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Wien: Flash-Mob gegen Globuli

05.02.2011 | 18:05 |  von Karin Schuh und Duygu Özkan (Die Presse)

Für die einen ist Homöopathie wirksame Medizin, für die anderen Unsinn. Letztere versammelten sich am Samstag zu einer Protestaktion, um sich eine "Überdosis" zu verpassen. Zusammengebrochen ist niemand.

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Ein Sturm weht um den Dom, als sich am Samstagvormittag rund 20 Menschen auf dem Stephansplatz versammeln und kleine, braune Fläschchen hervorholen. Sie wollen sich eine „Überdosis“ verpassen, sagen sie. Dann kippen sie den Inhalt der Fläschchen – kleine, weiße Kugeln – in ihre Münder. Einige Touristen bleiben verwundert stehen, andere fotografieren die Gruppe. „Jetzt brechen s' glei zam“, sagt ein Zuschauer und lacht. Die meisten der Anwesenden lachen mit.

Zusammengebrochen ist niemand, auch Nebenwirkungen gab es keine. Und genau das wollten die Aktivisten zeigen: Sie sind Homöopathie-Skeptiker, die mit einer Überdosis der homöopathischen Kügelchen, der Globuli, beweisen wollen, dass Alternativmedizin wirkungslos ist. „Nichts drin, nichts dran“, lautet ihr Motto; der Spruch ziert auch die weißen T-Shirts einiger Teilnehmer. Aufgerufen zu der Aktion hatten die „Internationale Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften (GWUP)“ und die Wiener Kollegen der „Gesellschaft für kritisches Denken“. Der Flash-Mob begann um Punkt 10.23 Uhr – die Zeit ist kein Zufall, sondern spielt auf die Avogadro-Konstante an. „Das bedeutet, dass ab einer Verdünnung von eins zu zehn hoch 23 kein einziges Molekül der Ausgangssubstanz mehr vorhanden ist“, sagt Ulrich Berger, Vorstandsmitglied der GWUP.

Für Berger ist diese Verdünnugsmethode, die sogenannte Potenzierung, der Beweis, dass homöopathische Mittel lediglich überteuerter Zucker sind. Für Befürworter bleibt hingegen die Kraft oder Energie des jeweiligen Mittels trotz Verdünnung erhalten – oder wird dadurch gar verstärkt. Gerade in Sachen Homöopathie und Alternativmedizin scheint es nur zwei Seiten zu geben: Entweder man ist dafür oder dagegen. Für die einen ist es ein Heilmittel, für die anderen Humbug.


3000 verschiedene Mittel. Nicht nur Wien war am Samstag Schauplatz einer Anti-Homöopathie-Aktion. An öffentlichen Plätzen in insgesamt 53 Städten weltweit wurden Globuli geschluckt. Dass nach der Einnahme der homöopathischen Medikamente nichts passiert ist, wundert selbst Homöopathen nicht. Immerhin sollen die Mittel erst durch wiederholtes Einnehmen wirken. Und: Homöopathie setzt individuelle Beratung voraus, um festzustellen, welches der rund 3000 verschiedenen Mittel wofür eingesetzt werden soll. Auch Berger streitet das nicht ab. „Das Ganze ist als Aktion gedacht. Wir wollen keinen wissenschaftlichen Beweis erbringen, sondern eine Diskussion anregen und die Bevölkerung auf das Thema aufmerksam machen.“

Denn während Homöopathie zwar weitreichend bekannt ist, weiß kaum jemand, worum es sich dabei genau handelt. „Das wird oft mit Naturheilkunde verwechselt“, meint Berger. Bei einer deutschen Umfrage gaben 97 Prozent der Befragten an, Homöopathie zu kennen, allerdings nur 17 Prozent konnten das Grundprinzip „Ähnliches durch Ähnliches heilen“ oder die Potenzierung damit verbinden.


Glaubenskrieg. Ob sich das durch die Protestaktion so schnell ändern wird, sei dahingestellt. Fakt ist, dass zwischen Anhängern und Gegnern der Homöopathie längst eine Art Glaubenskrieg herrscht. Die einen kritisieren die für sie sinnlose Einnahme und warnen vor den indirekten Schäden. Wer vor allem bei schweren Erkrankungen (zu lange) auf Homöopathie setzt und auf die konventionelle Schulmedizin verzichtet, läuft Gefahr, die Erkrankung zu verschleppen. „Ein bekannter ist an Darmkrebs gestorben“, erzählt Michael Horak, „weil er zu lange auf Alternativmedizin gesetzt hat.“ Auch er hat eine Überdosis Globuli geschluckt, um zu zeigen, dass Homöopathie nichts anderes als eine „Pseudowissenschaft“ sei.

Horak ist Biomediziner. Ihm und seinen Kollegen widerstrebt es, an etwas zu glauben, das nicht ausreichend wissenschaftlich bewiesen ist. Sie sprechen von einem „Milliardengeschäft mit der Dummheit der Menschen“ und „Verunglimpfung von Wissenschaft“. Den Befürwortern hingegen reicht der Beweis der Erfahrung. Fragt man bei einem Homöopathen nach, bekommt man in erster Linie eine Reihe an Fallbeispielen zu hören, wo Globuli und Co. wahre Wunderheilungen vollbrachten. Und beide bemängeln beim anderen die fehlende Gesprächsbereitschaft und Höflichkeit. „Die Kommunikation ist leider schwierig. Mit überzeugten Homöopathie-Freunden kann man nur schwer reden. Für die ist es ein quasi religiöses Thema“, sagt Skeptiker Berger. Sein Pendant auf der Pro-Homöopathie-Seite klingt ähnlich. „Die Skeptiker suchen nicht das Gespräch, sondern attackieren Homöopathen auf eine aggressive Weise. Das ist ein Niveau, auf das ich nicht hinunterkommen kann und will“, sagt Michael Frass, Internist und Intensivmediziner am Wiener AKH, der dort auch die Spezialambulanz „Homöopathie bei malignen Erkrankungen“ leitet. Frass ärgert sich besonders dann, wenn jene, die nicht vom Fach sind, Homöopathie kritisieren. „Ich kommentiere doch auch keine Skirennen.“


Wirkt doch? Indessen begrüßt Frass, dass in Österreich nur Ärzte Homöopathie betreiben dürfen. „Das heißt, es sind keine Laien, sondern Spezialisten, die beide Seiten, also auch die Schulmedizin, kennen.“ Seit 1983 unterliegt die Homöopathie in Österreich dem Arzneimittelgesetz. Wer als Homöopath tätig sein will, muss davor eine klassische, schulmedizinische Ausbildung machen. Erst im Anschluss kann eine mehrjährige Spezialausbildung absolviert, die mit dem Homöopathie-Diplom der Ärztekammer abgeschlossen wird. Seit 1995 können sich auch Tierärzte zu Homöopathen ausbilden lassen. Skeptikern ist diese Professionalisierung ein Dorn im Auge.

Was hingegen selbst von den schärfsten Kritikern begrüßt wird, ist die zeitintensive Behandlung. Um eine individuelle Abstimmung vorzunehmen, welche der verschiedenen Mittelchen aus pflanzlichen, tierischen oder mineralischen Ausgangsstoffen zum Einsatz kommen sollen, muss sich der Homöopath zuerst mit dem Patienten auseinandersetzen. Das – und die Placebo-Wirkung – ist allerdings für Kritiker der Grund, warum Homöopathie manchmal doch „Wirkung“ zeigt.

An diese Wirkung glaubte früher auch der Dermatologe Theodor Much. Er verschrieb Globuli und besuchte Veranstaltungen über Homoöpathie. Erst später setzte er sich kritisch mit dem Thema auseinander, schrieb ein Buch darüber („Der veräppelte Patient?“) und erkannte, „dass alles nur Placebo ist“. Als Beweis hat auch er die weißen Kügelchen geschluckt. „Die Homöopathen sagen: ,Je stärker verdünnt, desto wirksamer‘. Das ist genau das Gegenteil der Schulmedizin.“ Als einstiger Befürworter und nunmehriger Kritiker von Homöopathie kann Much wie kaum ein anderer das Phänomen Globuli erklären. „Es ist die Sehnsucht nach einer sanften Medizin ohne Nebenwirkungen.“ Die einen erhoffen sich das durch die Kügelchen, die anderen eben mit Tabletten.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 06.02.2011)

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76 Kommentare
 
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Gast: ast
20.04.2011 08:22
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10:23

Wer von Euch hat bei der Aktion 10:23 auch einen Lachkrampf bekommen?

Gast: ferencz
19.04.2011 08:19
0 0

Homöopathie wirkt!

auch die Erde ist eine Scheibe! Wenn man durchs Fernglas schaut, sieht man, daß sie keine Kugel ist. Man muß sich schon über den Tellerrand erheben, um die Wirkungsweise der Homöopathie intellektuell zu verstehen. Eine Dresdner Wissenschaftlerin wollte durch ein Experiment beweisen, daß Homöopathie Unsinn ist. Sie versetzte einen Mäusedarm in einer Nährlösung mit Atropin und löste damit sofort messbare Krampfzuckungen aus. Sie gab Atropin in homöopathischer Verdünnung dazu, und zu ihrer Überraschung waren unerwartet keine Muskelkontraktionen mehr meßbar. Zufall? Sie wiederholte den Versuch immer wieder. Heute ist sie eine überzeugte Anhängerin der Homöopathie. Auch ein weiteres Forschungsergebnis ist bekannt.
Mit Blei kontaminierte Arbeiter erhielten in einem Feldversuch Pb in homöopathischer Verdünnung zugeführt und schieden daraufhin erhöht Blei mit dem Harn aus. Bestimmt nicht durch Placeboeffekt, sondern als Folge einer homöopathischen WIRKUNG !!

Gast: hilft nix
18.02.2011 20:26
1 0

Wenns nix, hilft schads auch nicht, oder ?

Patienten müssen über die Wirkungsweisse (Nicht-Wirkungsweisse??) aufgeklärt werden. Ansonsten widerholt sich, was in England einen Skandal verursacht hat. Patienten, die mit homöopathischen Malariaprofilaxen in Malaria regionen reissen, diese gewissenhaft einnehmen und leider trotzdem Malaria bekommen. Dann wird nicht sofort zum Doktor gegangen, weil Malaria kanns ja nicht sein, und schwuppdiwupp gabs ein paar kritische Malaria patienten.
Meiner Meinung ist dann ja eigentlich Malaria eine Nebenwirkung der homöopatischen Malaria Profilaxe und damit fällt Homöopathie nicht mehr unter die "hilft nix, schad nix" Kategorie.

Tiere

Placebo wirkt, wie man heute weiss, auch bei Kleinkindern und Tieren.
Die klassische Homöopathie kann deswegen nicht bei ihnen wirken, weil um das "richtige" homöopathische Mittel zu verordnen, ein langes Gespräch mit einem Homöopathen notwendig ist.
Ohne diese Symptombewertung (Leitsymptom) und Bestimmung der Modalitäten bzw. der Konstitution gibt es keine Homöopathie. Nur: mit Tieren und Kleinkindern kann man so etwas nicht durchführen. Daher verwechseln Sie Placebowirkung und (angebliche) Wirksamkeit der Homöopathie, die in Wahrheit nur auf einem Placeboeffekt beruht. Leider fallen so viele Leute auf die Werbung von Esoterikern aller Schattierung rein und glauben all den Unsinn mit
"sanfter, harmloser und natürlicher Therapie."

Gast: okin
10.02.2011 12:57
0 0

Warum wirken Homöopathika bei Tieren?

Das soll mir ein Skeptiker mal erklären - Placebo ist da nicht. Ich glaube nicht, das Homöopathie so breitbandig einzusetzen ist wie Schulmedizin, aber es sollte als sehr sinnvolle Ergänzung angesehen werden.

Doch, den Placebo-Effekt gibt es auch bei Tieren.

Und nicht zuletzt auch bei den entsprechenden Tierhaltern.

Gast: test
10.02.2011 12:35
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Frage mich

Wer diese Aktion / die GWUP finanziert - so eine Aktion in 53 Städten zu organisieren? Die Leute sind ja wahrscheinlich nicht von der freiwilligen Feuerwehr. Und dann müssen auch noch die Posts beim Standard kontrolliert werden - man kommt mit pro HomöopathieMeinung fast nicht durch. Und es sind immer die selben H.kritischen Poster - erst kürzlich angemeldet und fast nur zu den einschlägigen Artikeln Posts. Ich krieg scvhon ganz die Paranoia :-).

Paranoia

Daran müssen Sie ja leiden. Es kann ja nicht angehen, dass sich Leute tatsächlich für so Lappalien wie "Wahrheit", "Bildung" und wirksame Medikamente einsetzen, und das auch noch freiwillig und gratis.

Gast: AW Hahn
08.02.2011 12:00
0 0

ich seh das pragmatisch

wenn ich schädlweh hab (nicht durchs saufen wohlgemerkt) dann probier ich es als erstes mit ein paar globuli. wirds besser, paßt das gut, weil dann hab ich mir nicht den magen mit einer schmerztablette gereizt. wirds nicht besser, nehm ich die schmerztablette.

und zur aussage: „Ein bekannter ist an Darmkrebs gestorben“, erzählt Michael Horak, „weil er zu lange auf Alternativmedizin gesetzt hat.“
kann ich nur erwidern, eine bekannte von mir ist an Darmkrebs gestorben, obwohl sie sich schulmedizinisch behandeln hat lassen.
gsturm is gsturm, warum soll das eine sterben besser als das andere sein?

Gast: Biersauer
08.02.2011 07:45
0 1

Ist beim Feinstaub dasselbe!

Kitzelt in der Nase, man spuckt es aus und eine gesunde Lunge wird nur krank, wenns zuviel davongibt.
Die Dosis macht das Gift, so ists generell im Leben.

Staub ist relativ!
Nur am Mond gibts keinen Feinstaub, wollen alle Feinstaubhysteriker jetzt dorthin fliegen?

"Was ist denn so schlimm daran?"

Ja, die österreichische Wurstigkeit. Wo soll denn bitte das Problem dran sein? Sollen sie halt ihre Kügelchen nehmen.

Tja. Schlecht halt, wenn Leute anfangen, das auch bei ernsthaften Leiden zu tun. Oder gleich gar nicht zum Arzt gehen.

Liste gefällig?

http://whatstheharm.net/homeopathy.html

Gast: Gast
07.02.2011 16:03
1 0

Schwachsinn.....

ich glaube die Leute wollen einfach an Homoöpathie glauben, Glaube ist doch alles im Leben für die meisten Menschen, sie brauchen jemanden der sie führt, ihnen sagt was sie tun oder lassen sollen, sie würden sich nie kritisch mit dem Thema auseinandersetzen, vielleicht mal überlegen haben die doch Recht? Mal lesen was die Gegner überhaupt sagen und schreiben?

Ich selber HABE mal an den Schwachsinn geglaubt, obwohl er NIE geholfen hat.


Nichts drin, nichts dran?

Und sonst haben diese Leute keine Sorgen? Anderes Beispiel: in welcher Potenz sind denn Vernunft und Intelligenz in Politikergehirnen vorhanden, hä? Trotzdem finanzieren wir alle ihnen ein gutes und feudales Leben, geben ihnen unsere Steuern, damit sie damit machen, was sie wollen. Und wofür?? DAS nenne ich "geistige Verarmung" - nicht, wenn jemand an Homöopathie glaubt, dafür freiwillig sein wohlverdientes Geld ausgibt - und sie ihm, sei es auch nur als Placebo-Effekt, hilft.

Antworten Gast: gast
07.02.2011 16:47
2 1

Re: Nichts drin, nichts dran?

Bis dann einer die Chemotherapie bei seinem Kind absetzt weil Globuli weniger Nebenwirkungen haben.

Re: Re: Nichts drin, nichts dran?

Und was wollen Sie damit sagen?
Gehört Homöopathie deshalb generell verboten?
Was sagt Ihr posting über Wirkung oder Wirkungslosigkeit aus?
Wollen Sie bloß der Pharma das Wort reden?
Wird ein Messer für einen Mord benutzt, sind dann automatisch alle Messer "schlecht" und gehören verboten?
Oder ist es bloß ein weiteres Beispiel für geistige Veramung?

Die Antworten könnten Sie Sich ruhig selber geben.

Natürlich gehört sie nicht verboten. Jeder Mensch hast das Recht, seiner eigenen Gesundheit so sehr zu schaden, wie er für richtig hält.

Die Grenzen dabei sind:

Die Gefährdung von Unmündigen und Schutzbefohlenen (Chemotherapie absetzen)

Sich das Ganze von der Allgemeinheit bezahlen zu lassen (Bezahlung durch Krankenkasse)


Zusätzlich könnte man mutwillige Volksverdummung hinzunehmen, aber das ist eine ganz andere Baustelle.

Der Messervergleich ist außerdem genauso unpassend wie bescheuert.

Gast: Elektriker
07.02.2011 11:55
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Schon witztig..

wie Leute gegen etwas hetzten, nur weil sie die Wirkungsweise nicht versteheh. Soviel ich weis, versteht man die Elektrizität genausowenig. Wie wär es mit einem Selbstversuch? Wir bräuchten nur ein Ziel, von dem noch kein Elitrikter behauptet hat, dass es mit Elektrizität zu erreichen wäre und in dem wir es verfehlen, haben wir flux bewiesen, dass Elektizität nicht funktionert. Wenn wir das am Stephansplatz machen, stehen wir auch noch in der Zeitung.

Nein, genau umgekehrt.

Ich kann Ihnen garantieren, dass sich die Leute um Ulrich Berger sehr intensiv mit Homöopathie und den vorgeschlagenen "Wirkmechanismen" auseinandergesetzt haben. Wohlgemerkt: Es ist bis jetzt nicht gelungen, eine Wirkung nachzuweisen - geschweige denn eine Nebenwirkung.

Ich kann Ihnen außerdem garantieren, dass man über Elektrizität sehr viel weiß.

Antworten Gast: gast
07.02.2011 16:50
2 0

Re: Schon witztig..

Ich glaube die Elektrizität wird sehr gut verstanden. Und man kann zB per Doppelblindstudie feststellen dass Gummi keinen Strom leitet. Natürlich kann es dann immer noch Leute geben die glauben dass das nicht so ist. Ändert halt nichts daran dass Gummi keinen Strom leitet.

Gast: xom
07.02.2011 11:45
0 0

nehme ich schon...

seit meiner kindheit. bei akuten dingen schulmedizin, bei leichteren bzw. längeren beschwerden homöopathie. der "glaubenskrieg" ist mir ziemlich "blunzn" - ich bin damit bisher gut gefahren!

Antworten Gast: gast
07.02.2011 16:51
2 0

Re: nehme ich schon...

Glaubenskrieg hin oder her - aber würde es ihnen nicht genau so helfen einfach nichts zu nehmen bei leichteren bzw. längeren beschwerden?

Gast: Ein Biologie-Student
07.02.2011 10:14
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etwas direkter

also ich muss es einfach einmal sagen -.- Ich lese hier viel "meine Freundin", "eine Freundin von mir"...
sind echt wir Frauen hauptsächlich so blöd, auf diese Sacher hereinzufallen?

Mit wird schwindelig, schäme mich gerade ein wenig, auch eine Frau zu sein. Habt ihr Männer noch Platz für mich unter euren Reihen?

Wenn nicht, hol ich mir halt ein Globuli, das all meine Probleme wegmacht.

Antworten Gast: Novalis
07.02.2011 10:47
0 0

Re: Ich lese hier viel

Sie kritisieren nicht zufällig Ihren eigenen Beitrag ?

Gast: Ein Biologie-Student : "Eine Freundin behandelt ihre Degus permanent mit solchen Wundermittelchen (nicht nur mit Homöopathie)." (siehe weiter unten)

Wenn ich nichts übersehen habe, sind gerade Sie hier der einzige, der "Erfahrungen einer Freundin" beschrieben hat.

Antworten Antworten Gast: Ein Biologie-Student
07.02.2011 20:11
0 0

Re: Re: Ich lese hier viel

Dann haben Sie aber mind. zwei weitere Beiträge überlesen =)

Gast: gast
07.02.2011 06:42
1 0

und wo wäre das Problem, wenn...

das alles wirklich nur auf dem Placebo-Effekt beruht?

Hauptsache es wirkt, wird sich der Patient denken - warum es das tut ist doch jedem (zurecht) egal.

Kann es sein, dass die Pharma-Konzerne keine Freude damit haben, wenn der Patient=Kunde versteht, dass es bei der Medizin sehr viel um Psychologie geht?
Und dass wir von der komplexen Maschine namens Mensch in Wahrheit bisher nur sehr wenig verstehen?

Das will wohl keiner zugeben, scheint mir...

Antworten Gast: Novalis
07.02.2011 08:33
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Re: und wo wäre das Problem, wenn das alles wirklich nur auf dem Placebo-Effekt beruht ?

Grundsätzlich wäre das die größte ärztliche Kunst - bei einem Patienten gezielt den Placebo-Effekt auszulösen (d.h. seine Selbstheilungskräfte zu aktivieren).

Das ist aber bei Homöopathie schlichtweg kein Thema.

1. Wirkt Homöopathie auch bei Tieren. Und wie soll da der Placebo-Effekt entstehen ? (Es geht ja nicht bloß darum, dass es einem Tier ganz allgemein etwas besser geht - sondern dass bestimmte Wirkungen erzielt werden, die weder Tierhalter noch Tier kennen.)

2. Wird von vielen Homöopathen zB. bei Hochpotenzen genau deswegen NICHT gesagt, welches Mittel sie bekommen. (Die Patienten bekommen die Mittel dann vom Arzt in einer neutralen Verpackung.) Damit sie nicht nachschauen können, welche Wirkung von dem Mittel zu erwarten ist - und sie dann die erwarteten Wirkungen an sich auch beobachten.

 
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