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Twin City Liner: Unfall wegen Softwarefehlers

17.08.2012 | 13:06 |   (DiePresse.com)

Auf Höhe der Erdberger Lände 30 im dritten Bezirk lief der Katamaran auf dem Ufer auf. Bei dem Unfall wurden sieben Personen leicht verletzt.

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Der Twin City Liner, der Wien mit Bratislava auf dem Wasserweg verbindet, ist am späten Donnerstagnachmittag auf Höhe der Erdberger Lände 30 auf dem Donaukanalufer aufgelaufen. Laut Wiener Berufsrettung wurden eine Frau mit einer leichten Knieverletzung und ein Bub mit einer leichten Schädelprellung ins Spital eingeliefert. Fünf weitere Personen konnten noch am Unfallort in häusliche Pflege entlassen werden. Die anderen der etwa 100 Passagiere wurden von der Crew und der Feuerwehr an Land gebracht.

Der Grund für den Zwischenfall war ein Softwarefehler, der zum Abschalten der beiden Turbinen geführt hatte. "Nach ersten Aussagen des Kapitäns brach das Schiff plötzlich nach links aus und lief am rechten Ufer des Donaukanals auf Grund auf", teilte die Polizei mit. "Im Normalfall würde auf einer geraden Strecke das Schiff problemlos auf den Wellen dahingleiten und langsam stoppen. Nachdem sich das Schiff allerdings in der Kurve des Donaukanals befunden hat, ist es am Ufer ruckartig gestrandet - mit ähnlichen Auswirkungen, wie sie bei einer Notbremsung in einem Bus oder der Straßenbahn auftreten", erklärte die Wien Holding.

Tempolimit für Twin City Liner

Das Schiff ist bei dem Vorfall nicht beschädigt worden, der Bug ragte hinauf bis zum Treppelweg. An der Uferböschung wurden einige Bäume niedergemäht. Mit Hilfe der "Vindobona" gelang es, den Katamaran wieder in tieferes Gewässer zu bringen. Noch in der Nacht untersuchte die Schiffsbautechnische Versuchsanstalt den Twin City Liner. Das Schiff befindet sich bereits wieder im Einsatz. In dem kurvigen Teil des Donaukanals darf weiterhin nur - wie unmittelbar nach dem Unfall verordnet - Tempo 30 gefahren werden.

Ein ähnlicher Unfall ereignete sich am 28.7.2009: Damals rammte ein Twin City Liner bei der Rotundenbrücke nach einem Ausweichmanöver wegen eines im Wasser treibenden Baumstammes das Ufer. Alle 57 Insassen blieben unverletzt, das Schiff wurde abgeschleppt. Am 14. Mai 2007 krachte ein Twin City Liner bei voller Fahrt auf Höhe Erdberger Lände ans Ufer und kam dort unsanft zum Stehen. Auch damals gab es keine Verletzten.

Seit 2006 verkehrt der Twin City Liner zwischen Wien und Bratislava. Die zwei Schnellboote pendeln täglich bis zu fünfmal zwischen den beiden Städten.

(APA)

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6 Kommentare
Gast: botts mann
18.08.2012 11:24
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die twin schiffe sind nicht optimal aber teuer gew..

hab zufällig vom rad aus soeien
twin liner crash
(vorige) gesehen und meine die tragflügelboote der sk und ungarn die bei uns auf donau
fahren sind schmaler und wären besser als die twins
bzw sind leiser und machen weniger wellen
aber sind schon älter im zustand?
sind die wiener twin schiffe von linz oder warum fahren die überhaupt auf den donaukanal ab in die donau und beim kraftwerk freudenau brav warten mit den österr.ungetümen ala twin city...

2 0

Turbinen

Ein Jet-Antrieb ist keine Turbine, das hat mit einer Turbine - fast - nichts zu tun, sondern das ist ein Dieselmotor, der auf einen Propeller in einem Rohr wirkt, wodurch hinter dem Boot das Wasser ausgestoßen wird. Angesaugt wird unter dem Boot. Damit ist der Propeller gut vor im Wasser treibenden Gegenständen geschützt.

Unbekannter Ausnahmefehler in Modul "twincityliner.dll"

Bitte schliessen Sie alle Fenster und starten Sie Ihren Twin City Liner neu.

:-)

Gast: USE OPENSOURCE no M$
17.08.2012 13:24
1 0

Microsoft Bluescreen

Microsoft hatte ein Bluescreen, beim einspielen von FBI Spionage Software.

Gast: hmm
16.08.2012 22:33
8 4

Unfug!

Der Donaukanal wurde niemals für eine schnelle Schifffahrt konzipiert oder gar ausgebaut!

Die von schnellen Booten verursachten Wellen beschädigen die Uferverbauungen. Die ganze Sache ist darüber hinaus ziemlich unsicher wie sich laufend herausstellt.

Man möge doch diese Boote vom Donauufer ab- und anlegen lassen wie das die Slowaken mit ihren Tragflügelbooten machen.

Da haben sich anscheinend ein paar Spinner auf Teufel komm raus zu profilieren versucht.

Darüber hinaus soll es auf dem Donaukanal nur so wenig Motorschiffsverkehr geben wie unbedingt erforderlich. Insbesondere private Motorboote haben dort nichts verloren!

Antworten Gast: Hubert trink das.
17.08.2012 17:20
1 1

Quatsch (tut leid)

Die Twin-City-Liner wurden (wie auch die meisten Sportboote) als "Gleiter" konzipiert. Diese Fahrzeuge verursachen in "Verdrängerfahrt" deutlich mehr Wellen als gleitend. Deswegen ist auch die Geschwindigkeitsbeschränkung für Sportboote im Donaukanal auf (IIRC) 5km/h kontraproduktiv.