Zehntausende demonstrierten in Frankreich gegen Homoehe

17.11.2012 | 19:15 |   (DiePresse.com)

Ein französischer Gesetzesentwurf sieht ein Adoptionsrecht für gleichgeschlechtliche Paare vor.

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Zehntausende Menschen haben am Samstag in Frankreich gegen die geplante Homo-Ehe und das Adoptionsrecht für gleichgeschlechtliche Paare demonstriert. In der Hauptstadt Paris versammelten sich mehrere tausend Menschen auf dem Platz Denfert-Rochereau mit rosa T-Shirts und Luftballons. In Lyon beteiligten sich laut Behörden 22.000 Menschen an einer ähnlichen Kundgebung, an der auch mehrere kirchliche Vertreter teilnahmen. Auch in Toulouse und Marseille demonstrierten mehrere tausend Menschen gegen die Homoehe.

Die Veranstalter in Paris verwiesen darauf, dass die Kundgebung weder politisch noch religiös motiviert sei und sich auch "gegen Homophobie" richte. Das französische Kabinett hatte Anfang November einen Gesetzentwurf zur Homo-Ehe auf den Weg gebracht. Dieser sieht erstmals auch ein Adoptionsrecht für gleichgeschlechtliche Paare vor. Die Nationalversammlung soll sich ab Jänner mit dem Gesetzentwurf befassen, gegen den die konservative Opposition und die katholische Kirche Sturm laufen. Bereits seit 1999 können homosexuelle Paare in Frankreich eine eingetragene Lebenspartnerschaft (PACS) eingehen, Adoptionen durch solche Paare sind bisher aber nicht möglich.

(APA/AFP)

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19 Kommentare

Denkt denn niemand an die Kinder?

Kinder zu Homosexuellen zu geben bedeutet ihnen immer eines der beiden Geschlechter als engsten Bindungspartner vorzuenthalten.

Es bedeutet, weiters immer den Verlust mindestens eines biologischen Elternteils.

Es bedeutet immer Künstlichkeit. Ja, auch einige heterosexuelle Paare bedienen sich solcher abartiger Künstlichkeit nur um ihre rein egoistischen Ziele zu verwirklichen. Das gehört unterbunden!

Es bedeutet für ein Kind immer einen wichtigen Teil der Identität zu verlieren.

Ehe ist etwas, dass es nur gibt weil Kinder Vater und Mutter brauchen.

Re: Denkt denn niemand an die Kinder?

Zwanglos

Teilweise stimm ich mit Ihnen zu, aber ich möchte zu Ihrer Antwort noch hinzufügen, dass das so genannte Entfremden eines anderen Partners normalerweise auch in der Heteroehe passiert. Zum Beispiel ich bisher bevorzuge mehr meine Mutti als meinen Vater.
Es ist ja normal, wenn sich das Kind mehr jemanden von den Eltern mehr zu sich nimmt.
Also warum sollte das anders in der Homoehe sein? Und noch etwas, das Kind ist sehr anfällig dazu sich sofort an allerei mögliches gewöhnen und das so auch an und wahrzunehmen, z. B. wenn ich zu einem Kind von klein auf auf drei Sprachen sprechen werde, wird es dies als eine Selbstverständlichkeit nehmen, wenn ich ihn gemeinsam mit einem Mann erziehen werde, wird es auch als eine normale Sache nehmen.
Ein anderer Faktor ist wenn das Kind in einer nicht gut funtionierenden Familie aufwächst und es widmet sich ihm nur seine Mutti und Vater geht regelmässig in die Kneipe und kehrt sich regelmässig besoffen zurück und Sie als Kind haben immer Angst davor ob er nicht erneut Ihre Mutti verprügelt, ist es dann nicht besser lieber dieses Kind nur alleine zu erziehen?
Möglicherweise stellen sie sich Frage ob das normal list, aber ich möchte Ihnen sagen, dass obwohl ich Gläubige bin, trotzdem weiss ich dass keine Unterschiede zwischen den Menschen gemacht werden sollten.

Ich entschuldige mich für meine Ehrlichkeit, aber ich spreche nur aus meiner eigenen Erfahrung.

Re: Denkt denn niemand an die Kinder?

Zitat:

"Kinder zu Homosexuellen zu geben bedeutet ihnen immer eines der beiden Geschlechter als engsten Bindungspartner vorzuenthalten."

Im Waisenhaus - dort kommen zur Adoption freigegebene Kinder nämlich idR hin, bis sie adoptiert werden (wenn sie adoptiert werden.) - gibt es gar keinen engsten Bindungspartner. Da gibt es nur eine wechselnde Gruppenbetreung, die niemals eine Familie ersetzen kann. Es ist statistisch erwiesen, dass ehemalige Waisenhauskinder ein größeres Risiko haben als Erwachsene straffällig zu werden als Kinder, die in einer Familie aufgewachsen sind.

Insofern denke ich zwar, dass es stimmt, was auf dem Banner im Foto geschrieben steht: "Maman + Papa. Y'a pas mieux pour un Efant" - "Es gibt ncihts besseres als Mama und Papa für ein Kind". Wenn jedoch weder noch vorhanden sind, dann ist es für das Kind wohl immer noch besser in einer gleichgeschlechtlcihen Familie auszuwachsen als im Waisenhaus.

Zitat:
"Es bedeutet, weiters immer den Verlust mindestens eines biologischen Elternteils."

Das ist bei zu Adoption freigegebenen Kinder ohnehin immer der Fall, undzwar bei beiden biologischen Elternteilen.


Offen gesagt, erschließt sich mir der Sinn einer Homoehe auch nicht ganz?

Sind es Steuererleichterungen? Bürokratische Vorteile?
Verlustieren kann man sich ohne Staat genau so.

Re: Offen gesagt, erschließt sich mir der Sinn einer Homoehe auch nicht ganz?

Und wozu dient dann bitte eine "normale" Ehe?

-Offen gesagt, erschließt sich mir der Sinn ihres Kommentars nicht!

Re: Re: Offen gesagt, erschließt sich mir der Sinn einer Homoehe auch nicht ganz?

wozu dient dann bitte eine "normale" Ehe?

Sind Sie so - oder stellen Sie sich nur so?

Schon mal gehört, wie Menschenkinder entstehen?!

Schwule können es tausendmal probieren - da wird nicuts d'raus!


Re: Re: Re: Offen gesagt, erschließt sich mir der Sinn einer Homoehe auch nicht ganz?

Menschenkinder können auch ohne Eheschließung entstehen :)

Und lesbische Paare können sich zumindest künstlich befruchten lassen (im Ausland). Warum dann nicht auch heiraten?

Re: Re: Re: Offen gesagt, erschließt sich mir der Sinn einer Homoehe auch nicht ganz?

Jetzt sollte man sich schön langsam einmal fragen worüber hier eigentlich diskutiert wird!?
Es geht ja nicht darum ob Homosexuelle Kinder bekommen können oder nicht, sondern es geht um den Sinn einer Ehe!
Ihr Beitrag hört sich so an als könnten Unverheiratete Heterosexuellle Paare keine Kinder bekommen, also bitte.

Es geht um die ZERSTOERUNG der Familie

Ob sie heiraten koennen oder nicht, ist den Warmen herzlich egal. Was ihnen ein Dorn im Auge ist, ist, dass potentielles Frischfleisch in einer behueteten Familie statt frei zugaenglich in einer oeffentlichen Beduerfnisanstalt aufwaechst, und daher fuer sie ausser Reichweite ist. Daher muss die normale Familie und die normale Ehe durch solche Aktionen (weiter) entwertet werden. Und die Sozialisten, die ja sonst ueberhaupt nix zusammenbringen, machen fleissig mit. Arbeiterpaddei, von wegen. Kein Arbeiter waehlt diesen Horrorverein mehr.

Re: Es geht um die ZERSTOERUNG der Familie

genau!!
Mit der Adoption wollen sie sich den Nachwuchs sichern - den sie halt sonst nicht zusammenbringen...

Re: Es geht um die ZERSTOERUNG der Familie

Ihre Diktion als Haßprediger ist hier fehl am Platz! Platzieren Sie Ihren Gedankenmüll besser dort, wo er hingehört:
http://www.kreuz.net/


Re: Es geht um die ZERSTOERUNG der Familie

aha. es geht um die zerstörung der familie. aha. es geht um die entwertung der "normalen familie". verstehe ich nicht. ich habe den deutlichen verdacht, dass diese verhetzung von minderheiten (kennen wir ja schon) etwas mit den eigenen ängsten zu tun hat.
warum sollte ein homosexuelles paar eine vorwiegend heterosexuelle gesellschaft zerstören? dies ist nicht möglich! und von diesen auch sicherlich nicht gewünscht.

Re: Re: Es geht um die ZERSTOERUNG der Familie

Sie koenne sich paaren, so oft und mit wem auch sie wollen, Volljaehrigkeit und gegenseitiges Einverstaendnis vorausgesetzt. Nur diese unsinninge Forderung, dass andersartige Paare staatlich "verehelicht" werden ist aufzugeben. Natuerlich koennen sie sich in Scherzhochzeiten verehelichen, so oft sie wollen in ihren Lokalen, nur bleiben sie den Staatsinstitutionen fern, und VOR ALLEM verlangen sie nicht staatliche Foerderung und Privilegierung ihrer Lebensweise.

Re: Re: Re: Es geht um die ZERSTOERUNG der Familie

Wie wäre es noch mit: Hinten sitzen im Bus? Lokale, die Schwulen den Zutritt verweigern? Ein Homostern am Gewand??? Gehen sie zum Arzt! Rasch!

Re: Re: Re: Re: Es geht um die ZERSTOERUNG der Familie

den "Homostern" tragen sie doch freiwillig im Ohr oder mit dem Abzeichen am Sakkokragen - oder??

Gut so. Nicht jede Abart muss gesetzlich legitimiert werden.


11

Re: Gut so. Nicht jede Abart muss gesetzlich legitimiert werden.

Und was ist mit der Ihrigen?

nicht politisch, nicht religiös, nicht homophob...

Ist das Mitmarschieren dann dafür gut, das Wanderabzeichen zu bekommen?

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