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Preisspirale: Stadt Wien erhöht Wassergebühr um 33 Prozent

18.08.2011 | 18:17 |   (Die Presse)

Nach Müll, Parken und Abwasser kündigt die Stadt Wien nun weitere massive Preiserhöhungen an. Abschleppgebühr steigt um ein Viertel. Grund für die Gebührenerhöhungen dürften die Finanzprobleme der Stadt Wien sei

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Wien/Stu. Die Stadtregierung dreht an der Gebührenschraube, bis es schmerzt. Nachdem am Mittwoch bekannt wurde, dass Müll, Parken und Abwasser mit 1. Jänner 2012 um rund sechs Prozent teurer werden, erklärte Umweltstadträtin Ulli Sima am Donnerstag: „Die Wassergebühr wird um 33 Prozent erhöht.“ Damit steigt die Belastung für einen Vierpersonenhaushalt jährlich um etwa 80 Euro.

Argumentiert wird die massive Erhöhung damit, dass die Wassergebühr seit 1995 nicht mehr erhöht worden sei. Um weitere große Sprünge zu vermeiden, wird der Wasserpreis künftig der Valorisierung unterworfen, also automatisch erhöht, wenn der Verbraucherpreisindex zur Jahresmitte drei Prozent übersteigt.

Gleichzeitig argumentierte Sima, dass der Wasserpreis bisher, im Vergleich etwa mit deutschen Städten, am unteren Ende liegt. Mit der Preiserhöhung liegt Wien nun im Mittelfeld.

Auch die Abschleppgebühr für Falschparker steigt um rund 26 Prozent, wie Sima ankündigte. Um eine Kostendeckung zu erreichen, so Sima, wird sie von 192 Euro auf 242 Euro erhöht. Das betrifft jährlich rund 26.000 falsch abgestellte Autos. Die Opposition kritisiert die angekündigten Erhöhungen. VP-Chefin Christine Marek: „Durch die Preiserhöhung im Jahr 1995 haben die Wassergebühren einen Überdeckungsgrad von 108,7Prozent.“ Die Wiener hätten jahrelang deutlich zu viel für ihr Wasser bezahlt – der Rechnungshof habe diagnostiziert, dass sich die Stadt in zehn Jahren beim Wasser ein Körberlgeld in der Höhe von 122 Millionen Euro geholt hat.

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„Taschenraub auf offener Straße“

FP-Klubchef Johann Gudenus sprach von einem „Taschenraub auf offener Straße“ und forderte den Rücktritt von Finanzstadträtin Renate Brauner. Nur der grüne Koalitionspartner verteidigte die Entscheidung – auch wenn 2008 die damalige Klubchefin Maria Vassilakou Valorisierungen noch als „Sozialverrat“ bezeichnete.

Ein Grund für die Gebührenerhöhungen dürften die Finanzprobleme der Stadt Wien sein. Der Schuldenstand ist im Vorjahr von 1,87 Milliarden Euro auf 3,07 Milliarden Euro explodiert. Als Grund nannte Brauner Einnahmenverluste in der Höhe von einer Milliarde Euro durch die Wirtschaftskrise und die Wiener Konjunkturpakete. Doch auch Franken-Kredite in der Höhe von 1,5 Mrd. Euro dürften der Finanzstadträtin massives Kopfzerbrechen bereiten – nachdem der Franken-Kurs in der jüngsten Zeit massiv gestiegen ist.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 19.08.2011)

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16 Kommentare
Gast: X3
02.09.2011 04:43
0 0

Wer Rot wählt darf ned jammern.....

Nun wer nen Bürgermeister wählt der öffentlich zugibt das er täglich 4 Vierterl braucht, darf sich ned wundern wenn die Zeche er slebst bezahlt.

Selber Schuld die ROT/GRÜN Wähler, sollens nur ordentlich zahlen. Wer ROT wählt soll ned jammern wenns abgezockt werden.

Ich hoffe das den rot/grünen no mehr einfällt bis zur nächsten Wahl.

Im Übrigen, könnten sich ja mal Wiener zusammen tun und Geld in einen Topf werfen und damit Anwälte bezahlen die zB Verantwortliche für das Franken-Desaster klagen, denke wenn da mal einer der Richtigen ne Klage am Hals hat würde der als Kornzeuge interessantes singen.


Mina555
23.08.2011 16:01
0 0

Dilemma

Einerseits finde ich es gut, da man wenigstens dazu gezwungen wird, sparsam zu sein und die Umwelt zu schützen, andererseits tun mir jene leid, die nicht viel Geld zu Verfügung haben.
Vielleicht kann man mit Lösungsansätze wie „smarter cities“ von IBM was anfangen, um Geld und Energie zu sparen. Ansonsten befürchte ich, dass letztendlich alles verteuert wird und die Konsumenten die Kosten tragen müssen!


Gast: ro
19.08.2011 11:44
4 0

Taschenraub auf offener Straße

und wen ich die KPÖ wählen muss aber diese Verbrecher Regierung sicher nicht

0 0

Re: Taschenraub auf offener Straße

...bravo, weitermachen und bis zum bitteren Ende immer brav sein Kreuzerl bei SPÖ machen!!!!

Unter dem Motto: ... "und geht es uns noch so schlecht, die Partei hat recht, hat recht".....

vom Rechnungshof: MIsswirtschaft der SPÖ

"Die Stadt Wien führte die in den Jahren 2005 bis 2007 erzielten
Überschüsse aus den Gebührenhaushalten Kanal, Wasser und Abfall
in Höhe von rd. 390 Mill. EUR nicht zweckgebundenen Rücklagen
für zukünftige Investitionen zu, sondern verwendete sie für den all-
gemeinen Haushalt. "

Gast: gerechtiker
19.08.2011 01:30
7 0

gewundert

manchmal fahre ich die Lassallestrasse über die Reichsbrücke die wagrammerstrasse entlang.

da gibt es schön begrünte mittelstreifen mit blumen.
mit sprenkleranlagen.
eigentlich nichts dagegen auszusetzen.

aber ich habe schon oft gesehen, dass regen angesagt für die jeweiligen tage und die sprenkleranlagen die mittelstreifen begossen haben.
und auch, als es schon geregnet hat.
da dachte ich mir, ob man das nicht vernünftig steuern kann.

das glaiche gilt für die feinstaub-strassenbefeuchtung der wasserwagen.
die habe ich auch schon kurz vor regengüssen durch die strassen fahren gesehen.


Erich Bahn
19.08.2011 00:54
1 5

Wasser marsch - jammern ade


In Wien soll Wasser künftig 1,73 Euro und das Abwasser 1,89 Euro pro Kubikmeter kosten, gesamt also 3,62 Euro.

Vor 4 (!) Jahren zahlte ich für den qm2 Wassser 1,42 Euro. Seit 2 Jahren 1,72 Euro. Dazu kommen noch 3,85 Euro Kananlgebühr, sodass der Kubikmeter Wasser € 5,75 kostet.

Meine Gemeindebürger und auch ich zahlen um 2,13 Euro oder 58,8 % mehr als der Wiener Haushalt.

Die sind im Jahr nicht "läpische" 80 Euro, sondern seit Jahren mehr als 350 (!) Euro. Also mehr als das 400-fache!

Auch in unserer Gemeinde gibt es Familien mit 2 Kindern, die mit Kinderbeihilfe auf keine 1.800 Euro Einkommen kommen.

Die "FP-Wiener" jammern wieder einmal auf sehr hohem Nievau. Johann Gudenus soll bitte mit seinen Kollegen in der "Provinz" reden, denn dort besteht - wie dargestellt - Handlungsbedarf.


Antworten Fintofanto
19.08.2011 10:41
1 0

Re: Wasser marsch - jammern ade


Fahrn's ab, Herr Bahn - möglichst mit der ÖBB, und das hopphopp!!!

Erich Bahn
19.08.2011 00:54
1 6

Wasser marsch - jammern ade


In Wien soll Wasser künftig 1,73 Euro und das Abwasser 1,89 Euro pro Kubikmeter kosten, gesamt also 3,62 Euro.

Vor 4 (!) Jahren zahlte ich für den qm2 Wassser 1,42 Euro. Seit 2 Jahren 1,72 Euro. Dazu kommen noch 3,85 Euro Kananlgebühr, sodass der Kubikmeter Wasser € 5,75 kostet.

Meine Gemeindebürger und auch ich zahlen um 2,13 Euro oder 58,8 % mehr als der Wiener Haushalt.

Die sind im Jahr nicht "läpische" 80 Euro, sondern seit Jahren mehr als 350 (!) Euro. Also mehr als das 400-fache!

Auch in unserer Gemeinde gibt es Familien mit 2 Kindern, die mit Kinderbeihilfe auf keine 1.800 Euro Einkommen kommen.

Die "FP-Wiener" jammern wieder einmal auf sehr hohem Nievau. Johann Gudenus soll bitte mit seinen Kollegen in der "Provinz" reden, denn dort besteht - wie dargestellt - Handlungsbedarf.


Gast: Indigniert
18.08.2011 22:47
6 0

Eine unglaubliche Frechheit und soziale Ungerechtigkeit

und zwar gegenüber den kleinen Arbeitnehmern! Jene, die ein bissl zuviel verdienen, um Zuschüsse aller Art (wohnbeihilfe etc) zu erhalten und für alles -ohne jegliche "Befreiung" -blechen dürfen. Die sind von den Gebührenerhöhungen am meisten betroffen.

Gast: jaleideristsso
18.08.2011 22:29
8 0

rot-grün mitschröder-fischer haben schon D runtergewirtschaftet und die deutschen den finanzkonzernen ausgeliefert- faymann-häupl und ihre linksgrünen neoliberalen freunde wollen das auch in wien u.Österreich

dank der spö politik sind die steuern in österreich so hoch wie kaum je in einem anderen land der eu-aber nur die steuern für die arbeitnehmer u. kleinunternehmer. die sind schon so hoch, dass sie schon lange die wirtschaftsentwicklung des landes hemmen. dagegen wurden durch die sozialisten die steuern auf kapitalvermehrung u. spekulationen sowie kapitalvermögen auf ein niedrigstes niveau gerückt.(0,5%d.BIP!) daher haben die millionäre leicht lachen. agrar förderungen für millionäre, stiftungen für superreiche sind nur einige bsp. auch die eu-casinobanker können weiter tun und lassen was sie wollen. den reichen aktionären und eliten wurde alles gerichtet, während die arbeitnehmer mit immer mehr abgaben u.steuern belastet werden. dazu kommt nun die eu lobby und der eurozusammenbruch dazu, der nun mit dem bankensteuergeldschirm noch eine weile hinausgezögert werden soll. alles im allem haben die bürger viele nachteile vom euro und der eu, aber die meisten massenmedien und die politik beschwichtigen diesen eurountergang. natürlich werden die arbeitnehmer und der mittelstand diejenigen sein, die am meisten verlieren werden, aber dies wird von einer SPÖ in kauf genommen. wichtig sind nur mehr die gewinne der reichen. Diese werden immer reicher und die arbeitnehmer werden immer massiver belastet und geschröpft! 33% Abgabenerhöhung für Wasser, aber keine vermögens- u.kapitalsteuern einführen ist typisch für die SPö unter Faymann u.Häupl- sie sind so die bestenFPÖ Wahlhelfer für 2013

Bolzen
18.08.2011 22:27
6 0

Waren die Grünen nicht gegen die Valorisierung?

Die haben ihre Meinung aber auch schnell geändert.
Auch die Frankenkredite finden ja deren Wohlgefallen, sonst säßen sie ja nicht mit der SPÖ im selben Boot.
Die Stadtregierung hat genau wie die bösen Banker, unser Geld verzockt und wie bei Rot/Grün üblich, muß die breite Masse dafür geradestehen. Nur das diesmal jegliche Kritik seitens der Grünen (und deren Anhänger) fehlt.

Gast: globetrotterneu
18.08.2011 21:17
5 0

zirkus habakuk

ja leute wählt die affen weiter und lässt auch einreden sie sind die guten aber die wirklichkeit ist eine ganz andere.

hwolf13
18.08.2011 20:57
2 1

Naja - die Wahlen sind vorbei ......

... und bis zur nächsten habens die Meisten eh schon wieder vergessen und werden wieder die gleiche Partei wählen.

at.spam
18.08.2011 20:12
4 0

Gebührenhäupl...

Bin schon gespannt, wie lange wir uns das noch gefallen lassen, bis es zu den ersten gewaltätigen Ausschreitungen kommt ... ich tippe mal auf 3 bis 5 Jahre.


Antworten Gast: kein Lottospieler
18.08.2011 21:00
1 3

Re: Gebührenhäupl...

Tipp ruhig. Und nicht, dass ich mich über höhere Gebühren freuen würde, aber über eine Stadt, die in den Miesen steht, freue ich mich noch viel weniger, denn dann dürfen wir Steuerzahler auch noch die Zinsen für Inhaber von Staatsanleihen zahlen, und Leuten, die ohnehin schon genug haben, noch mehr Geld in den Rachen zu schieben, tut mir viel mehr Weh, als höhere Gebühren.

Und an der Tatsache, dass bis zur Wirtschaftskrise die Stadt schwarze Zahlen geschrieben hat, sollen sich andere Kommunen ein Beispiel nehmen.

Als ob Wassersparen und nicht so viel Dreck machen etwas Schlechtes wär.