23 Menschen sterben bei Flugzeugabsturz in Nepal

Ein Rettungsflugzeug in Nepal.
Ein Rettungsflugzeug in Nepal.imago/Xinhua
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Die Suche nach Leichen ist schwierig. Die Unglücksursache in der Bergregion ist unklar. Dorfbewohner hörten einen Knall und sahen Feuer.

Eine Propellermaschine ist am Mittwoch in Nepal in einen Wald gestürzt und hat alle 23 Insassen in den Tod gerissen. An Bord waren nach Polizeiangaben neben 21 Nepalesen auch ein Passagier aus China und einer aus Kuwait. Die Unglücksursache war unklar. Bisher wurden 15 verbrannte Leichen gefunden. Wegen einsetzenden Schneefalls musste die weitere Suche allerdings vorerst unterbrochen werden.

Die Maschine der Fluggesellschaft Tara Air war in der Früh auf dem Weg vom Touristenzentrum Pokhara nach Jomsom verschwunden. Nach stundenlanger Suche wurde das ausgebrannte Wrack am Berg Soli Ghoptebhir gefunden, in der Nähe einer beliebten Wanderregion am Annapurna-Massiv. Anrainer hatten dort einen lauten Knall gehört und Feuer gesehen.

Am Abflug- und am Zielflughafen sei das Wetter gut gewesen, teilte Tara Air mit. Die Airline erklärte auf ihrer Homepage, sie sei extrem geschockt und helfe den Familienangehörigen der 20 Passagiere und drei Crew-Mitglieder von Flug TA 193. Tara Air ist nach eigenen Angaben mit sieben Propellermaschinen die größte Fluggesellschaft in den nepalesischen Bergen.

Keine Straßen zum Absturzort

Reisen in Nepal - sei es auf den kurvigen Straßen oder in der Luft zwischen den hohen Bergen - ist gefährlich. Immer wieder kommt es zu schlimmen Unfällen. Vor zwei Jahren stürzte eine Turboprop-Maschine im Nordwesten des Landes ab, dabei kamen alle 15 Passagiere und drei Crew-Mitglieder ums Leben. 2012 stürzte eine Maschine wegen Vogelschlags kurz nach dem Start ab, alle 19 Insassen starben.

Die Rettungsarbeiten waren zunächst schon durch Regen behindert worden, weil im Verlauf des Tages das Wetter umgeschlagen habe, sagte Armeesprecher Tara Bahadur Karki. Zum Absturzort gebe es keine Straßen, deswegen seien Helikopter eingesetzt worden. Andere Hilfsmannschaften machten sich demnach zu Fuß auf den Weg.

Nach Informationen der Onlineausgabe der nepalesischen Zeitung "Kathmandu Post" hatte die Flugsicherung in Pokhara zuletzt Kontakt zu der Maschine. Der Kapitän habe sich normal verabschiedet. Danach hätte die Flugsicherung in Jomsom übernehmen sollen. Doch diese erklärte laut "Kathmandu Post", der Kapitän habe sie nie kontaktiert.

(APA/dpa)

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