Naturhistorisches Museum

Neue Heimat für ''Venus von Willendorf''

Die berühmte Venus ist kürzlich - durch neue Forschungsergebnisse - auf 29.500 Jahre "gealtert". Das Naturhistorische Museum in Wien eröffnet nächste Woche ein neues "Venuskabinett".

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Die weltbekannte "Venus von Willendorf" hat eine neue Heimat im Naturhistorischen Museum Wien bekommen. Ihr neues "Venuskabinett" teilt sich die altsteinzeitliche Statuette mit der Figur "Fanny von Stratzing". Laut neuesten Analysen sind die beiden Statuetten etwa 4.500 Jahre älter als bisher gedacht, hieß es heute bei der Übersiedelung. Zu sehen sind die "Queens of the Stoneage" ab 30. September.

 

(c) APA/HELMUT FOHRINGER (HELMUT FOHRINGER)

Die beiden Figuren zählen zu den wertvollsten archäologischen Funden des Naturhistorischen Museums (NHM) Wien. Für dessen Direktor Christian Köberl ist die "Venus von Willendorf" die "Mona Lisa des NHM". Tatsächlich ist die nur rund elf Zentimeter große Venus seit ihrer Entdeckung am 7. August 1908 in der Wachau (NÖ) zu einer Art Ikone der Weiblichkeit geworden.

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Die Darstellung der nackten, beleibten Frau wird aufgrund der starken Betonung der Geschlechtsmerkmale, etwa der Brüste, als Fruchtbarkeitssymbol gedeutet.

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Im Zuge der umfassenden Neugestaltung der drei prähistorischen Schausäle des NHM wurde nun ein eigenes Kabinett für die beiden "alten Damen" eingerichtet, "um sie aus der Masse der Funde herauszuheben", erklärte der Direktor der Prähistorischen Abteilung des NHM, Anton Kern. Man habe darauf geachtet, die "besondere Aura" der Venus hervorzuheben. Von den Fundstücken selbst soll im dem Raum so wenig, wie möglich abgelenkt werden.

 

(c) APA/HELMUT FOHRINGER (HELMUT FOHRINGER)

Der etwa zwölf Quadratmeter große Raum beherbergt zwei Vitrinen und ist über den Saal 11 im Hochparterre des Museums zu erreichen, in dem ab 30. September archäologische Funde aus der Alt- und Jungsteinzeit sowie aus der beginnenden Bronzezeit ausgestellt werden. In der Raummitte befindet sich die "Venus von Willendorf" in einer Spezialvitrine. Lichttechnisch ist sie so in Szene gesetzt, dass sie zu schweben scheint.

 

(c) APA/HELMUT FOHRINGER (HELMUT FOHRINGER)

Doch nicht nur der Aufbewahrungsort der beiden Statuetten verändert sich. Auch in die seit den 1950er Jahren herrschende Meinung, dass die mit Feuerstein-Werkzeugen aus feinem Kalkstein geschnitzte "Venus von Willendorf" vor ungefähr 25.000 Jahren entstanden ist, kam vor kurzem Bewegung.

 

(c) APA/HELMUT FOHRINGER (HELMUT FOHRINGER)

 Neue Analysen der österreichischen Forscher Philip Nigst von der Universität Cambridge und Bence Viola vom Max-Planck-Institut für Anthropologie in Leipzig legen nahe, dass die "Venus von Willendorf" schon etwa 29.500 Jahre alt ist.

(c) APA/HELMUT FOHRINGER (HELMUT FOHRINGER)

Das Kabinett ist nicht die einzige Neuerung in den komplett neu gestalteten prähistorischen Sälen des NHM, die in ihrer Gesamtheit am 29. September präsentiert werden und am Tag darauf für Besucher zugänglich sein werden.

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Die weltbekannte "Venus von Willendorf" hat eine neue Heimat im Naturhistorischen Museum Wien bekommen. Ihr neues "Venuskabinett" teilt sich die altsteinzeitliche Statuette mit der Figur "Fanny von Stratzing". Laut neuesten Analysen sind die beiden Statuetten etwa 4.500 Jahre älter als bisher gedacht, hieß es heute bei der Übersiedelung. Zu sehen sind die "Queens of the Stoneage" ab 30. September.

 

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Die beiden Figuren zählen zu den wertvollsten archäologischen Funden des Naturhistorischen Museums (NHM) Wien. Für dessen Direktor Christian Köberl ist die "Venus von Willendorf" die "Mona Lisa des NHM". Tatsächlich ist die nur rund elf Zentimeter große Venus seit ihrer Entdeckung am 7. August 1908 in der Wachau (NÖ) zu einer Art Ikone der Weiblichkeit geworden.

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Die Darstellung der nackten, beleibten Frau wird aufgrund der starken Betonung der Geschlechtsmerkmale, etwa der Brüste, als Fruchtbarkeitssymbol gedeutet.

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Im Zuge der umfassenden Neugestaltung der drei prähistorischen Schausäle des NHM wurde nun ein eigenes Kabinett für die beiden "alten Damen" eingerichtet, "um sie aus der Masse der Funde herauszuheben", erklärte der Direktor der Prähistorischen Abteilung des NHM, Anton Kern. Man habe darauf geachtet, die "besondere Aura" der Venus hervorzuheben. Von den Fundstücken selbst soll im dem Raum so wenig, wie möglich abgelenkt werden.

 

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Der etwa zwölf Quadratmeter große Raum beherbergt zwei Vitrinen und ist über den Saal 11 im Hochparterre des Museums zu erreichen, in dem ab 30. September archäologische Funde aus der Alt- und Jungsteinzeit sowie aus der beginnenden Bronzezeit ausgestellt werden. In der Raummitte befindet sich die "Venus von Willendorf" in einer Spezialvitrine. Lichttechnisch ist sie so in Szene gesetzt, dass sie zu schweben scheint.

 

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Doch nicht nur der Aufbewahrungsort der beiden Statuetten verändert sich. Auch in die seit den 1950er Jahren herrschende Meinung, dass die mit Feuerstein-Werkzeugen aus feinem Kalkstein geschnitzte "Venus von Willendorf" vor ungefähr 25.000 Jahren entstanden ist, kam vor kurzem Bewegung.

 

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 Neue Analysen der österreichischen Forscher Philip Nigst von der Universität Cambridge und Bence Viola vom Max-Planck-Institut für Anthropologie in Leipzig legen nahe, dass die "Venus von Willendorf" schon etwa 29.500 Jahre alt ist.

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Das Kabinett ist nicht die einzige Neuerung in den komplett neu gestalteten prähistorischen Sälen des NHM, die in ihrer Gesamtheit am 29. September präsentiert werden und am Tag darauf für Besucher zugänglich sein werden.

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