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Bundesbeamte im Schnitt mit 60,5 Jahren in Pension

07.10.2012 | 18:15 |   (Die Presse)

Das Antrittsalter für den Ruhestand sinkt leicht. Die meisten Einsparungen an Posten weist das Personaljahrbuch des Bundes beim Verwaltungsdienst und beim Militär aus. Die Zahl der Beamten sinkt beständig.

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Wien. Bundesbeamte gehen im Durchschnitt rund 2,4 Jahre später als Beschäftigte in der Privatwirtschaft in Pension. Mit 60,5 Jahren gingen die Beamten im Bundesdienst im vergangenen Jahr aber etwas früher in den Ruhestand als im Vergleichsjahr 2010 mit 60,6 Jahren. Gründe dafür dürften sein, dass in manchen Ministerien – beispielsweise im Verteidigungsressort – Personal abgebaut werden muss. Das passiert in vielen Fällen mit Pensionierungen. Außerdem nützt so mancher Bediensteter, der die Anspruchsvoraussetzungen für die Pension erfüllt, die Gelegenheit, bevor es 2014 zu Verschärfungen kommt.

 

Durchschnittsalter 45 Jahre

Insgesamt weist das neue, der „Presse“ vorliegende Personaljahrbuch des Bundes im Staatsdienst 132.357 Beschäftigte (umgerechnet in Vollzeitjobs) mit Ende 2011 aus. Damit ist der Personalstand gegenüber 2010 um knapp 500 gesunken. Mit dem Sparpaket im heurigen Frühjahr wurde ein weitreichender Aufnahmestopp im Bundesdienst beschlossen, mit dem der Sparkurs verstärkt wird.

Eine der Folgen ist, dass die aktiven Mitarbeiter im Bundesdienst immer älter werden: Im Jahr 2011 ist deren Durchschnittsalter bereits auf 45 Jahre gestiegen. Das sind um fast fünf Jahre mehr als noch 1995, damals lag das Durchschnittsalter der Aktiven bei 40,5 Jahren. Eines der Probleme: Im Schnitt verdienen ältere Bedienstete im Regelfall auch mehr, was wiederum höhere Kosten für den Bund zur Folge hat.

Der Anteil der Bediensteten, die 45 Jahre oder älter sind, ist im gleichen Zeitraum immerhin von 35 auf 55 Prozent gestiegen. Im Jahr 1995 waren die stärksten Jahrgänge im Bundesdienst 32 bis 34 Jahre alt. Inzwischen sind diese Mitarbeiter 48 bis 50 Jahre alt und laut neuem Personaljahrbuch immer noch zahlenmäßig die stärkste Gruppe.

Erstmals wurde die Entwicklung der Personalstände im aktuellen Jahrbuch genauer aufgelistet. Demnach ist der Verwaltungsdienst mit 45.907 Mitarbeitern der größte Sektor im Staatsdienst. Rund jeder dritte Bedienstete zählt dazu: Das Spektrum reicht von Sachbearbeitern und Personalentwicklern bis hin zum Vermessungs- oder Reinigungsdienst. Gegenüber 1999 ist die Zahl der Verwaltungsbediensteten um 15,2 Prozent zurückgegangen. Damit wurden umgerechnet rund 8200 Vollzeitjobs im Verwaltungsdienst eingespart.

Dahinter folgt ein Bereich, der wegen der geplanten Heeresreform bereits seit einiger Zeit im Mittelpunkt steht, das Personal im militärischen Dienst. Dieses wurde um 12,2 Prozent reduziert und zählt noch 14.392 Personen, das sind 10,9 Prozent des gesamten Bundespersonals.

 

Nur mehr rund 80.000 Beamte

Eine andere Entwicklung setzt sich beständig fort: Die Zahl der pragmatisierten Bediensteten, also der Beamten, ist kontinuierlich rückläufig. Erstmals wurde im Vorjahr mit 79.574 die Marke von 80.000 Beamten unterschritten. Auch dafür gibt es einen eindeutigen Grund, nämlich einen weitreichenden Stopp von Pragmatisierungen (ausgenommen ist etwa die Exekutive) in den vergangenen Jahren.

Das hat folgenden Effekt: Bei den Bundesbediensteten, die älter als 50 Jahre sind, beträgt der Anteil der Beamten noch 75,2 Prozent. Bei jenen unter 40 Jahren liegt er nur mehr bei knapp 41 Prozent.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 08.10.2012)

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13 Kommentare
Gast: gast name
08.10.2012 19:03
0 0

ueber schrift

ich weiss aber nicht wie man ohne je etwas gearbeitet zu haben, ausser die beuerger auszunehmen ueberhaupt in bezahlte pension gehen kann, moechte es aber wissen...

Beamte privilegiert???

Unverständlich, dass die Gewerkschaft Öffentlicher Dienst mit ihren sehr hohen Mitgliedsbeiträgen diese Tatsachen nicht in die Öffentlichkeit bringt und Staatsbedienstete jede Hetze ungeschützt zu ertragen haben:

Beamte gehen um Jahre später in Pension als ASVGler, müssen Pensionssicherungsbeitrag (=Pensionsbeitrag auch in der Ruhestandszeit!) zahlen, bekommen keine Abfertigung, zahlen deutlich höhere Pensionsbeiträge als andere Berufsgruppen und erreichen schändliche Anfangsgehälter sowie unterdurchschnittliche Netto-Lebensverdientsummen. Sie müssen bei allen medizinischen Leistungen Selbstbehalte berappen, bleiben dem Disziplinarrecht auch im Ruhestand voll unterworfen; das Regelpensionsalter auch Beamtinnen ist - sofern sie nicht sehr hohe Abschläge in Kauf nehmen - 65, denn das 5-Jahres-Privileg der ASVGlerinnen gilt bei ihnen nicht.

Doch selbst wenn die Staatsdiener bis 100 (und gratis) arbeiten müssten, würden sie von der neid- und hasserfüllten, desinformierten Öffentlichkeit noch als "privilegiert" dargestellt,

Übrigens: Heuer gibt es (wieder) Null-Lohnrunde - die Metaller fordern 5 Prozent ... Die Abschlüsse der letzten Jahre waren, wenn nicht überhaupt (mehrmals) Nulllohnrunden, so deutlich unter der Inflationsrate.


Antworten Gast: Das Ekel Alfred
08.10.2012 16:06
0 1

Immer wieder das Abfertigungs-Märchen


Die dauernde Wiederholung macht ein Märchen auch nicht wahr.

Ein Märchen bleibt immer ein Märchen, wie oft man es den Kleinkindern auch vorliest.



ps. Beamte stellen sich gerne als armes Opfer dar ("Gratis bis 100"). Einmal sollten sie die Existenzängste fühlen, die Arbeitssuchene nach einer Kündigung durchleben.



Gast: Antiislamist
08.10.2012 13:44
2 0

Sind die Bu-beamten relativ strikt kontrolliert, und wird auch bei denen stark gespart

bleiben die Mchinationen rund um die Landesbeamten im Dunkeln.

Das Land NÖ etwa gibt bis heute nichtt preis, welchen Personalaufwand durch die Landesbeamten entstehen.

Das Land leistet sich den Luxus, den Schotter von pragmatisierten Landesbeamten transportieren zu lassen, und die Leute die den Salat in der Küchde der Landesregierung schneiden sind auch pragmatisiert.

Das ist ein Wahnsinn, aber solang die Schwarzen in NÖ die absolute haben kann sich der Landesfürst seinen Hoftsaat leisten...

Wahnsinn was das kostet, in der Stadt Wien gehen etwa jährlich 700-800 Magistratsbeamte in Frührrente wegen "Überlastung" oder "berufsbedingter Arbeitsunfähigkeit"...

Die VP griff im Sparpaket massiv die Bundesbeamten an, obwohl de Bu-Beamten für den Staat und etwa die öffentliche Sicherheit viel höhere BEdeutung haben als Landesbeamte.

Alles was Landesbeamte machen könnte genausogut und vielbilliger von Leiharbeitern oder prekären Beschäftigten auch erledigt werden...

SOlange die Schwarzen mit ihren Landesfürsten ihre landesfürstliche Allmacht ausspielen wird sich daran nix ändern; die Leute am Land sind eben so dass sie immerdiesleben wählen.

Personal im militärischen Diens

da wird sich aber in Zukunft nicht viel ändern.
Statt der Systemerhalter gibt es dann Vertragsbedienstete (Köche,...) - also mehr Personal als jetzt.
Gute Lösung!

die zu früh in Pension gehenden Beamten

Artikel nicht gelesen ?
"Bundesbeamte gehen im Durchschnitt rund 2,4 Jahre später als Beschäftigte in der Privatwirtschaft in Pension"
Was soll diese Hetze schonwieder ???

Entpragmatisierung

Die Entpragmatisierung hat den wesentlichen Vorteil, dass die Korruption besser funktioniert, wie die Statistik deutlich belegt.

Gast: Zeifel tut not
08.10.2012 07:24
0 1

Da hat es sich sicher besonders ausgezahlt

daß der Sozialminister, der ja ehemaliger Gewerkwschaftsboß der öffentlich Bediensteten ist den ASVG Beschäftigten verbietet Invalid zu werden!
Denn, wie wir alle wissen: an der Misere der Pensionen sind die Invaliden schuld, und nicht irgendwelche anderen Leut!
Und gar nicht die zu früh in Pension gehenden Beamten!

Re: die zu früh in Pension gehenden Beamten

Artikel nicht gelesen ?
"Bundesbeamte gehen im Durchschnitt rund 2,4 Jahre später als Beschäftigte in der Privatwirtschaft in Pension"
Was soll diese Hetze schonwieder ???

Jetzt steht's auch wirklich unter Ihrem Kommentar.

Antworten Antworten Gast: zweifel tut not
08.10.2012 17:14
0 0

Re: Re: die zu früh in Pension gehenden Beamten

zu früh ist zu früh! Oder etwa nicht? 60,5 ist nicht das Regelpensionsalter. Und Beamte sind von der Reform der Invaliditätspension ausgespart. Oder etwa nicht?
Nur wenn man mal unbqueme Wahrheiten ausspricht ist man gleich ein Hetzer?
Ich versichere Ihnen, zu hetzen war niemals meine Absicht!

Re: 60,5 ist nicht das Regelpensionsalter

Nein, ist es nicht. Allerdings müssten Sie sich dann über ASVG Versicherte in gleichem Maße aufregen, denn die gehen um 2,4 Jahre früher. Und davon stand in ihrem Posting nichts.

Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: zweifel tut not
08.10.2012 19:00
0 0

Re: Re: 60,5 ist nicht das Regelpensionsalter

Alle Österreicher gehen zu früh in Pension, durchschnittlich! Und was tut man? Man bestraft diejenigen die chronisch krank sind und früher sterben werden!
Anstatt für Anreize zu sorgen daß Beamte später in Pension gehen oder zu verhindern daß Unternehmen ihre alten Arbeiter und Angestellten aussortieren und in die Arbeitslose entsorgen!
Man trampelt auf denen rum die sich nicht wehren können! Aber diejenigen die eine mächtige Lobby haben werden verschont.
Das hinterlässt einen bitteren Geschmack.

Re: Re: die zu früh in Pension gehenden Beamten

Das ist richtig; die Bundesbeamten sind die Berufsgruppe mit dem spätesten faktischen Ruhestandsantritt.

Doch die Öffentlichkeit nimmt das nicht zur Kenntnis und behauptet das Gegenteil.

Amtshilfe