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ELGA: Aufträge, am freien Markt vorbei

30.11.2011 | 18:21 |  THOMAS PRIOR (Die Presse)

Oberösterreich soll die zentrale Software für die Online-Krankenakte organisieren. Die Privatwirtschaft übt scharfe Kritik: Die Politik würde mit Steuergeld ein Monopol schaffen.

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Wien. Das Kürzel ÖMS steht für den Verband Medizinischer Softwarehersteller in Österreich. Er wurde vor sechs Jahren gegründet, um die Interessen der Branche zu vertreten und nötigenfalls Missstände aufzuzeigen. Und dazu, meint der Präsident des Verbandes, gibt es dieser Tage allen Grund.

Es sind schwere Vorwürfe, die Klaus Propst gegen die gesundheitspolitischen Entscheidungsträger des Landes erhebt: Bei der Errichtung der Elektronischen Gesundheitsakte (ELGA) werde versucht, den freien Wettbewerb auszuschalten. Ein Monopol würde geschaffen – und Steuergeld in Millionenhöhe vernichtet.

Anlass für diese Kritik war ein Gastvortrag am 15.November im Wirtschaftskammer-Gremium der E-Health-Experten: Hubert Eisl, technischer Geschäftsführer der ELGA-Errichtungsgesellschaft, informierte Berater und IT-Unternehmer aus dem Gesundheitsbereich über den Fortschritt eines Projekts, das ab Mitte 2013 die Krankenakten aller Patienten über ein Netzwerk zugänglich machen soll.

Die Botschaft in Kurzfassung: Die Gesellschafter, also Bund, Länder und Sozialversicherung, hätten das Land Oberösterreich beauftragt, das technische Herzstück für ELGA zu erstellen: eine Software, die alle Stellen im System miteinander verbindet; eine Art elektronische Bibliothek, die Patientenbefunde bei allen Anbietern von Gesundheitsdiensten aufspürt – im Fachjargon „Affinity Domain“ genannt. Oberösterreich wiederum hätte den Auftrag an die Gespag weitergereicht, die landeseigene Gesundheits- und Spitals AG.

 

„Verdeckte Auftragsvergabe“

Der ÖMS wehrt sich „entschieden“ gegen diese Entscheidung, die erstens ohne Ausschreibung zustande gekommen sei – und für die es, zweitens, noch nicht einmal eine gesetzliche Grundlage gebe. Denn der Entwurf für ELGA wird seit Monaten überarbeitet und schaffte es bislang nicht in den Ministerrat. Es handle sich um eine „verdeckte Auftragsvergabe“, die gegen EU-Recht verstoße, kritisiert ÖMS-Präsident Klaus Probst.

Die medizinische IT-Branche fühlt sich von der Politik hintergangen. Man hätte ihr einen freien Wettbewerb versprochen: Jedes Unternehmen, das Software für einen elektronischen Gesundheitsakt herstellt, könne seine Produkte feilbieten, wenn internationale Normen erfüllt werden. Ärzte, Spitäler und Pflegeeinrichtungen, die an ELGA teilnehmen, sollten dann eigenmächtig entscheiden, welches Produkt sie erwerben.

Propst vergleicht es mit der Winterreifenpflicht: Profil und Reifentiefe seien gesetzlich vorgeschrieben – „aber jeder Konsument kann beim Hersteller seiner Wahl einkaufen“. Beim Online-Krankenakt werde dies unterbunden. „Man schafft ein Monopol, weil die Gespag dann den Preis diktieren kann. Den Steuerzahler wird das teuer zu stehen kommen.“

 

Oberösterreich ist vorbereitet

Das Gesundheitsministerium und die Errichtungsgesellschaft hielten sich auf Anfrage bedeckt: Mit der Aufgabe, den Grundversorgungsbereich im System zu erstellen, seien die Bundesländer betraut worden. Entschieden sei noch nichts. Aber Oberösterreich sei natürlich eine Option, sagt ELGA-Geschäftsführerin Susanne Herbek.

Dort ist man offenbar besser informiert: Bis März solle in einer Sitzung der Gesundheitsreferenten entschieden werden, welches Land im Auftrag der anderen acht diese Leistung erbringen solle, erklärt Robert Schütz, Geschäftsführer des hiesigen Gesundheitsfonds. Oberösterreich hätte sich angeboten – alles weitere werde sich zeigen.

Jedenfalls könnte man einen gewissen Erfahrungswert einbringen: Die Gespag habe bereits alle Landeskrankenhäuser und Pflegeeinrichtungen miteinander vernetzt. Die oberösterreichische ELGA-Version nennt sich „Elektronischer Patientenakt“ und soll im nächsten Ausbauschritt auch den niedergelassenen Bereich erfassen.

Rechtlich, meint Schütz, wäre ein Zuschlag für Oberösterreich einwandfrei: „Das wäre kein Akt der Ausschreibungspflicht, sondern ein öffentlicher Auftrag, ELGA technisch bereitzustellen.“ Jene Software, die noch benötigt würde, um das gesamte Bundesgebiet zu bedienen, müsse ohnehin auf dem freien Markt besorgt und daher ausgeschrieben werden. Wie hoch die Errichtungskosten wären? Maximal 1,5Millionen Euro. Und ja, dabei handle es sich um Steuergeld.

 

„Private kommen nicht zum Zug“

Der Gesetzgeber scheint für dieses Prozedere schon vorgesorgt zu haben. Im Entwurf für die Online-Krankenakte (er liegt der „Presse“ vor) heißt es unter dem Titel „Nutzungsrechte“: Den ELGA-Systempartnern stehe „im Rahmen ihrer Zusammenarbeit für die Errichtung und den Betrieb von ELGA ein wechselseitiges, unentgeltliches und zeitlich unbeschränktes Nutzungsrecht an den von ihnen errichteten und betriebenen Komponenten zu.“

Das bedeutet im Klartext: „Private Unternehmen kommen nicht zum Zug“, sagt Klaus Probst. Denn niemand könne gegen ein „unentgeltliches, rein aus Steuergeldern finanziertes System antreten.“

Auf einen Blick

In der Elektronischen Gesundheitsakte (ELGA) sollen ab 2013 alle Patientendaten – von den Befunden bis zur Medikation – gesammelt werden. Ärzte, Spitäler, Pflegeeinrichtungen und die Patienten selbst bekommen Einsicht in die Daten. Der Gesetzesentwurf von Minister Alois Stöger (SPÖ) wird seit Monaten überarbeitet, weil es heftige Kritik von Ärzten und Datenschützern gibt.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 01.12.2011)

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35 Kommentare
 
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Gast: Hellseher XY
02.12.2011 16:02
1 0

Deine Daten werden von Dritten nie zu deinem Vorteil genutzt!

Kann mir vorstellen, dass auf diese Gesundheitsdaten in Zukunft auch bei Gerichtsverfahren zurückgegriffen wird.

Lustig!

Jeder Detektiv steht schon heute vor offenen Datenarchiven. Ich kenne einen, der besorgt mir alles was ich will. Unter Einbeziehung der Krankheitsdaten und Verdachtsdiagnosen bekommen dann private Auseinandersetzungen eine ganz neue Qualität. Auch Psychodiagnosen meiner Geschäftspartner könnten mich in Zukunft Wettbewerbsvorteile verschaffen. Gegen einen kleinen Beitrag komm ich an die ran, wetten?

Nur hoffnungslose Träumer glauben, dass die Einführung dieses Daten-Molochs zwecks Verbesserung ihrer Gesundheit eingeführt wird.

Glaubt das wirklich wer? Kann man denn so dumm sein? Befürworter, meldet Euch!

Gast: BigBrother77
02.12.2011 15:39
2 1

jeder bekommt was er verdient!

Die "ELGA" ist nur ein Stein im Puzzle der Installation einer ... EU-Diktatur.

Andere wären da:

- Abschaffung von Bargeld (wie in Skandinavien versucht, Bankomat ist viel praktischer)

- Abschaffung der Wehrpflicht (stattdessen eine EU-Eingreiftruppe aus bezahlten Söldnern)

- Abschaffung des privaten Waffenbesitzes (jeder Diktatur war es immer ein Anliegen die Bevölkerung zu entwaffnen)

- Vorratsdatenspeicherung ("wer nichts verbrochen hat, hat auch nichts zu befürchten")

- Bewegungsprofile (lustig, du siehst wo deine "Freunde" gerade sind)

- facebook (Selbstdarstellungsplattform auf Freiwilligkeitsbasis)

- Daten"cloud" (externe Datenspeicherung ist viel praktischer, kann man überall darauf zugreifen)

- EU Regierung (selbstverständlich demokratisch legitimiert :-))

etc.

und die Leute sind blind!

Sebifredi
02.12.2011 12:55
0 1

Damit würden auch Fehldiagnosen festgehalten werden und der Arzt bekannt werden, der sie stellte!



Antworten Gast: Datenklau
02.12.2011 15:41
2 0

Re: Damit würden auch Fehldiagnosen festgehalten werden und der Arzt bekannt werden, der sie stellte!

und diese "Fehldiagnosen" landen dann beim Arbeitgeber, bei der Hausbank oder bei deinen Stammtischfreunden.

"Schaust so schlecht aus, stimmt das mit dem Aids?"

Gast: diga
02.12.2011 08:06
2 0

nur ein beispiel...

mal im ernst, hand aufs herz: wer will etwa, dass der zahnarzt, zu dem sie wg einer einfachen plombe hingehen oder ihr hautarzt, wg einer warze am fuß, alles über ihren gesundheitszustand erfährt (hämorhoiden, bluthochdruck, etwa die vor einem halben jahr veschriebene blaue pille, usw. ...)? also bei allen vorteilen, aber ein bisserl eine zurückhaltung wäre schon angebracht!
mfg diga

Antworten Arethas
02.12.2011 12:26
0 0

Re: nur ein beispiel...

So ist es.

Zumal es ja im Erstentwurf hieß, dass auch ApotherkerInnen, die keine Schweigepflicht, aber dafür auch Laufkundschaft haben, Einsicht nehmen dürften...

Antworten Antworten Gast: Katastrofski
02.12.2011 15:44
0 0

Re: Re: nur ein beispiel...

Wahrlich ein Horrorszenario, wo doch die öffentl. Hand immer so penibel auf sensible Daten aufpasst.

Und Datenmissbrauch ist heutzutage ja überhaupt kein Thema mehr ;-)

Die Freundin meiner Nachbarin arbeitet bei der WGKK. Kann mir vorstellen, dass die, wenn sie mich am morgen beim Zeitungsholen trifft wissend anlächelt!

Nur die dümmsten Schafe wählen ihre Schlächter selbst!

Gast: 12345
02.12.2011 08:00
0 0

Risiko und Chance

ELGA ist sicher eine Chance allerdings auch ein Risiko.
Derzeit gibt es sicherlich vieles an Doppelbefunden und ähnlichem großteils unnötigen + teuren Aufwand. Generell werden in jedem Bereich Daten in Datenbanken gesammelt und sind die Chance auf verschiedene Dinge anhand der verfügbaren/abfragbaren Infos zu reagieren= Chance auf bessere Versorgung + Kostengünstig reagieren.
Risiko ist wenn die Daten in falsche Hände gelangen und das ist nur mit schweren Strafen zu verhindern.

Aus der ferne betrachtet -> Das gesamte Österreichische Gesundheitsystem wird nicht mehr lange Finanzierbar sein.

2 0

Sehr problematisch

- Damit wird einsichtig, welche Behandlungen und Medikamente ein Arzt verschreibt. Dadurch wird auch überprüfbar, ob er eh immer die billigste Behandlung wählt, möglichst oft Generika verschreibt etc.

Individuelles Eingehen auf den Patienten und seine Wünsche wird schwieriger - der Druck in Richtung möglichst billiger Schema-F-Behandlung größer.

- Wer glaubt, dass diese Daten nicht (zumindest auf verschlungenen Wegen) bei Arbeitgebern und Versicherungen landen können, hat das letzte Jahrzehnt verschlafen.

- Auch ob die Freiweilligkeit der Teilnahme des Patienten bleibt, ist SEHR zweifelhaft.

- Ob wirklich für das Wohl des Patienten so ein großes Überwachungssystem eingeführt wird, darf bezweifelt werden.

---

Es muss nicht alles gut sein, gegen das sich Ärzte wehren ...


Antworten Arethas
02.12.2011 12:28
1 0

Re: Sehr problematisch

Freiwillig schon, aber vielleicht 10 Euro im Monat "Verwaltungsgebühr" wegen Nichtteilnahme... aber alles freiwillig...

Gast: der wiener
02.12.2011 04:50
1 0

Die eigentlichen Motive sind aber andere:

"Der Arzt könnte haftbar gemacht werden, wenn er einen Befund im Online-Krankenakt übersieht" -> oder feststellt: Der Kollege hat einen "Blödsinn diagnostiziert" - was dann (in einer Branche wo "eine Krähe der anderen kein Auge aushacken darf")?

geredet wird statdessen über:
-Datenschutz (mal ehrlich: wo gibt´s den?)
-Datenmoloch (? bereits bestehende Verknüpfungen: Person, SV, Finanz,...)
- Kosten (äh? ersnst gemeint?)

wo ist der personelle Datenschutz venn die SVA ein Bonus-Malus System andenkt? (Malus f. Raucher, Trinker, Sportler, event. Autofahrer und alle anderen "nicht Körndlfresser)

Antworten Gast: Seher99
02.12.2011 15:54
0 0

Re: Die eigentlichen Motive sind aber andere:

Und am Ende, wenn du eine bestimmte Punktezahl erreicht hast, dann "schalten" sie dich ab.

Alles bei "Rockefeller/Rothschild" nachlesbar!

Gast: Josef K, Bgld
02.12.2011 00:05
0 0

Wahrscheinlich kommt dann ans Tageslicht wieviel wirklich geleistet wird!

Dann wird man sehen was unsere Ärzte leisten und zum verklagen sind sie bei Pannen auch leichter!
Bitte auch eintragen wieviel sich der Arzt Zeit genommen hat!
Was er verschrieben hat und und....

ELGA macht nur Sinn

wenn Ärzte und Patienten verpflichtet werden daran teilzunehmen.
Kann man das? Wohl kaum.

Antworten Gast: DDR 2.0
02.12.2011 15:48
0 0

Re: ELGA macht nur Sinn

Oh, das geht schon!

Und das funktioniert so:

- Vorerst freiwillig zur Hebung der Akzeptanz und Gewöhnung

- Später finanzielle Einbußen bei "Nichtfreiwilligkeit", ähnlich den Erlagscheingebühren

- Wenn einmal die Mehrheit dabei ist, dann erfolgt die Teilnahme für den Rest verpflichtend, sonst Strafe

- Am Ende Einbindung der Daten in die Vorratsdatenspeicherung und Zusammenführung mit Mobilfunkortung und facebook und ...

Nachträglicher Ausstieg oder Rücknahme: Unmöglich!

Gast: MiroL
01.12.2011 15:45
1 0

Fortsetzung

der Korruption lautet nunmehr ELGA

Gast: Hudriwudri
01.12.2011 15:38
0 0

"kein Akt der Ausschreibungspflicht, sondern ein öffentlicher Auftrag"

Das ist ja einmal originell.

kalathos
01.12.2011 15:06
2 0

Dem AKH Wien werden Finanzmittel entzogen, um damit ELGA finanzieren zu können

Wer so wie ich in den letzten 15 Jahren drei Operationen über sich ergehen lassen musste, die alle wegen ihrer Kompliziertheit im AKH Wien durchgeführt werden mussten, kann mit Fug und Recht von sich behaupten, wenigstens in groben Umrissen zu wissen, wovon er redet. Vor allem dann, wenn – wie in meinem Fall – die Operationen mit langen Spitalsaufenthalten verbunden waren und aufwändige Nachbehandlungen erforderten.
Ohne Einschränkungen stelle ich fest, dass die pflegerischen Leistungen, die Freundlichkeit und Zuvorkommenheit des Pflegepersonals von Mal zu Mal besser geworden ist und durchaus die Qualität eines 4-Sterne Hotels erreicht hat. Die Qualität der ärztlichen Leistung hingegen ist hervorragend geblieben, wenn nicht sogar noch besser geworden.
In den letzten Jahren fiel auf, dass es vor allem junge Professorinnen und Professoren sind, die sich in Wien eben erst habilitiert haben, die im Ausland sehr gefragt sind, nicht nur in Europa, sondern auch in Übersee, wie man hört.
Diese gewachsenen Strukturen will man nun aus Geldmangel gewaltsam zerschlagen und damit Wiens Weltruf als Mekka der Medizin zu Gunsten des ELGA-Systems, das den gläsernen Patienten zum Ziel hat, jedoch noch nicht absehbare, jedenfalls aber immense Kosten verursachen wird.
Wenn diese Pläne realisiert werden sollten, dann wird fortan der Computer der erste Ansprechpartner des Arztes sein, erst dann der Patient. Einmal gestellte Fehldiagnosen werden den Patienten ein Leben lang begleiten, weil kein nachbehandelnder Arzt den Mut haben wird, sie zu löschen.

Antworten Gast: Datenfuzzi
02.12.2011 15:52
0 0

Re: Dem AKH Wien werden Finanzmittel entzogen, um damit ELGA finanzieren zu können

Im AKH werden alle Daten gespeichert, die bei einem Aufenthalt in dieser Institution anfallen.

Du kommst also mit Beschwerden in die Notaufnahme. Überforderter Jungarzt schaut in den Computer und entdeckt Widersprüche zwischen deinen Angaben und den Daten. Einsicht in die Daten gewährt er dir nicht.

Schickt dich merklich genervt als Simulant auf die Wartebank. Nach 8 Stündiger Wartezeit (!) ging ich dann nach Hause.

So isses mir dort passiert. Ich lebe noch. Hatte nur höllische Schmerzen!

Besser wirds mit so einer Akte XY sicher nicht.

Antworten Gast: besorgterBürger
01.12.2011 15:48
2 0

Re: Dem AKH Wien werden Finanzmittel entzogen, um damit ELGA finanzieren zu können

Selbst wenn ein Nachbehandler den Mut hätte - er darf und kann nichts löschen!
Über die USA richten wir, weil diese von allen Bürgern und einreisenden Fingerprints nehmen. Die österreichische Politik will nicht nur unsere Fingerprints - die wollen in ihr Innerstes und das unwiderruflich und jederzeit abrufbar.
Unmengen von Geld wird vernichtet unter dem Vorwand der Einsparung durch Doppelbefundung und Doppelverordnungen.
Wohlhabende Menschen werden sich dem durch Besuche in Privatordinationen entziehen und der Staat hat Kosten eingespart, aber nicht durch intelligente Gesundheitspolitik sondern durch Verängstigung der Bürger durch die ELGA. 2013 soll sie da sein die ELGA. Warum wird dazu nicht 2012 das Volk befragt? Es betrifft jeden einzelnen von uns, denn was wenn nicht diese vertraulichen Daten könnte dem einzelnen Bürger wichtiger sein?

Antworten Antworten Gast: Soistesnicht
01.12.2011 23:55
2 0

löschen

...konnte einen Arzt bewegen zu löschen .....fast alles ....wegen "ELGA" plötzlich sagte seine Sekretärin "Herr Doktor dürfens das überhaupt" er wusste warum er löschen wollte ....für mich als Patient......das heisst "meine Gesundheit geht plötzlich alle an!!! Versicherung,Bank,Arbeitgeber,Gericht,Jugendamt,Sportverein,Nachbarin

Antworten Antworten kalathos
01.12.2011 19:03
0 0

Re: Re: Dem AKH Wien werden Finanzmittel entzogen, um damit ELGA finanzieren zu können

Danke für die zusätzliche Information, dass ein nachbehandelnder Arzt eine falsche Diagnose gar nicht löschen darf.
Bei mir wurde in einem n.ö.Landesklinikum Vorhofflimmern festgestellt, das nach gängiger Schulmedizin nur mit Marcoumar, der Bombe unter den Blutverdünnungsmittel, wirkungsvoll behandelt werden könne. Nach mehreren Aufenthalten in Wiener Spitälern wurde diese Diagnose widerlegt und auf Grund anderer körperlicher Defekte für mich sogar als lebensbedrohend attestiert.
Einmal davon abgesehen, zählt auch die Frau Kdolsky zu den glühendsten Verfechterinnen der ELGA. Die ehemalige Gesundheitsministerin ist heute die leitende Direktorin für Gesundheitsdienste bei Pricewaterhousecoopers in Wien, Erdberg, einer auf Gewinn ausgerichteten internationalen Organisation. Alleine das ist schon ein Hinweis darauf, dass es bei der Einführung von ELGA um viel Geld gehen muss. Recht bedenklich ist daher das offensichtlich vollkommene Fehlen öffentlicher Kontrolle, das Ursache dafür werden könnte, dass wieder Millionenbeträge in dunklen Kanälen versickern.
Der Hinweis, dass ELGA zu einem anderen Wort für Korruption werden könnte, ist nicht von der Hand zu weisen und gefällt mir ganz gut.

Gast: rudi1234
01.12.2011 12:53
2 0

ELGA bekämpfen.

Wie kann man ELGA bekämpfen, ich als Patient will nicht meine Daten in keinem System haben.

Wenn diese Daten gesammelt werden und die Arbeitgeber und Versicherungen zugriff darauf haben.
Werden eine ganze menge an Leuten keinen Job und keine Lebensversicherungen etc bekommen.

Antworten Gast: besorgerBürger
01.12.2011 14:38
0 0

Re: ELGA bekämpfen.

... Arbeitgeber und Versicherungen (zumindest private) haben ang. keinen Zugriff darauf. Sollte sich aber zB. in 20 Jahren unsere Regierungsform ändern, wer gibt uns dann die Sicherheit auf Vertraulichkeit?
Wer schützt uns vor "ELGA-Leaks"?
Mit für Sie unangenehmen Erkrankungen die Ihnen ev. später zur Last gelegt werden könnten, sollten Sie schon jetzt unter dem Namen "Dagobert Duck" als Privatpatient zum Arzt gehen. Wenn Arbeitgeber ihre Mitarbeiter bereits jetzt schon über Facebook ausspionieren, ist der Schritt zum Missbrauch der Gesundheitsakte ELGA nur noch eine Frage der Beschaffungswege.
In Zeiten wo Finanzämter dubiose Disketten mit Kontoinformationen kaufen, sollen wir an die Vertraulichkeit der ELGA glauben?
George Orwell war mit "1984 Big Brother is watching You" seiner Zeit erschreckend nahe voraus.
Verlangt man die persönliche uneingeschränkte Haftung der Politiker gegen Missbrauch wird man sehen wie stumm es plötzlich wird...
Schlussendlich wäre das ganze eigentlich nur mit einer Volksabstimmung abzuwenden denn es geht um viel viel Geld. Die Datenhoheit bei ELGA liegt beim Staat und nicht mehr beim Patienten - das ist neu und sehr gefährlich!

Antworten Antworten Gast: Dati
02.12.2011 16:20
0 0

Re: Re: ELGA bekämpfen.

volle Zustimmung!

Die jetzigen Politikdarsteller werden schon längst nicht mehr unter uns weilen, deine Daten geistern dann noch immer herum!

Am meisten erschüttert mich das in Österreich noch immer tief verwurzelte Obrigkeitsvertrauen, welches solch perfide Disziplinierungsmassnahmen nicht durchschauen läßt.

Gast: lächerlich
01.12.2011 09:21
2 0

ÖMS ist ein Lachnummer

dem ganz sicher nicht die namhaftesten medizinischen Softwarehersteller Österreichs angehören.
Viele Jahre ruhte der Verein sanft und wird jetzt wieder aktiv, weil jemand seine eigenen Brötchen backen will und nun versucht, das über diesen sonderbaren Verein zu kommunizieren.
So war es auch schon zu Zeiten der Einführung der e-Card, als diese dubiose Vereinigung gergündet wurde, weil sich die Herren Probst und Schebesta übergangen fühlten.
Damals sah sich der Gutteil der medizinische Softwarehersteller gezwungen, sich von den Ankündigungen dieses Vereines, der vorgibt die Softwarehersteller zu vertreten, zu distanzieren.
Praktischerweise sind die Betreiber dieser Kampagne auch in führenden Vereinspositionen und der Sitz des Vereines ist gleich am Firmenstandort angesiedelt.
Eine sehr einseitige, leicht zu durchschauende Interessenvertretung, nämlich lediglich die der eigenen Interessen und sicher nicht die der Steuerzahler, Patienten oder Ärzte.

 
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