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2,9 Mrd. Euro: Tschechien gibt Kirche Eigentum zurück

11.01.2012 | 10:10 |   (DiePresse.com)

Die Regierung hat einen Gesetzesentwurf beschlossen: Die Kirche bekommt etwa die Hälfte des von den Kommunisten beschlagnahmten Besitzes zurück. Zusätzlich bekommt die Kirche Subventionen.

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Mehr als 60 Jahre nach der kommunistischen Machtergreifung hat die tschechische Regierung einen Gesetzesentwurf zur Rückgabe des beschlagnahmten Kircheneigentums gebilligt. Die Kirche soll etwa die Hälfte ihres Besitzes erhalten, zusätzlich gibt es Entschädigungszahlungen und Subventionen.

Die Minister der Partei Öffentliche Angelegenheiten (VV) hatte mit ihrer Unterstützung gezögert. Die liberale Partei hatte gefordert, dass die Regierung Einsparungen durch die Zusammenlegung einiger Ministerien macht, um die Restitutionen finanzieren zu können.

Die anderen Regierungsparteien, die konservative Demokratische Bürgerpartei (ODS) von Premier Petr Necas sowie die liberalkonservative TOP 09 des Außenministers Karel Schwarzenberg, lehnten dies aber strikt ab. Necas drohte mit dem Sturz der Regierung, falls VV die Vorlage nicht unterstützen sollte. Er argumentierte, der Entwurf sei bereits 2011 mühsam mit den Kirchenvertretern ausgehandelt worden, wobei auch VV damals damit einverstanden gewesen sei. Mit der Billigung der Vorlage in der Regierung ist die Koalitionskrise gebannt. Der Entwurf geht nun ins Parlament.

Besitz im Wert von 2,9 Mrd. Euro

Die Gesetzesvorlage sieht die Rückgabe von rund 56 Prozent des einstigen Besitzes der Kirchen im Wert von 75 Milliarden Kronen (2,9 Mrd. Euro) vor. Zusätzlich sollen im Laufe von 30 Jahren finanzielle Entschädigungen in Höhe von 59 Mrd. Kronen (2,3 Mrd. Euro) plus Zinsen ausgezahlt werden. Die Einigung sieht auch vor, dass der Staat die Kirchen noch 17 Jahre subventionieren wird, davon die ersten drei Jahre im bisherigen Umfang. Danach sollten die Subventionen jährlich um fünf Prozent gesenkt werden. Das Gesetz soll am 1. Jänner 2013 in Kraft treten.

(APA)

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12 Kommentare

Die Kirche bekommt etwa die Hälfte des von den Kommunisten beschlagnahmten Besitzes zurück.


Und Letztere gibt sie der Bevölkerung, von der sie sie hat, zurück.

Gast: xxxx
12.01.2012 11:47
1 0

Da sbekommt aber nur die Katholische Kirche und nicht die Protestantische, denn die hatte ja Sudetendeutsche


Gast: Da freut sich der Pepi Onkel aber
12.01.2012 06:09
0 0

2,9 Mrd.......

Wie hat die KKirche dieses Eigentum erworben?
Wie ist so ein enormer Besitz eigentlich möglich,
durch Nächstenliebe oder wundersame Vermehrung, Schenkungen, Vereinbarungen, wie geht das?

Gast: VOLXSTIMME
11.01.2012 17:06
1 4

"kommunistische Machtergreifung" - so eine Geschichtslüge!

Die Tschechische Kommunistische Partei ist heute noch sehr beliebt und hat eine ordentliche Wählerschaft.
Die haben Tschechien schließlich befreit und nicht die "Macht übernommen".

Re: "kommunistische Machtergreifung" - so eine Geschichtslüge!

..... befreit ???????????????

Gast: gasti
11.01.2012 13:37
1 2

sollte die kirche nicht in ihrer großzügigkeit und nächstenliebe diesen besitz an besitzlose und arme menschen verteielen?

oder will man dann doch nicht auf die eu subventionen für das dann bald angeblich bestellte land verzichten?

Heute bekommt die Kirche 3 Mrd Euro an Besitz zurück..

und morgen kommt die selbe Kirche und fordert noch Extrasteuern von Ausgetretenen und Religionslosen, damit sie diesen erstrittenen Besitz überhaupt erhalten kann.

Eigentlich eine etwas perverse Situation. Die Gier ist einfach etwas Schreckliches.

Antworten Gast: Genosse Graf Gudenus
11.01.2012 13:46
0 0

Morgen, man warte Zeitpunkt + factum ab


Gast: ROTFRONT
11.01.2012 10:44
1 3

Da entwickelt sich die Gesellschaft eindeutig rückwärts

Kirche braucht kein Eigentum, denn auch Jesus hatte keines. Und der Schönborn hat doch gesagt, dass man dem Lebensweg Jesu folgen muss!

PS: Jetzt kann man ja die Kirchensteuer in Österreich senken, wenn die 10 Milliarden bei der RKK einrauschen.

Antworten Gast: Na sowas aber auch!
11.01.2012 15:16
2 0

Re: Da entwickelt sich die Gesellschaft eindeutig rückwärts

Es ist schon erstaunlich: Diejenigen, die die Freiheit des Einzelnen vertreten, werden bei der Freiheit der anderen (in diesem Fall: Katholiken) auf einmal intolerant.

Antworten Gast: Genosse Graf Gudenus
11.01.2012 11:45
1 1

Kirche braucht kein Eigentum das könnt' man unterfertigen - jedoch

Eigentum war da, ist noch da - also zurück!

Gast: Genosse Graf Gudenus
11.01.2012 10:40
2 0

Lebensfähiges Grundeigentuman jedermann zurück,

auch an Deutsche! Jedoch Eigentümer, Besitzer muss im Lande leben. Ebenso Fideikommisse; alte Auflagen haben jedoch aufzuleben!