.com/home/panorama/religion/1303811/PfarrerInitiative-bemueht-sich-nun-auch-um-Laien?from=suche.intern.portal

wirklich hervorragende, lesenswerte Kommentarserien, die Herrn Helmut 'Schüller & seinesgleichen' wohl schön langsam "zum Nachdenken" anregen werden, oder überhaupt besser noch, "endlich zum Handeln" anregen sollten.
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jetzt wo wir doch 2 Päpste haben, da könntens doch mit dem lieben Herrgott Dreierschnapsen.

Die werden ein Gaudä haben......
-:)

Re: jetzt wo wir doch 2 Päpste haben, da könntens doch mit dem lieben Herrgott Dreierschnapsen.

3 Päpste haben wir, der Patriarch von Afrika ist auch Papst.

Re: Re: jetzt wo wir doch 2 Päpste haben, da könntens doch mit dem lieben Herrgott Dreierschnapsen.

Und der Daleilahma ist ja auch sowas wie der Papst.
Grinst dauernd und redet sinnentleerten Blödsinn.
Bist nicht bei der Sekte dabei, verstehst nur Bahnhof.

Re: Re: Re: jetzt wo wir doch 2 Päpste haben, da könntens doch mit dem lieben Herrgott Dreierschnapsen.

Wie wird Blödsinn eigentlich sinnentleert??? Und dann dürfte er nach der Sinnentleerung eigentlich gar nimmer blöd sein!?

Re: jetzt wo wir doch 2 Päpste haben, da könntens doch mit dem lieben Herrgott Dreierschnapsen.

Und des Forums WatschenmannIn hat wieder was zu sagen... Die verbalen Flaschen, die du so gern einsammelst, scheinen dich arg 'verstört' zu haben, gell?

Re: Re: jetzt wo wir doch 2 Päpste haben, da könntens doch mit dem lieben Herrgott Dreierschnapsen.

hahahahaha!
Sie sind ja ein ganz lustiger.
Verlieren Sie bitte nie Ihren Humor!

Re: Re: Re: jetzt wo wir doch 2 Päpste haben, da könntens doch mit dem lieben Herrgott Dreierschnapsen.

3 Heilige Väter plus Himmelvater,
das ermöglicht schon Bauernschnapsen.

Re: Re: Re: Re: jetzt wo wir doch 2 Päpste haben, da könntens doch mit dem lieben Herrgott Dreierschnapsen.

Ist eigentlich Elohim (in Genesis 1 der Schöpfergott) oder Jahwe (in Genesis 3 der Sündenfall-Gott) der "Himmelvater"?

Einfach zum Nachschenken

Lieber Herr Schüller, so sehr ich Sie schätze, alles ist Gottgewollt ;-) ... oder denken Sie dass einer der besten Kaffeeröster Österreichs zufällig in Mariazell sitzt ;-) (Tatsache!)

Kirche - Konzern

Ich finde es sehr befremdlich, dass diese beiden Dinge hier immer wieder gleichgesetzt werden. Es stimmt ja, dass sich die rk Kirche verhält wie ein Konzern mit Oberboss. Aber, wenn man sich das Leben Jesu zu Herzen nimmt, sollte sie denn dann genau das nicht sein? Die rk Kirche war in der Vergangenheit schon oft noch viel weiter von Gottesweg und -wort entfernt als heute, aber stolz kann sie auf ihren Weg noch nicht sein.
Ich denke gar nicht, dass die Frage ist, Priesterehe oder darf es eine Pfarrerin geben? Viel mehr sollten sich die Herrn in Rom fragen ob sie noch Nachfolger Jesu sind und ob er heute noch mit ihnen gehen möchte? Ich glaube sie haben Ihn irgendwo im Konzern verloren.

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Re: Kirche - Konzern

Das Bild vom Konzern ist naheliegend, sonst nichts.

In einem Punkt trifft es überhaupt nicht zu: die "kleinen Angestellten" in einen Konzern haben kein Gelübde abgelegt.

In einem andern Punkt trifft es auch nicht zu: wir Gläubigen sind nur bedingt Kunden, wir sind vielmehr eine Glaubensgemeinschaft und verlassen uns drauf, dass alle Kleriker eine einheitliche Lehre verbreiten.

Dazu wiederum haben diese ihr Gelübde abgelegt und ihre internen Hierarchieangelegenheiten sollen sie gefälligst nicht auf unserem Rücken austragen! Sie dürfen nicht in ihren internen Streitereien nach sozialistischer Methode ("mir san die Mehran") auf eine "breite Basis" pochen.

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Zeitgeist

Erschütternd, was hier Menschen, die sich offenbar als Christen bezeichnen würden, in Kommentaren von sich geben. Jemanden wie Herrn Schüller, der sich aus seinem Glauben und seiner ehrlichen Überzeugung heraus für eine positive Entwicklung der Kirche einsetzt, so zu verurteilen und anzugreifen, hat mit der christlichen Botschaft nichts mehr zu tun. "Wer behauptet im Licht zu leben, aber seinen Bruder hasst, der ist immer noch im Dunkeln."
Jesus Christus IST eben jener Zeitgeist, den hier viele so verdammen. Gerade er hat sich zeitlebens über die herrschenden (Glaubens-)Regeln hinweg gesetzt, wenn sie dem Leben und Alltag der Menschen mehr geschadet als genützt haben. Und selbst Papst Franziskus sagt, die Kirche muss weg von Prunk und Überheblichkeit, hin zu Armut und Demut, wenn sie dem Evangelium entsprechen möchte.

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Re: Zeitgeist

Sie jubeln mir zu viel - so wie ich möglicherweise zu viel kritisiere, nämlich: diese Priester um Schüller verhalten sich viel zu gesellschaftsorientiert = sozialistisch.

Sie benehmen sich als Zwitter, einmal biedern sie sich den Leuten an und im nächsten Moment sind sie wieder der abgehobene sacerdos, der sich anhimmeln lässt.

Zeitgeistig eben.

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Re: Zeitgeist

Wieder jemand, der Franziskus nur aus den Zeitungen zitiert. Er war sehr deutlich was die Bestrebungen solcher Bewegungen betrifft. Und das nicht im positiven Sinn!

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Re: Re: Zeitgeist

Und Sie kennen Papst Franziskus persönlich, oder woher nehmen Sie Ihre Informationen? Ein paar Zitate Franziskus, die meine Aussage unterstreichen: "Wenn die Kirche bürokratisch wird, verliert sie ihre ursprüngliche Substanz. Ämter sind notwendig, aber nur bis zu einem gewissen Punkt" / "Haben wir in den 50 Jahren alles getan, was uns der Heilige Geist im Konzil gesagt hat?" / "Unsere Gewissheiten können zur Mauer werden, zu einem Gefängnis, das den Heiligen Geist gefangen hält." und vor allem auch: "Paradoxerweise wandelt man sich gerade dann, wenn man sich treu ist. Man bleibt nicht, wie die Traditionalisten oder die Fundamentalisten, dem Buchstaben treu. Treue ist immer Wandel, Aufkeimen, Wachstum. Der Herr bewirkt Veränderung in dem, der ihm treu ist. Das ist die katholische Glaubenslehre." / "Unsere Religionssoziologen sagen uns, dass der Einfluss einer Pfarrei 600 Meter im Umkreis reicht. In Buenos Aires liegen zwischen einer Pfarrei und der nächsten rund 2.000 Meter. Ich habe den Priestern also gesagt: „Wenn ihr könnt, mietet eine Garage, und wenn ihr den einen oder anderen verfügbaren Laien auftreiben könnt, lasst ihn machen! Er soll sich ein bisschen um die Leute kümmern, ein bisschen Katechese machen, auch die Kommunion spenden, wenn er darum gebeten wird."

Re: Re: Re: Zeitgeist

BM.H. hat schon Recht. Die deutschsprachigen Zeitungen sind sehr selektiv, was die Franziskus-Berichterstattung betrifft. Wenn man sich diverse italienische Medien anschaut oder die offizielle vatikanische Papst-Berichterstattung, schaut Vieles schon recht anders aus. Dann wird man eventuell auch bemerken, dass Franziskus bei seinen Predigten / Reden oft nur so vor sich hinimprovisiert (sehr gelobt von den hiesigen Medien als "er spricht frei ohne Zettel"). Und weil er improvisiert ohne viel nachzudenken, merkt er oft selber nicht, dass sich sich mitunter selbst widerspricht.

Frage an die Community: Warum gibt es diesen Trara nicht bei den Muslimen?

Antwort: moderner?

Re: Frage an die Community: Warum gibt es diesen Trara nicht bei den Muslimen?

Weil die Frauen sich noch unterdrücken lassen und keine Wahl haben, aber eigentlich behandeln beide Glaubensrichtungen die Frauen ziemlich ident.

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Re: Re: Frage an die Community: Warum gibt es diesen Trara nicht bei den Muslimen?

...und das tut der "frauenreferentin" gar nicht weh zu schreiben? Na dann sollte die r.-k. Kirche diese Behandlung mal wirklich 1:1 einführen! Dann hätte sich die Frage des Frauenpriestertums mit einem SCHLAG (sic) erledigt!

Jetzt ist er ...

... immer noch nicht in dem Amt, das ihm seiner Meinung nach zusteht.
Aber vielleich erhöht ihn Papst Franz zum Kardinal. Dann hätte er doch eine Chance ...

 
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