Wien: "Parkpickerl" künftig auch für Unternehmer

09.03.2012 | 12:43 |   (DiePresse.com)

Nicht nur den Anrainern, auch den Unternehmen steht ab 1. Juli 2012 eine Parkkarte zu. Rund 45.000 Unternehmen dürften von der Neuregelung profitieren.

Drucken Versenden AAA
Schriftgröße
Kommentieren

Einigung beim "Parkpickerl" zwischen Wirtschaftskammer und der Stadt Wien. Unternehmer werden künftig mit Anrainern gleichgestellt. Bisher war das Wiener Parkpickerl nur wenigen Unternehmen vorbehalten. Nun gibt es die Ausnahmeregelung für die flächendeckenden Kurzparkzonen für fast alle Firmen - wenn sie ihr Kfz betrieblich nutzen. 

"Jedem Unternehmer steht eine Parkkarte zu, wenn das Kraftfahrzeug für den Betrieb erforderlich ist", wurde am Freitag im Büro von Verkehrsstadträtin Maria Vassilakou (G) betont. Kriterien dafür seien etwa Fahrten zu Kunden, der Transport von Personen oder der Transport von Waren.

"Mit dem neuen Kriterienkatalog für Unternehmer werden der Parkraumbewirtschaftung die schärfsten Zähne gezogen", zeigte sich die Wiener Wirtschaftskammerpräsidentin Brigitte Jank erfreut. Ohne eine solche Neuregelung hätte die Bundeshauptstadt - angesichts der geplanten Ausweitung der Parkraumbewirtschaftung - viele Unternehmen an das Umland verloren.

Neu ist, dass Unternehmer künftig nicht nur wie bisher für Lkw oder Kombis ein Parkpickerl beantragen dürfen, sondern für fast alle handelsüblichen Kfz-Fahrzeuge. Zwar müssten für die Erfüllung dieser neuen Kriterien nach wie vor geeignete Nachweise vorgelegt werden, allerdings seien diese stark vereinfacht worden, wurde seitens der Wirtschaftskammer betont. So könne nun der betriebliche Bedarf eines Fahrzeugs etwa anhand von Rechnungen oder Kundenaufträgen dokumentiert werden.

Zudem hätten Unternehmer nunmehr auch Anspruch auf eine Parkkarte sowohl am Wohnort als auch am Betriebsstandort, hieß es. Hat ein Betrieb mehrere Standorte in unterschiedlichen Bezirken, so könnten nun Parkkarten in bis zu vier Bezirken beantragt werden. Rund 45.000 Unternehmen würden nun insgesamt von der neuen Regelung in den Parkpickerl-Zonen profitieren.

Volksbefragung in Währing endet


Dass künftig mehr Bezirke zumindest teilweise zu Kurzparkzonen werden, ist unterdessen fix: Wie schon zuvor die Bezirke Meidling, Rudolfsheim-Fünfhaus und Hernals hat nun auch Ottakring am Donnerstag für die Einführung eines Parkpickerls gestimmt.

In Währing läuft dazu eine Volksbefragung, die heute, Freitag, endet. Am 16. März findet dann die Auszählung statt, hieß es im Büro der Bezirksvorstehung. Die Ausdehnung der Parkraumbewirtschaftung soll, so hofft man im Rathaus, noch heuer umgesetzt werden.

(APA)

Testen Sie "Die Presse" 3 Wochen lang gratis: diepresse.com/testabo

Mehr aus dem Web

165 Kommentare
 
12 3 4
Gast: Wasilaku
14.03.2012 17:07
0 0

Mein Vorschlag

Gratisparken überall! Dafür als Kompensation die "Kotpumpensteuer" auf mehrere Tausend Euro/Jahr anheben.

Subventionierte Parkplätze zu verkaufen

wäre wohl eine Lösung. Die Stadt Wien gibt pro Wohnung die Option, einen eigenen Parkplatz mit grundbücherlichem Eigentum zu einem begünstigen Preis (z.B. € 5.000) zu kaufen. Damit hätte jeder Bürger seinen sicheren Parkplatz und die Stadt bekommt Geld. Solche Parkplätze könnten auch weitervermietet werden (park space sharing concept). Was in der Diskussion auch bisher untergegangen ist, dass Wohnungen und Gärten ohne eigenen Parkplatz an Wert verlieren können. Wer würde noch einen Garten in Eigentum in einem anderen Bezirk erwerben und von Käufern ohne Wohnsitz in Wien ganz zu schweigen. Aber der Wert von Eigentum spielt bei Grün Rot sowieso nur eine untergeordnete Bedeutung.

Supermärkte

Die Supermärkte werden halt von der U-Bahn beliefert, vor jedem Supermarkt einen U-Bahn-Station.

Autos abschaffen

Bitte schafft alle Autos ab, dann wird alles besser.
Die bösen Autofahrer belasten nur die Umwelt und zahlen ja nichts.Baut alle Straßen zurück zu Feldwegen.Baut stattdessen nur den öffentlichen Verkehr aus, denn der ist ja das einzig wahre.Und alles wird gut.Kostet ja nichts, die entfallenen Einnahmen von den Autofahrern schultern die Öffinutzer ja locker, kostet ein Öffi-
Ticket halt das 5fache.Kein Problem für unsere Ökofuzzis,irgendjemand anderer wirds schon zahlen.

Gast: fair
09.03.2012 22:18
1 0

EU Gleichheitsverordnung

ich warte nur mehr drauf bis jemand hinsichtlich "EU Gleichstellungsverordnung" die bevorteilung der wienerInn (welche den hauptwohnsitz in wien haben) zum parkpickerl zufall bringt.

bis jetzt ist nur wienerInnen dies möglich - und ab mitte des jahres gewissen firmen.

wenn alle österreicherInnen ein parkpickerl erwerben dürfen wäre es in meinen augen auch fair. (sollte für jede stadt gelten)

schließlich haben auch wienerInnen aufgrund dieser "EU Gleichheitsverordnung" in so manchen gemeinden niederösterreichs deren "vorteile" auch für sich beanspruchen können.

umgekehrt sollte das auch möglich sein.

dann wär schluss mit so manchen privilegien.

hätte sicha interessante wirkungen und nebenwirkungen.

Antworten Gast: VU2
22.03.2012 09:04
0 0

EU Gleichheitsverordnung?

Darf man erfahren, was sie damit wohl meinen? UMH - gibt es sowas nicht.

Antworten Gast: jimmyblue
10.03.2012 14:18
0 0

Re: EU Gleichheitsverordnung

mit dem "richtigen" parkpickerl hast du 4000ha möglichkeit, mit dem falschen gerade mal 300.

wenn meine arbeit 1km nach norden liegt - falscher bezirk= kurzparkzone
wenn 1km nach osten - selber bezirk = kostenlos (wenn ich das wohnsitz pickerl habe)

Antworten Gast: Der Steuerzahler
09.03.2012 22:50
0 0

Re: EU Gleichheitsverordnung

Solch' juristischer Humbug ist der Grund, warum gelernte Juristen ein gutes Geschäft machen.

Antworten Antworten Gast: speibender regenbogen
09.03.2012 23:15
0 0

Re: Re: EU Gleichheitsverordnung

auch wenn es "juristischer humbug" ist: es würde aufzeigen, wohin wir mit der eu, den gleichheitsgrundsätzen, den menschenrechten, den grundrechten usw. mittlerweile gelangt sind. es ist bald alles einklagbar und gleichzeitig ist das ergebnis dann auch wiederum wegen irgendeiner widrigkeit klagwürdig. aber ich schätze, daß bald eine zeit kommen wird, in der gesetze wieder gesetze sind und punktum. weil schön langsam wirds ja wirklich lächerlich...

Gast: Von hier und dort und anderswo
09.03.2012 18:15
4 0

Schon bevor Hong Kong von den Chinesen übernommen wurde, hatten sich die dortigen Medien in Selbstzensur geübt. So ähnlich scheint es unserer FREIEN PRESSE zu gehen.


Wenn zu scharf Kritik an der SPÖ geübt wird - keine Chance für das Posting.
Begriffe wie Inser.ate im Kontext mit bestimmten Namen die auf den Papierfetzen stehen, über die man zwangsläufig in Wien stolpert - keine Chance für das Posting.

Man wird den Verdacht nicht los, das da ein - unsichtbarer - Medienkrieg im Gange ist: die letzten freien Blätter werden von einer Wiener Partei und ein, zwei Wiener Sinnlosblättern in die Zange genommen.

Wenn dem so ist: schlecht für intelligente Leser, schlecht für die Demokratie.

Aber gut für Analphabeten. Denn die vorherrschenden Zeitungen werden dann viele Bilder haben. Und kaum mehr Text. Dafür Fotos vom geliebten Bürgermeister, der uns und den Firmen und überhaupt jedem wieder viele freie Parkplätze schenkt. Und in den U-Bahnstationen, auf den Gehsteigen davor, in den Pfützen im Park lachen uns glückliche Gesichter von viel, sehr viel gedruckten Papier entgegen. In Wien, dem umweltbewussten Zeitungsparadies, in dem sich sinnlose Bäume in Papierfetzen voll glücklich lächelnder PolitikerInnen Gesichter verwandeln.

Gast: fugazi
09.03.2012 18:10
3 0

...

würde ab morgen jede handyminute 3 euro kosten, wir würden jammern aber weitertelefonieren, smsen, photos verschicken..

würde ab morgen der benz 5 euro kosten (aus natürlich unvorstellbaren gründen), wären die strassen trotzdem voll..

würde ab morgen der big mc 10 euro kosten....

würde ab morgen eine rolex, designermöbeln, autos, i pads....

schuld ist die vasi, der faymann, die eu....

ich hab 2 jahre im 3. gewohnt, zum auto bin ich jeweils 10 min. mit dem fahrrad in den 11. gefahren, zu einem gratisparkplatz! ich hab keinen einzigen cent in wien fürs parken bezahlt! unvorstellbar gelt?


Antworten Gast: Aufdecker
09.03.2012 20:11
2 0

Re: ... TIPP ZUM GRATIS-PARKEN

Das geht viel einfacher: ausländisches Kennzeichen besorgen (außer BRD) und ab sofort auch in Kurzparkzonen gratis parken. Sämtliche Parkstrafen können Sie getrost zerreißen; die Behörde unternimmt absolut nichts gegen diesen Missbrauch! Weder Abschleppung noch Parkkralle, kein Inkasso der Strafen! Dies hat mir ein Parksheriff auf Nachfrage bestätigt. Ein ausl. Bewohner im Haus praktiziert das schon seit über zwei Jahren mit hunderten unbezahlten Strafzetteln...
Angeschmiert sind diejenigen, die für das Parkpickerl bezahlen.
Mögen viele meinen Tipp beherzigen, damit die Behörden endlich aufwachen und diese Sauerei abstellen!

Antworten Antworten Gast: Der Steuerzahler
09.03.2012 21:14
0 2

Re: Re: ... TIPP ZUM GRATIS-PARKEN

Wegen den 15E/Monat Parkpickerl so einen Zirkus zu veranstalten ist wahrscheinlich jedem erwachsenen Wiener zu blöd.

Antworten Gast: Der Steuerzahler
09.03.2012 19:20
0 1

Re: ...

Sie haben also den Bewohnern des 11. Bezirks einen Parkplatz weggenommen.

Antworten Gast: Kibietz
09.03.2012 18:58
0 2

Re: ...

Denn Nobelpreis für Schnoren ist Ihnen sicher!

Gast: Accord
09.03.2012 17:04
1 0

Ich hab mirs überlegt

wollte mir nächstes Jahr noch einmal einen Neuen gönnen. Denn mein braver Japaner würde dann zwanzig Jahre alt. So werde ich noch bis zum 1. Okt. mit ihm weiterfahren und ihn nicht mit einem Parkpickerl entwürdigen. Ich werde mich auch nicht entwürdigen, dieser roten Bagagge beim Neukauf MWSt.,NoVa.,Versicherungssteuer, Parkpickerl und tonnenweise Parkscheine für ganz Wien in deren nicht wertesten hinein zu blasen.Somit haben sie bei mir genau das Gegenteil erreicht,von dem was sie eigentlich beabsichtigt haben. Nämlich schamlos abkassieren zu können.Werde dann zwar früher als geplant in eine Autolose Zeit hinüberwechseln und davon bin ich überzeugt viele werden genauso denken. Die verdienen sich uns einfach überhaupt nicht.

Autolose Zeit

Genau das wollen Sie erreichen.
Ich ärgere mich zwar auch, aber finde es trotzdem gut, was die Grünen machen.

Antworten Gast: Der Steuerzahler
09.03.2012 17:17
1 2

Re: Ich hab mirs überlegt

Ehm - Reduzierung des MIV ist eines der Ziele der Grünen. Vielen Dank für Ihre Mithilfe :)

Antworten Antworten Gast: Gast Ehrlicher
09.03.2012 18:20
1 0

Re: Re: So sind die Grünen

Die sozial Schwächeren, die sich ein Auto nicht mehr leisten können, sollen gefälligst zu Fuss gehen, und die, die sich's noch leisten können, haben dafür freie Fahrt.

Der Ökoterror der Grünen endet somit dann doch in einer kurzsichtigen Soziallüge.




Antworten Antworten Antworten Gast: Der Steuerzahler
09.03.2012 18:47
0 1

Re: Re: Re: So sind die Grünen

Jaja.

Abzockerei.

Parkpickerl wären gerechtfertigt wenn ich in der Nähe meiner Wohnung einen gekennzeichneten Parkplatz bekommen würde.Es wäre auch möglich jedem Autobesitzer ein Pickerl für seinen Bezirk um 10 € zu geben ohne Bereitstellung.Derzeit ist es nur eine Abzockerei.Die Frau Vizebürgermeisterin sollte besser in ihr Heimatland zurückkehren um ihren Landsleuten zu zeigen wie man in Wien abzocken kann.Würden die Griechen dies beherrschen hätten sie bald weniger Schulden.

Antworten Gast: Jay
09.03.2012 18:19
0 0

Re: Abzockerei.

Zählen Sie mal direkt vor Ihrem Haus die Anzahl der Parkplätze.

Dann gehen Sie rein und zählen die Anzahl Wohneinheiten in Ihrem Haus.

Wenn die erste Zahl größer ist, dann haben Sie einen Anspruch auf einen Parkplatz. Sonst geht es sich einfach nicht aus.

Oder andererseits können Sie die m²-Miete berrechnen und schaun, wieviele m² Sie für das Auto verbrauchen. Wenn der Preis für diese Quadratmeter kleiner ist als das, was Sie für das Parkpickerl zahlen, dann mieten Sie sich eine freie Fläche irgendwo und stellen Ihr Fahrzeug dort ab- kommt billiger.

Antworten Gast: Der Steuerzahler
09.03.2012 17:11
1 3

Re: Abzockerei.

Kleiner Rassist?

Zum Thema: klar können Sie einen eigenen Parkplatz haben - kostet halt in einer privatwirtschaftlich geführten Garage das zehnfache. Für mickrige 10 E/Monat einen eigenen Parkplatz vor der Türe zu erwarten ist gelinde gesagt: naiv.

Re: Re: Abzockerei.

naiv oder berechtigter Wunsch? ...kann doch nicht zu viel verlangt sein... Zahlen muss man ja auch sofort, und ist was durch die "Parkraumbewirtschaftung" besser geworden oder durch die "grüne Welle"??

Antworten Antworten Antworten Gast: Der Steuerzahler
09.03.2012 17:32
1 0

Re: Re: Re: Abzockerei.

Nur ein kleines Beispiel: wohne im Dachgeschoss einer 30 Parteien-Wohnung mit einer Fassadenbreite von ca. 8 Parkplätzen. Zum Glück kann sich nicht jeder ein Auto leisten - denn wie stellen Sie sich das vor? Das ist eben naiv.

Gast: Bettelstudent
09.03.2012 16:23
1 1

Gehsteige privatisieren!

Ich habe an der TU Gespräche geführt. Wichtigstes Ziel ist nun die vollständige Privatisierung aller Gehsteige in Wien. Zahlreiche Betriebe würden sofort ins Umland abwandern, wenn nicht demnächst die Gehsteige privatisiert werden. Der geschätzte Reinerlös könnte bis zu 1 Mrd. Euro betragen und würde die für Car-Sharing ohnedies geplante Reservierung von 30% aller Parkplätze nachhaltig finanzieren helfen.

 
12 3 4

Wetter

  • Aktuelle Werte von
    00:00
    Wien
    Steiermark
    Oberösterreich
    Tirol
    Salzburg
    Burgenland
    Kärnten
    Vorarlberg
    Niederösterreich

Jetzt Panorama-Newsletter abonnieren

Der tägliche Überblick mit den wichtigsten Meldungen zu den Themen Chronik, Wien und Umwelt. Kostenlos.

Newsletter bestellen

Code schwer lesbar? » Neu laden

AnmeldenAnmelden