Russland: Sechs Menschen starben an Designer-Droge

Nach dem Konsum einer "künstlichen Substanz" sind sechs Russen ums Leben bekommen, etwa hunderte Menschen sind daran erkrankt

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Symbolbild – (c) Bloomberg (Freya Ingrid Morales)

In Russland sind sechs Menschen nach dem Konsum einer neuartigen Droge ums Leben gekommen. Von den insgesamt etwa hundert Erkrankten mussten 36 ins Krankenhaus eingeliefert werden, wie die Staatsanwaltschaft am Freitag nach Angaben russischer Nachrichtenagenturen mitteilte.

Die Betroffenen hatten demnach in der westsibirischen Stadt Surgut eine "künstliche Substanz" geraucht. Die Droge löste nach Angaben der Stadtverwaltung Symptome wie Unruhe und Angstgefühle aus. Einige der Opfer seien ins Koma gefallen.

Die Konsumenten kauften das Rauschmittel laut der regionalen Anti-Drogen-Behörde im Internet und zahlten etwa 30 Euro pro Einheit. Fast alle Opfer seien bisher gesund gewesen und nicht als Drogenabhängige in Erscheinung getreten, hieß es.

Wirkstoff soll auf Verbotsliste

Der tödliche Wirkstoff wurde nach Angaben der nationalen Anti-Drogen-Behörde im Labor identifiziert und soll nun auf eine Verbotsliste gesetzt werden. In der nordwestlichen Region Kirow kamen nach dem Konsum der betreffenden Droge kürzlich vier Menschen ums Leben, wie der TV-Sender Channel One berichtete. Zwei mutmaßliche Dealer seien festgenommen worden.

Designer-Drogen, die oft als Kräutermischung oder Badesalz verkauft werden, sind in Russland leicht zu erwerben. Auch in der EU haben solche Substanzen bereits zu mehr als hundert Todesfällen geführt. Am Donnerstag beschlossen die Mitgliedstaaten daher, vier neuartige psychoaktive Suchtstoffe zu verbieten.

(APA/AFP)

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