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Rauschgift: Europas Hauptstädte für Kokain

29.07.2012 | 18:33 |  Von unserem Korrespondenten HELMUT HETZEL (Die Presse)

Die niederländische Hauptstadt Amsterdam und die flämische Metropole Antwerpen sind die Kokainhochburgen Europas, geht aus eine Studie der Universitäten der beiden Städte hervor.

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Den haag. Nirgendwo in Europa wird mehr Kokain konsumiert als in Amsterdam und in Antwerpen: Die niederländische Hauptstadt und die flämische Metropole sind die Kokainhochburgen Europas, so eine Studie der Universitäten der beiden Städte. Demnach überholt Antwerpen sogar noch Amsterdam: Die Antwerpener ziehen sich täglich rund 1950 Milligramm Kokain je 1000 Einwohner durch die Nase. Pro 1000 Einwohner in Antwerpen werden täglich 20 Linien Kokain à 100Milligramm konsumiert. In Amsterdam liegt der Kokainverbrauch mit 1850 Milligramm je 1000 Einwohner nur wenig unter Antwerpener Verhältnissen. Zum Vergleich: In Brüssel sind es 500 Milligramm an Kokain die täglich per 1000 Einwohner zum Aufputschen verwendet werden. Der Kokainkonsum in Antwerpen und in Amsterdam liegt also rund viermal höher als in Brüssel.

Auch in Metropolen wie Paris, London, Berlin oder Mailand, wird weit weniger Kokain konsumiert als in den beiden Städten. In ganz Europa werden täglich 335 Kilogramm Kokain geschnupft. „Der Durchschnittsverbrauch von Kokain in den europäischen Großstädten liegt bei 700 Milligramm je 1000 Einwohner“, stellt der Toxikologe Alexander van Nuijs von der Universität Antwerpen fest.

 

Schmutzgewässer als „Quellen“

All diese Daten wurden unlängst in der renommierten Zeitschrift „Science of the Total Environment“ veröffentlicht. Toxikologen der Universitäten von Antwerpen und Amsterdam hatten dafür die Schmutzgewässer in der Kanalisation in 19 europäischen Städten in elf Ländern untersucht.

Ein weiteres Ergebnis – das allerdings Amsterdam-Kenner kaum überraschen wird – lautet: Nirgendwo in Europa wird so viel gekifft wie in der niederländischen Hauptstadt. Nirgendwo in anderen europäischen Städten wurden so hohe Cannabis-Konzentrationen in den Abwässern der Kanalisation gemessen wie in Amsterdam. Kanalisationen sind für Toxikologen wichtige „Quellen“: Denn die Restbestände der Drogen werden über den Urin aus dem Körper transportiert – sie können daher in den Schmutzgewässern der Kanalisation nachgewiesen und exakt gemessen werden. Aus diesem Grund gilt die jüngste europaweite Studie als besonders zuverlässig – weit mehr, als Umfragen es sind.

 

Partyhochburgen des Nordens

Aus der Studie geht außerdem hervor, dass in Osteuropa und in Skandinavien viel Methylamphetamine als Rauschmittel genutzt werden, also beispielsweise künstliche Drogen wie XTC-Pillen. Einzige Ausnahme: die niederländische Stadt Eindhoven. Dort ist der Methylamphetamin- und Amphetaminverbrauch signifikant höher als in anderen westeuropäischen Städten.

Dass Antwerpen und Amsterdam die Kokainkonsumzentren sind, wird damit erklärt, dass beide Städte große Häfen haben, über die die Drogen eingeschmuggelt werden können. Außerdem gelten sowohl Amsterdam als Antwerpen als Partyhochburgen und Städte, die bei jugendlichen Touristen besonders beliebt sind. In Amsterdam können weiche Drogen nach wie vor legal erworben werden.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 30.07.2012)

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14 Kommentare

die freigabe

hat sicher nachwirkungen - ein beispiel dem wir nicht folgen sollten. vielmehr sollten wir jegliche art von drogen verbieten. damit sind j
junkies und drogenhändler sowieso sofort stra
fbar. darauf steht dann zwangsentzug únd arbeitshaus - damit die auch was anständiges lernen. so schauts aus !

Gast: Servus
30.07.2012 15:00
0 0

da schwimmt noch mehr

Es wird auch gesagt dass die mit dem Urin ausgeschiedenen Reste der Anti-Baby-Pille, die Fortpflanzung der Wassertiere beeinflußt. Nun ist Kokain als Gegenmittel sicher ungeeignet. Da tanzen und träumen die Fische nur noch.

Gast: Ein böser Traum
30.07.2012 09:36
3 1

Unsere eingerauchten Grünen

möchten natürlich aus Wien nach der Radl Hauptstadt,auch noch die Kifferhauptstadt machen.
Man sollte sie allesamt in der Pfeiffe rauchen.

Antworten Gast: mochjonix
30.07.2012 10:56
2 0

Re: Unsere eingerauchten Grünen

Hatte gerade einen tollen Wochenendurlaub in Amsterdam. Wien kann ich von Amsterdam durchaus ein bisserl was abschauen. Alleine die Parks um diese Jahreszeit sind ein Traum.

3 LKW's für Europa

335 kg Kokain pro Tag bedeutet 3 mit Kokain voll belade 40 Tonner für ein ganzes Jahr für Europa. Wie viele LKW's transportieren Alkohol in einem Jahr? Und Zigaretten?

Re: 3 LKW's für Europa

die verharmlosung von harten drogen durch den vergliech mt wein- oder zigarettenkonsum als genussmittel sollte unter strafe gestellt werden., 12 monate ARBEITSHAUS (sackelpicken undso)..

Antworten Gast: Gast yxyx
30.07.2012 07:53
1 0

Re: 3 LKW's für Europa

Was soll dieses Posting? Wollen Sie die Auswirkungen von Kokain vielleicht auf die Verkehrs- und Umweltbelastung reduzieren?

Re: Re: 3 LKW's für Europa

Vermutlich wollte "lunisolar" damit nur darauf hinweisen wie viel von "bösen Drogen" pro Tag konsumiert/transportiert werden und welche horrenden Mengen von "Genussmittel" (Alkohol bzw. Nikotin) dem gegenüberstehen. Genau das wird in dem Artikel eben nicht erwähnt.

2 5

Holland ist sowieso für die Zivilisation verloren.

Grauslich dort, in vieler Hinsicht.

Antworten Gast: toro
30.07.2012 08:56
0 0

Re: Holland ist sowieso für die Zivilisation verloren.

Soso.
Und womit begründen Sie dies?

Gast: Blöde Frage...
29.07.2012 23:15
0 0

Schmutzgewässer als "Quellen"

Wie will man die im Körper erfolgten Abbauprodukte von Kokain und Prokain unterscheiden, die Frage wurde mir bis heute nicht erschöpfend Beantworten, btw in welcher Form wurde dieser in den Berechnungen berücksichtigt?

(Stand meines Wissen - ist eine chem. Unterscheidung nicht möglich, Prokain wird sehr häufig als Lokalanästhetikum verwendet, btw. ist Wirkstoff von Medikamenten)

Für die staatliche und betriebliche Überwachung, der verpflichtende Einbau von Kokainsensoren in WC-Anlagen ist wohl nur mehr eine Frage der Zeit.

Re: Schmutzgewässer als "Quellen"

>>...der verpflichtende Einbau von Kokainsensoren...<<

Hehe! Und gleich im Parlament beginnen. Was da wohl rauskäme? ;-)

Gast: bergziege
29.07.2012 22:16
1 0

Und überall

wird die auf Kokain spezialisierte n'drangetha kräftig mitschneiden.

Re: Und überall

Wie nennt man bei uns eigentlich bei jene Vereinigung die sich auf die Herstellung und Verbreitung der Droge Alkohol spezialisiert hat?