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Proteste: Der Aufstand der Wiener Bürger

25.06.2012 | 18:41 |  KARIN SCHUH, MARTIN STUHLPFARRER, EVA WINROITHER (Die Presse)

Sie kämpfen gegen Privatisierungen, Garagen, islamische Zentren und Wohnungen sowie für Ziesel und die Erhaltung öffentlichen Raums. Ein Überblick über die derzeit in Wien aktiven Bürgerinitiativen.

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Wien. Von wegen Politikverdrossenheit. Immer mehr Bürger engagieren sich. Allerdings weniger für globale Anliegen wie die Anti-Atomkraftbewegung, sondern vor allem für (oder gegen) Projekte vor der eigenen Haustüre. Experten erklären dieses Phänomen mit zwei Faktoren: Erstens ist die persönliche Betroffenheit größer, wenn etwas im unmittelbaren Umfeld verändert wird. Zweitens besteht hier die Möglichkeit, direkt etwas zu verändern, womit die Folgen – und Erfolge – des Engagements sofort sichtbar werden. „Die Presse“ bringt einen Überblick über die größten Konfliktfelder.


• Widerstandscamp Augarten. Derzeit werden im Innenraum die Estriche gelegt, parallel dazu läuft der Einbau der Bühnentechnik. Die Decke ist bereits eingezogen, Mitte Dezember soll eröffnet werden. Dann ist auch der neue Vorplatz fertig. Die Sängerknaben freuen sich schon auf ihre neue Konzerthalle am Augartenspitz. Wenige Meter von der Baustelle entfernt steht hingegen ein Widerstandscamp. Raja Schwahn-Reichmann von der Bürgerinitiative gegen die Konzerthalle, die mit dem Widerstandscamp sympathisiert, kündigt an: Der Widerstand wird nicht aufgegeben – trotz der kommenden Eröffnung: „Wir werden nicht vergessen darauf hinzuweisen, auf dieses Monument des Versagens der Planung und Verwaltung.“ So sind bereits Verteilaktionen mit Broschüren geplant, wenn ab Mitte Dezember Besucher die Konzerthalle betreten werden. Denn diese Konzerthalle, die im grünen Augarten errichtet wird, sei eine unverschämte Privatisierung von öffentlichem Grund – auf Kosten der Allgemeinheit, so Schwahn-Reichmann: „Daran ändert sich nichts, auch wenn wir vor vollendete Tatsachen gestellt werden.“ Auch Protestfeste und Demonstrationen werden weiter veranstaltet.

Ein Grund, warum die Protestbewegung weitermacht: Es gebe weitere Begehrlichkeiten, die dem Augarten schaden würden, so Schwahn-Reichmann. Für ein Restaurant seien 100 Parkplätze genehmigt worden, trotz Einfahrtverbots komme eine Busrampe für die Sängerknaben, und schließlich gebe es immer wieder Pläne, ein Datencenter in einem Augarten-Flakturm zu errichten. Dagegen wird der Protest weitergehen, kündigt Schwahn-Reichmann an: „Wir sehen uns als Occupy-Bewegung.“ Einen (kleinen) Erfolg hat die streitbare Kämpferin für den Augarten immerhin erreicht: Das historische Pförtnerhäuschen beim Augartenspitz durfte nicht abgerissen werden, sondern bleibt erhalten.


• Ziesel nagen an Wohnprojekt. Sie sind klein, niedlich und haben ihre eigene Bürgerinitiative und ein Musical – die Ziesel vom Marchfeldkanal. Seit die Stadt erklärt hat, in dem Gebiet beim Heeresspital in Stammersdorf 800 bis 950 Wohnungen zu bauen, läuft der Konflikt – vor allem, weil auf den Baugrundstücken eine Population der streng geschützten Ziesel entdeckt wurde.

Die IGL-Marchfeldkanal kämpft für die Ziesel und hat Anfang Juni ihre größte Protestaktion („Zieselwache“) im 21. Bezirk gestartet. Damit will die Bürgerinitiative öffentlich darauf aufmerksam machen, dass die Ziesel durch den Wohnungsbau bedroht sind – und auch mit einem eigenen Zieselmusical. „Der Lebensraum der Ziesel wird zerstört“, erklärt Michaela Mitterholzer-Sluka, die für den Erhalt des Lebensraums der Nager kämpft. Einen Teilerfolg hat die Bürgerinitiative bereits erreicht. Der geplante Wohnbau ist auf Eis gelegt, hinzu kommen strengere Auflagen. Derzeit läuft im Auftrag der Bauträger eine Untersuchung, ob und wie die Tiere auf ein benachbartes Areal umgesiedelt werden könnten. Die Hoffnung im Wohnbauressort: „Wenn der neue Lebensraum deutlich attraktiver gemacht wird als der alte, werden die Ziesel freiwillig gehen.“


Umstrittenes Islam-Zentrum. Die Pläne von Atib (ein türkisch-muslimischer Dachverband), den Standort in der Dammstraße (Brigittenau) zu einem islamischen Veranstaltungszentrum mit Kindergarten etc. auszubauen, sorgen seit 2007 für Diskussionen. Seit damals kämpft eine Bürgerinitiative gegen das Projekt. Sie befürchtet durch den Ausbau Lärm und deutlich mehr Verkehr. Das ist aber nur ein Teil der Motivation: „Wir wollen eine weitere Islamisierung unserer Heimat verhindern“, hat die Bürgerinitiative, die von der FPÖ unterstützt wird, mehrfach erklärt. Das Motto der Heimatbewegung ist dabei an freiheitliche Slogans angelehnt: Moschee ade. Auch hat sich die BI Dammstraße mit weiteren anti-islamischen Initiativen (Rappgasse, Trostraße) zusammengeschlossen.

Derzeit steht das Projekt Dammstraße indes ohne Zutun der Gegner. Atib besitzt eine gültige Baugenehmigung zur Aufstockung des Gebäudes und das Verfahren ist abgeschlossen, wie Atib-Anwalt Clemens Lintschinger erklärt. „Aber es gibt keinen Zeitplan, denn die Finanzierung ist noch im Laufen.“ Derzeit ist also ein Baubeginn wegen Geldmangels nicht in Sicht. Dass das Projekt deshalb fallen werde, dementiert Lintschinger: „Wir haben so sehr dafür gekämpft, haben teure Zugeständnisse für den Bau gemacht – früher oder später wird das Zentrum gebaut.“


• Schüler gegen Tiefgarage. Seitdem bekannt wurde, dass unter dem Schulhof in der Geblergasse eine Tiefgarage errichtet werden soll, läuft der Protest – der Schüler. Sie befürchten massive Einbußen bei der Lebensqualität in der Schule durch die Bauarbeiten und den Verkehr, den die Tiefgarage anzieht. Daran ändert auch der Umstand nichts, dass sich die Anrainer in einer Bürgerbefragung mehrheitlich für das Projekt ausgesprochen haben. Nun gab es einen kleinen Erfolg für die Initiative. Die Ausschreibung wurde gestoppt, das Projekt wird zumindest heuer nicht gestartet. Auslöser war ein Einspruch eines Anrainers. Prominente Unterstützung erhalten die Schüler von Roland Düringer und Andi Baum. Erst gestern, Montag, erhielt Stadtschulratspräsidentin Susanne Brandsteidl den „Goldenen Auspuff“ von der Initiative.


• Kampf um Steinhofgründe. Es ist ein mehrere tausend Quadratmeter großes Areal, um das hier gestritten wird. Auf der einen Seite steht die Stadt Wien, die im Ostteil des Otto-Wagner-Spitalsgeländes Wohnungen (Gesiba) sowie ein stationäres Rehabilitationszentrum (Vamed) geplant hat. Auf der anderen Seite steht die Bürgerinitiative „Steinhof erhalten“, die vor allem gegen das Wohnungsprojekt mobil macht – mit lautstarker Unterstützung durch die „Kronen Zeitung“. Das Reha-Zentrum wird bereits gebaut, für das Wohnungsprojekt verhängte Bürgermeister Michael Häupl im Oktober einen Planungsstopp. Seitdem wird gerätselt, ob und falls ja was dort entstehen soll.

Um den emotional aufgeladenen Konflikt zu entschärfen und der viel zitierten Bürgerbeteiligung gerecht zu werden, hat die Stadt Wien zwei Mediatoren engagiert. Derzeit ist man aber erst dabei, einen Mediationsvertrag, der Umfang und Ziele der Mediation festhält, zu erarbeiten. Gerhard Hadinger von der Bürgerinitiative ist allerdings skeptisch, dass dieser zustande kommt. Denn seit Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou im Mai bekannt gab, dass das ganze Otto-Wagner-Spital bis 2020 (und damit um zehn Jahr früher als geplant) abgesiedelt werde, hängt der Haussegen erneut schief. Hadinger ist enttäuscht, dass er das via Medien erfahren musste. „Wir sind schon so oft vor vollendete Tatsachen gestellt worden, zum Beispiel dass der KAV dort Gewinn lukrieren will und dass der östliche Teil kaum noch vom Bundesdenkmalamt geschützt wird. Außerdem hat Ewald Kirschner, Generaldirektor der Gesiba, gemeint, er wartet nur mehr bis August, dann will er bauen. Ich bin also pessimistisch.“


• Die widerspenstigen Siedler. Das Thema ist so kompliziert, dass selbst der, der sich am besten auskennt, alle davor warnt: In Wien machen sich einige Siedler gegen die Erhöhung des Baurechtzinses stark. Die Verträge zwischen den Genossenschaften und der Stadt Wien (zum Teil aus den 1920er-Jahren) laufen mit Ende des Jahres aus. Jetzt wird um den neuen Zins gestritten. Die Stadt Wien hat in einer ersten Forderung jährlich 8,38 Euro pro Quadratmeter gefordert. Franz Xaver Ludwig von der Freihof-Siedlung in Kagran sieht darin eine 70-fache Erhöhung des Zinses. Gleichzeitig beruft er sich auf ein Schreiben, wonach Wohnbaustadtrat Michael Ludwig (die beiden sind nicht miteinander verwandt) eine nur vierfache Erhöhung zugesagt habe. Der Baurechtzins liegt derzeit bei rund 0,09 Euro pro Monat und Grundstück.

Zuletzt haben die vier betroffenen Genossenschaften Verträge mit einem niedrigeren Bauzins von etwa 2,80 Euro pro Quadratmeter Grundfläche angeboten. Ein neuer Affront, wie Franz Xaver Ludwig findet. Steht doch etwa im Schreiben der Genossenschaft „Süd-Ost“: „Wir bitten Sie daher, beigefügte Zustimmungserklärung, unterschrieben, (...) an die Genossenschaft zu übermitteln. Nicht abgegebene Erklärungen gelten als Zustimmung.“

Außerdem wären die Erben von der Sonderregelung ausgeschlossen und dadurch von einer 210-fachen Erhöhung betroffen. „Der Vertrag hält vor Gericht nicht stand“, sagt Ludwig. Viele hätten aber „aus Angst schon unterschrieben“. Erst vergangenen Samstag haben die erbosten Siedler erneut protestiert.

Auf einen Blick

Immer mehr Bürger steigen in Wien (und auch Österreich) auf die Barrikaden und kämpfen für oder gegen Projekte in ihrem direkten Lebensumfeld. Diesem Trend widmet sich heute, Dienstag, auch die „Aktion 21“, also der größte Dachverband der Wiener Bürgerinitiativen, der sich in der Zwischenzeit auch österreichweit vernetzt hat. In Form einer großen Pressekonferenz will die „Aktion 21“ Stimmung für mehr Mitbestimmung, mehr Bürgerrechte und mehr direkte Demokratie in Österreich machen.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 26.06.2012)

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49 Kommentare
 
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Gast: augarten - rescheneder
15.09.2012 07:35
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Aufstand der Wiener Bürger - Augartenspitz

Wien , am 15.92012´
Politikverdrossenheit.
Privatisierung von öffentlichem Grund, auf Kosten der Allgemeinheit gibt es überall und dazu gehören auch z.B. die Parkplätze im Schlosshof und die gefährliche Situation die durch den neunen Schranken am Haupttor verursacht wird. Auch die Flaktürme im Augarten bieten hinter dem Zaun (Beschmierungen, tote Bäume usw.) ein unmögliches Bild. „Niemals vergessen“ erinnert mit einer schwarzen Tafel an diese furchtbaren Zeiten. Hier gäbe es auch viel zu ändern und Grund zum protestieren. Leider hat sich die Protestgruppe die Sängerknaben eine österreichische Kulturorganisation zum Protest im Augarten ausgesucht. Es geht also mehr darum höchste negative Wirksamkeit in der Öffentlichkeit zu erreichen, was in diesem Fall nicht zutreffend ist, denn die Sängerknaben mit dem Konzertsaal sind einen enorme Aufwertung für den Augarten und dem 2. Bezirk. Es gab sicher politische Verfahrensmängel bei der Baugenehmigung. Leider gibt es viele Vergehen heute laufend und speziell auch im Augarten (Autozufahrt in den Schlosshof - ein Skandal und auch gefährlich). Proteste sind gut aber gerade gegen eine Kulturszene im Augarten ist nicht der richtige Ort. Viele Besucher im Augarten teilen diese Meinung und man sollte sich endlich für eine offene Durchwegung (U-Bahn Taborstraße – Schlosshof) für die auch die Grünen sind einsetzen.
Rescheneder -
Mail:karlrescheneder@hotmail.com

Gast: Augarten - Proteste ?
15.09.2012 06:41
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Falsche Protestrichtung

Aufstand der Wiener Bürger -Augartenspitz
„Wir werden nicht vergessen darauf hinzuweisen, auf dieses Monument des Versagens der Planung und Verwaltung.. ...........
Privatisierung von öffentlichem Grund, auf Kosten der Allgemeinheit gibt es überall und dazu gehören auch z.B. die Parkplätze im Schlosshof und die gefährliche Situation die durch den neunen Schranken am Haupttor verursacht wird. Auch die Flaktürme im Augarten bieten hinter dem Zaun (Beschmierungen, tote Bäume usw.) ein unmögliches Bild. „Niemals vergessen“ erinnert mit einer schwarzen Tafel an diese furchtbaren Zeiten. Hier gäbe es auch viel zu ändern und Grund zum protestieren. Leider hat sich die Protestgruppe die Sängerknaben eine österreichische Kulturorganisation zum Protest im Augarten ausgesucht. Es geht also mehr darum höchste negative Wirksamkeit in der Öffentlichkeit zu erreichen, was in diesem Fall nicht zutreffend ist, denn die Sängerknaben mit dem Konzertsaal sind einen enorme Aufwertung für den Augarten und dem 2. Bezirk. Es gab sicher politische Verfahrensmängel bei der Baugenehmigung. Leider gibt es viele Vergehen heute laufend und speziell auch im Augarten (Autozufahrt in den Schlosshof - ein Skandal und auch gefährlich). Proteste sind gut aber gerade gegen eine Kulturszene im Augarten ist nicht der richtige Ort. Viele Besucher im Augarten teilen diese Meinung und man sollte sich endlich für eine offene Durchwegung für die auch die Grünen sind eintreten.
Rescheneder Wien

Gast: Augarten-Karl
10.07.2012 16:56
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Kein Protest

Wien, am 10.7.2012
Mit solchen Aktionen schadet man dem 2. Bezirk / Wien / Österreich und man ändert heute nichts mehr. Der Konzersaal wird in der Zukunft eine neue Kulturstätte werden und das sogar im geographischen Mittelpunkt von Wien.
Es gibt heute so viele andere Problem für die es sich lohnt zu protestieren. Einen Demokratieprotest im Augarten gegen ein Kulturaktion zu führen oder auszuprobieren ist nicht gerade beispielhaft, noch dazu wo man Geld sammelt und Protestfilme staatlich gefördert werden gefördert werden. Jede humane Institution würde mit Dank einen solche Geldbetrag annehmen. Aber hier ist offenbar der Hass so groß, dass jede Vernunft versagt. Es gibt gute positive Beispiele für solche Kulturbauten, wie zum Beispiel der Wolkenturm in Gafenegg. So ist auch die Belebung des Augartenspitzes in der Zukunft zu sehen.
Rescheneder – Wien

Gast: Kompromißlos
27.06.2012 18:09
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Wer die Macht hat, hat das Recht ...

Wozu sind diese Mediatoren für Steinhof überhaupt ins Spiel gebracht worden?

Das Jugendstiljuwel soll unversehrt erhalten bleiben und öffentlichen /sozialen Zwecken dienen, keine Wohnverbauung in diesem großartigen weltberühmten Ensemble - das sind eindeutige und nachvollziebare Forderungen; wie soll da ein Mediationsverfahren eingreifen?

"Ein bißchen schwanger" gibts halt nicht.

Höchste Zeit, da0ß die Mediatoren einsehen, daß sie hier auf verlorenem Posten stehen, und ihr Mandat zurücklegen, bevor ihr ansehen oder ihr Ruf, so sie einen haben, verloren ist.


Gast: Wittgensteins Neffe
27.06.2012 18:01
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Die Bürger werden in Wien IGNORIERT - und betr. Steinhof BELOGEN

Die Mediation ist eine unnötige und teure FARCE auf Kosten der Steuerzahler; was wollen oder können die Mediatoren eigentlich erreichen?
Gar nichts - außer Zeitgewinn für ihre Auftrageber, die sie fürstlich mit unseren Steuergeldern entlohnen?
Klar, sie wollen ja weitere Aufträge von der Gem. Wien bekommen, da werden sie doch nicht zugeben, daß sie gescheitert sind bzw. daß Steinhof gar kein Thema für eine Mediation sein kann.

Häupl hat Ende Oktober großartig und unter Getöse verkündet: „Zurück an den Start – ergebnisoffen!“
Aber seine Vizebürgermeisterin Vassilakou führt unterdessen, während die Mediation sich dahinschleppt, weil die Bürger 50.000 Unterschriften gegen die Vernichtung des Kulturerbes sammeln und sich nicht verraten lassen wollen, Verkaufsverhandlungen mit weiteren ausländischen Investoren!
Bringen nicht z.B. griechische Reeder dzt. ihr Geld im Ausland in Immobilien in Sicherheit?

Man darf gespannt sein, was das Wort des Bürgermeisters von Wien noch gilt in dieser Stadt!!


Antworten Gast: Otto Wagner-Spital/Steinhof
27.06.2012 18:37
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Re: Die Bürger werden in Wien IGNORIERT - und betr. Steinhof BELOGEN

Die Mediation Steinhof/Otto-Wagner-Spitalsareal war von Anfang an von der Politik als Farce geplant und ist zur wahren "Posse" verkommen:

http://www.aktion21.at/themen/index.html?menu=183&id=1788

Die Mediatoren liefern anscheinend nur mehr Rückzugsgefechte, um ihren Job zu behalten, traurig, wietief man sinken kann.

Und die Gemeinde Wien-Politiker sollen sich für dieses demokratiepolitische Desaster schämen, und die Grünen (Vassilakou, Kickert, Kultursprecher Lobos) dazu!



Gast: Mrs. Thatcher
27.06.2012 17:53
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"I want my money back"

Die Gemeinde Wien wirft 70.000 Euro Steuergeld für eine völlig unnötigen und fragwürdigen Beschwichtigungsaktion an diese beiden Mediatoren hinaus!

Diese „Mediatoren“, d.s. von ihren Auftraggebern und Finanziers völlig abhängige Figuren, die – mit völlig untauglichen Mitteln – versuchen sollen, die aufgebrachten Kulturmenschen in Wien (und nunmehr bereits europaweit) zu beschwichtigen und über den Tisch zu ziehen.

Statt stolz darauf zu sein, daß Wien ein derartiges großes und in seiner Geschlossenheit weltweit einzigartiges Jugendstilareal wie das Otto-Wagner-Areal aufzuweisen hat, ihm Weltkulturerbe-Status zu verschaffen und stolz zu präsentieren, verschachert die Gem. Wien samt ihren Grünen Wendehälsen unsere schönsten Wiener Naturareale und unter Denkmalschutz stehenden Jugendstil-Juwele an die globale Finanzinvestoren VAMED und die gemeindeeigene Gesiba - für einen Politgünstlings-Wohnpark; eine Bonzensiedlung wie Troize-Lykowo bei Moskau, eine "Gated Community" für Privatisierungsgewinnler und Neureiche samt Wellness Oase und Freizeitpark

http://www.steinhof-erhalten.at

http://www.aktion21.at/themen/index.html?menu=183


Gast: Kibietz
26.06.2012 14:28
1 0

Das kommt davon wenn man ständig gegen den Volkswillen regiert!

DirekteDemokkratie das ist die einzige Lösung dieser Misere. Am besten auch gleich die Bundesregierung und Landeswregierung jedes Jahr neu wählen lassen dann würden diePolitiker gleich einen Denkzettel bekommen und könnten es sich nicht auf Ihren Sesseln bequem machen.

Was täten wir nur ohne diese Experten.....

Experten erklären dieses Phänomen mit zwei Faktoren: Erstens ist die persönliche Betroffenheit größer, wenn etwas im unmittelbaren Umfeld verändert wird. Zweitens besteht hier die Möglichkeit, direkt etwas zu verändern

Experten erklären dieses Phänomen mit zwei Faktoren: Erstens ist die persönliche Betroffenheit größer, wenn etwas im unmittelbaren Umfeld verändert wird. Zweitens besteht hier die Möglichkeit, direkt etwas zu verändern...

Wahnsinn auf was für Schlussfolgerungen diese Experten kommen.

Gast: Die fehlende Kampfgruppe?
26.06.2012 12:27
0 0

Öffentlicher Nahverkehr!

Da wäre mal 52/58 runter zum Ring, die U3 hat hinlänglich bewiesen das sie mehr Problem brachte als nutzen, der Effekt ist vollgestopfte Bürgerwege die auch zum Horror wird für die Bewohner, der 13er wieder als Straßenbahn, für Familien mit Kind das beste Argument in den Speckgürtel zu ziehen, der Wiederaufbau des 8er, der zwar alten aber noch immer gültigen Volksbefragung niemals hätte abgetragen werde dürfen, darin enthalten auch die Aufforderung endlich 100% Vorrang an allen Kreuzungen bei Straßenbahn, wie in Frankreich üblich, ohne dem Versteckspiel vor Kreuzungen.

Der absolute Vorrang würde in Wien einen Mehrstelligen Millionenbetrag einsparungspotential haben, btw, die Leistungen könnten um 1/3 erhöht werden.

U-Bahnen dort wo es Sinn macht, Ersatz von Schnellstraßenbahn ist Steuergeldvernichtung und Vernichtung von Kapital unserer Jugend, die Betriebskosten für die U-Bahn sind doppelt so hoch wie die einer Straßenbahn, zukünftige Errichtungen sind also auch an diesem Gesichtspunkt zu prüfen.

USTRA Herrngasse, als Ersatz für die U5 und damit das JonasReindl mit dem Karlsplatz endlich intelligent verbunden sind.

Straßenbahnen, als Argument nicht mehr die Auslastung sondern die Intervalldichte, dazu gehört sicher sämtliche Autolinien in den inneren Bezirken umzubauen, da zählt vor allem wiederum die laufenden Betriebskosten, die bei Autolinien detto weit höher sind.

Für die Autofahrer, es geht um weniger als 0.1% aller Straßen in Wien!

Gast: lebensfroh
26.06.2012 12:23
0 1

Steinhofgründe-Bürgerinitiative-Sprecher Hadinger

..na ja es wird noch immer gegen anständige Wohnungen getrommelt.
Nur jene, die schon lange dort wohnen, sollen und wollen weiterhin die gute Luft und Ruhe alleine genießen. Zufahrt, Kanal, Schneeräumung, Kolonia usw sollen aber die restlichen Wiener zahlen, die vielleicht in der Staub.-undLärmhölle am Gürtel oä. wohnen.
Oder wo wohnt Hr. Hadinger?
Natürlich darf nichts am Bauwerk geändert werden, es ist ja deshalb auch geschütztes Gut.
Aber es suchen eine erhebliche Anzahl von Wienerern eine neues Heim und da wäre genug Platz für "Jedermann/Frau"

Antworten Gast: bergziege
26.06.2012 18:40
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Re: Steinhofgründe-Bürgerinitiative-Sprecher Hadinger

Herr Hadinger wohnt wohl in Ottakring, aber nicht in der Nähe von Steinhof. Stadteinwärts. Falls Sie das interessiert. Er ist "bloß" jemand mit Verantwortungsbewußtsein. Im Gegensatz zu manchen Neidern und Gierigen.

Antworten Gast: Kibietz
26.06.2012 14:36
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Re: Steinhofgründe-Bürgerinitiative-Sprecher Hadinger

Wenn das Wohnbauprojekt dort realisiert wird, ists vobei mit der 'Ruhe und der guten Luft für jedermann, das ist Ihnen aber schon klar?

Abgesehen davon ist eine Absiedlung des Otto-Wagner Spitals sinnfrei da es erstens sehr gut funktioniert und zweitens sich an einem Idealen Standort für ein Spital befindet.

Da gehts nur um Geschäftemacherei auf Kosten der Anrainer und Patienten.

Schüler gegen Tiefgarage

Ein schönes Beispiel dafür, daß Demokratie, auch direkte, selten funktioniert. Obwohl sich ein Mehrheit der Anrainer für das Projekt aussprach, wird weiter versucht, zu verhindern, anstatt den Mehrheitsbeschluß akzeptierend zur Kenntnis zu nehmen. Wir leben nun einmal in einer Gesellschaft, in der Minderheiten das sagen haben, sei es, weil sie genügen Einfluß (Macht oder Geld) haben, oder weil sie beharrlich genung gegen die Mehrheit arbeiten.

Antworten Gast: lamberdt
26.06.2012 10:49
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Re: Schüler gegen Tiefgarage

bitte lesen Sie genauer. hier steht dass ein anrainer einspruch erhoben hat.
wenn Sie jetzt die rechte der anrainer bei bauprojekten studieren, dann können Sie sich Ihre Frage selbst beantworten

Alle Achtung.

"....Erstens ist die persönliche Betroffenheit größer, wenn etwas im unmittelbaren Umfeld verändert wird. Zweitens besteht hier die Möglichkeit, direkt etwas zu verändern...."

Und was verändert sich tatsächlich durch diese Bürgerinitiativen? Diese Bewegungen sind aus meiner Sicht größtenteils keine Notwendigkeit, da hier nicht einmal eine Hundertschaft versucht ihre eigenen persönlichen Meinungen durchzusetzen.

Sollte hier darin der direkte Zugang zur Demokratie gesehen werden? Da gäbe es m.E. weitaus wichtigere Volksbegehren die für die Mehrheit der Wiener „wichtig“ wäre.


Re: Alle Achtung.

Nur weil es "nur eine Hundertschaft" auf sich nimmt, vor Ort für etwas einzustehen, heißt das nicht, dass nicht viel mehr Menschen dahinterstehen! Am Augartenspitz z.B. haben das 15.000 Menschen mit ihrer Unterschrift bezeugt!

nicht zu vergessen

der "super" vorschlag der grüninnen ein flächendeckendes parkpickerl einzuführen, und tempo 30 bei nacht (!) auf hauptstrassen zu fordern !

solange der wiener immer wieder rot wählt und leider auch grün, darf er sich nicht wundern wenn solche schw ach sin nigkeiten rauskommen !

Antworten Gast: daschiwaschi
26.06.2012 12:58
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Re: nicht zu vergessen

@ tempo 30: mir ist zu Ohren gekommen, dass diese Maßnahme nicht via Tempolimit (da würde es ja auffallen) sondern anders durchgesetzt werden soll: durch vermehrte Straßenbahnen! Den GrünInnen ist angeblich bewusst, dass diese durch Haltestellen und Herumzucklerei den Verkehr behindern bzw. verlangsamen. Mit mehr Bims fällts der dummen Bevölkerung im Gegensatz zu Tempolimits nicht auf!

Antworten Gast: fussgaenger
26.06.2012 12:11
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Re: nicht zu vergessen

ich fahre kein auto. autofahrer schaden meiner gesundheit. raus aus der stadt damit. ich wäre da noch etwas konkreter als die grünen und würde autos (ausser lieferwagen, taxis und polizei, rettung, feuerwehr) komplett aus der stadt verbannen. dazu gehören natürlich die öffentlichen verkehrsmittel stark ausgebaut und die intervalle, mit verlaub, erhöht, praktisch verdreifacht. die pendler wollen halt alles: im grünen ausserhalb der stadt leben (gute luft) in der stadt arbeiten (gutes geld) und dann noch höchste bequemlichkeit am weg (auto). und dann beschweren sie sich, wie lange sie jeden tag in die stadt fahren müssen. und man baut jetzt tiefgaragen überall hin, ein super geschäft, natürlich mit gesetzlichen verordnungen als rückhalt, da haben sicher einige politiker ordentlich abkassiert. während stadtbewohner ständig von autoabgasen geschädigt werden, siehe die untersuchungen zu diesel. aber tic tac toe sind ein paar tausend krebskranke mehr ja wurscht, hauptsache er fahrt wann wohin er will so schnell er will, sollen die andern doch krank werden. ich habe als fussgänger NULL rechte in diesem land und kann jedesmal. jeden tag, bei jedem weg, bei roten ampeln dreimal so lang warten wie die autofahrer. die übrigens garnicht mehr stehenbleiben, wenn ich bei grün über die strasse gehe. soll er doch schneller gehen, der deppate fussgänger. bezeichnendes bild für unsere egoistische, kranke, gierige gesellschaft.

Antworten Antworten Gast: Kibietz
26.06.2012 14:47
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Re: Re: nicht zu vergessen

Sie sind eher egostish. Sie MÜSSEN lt. Gesetz den Fussgängerübergang schnellst möglich überqueren.

Und das die Pendler oft mit dem Auto kommen liegt meist nicht an der Bequemlichkeit sondern daran das der öffentliche Verkehr am Land schlecht bzw. gar nicht ausgebaut ist.

Autoabgase sind auch nicht das einzige Schädliche in der Stadt. Wenn sie gesund und möglichst schadstofffrei leben wollen müssensie aufs Land ziehen und nicht mal dort wird es Ihnen gelingen keimfrei zu leben.

Antworten Antworten Gast: slmalie
26.06.2012 13:54
0 0

Re: Re: nicht zu vergessen

danke, so ist es!!!!

Antworten Gast: derlehrer
26.06.2012 09:59
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Re: nicht zu vergessen

nur wird auch keine andere farbe eine veränderung bewirken, die einzige alternative ist UNGÜLTIG und das immer und immer wieder

Antworten Antworten Gast: fjfjfjfj
26.06.2012 10:56
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Re: Re: nicht zu vergessen

aber wenn man den hc ins rathaus wählt...wer wird dann superkanzler? mr gudenus?

Wir brauchen die direkte Demokratie, nicht nur in Wien, auch im Bund!

Die Schweiz soll unser Vorbild sein, der Parteienfilz, unabhängig vom Couleur, muss zurückgedrängt werden!

Die mittelbare Demokratie auf Basis der Verfassung von Kehlsen hat versagt!

Die Gesetze werden einfach mit 2/3 Mehrheit abgeschlossen, ein Aufheben ist danach praktisch nicht mehr möglich, man fragt sich daher ständig, ob Vertreter des Volkes nicht mit Verräter des Volkes ersetzt werden sollte!

Schafften die USA ständig neue Verfassungsteile, nur so zum drüberstreuen oder gilt dort insb. das Gleichheitsprinzip? Willkommen in AUTdSSR!

 
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