Schwedenplatz neu: Bebauung nicht vor 2016

30.01.2013 | 17:04 |   (Die Presse)

Aus den ersten Ergebnisse der Bürgerbeteiligung zur Neugestaltung des Schweden- und Morzinplatzes ging der Wunsch nach mehr Grünflächen, Sitzflächen, einem NS-Denkmal und konsumfreien Zonen hervor.

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Wien/KS. Ganz ist die Idee nicht aufgegangen. Eigentlich wollte die Innere Stadt die Ergebnisse der Bürgerbeteiligung präsentieren. Immerhin ging aus der Frage nach der Neugestaltung des Schweden- und Morzinplatzes der Wunsch nach mehr Grünflächen, konsumfreien Zonen, einem NS-Denkmal und der Neuorganisation der Straßenbahnlinien hervor. Genau das sowie den Zeitplan wollte Bezirksvorsteherin Ursula Stenzl – genauer gesagt Vertreterinnen der für die Evaluierungen beauftragten Firmen – Dienstagabend präsentieren.

Reizthema „Alkoholleichen“

Allerdings interessierte das die knapp 100, vorwiegend älteren Besucher weniger – im Gegensatz zum Problem der „Alkoholleichen“, wie es ein Besucher nannte, der dafür Applaus erhielt. „Ich hab' gedacht, es wird heut' schon präsentiert, was die machen“, so eine ältere Dame. Derzeit werden aber noch Anregungen gesammelt. Ab Frühling wird ein Leitfaden erarbeitet, dann ein Wettbewerb ausgerufen. 2014 wird entschieden, gebaut wird 2016. „Und 2030 san ma dann fertig“, so die Dame beunruhigt darüber, dass sie das nicht mehr erleben werde.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 31.01.2013)

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6 Kommentare

Da ist wohl nichts mehr zu machen

Die Möglichkeit, die "Autobahn" unter die Erde zu verlegen, ist mit der Hochhausverbauung am gegenüberliegenden 2. Bezirk wohl ein für alle Mal vorbei. Dabei hätte es bis vor ein paar Jahrzehnten noch fast jede Möglichkeit zu einer umfassenden Lösung gegeben. Jetzt ein paar Blumentröge aufzustellen, die Häuser zu streichen und das unvermeidliche Anti Faschismus Denkmal aufzustellen, ist keine Stadtplanung. Der Schwedenplatz ist städtebaulich ein fast gleich grosses Dessaster, wie der Karlsplatz.

JETZT AUF PLATZ 1.

Der Schwedenplatz übernimmt nach der Umbau von Wien Mitte definitiv die Rolle des ultimativen Wiener Schandflecks.

viel wichtiger wäre

die "Autobahn" mit all dem Autoverkehr massiv zu reduzieren! weiters mehr Grün und ein "sanfterer" Übergang zum donaukanal und zweiten Bezirk! das ist ja eine tod bringende blechgrenze im moment! ich finde es auch wahnsinnig was dort betreffend Nachtleben abgeht, das sollte massivst eingeschränkt werden!

Ich habe damals für ein

NS-Denkmal definitiv nicht gestimmt. Sollte dieser Wunsch wirklich vom Bürger ausgehen, so halte ich manche Menschen wirklich bereits für vertrottelt. Sollte dies von der Politik ausgehen, die den Namen des Volkes nur nutzt, so schenke ich jenen Politikern ein Ticket zum Mond.


Re: Ich habe damals für ein

Wem tut so ein Denkmal weh? Und warum?

In einer Stadt, die nur aus steinernen Zeugen einer großen Geschichte besteht, hunderte Jahre alte Bauwerke und Monumente - da kommt's auf ein oder zwei kleine Mahnmäler, die an die dunkelste Ära in der (jüngeren und insgesamt wahrscheinlich auch) Geschichte erinnern, an?

Wär Ihnen die japanische Methode der Geschichtsleugnung, nichts daraus zu lernen, lieber - dort blüht Rassismus nur so, und ich meine echten Rassismus, nicht das, was unsere Grünen gerne so bezeichnen.

Ich bin beileibe keiner, der bei jeder sich bietenden Gelegenheit die NS-Keule auspackt, aber das eine oder andere Mahnmal angesichts einer solchen Geschichte schadet wirklich nicht.

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