Taxifahren in Wien wird teurer

30.11.2012 | 12:47 |   (DiePresse.com)

Mit 1. Dezember steigen die Preise im Schnitt um 8,4 Prozent. Wer tagsüber an einem Werktag in ein Taxi steigt, zahlt dann eine Grundtaxe von 3,80 Euro.

Drucken Versenden AAA
Schriftgröße
Kommentieren

Ab 1. Dezember steigen die Taxitarife. Wer ab Samstag mit dem Taxi in Wien unterwegs ist, muss um 8,4 Prozent mehr zahlen als noch am Freitag für dieselbe Strecke. Darauf haben sich die Wiener Taxiinnung und die Stadt Wien in sozialpartnerschaftlicher Manier bereits Ende September geeinigt. So steigt die Grundtaxe tagsüber unter der Woche von 2,50 Euro auf 3,80 Euro und in der Nacht bzw. an Sonn- und Feiertagen von 2,60 Euro auf 4,30 Euro. Dafür ist in der Grundpauschale eine längere Wegstrecke enthalten.

Das Taxameter springt in Zukunft das erste Mal bei 860 Metern anstatt bei 170 Metern und in der Nacht bei einem Kilometer anstatt bei knapp 155 Metern. Die 20-Cent-Sprünge für jede weitere Wegeinheit bleiben zwar weiter gleich, allerdings werden die Einheiten verkürzt. Das Taxameter springt also künftig schneller und nach weniger Metern. Gleichzeitig wird auch die telefonische Taxibestellung erhöht. Dieses Service kommt künftig auf 2,80 Euro statt bisher 2,50 Euro.

"Die Tarifpreiserhöhung wurde notwendig, weil die allgemeinen Kosten für Unternehmer - vor allem die Treibstoffpreise - in den letzten Jahren dramatisch gestiegen sind und die Taxifahrer immer stärker unter Druck gerieten", verteidigt Christian Gerzabek, Obmann der Wiener Taxiinnung, die Preiserhöhung. Der Dieselpreis ist nach Angaben der Innung innerhalb der letzten zwei Jahre um rund 23 Prozent gestiegen. "Die Tarifanpassung nimmt den größten Druck von den Taxifahrern. Ich gehe davon aus, dass wir durch diese Maßnahme hunderte Arbeitsplätze sichern können", sagt Gerzabek.

Die Preise im Detail

Montag bis Samstag von 6 - 23 Uhr

  • Grundtaxe: 3,80 Euro
    (bis zu 859,2 Meter sind darin inkludiert)
  • Streckentaxe bis 4 Kilometer:
    Nach der inkludierten Strecke der Grundtaxe werden 20 Cent für alle begonnenen 140,7 Meter bzw. pro Kilometer 1,42 Euro berechnet.
  • Streckentaxe ab 4 Kilometer:
    20 Cent für alle begonnenen 184,6 Meter bzw. werden pro Kilometer 1,08 Euro berechnet.
  • Streckentaxe ab 9 Kilometer:
    20 Cent für alle begonnenen 190,6 Meter bzw. werden pro Kilometer 1,05 Euro berechnet.
  • Zur Streckentaxe kommt die Zeittaxe bei Wartezeiten:
    20 Cent werden pro begonnene 25,9 Sekunden berechnet, in denen man im Taxi sitzt, das Taxi aber keine Wegstrecke zurücklegt. Eine Stunde schlägt mit 27,80 Euro zu Buche.

Nacht-, Sonn- und Feiertagstarif

  • Grundtaxe: 4,30 Euro
    (bis zu 1000 Meter sind darin inkludiert)
  • Streckentaxe bis 4 Kilometer:
    Nach der inkludierten Strecke der Grundtaxe werden 20 Cent für alle begonnenen 123,2 Meter bzw. pro Kilometer 1,62 Euro berechnet.
  • Streckentaxe ab 4 Kilometer:
    20 Cent für alle begonnenen 156,8 Meter bzw. werden pro Kilometer 1,28 Euro berechnet.
  • Streckentaxe ab 9 Kilometer:
    20 Cent für alle begonnenen 169,5 Meter bzw. werden pro Kilometer 1,18 Euro berechnet.
  • Zur Streckentaxe kommt die Zeittaxe bei Wartezeiten (Tarif wie oben).

 

 

(Red.)

Testen Sie "Die Presse" 3 Wochen lang gratis: diepresse.com/testabo

Mehr aus dem Web

20 Kommentare

ich bin zu den Taxlern immer besonders freundlich!

Schliesslich weiss man ja nie, ob man nicht mit dem zukünftigen Kanzler unterwegs ist.

was...

bei so einem tarif steige ich nur mehr in ein taxi ein das nicht älter als 2 jahre ist .und vergewissere mich vorher ob der taxler das ziel auch ohne navi finden kann . (sonst könnt mich eigentlich auch ei affe fahren ixDpqVtXbfQ

Voller Erfolg für die Grünen!

Zum Amtsantritt hat die Grüne "Witzebürgermeisterin" minus 30% weniger Autoverkehr versprochen.
Seit damals wurde parken und Auto fahren (incl. Taxi) empfindlich teurer.

Je weniger Autos vom einfachen Volk auf der Straße sind um so schneller können PolitikerInnen mit ihren Luxusautos durch die Stadt düsen.

Qualität

Warum wird die Qualität der Fahrer und Autos nicht besser überprüft?

Man kann Glück haben und es chauffiert einem, ein einigermaßen zivilisierter Fahrer mit einigermaßen, gepflegtem Auto.

Oft ist es besser per pedes unterwegs zu sein!

Wer bleibt über?

Alles wird teurer und diese Belastung wird einfach an den Kosumenten weitergegeben nur der ist dann das letzte Glied und kann nix mehr weitergeben, bin gespannt wie lange das die Konsumenten stemmen können, denn wenn Ihnen die Luft ausgeht, dann geht gar nix mehr! Dann können die Taxler Ihre leeren Autos bewundern .....

50-60 Schillinge?

Den zeigts mir der zu Schillingzeiten bei so einer Grundtaxe noch eingestiegen wäre.......Schon komisch wie sich die Grenze des noch Zumutbaren in nur 15 Jahren verändert hat. Den Menschen kann man heutzutage anscheinend mim richtigen Schmäh alles unterjubeln!

Re: 50-60 Schillinge?

Wie viel das erst in Gulden, Kronen oder Reichsmark ist...

also.....

.....ich fahr nimmer mim Taxi........da zahlt sich's ja fast schon aus gleich einen Chauffeur anzustellen...

Halbe Wahrheit

Ein wichtiger Teil der Aussage des Obmanns der Innung fehlt in diesem Artikel:
1) Treibstoffpfreise erhöht.......sicherlich richtig
2) in Wien ca. 1000 Taxis zu viel, deswegen zu wenig für den einzelnen............nur frag ich mich, wieso soll ich dafür bezahlen dass jeder dem nix besseres einfall meint er fahrt Taxi. Dass sich dann bei 1000 Wagen zu viel der einzelne gerade über Wasser halten kann ist mir schon klar. Aber eigentlich nicht mein Problem- Dann darf man eben nicht so viele Lizenzen ausgeben.

Re: Halbe Wahrheit

wenn schon die funkzentrallle so viel pro monat kostet ( fast monopolisten) muessen die taxi unternehmer ja auch ueberleben. funkzentralle ist unser bürgermeister dabei. also wissen wir wer am meisten profitiert

Re: Halbe Wahrheit

ja ja sicher doch 1000 zuviel...
bei grossveranstaltungen, oder zu rash hour time weinen die fahrgästen, dass es wenige taxi unterwegs sind.

Re: Re: Halbe Wahrheit

Wahrscheinlich weil ein Großteil der Taxler ohne einem Fahrgast, der den Weg zu der Veranstaltung weist, dieselbe gar nicht finden.

So Meldungen wie "Du sagen - Ich fahren" sind leider sehr häufig zu hören wenn man in ein Taxi einsteigt.

Ich persönlich steige aus einem solchen Taxi dann gleich wieder aus.

Wo ist der Gerzabeck angefahren?

Höhere Preise bedeutet weniger Nachfrage und folglich weniger Arbeitsplätze. Diese Form der Arbeitsplatzsicherung ist mir neu.

halt typisch wien

danke fr vassilaku

"Die Tarifpreiserhöhung wurde notwendig, weil die allgemeinen Kosten für Unternehmer - vor allem die Treibstoffpreise - in den letzten Jahren dramatisch gestiegen sind und die Taxifahrer immer stärker unter Druck gerieten"

Dass Du den Artikel gelesen hast, glaub ich Dir ja. Aber verstanden hast ihn definitiv nicht.

Re: "Die Tarifpreiserhöhung wurde notwendig, weil die allgemeinen Kosten für Unternehmer - vor allem die Treibstoffpreise - in den letzten Jahren dramatisch gestiegen sind und die Taxifahrer immer stärker unter Druck gerieten"

und du hast nicht verstanden, daß mit der parkpreiserhöhung in wien alle relevanten preise im zusammenhang steigen, vielleicht mal andere meinungen als die der grüninnen anhören

Interessant.

Der Umstand, dass Treibstoffpreise weltweit steigen hat also einen direkten Zusammenhang mit der Erweiterung (sie wurde erweitert, nicht erhöht) der Wiener Parkraumbewirtschaftung? Interessante Sicht.

Freier Wettbewerb?

Warum gibt's den eigentlich nicht bei den Taxlern? Wohl eine besonders schützenswerte Rasse?

Aber die Folklore dazu ...

... gilbt es mehr denn je gratis.

Re: Aber die Folklore dazu ...

ja, es wird alles besser, uns geht es besser als je zuvor.

Wetter

  • Aktuelle Werte von
    05:00
    Wien
    Steiermark
    Oberösterreich
    Tirol
    Salzburg
    Burgenland
    Kärnten
    Vorarlberg
    Niederösterreich

Jetzt Panorama-Newsletter abonnieren

Der tägliche Überblick mit den wichtigsten Meldungen zu den Themen Chronik, Wien und Umwelt. Kostenlos.

Newsletter bestellen

Code schwer lesbar? » Neu laden

AnmeldenAnmelden