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Syrien: Assads Truppen rücken auf Aleppo vor

25.07.2012 | 18:18 |  Von unserem Mitarbeiter MARTIN GEHLEN (Die Presse)

Wegen der heftigen Gefechte in seinem Nachbarland schließt die Türkei die Grenzübergänge zu Syrien. Assads einstiger Vertrauter Tlass wirft dem Regime Verbrechen vor.

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Kairo/Damaskus. Die Gegenoffensive des Assad-Regimes rollt. Nachdem die Rebellen in den vergangenen Tagen aus den meisten Stadtteilen von Damaskus vertrieben worden waren, verlegte Syriens Militärführung in der Nacht auf Mittwoch große Truppenverbände in die Stadt Aleppo. Dort haben Kämpfer der „Freien Syrischen Armee“ mehrere Außenbezirke unter ihre Kontrolle gebracht. Ein BBC-Reporter filmte zwei MiG-Kampfflugzeuge, die über der Stadt flogen, ohne jedoch Bomben abzuwerfen.

Den ganzen Tag wurde in den Straßen der Wirtschaftsmetropole heftig gekämpft. Hubschrauber griffen mit Bordkanonen und Raketen an. Die Bewohner in den wohlhabenden Vierteln der Innenstadt verbarrikadierten sich in ihren Wohnungen. Alle Staatsbediensteten wurden über Fernsehen aufgefordert, nicht aus dem Haus zu gehen. Der Flughafen war überfüllt mit Menschen, die sich nach Beirut, Dubai oder Amman in Sicherheit bringen wollten.

Laut der Oppositionsgruppe Avaaz gab es im Zentralgefängnis von Aleppo einen Aufstand politischer Gefangener, der nach 24 Stunden von Sicherheitskräften blutig niedergeschlagen wurde. Mindestens zehn Menschen starben, über 40 wurden verletzt. Die Gefangenen hatten drei Wächter in ihre Gewalt gebracht und die „Freie Syrische Armee“ zu Hilfe gerufen. Deren Kämpfern gelang es aber nicht, in das Innere der Haftanstalt vorzudringen und die 6000 Insassen zu befreien. Eine ähnliche Revolte hatte es am Wochenende zuvor bereits in Homs gegeben. Dort hatten die etwa 5500 politischen Gefangenen vorübergehend einen großen Zellentrakt in ihre Gewalt gebracht. Nach Augenzeugenberichten flüchteten sie sich teilweise auf das Dach der Haftanstalt, nachdem Soldaten im Inneren Tränengasgranaten gezündet und scharf geschossen hatten.

 

„Das Regime ist korrupt“

Der in die Türkei desertierte General Abdelrazak Aslan gab gegenüber dem Sender al-Jazeera an, über 200.000 Menschen seien seit Beginn des Aufstandes verhaftet worden. Insgesamt sind bereits 27 hohe Offiziere zu den Assad-Gegnern übergelaufen. Für Aufsehen sorgte der desertierte Brigadegeneral und frühere Freund von Präsident Bashar al-Assad, Manaf Tlass: Im TV-Sender Al Arabiya warf er den Regierungstruppen Verbrechen vor. „Das Regime ist korrupt“, sagte er. Es waren die ersten öffentlichen Äußerungen des ehemals hochrangigen Offiziers der Republikanischen Garden. Tlass war als einer der wenigen sunnitischen Muslime Teil des innersten Machtzirkels um Assad, der größtenteils aus Alawiten besteht. Auch die syrische Geschäftsträgerin auf Zypern, Lamia al-Hariri, sowie ihr Mann, Abdel Latif Dabbagh, Botschafter in den Vereinigten Arabischen Emiraten, legten ihr Amt nieder und setzten sich nach Katar ab.

 

UNO zieht Hälfte der Beobachter ab

Die UNO brachte derweil die Hälfte ihrer 300 unbewaffneten Beobachter außer Landes. Die Mission der übrigen 150 Blauhelme war vergangene Woche vom UN-Sicherheitsrat „ein letztes Mal“ für 30 Tage verlängert worden. Derweil schloss die Türkei „aus Sicherheitsgründen“ ihre Grenzübergänge nach Syrien, die wenige Tage zuvor von den Rebellen erobert worden waren.

In Damaskus konzentrierten sich die Kämpfe am Mittwoch laut Menschenrechtsgruppen auf die Stadtteile Hajar al-Aswad und al-Tel, die letzten Bastionen der Rebellen in der Hauptstadt.

 

Neue Artillerieangriffe auf Homs

Auch die bereits zu 80Prozent zerstörte Stadt Homs wurde mit Granaten beschossen. In dem Dorf al-Shareea bei Hama sollen Assad-Milizen 16 Menschen massakriert haben, die nach dem Ramadan-Abendgebet aus der örtlichen Moschee kamen. Damit sind in Syrien seit dem Attentat auf die Regimespitze vor zehn Tagen insgesamt 1260 Menschen getötet worden, seit Beginn des Aufstands gegen Bashar al-Assad im März 2011 starben über 19.000.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 26.07.2012)

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66 Kommentare
 
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Gast: Üzi Güzi
26.07.2012 01:06
4 0

Wasserkämpfe im Mittleren Osten

Syrien unterhält - wie fast alle arabischen Staaten - zur Türkei keine freundschaftlichen Beziehungen. Zu tief sitzen bei den arabischen Staaten noch die Erinnerungen an die Zeit der osmanischen Besetzung

Vom Krieg um Öl zum Krieg um Wasser:
Aufstieg und Fall eines Großprojektes in Kurdistan

webcache.googleusercontent.com/search?q=cache:PctP3VqWqYUJ:www.nadir.org/nadir/periodika/kurdistan_report/9889/10.htm

Gast: Gesichtschirurg
26.07.2012 00:20
2 1

Die Türkei bekommt neue Nachbarn:

Al Kaida und die PKK Filiale Syrien.

12 2

Assads Truppen

Das sind nicht Assads Truppen sondern die syrischen.

0 3

Re: Assads Truppen

Nein es sind Assads Truppen ;)

Gast: werbistdu
25.07.2012 23:12
0 2

Die Assad Bande

sehen ihren Kopf schon in der Schlinge, und und versuchen schon im Ausland unterzutauchen.
Ein Teil des Vermögens soll angeblich schon in Russland sein

10 2

"Ein BBC-Reporter filmte zwei MiG-Kampfflugzeuge, die über der Stadt flogen, ohne jedoch Bomben abzuwerfen."

Die bekommen bestimmt bald eine Weisung, nichts mehr zu senden, was nicht nach Brutalität aussieht.

Also wenn schon Migs, dann mit Bomben bitte! Zumindest könnte man behaupten, sie würden von einem Bombenangriff zurückkommen.

Ich befürchte, die USA


unterstützen nur deshalb die radikalen Islamisten in der Region, um eines Tages eine Begründung zu haben diese Länder zu nuken!


11 0

die rebellen

bis jetzt sind die gegner von assad, in unseren medien nur als "die rebellen" bekannt. sie werden angeblich von saudiarabien unterstützt.
die uno ist offensichtlich noch von den abstimmungsgegnern, die aber bekannt sind, gänzlich blockiert.
die wichtigsten leute der rebellen sind uns nicht benannt worden, auch keine stellungnahmen aus dieser richtung waren zu vermerken,stattdessen endlose videos grauslicher attacken auf eine schutzlose bevölkerung.
wenn irgendeine verbesserung in syrien angestrebt wird, muss aber doch ein anführer dafür worte vor der sg. weltöffentlichkeit von sich geben. cnn und co. haben ja sonst auch immer wege zur informationsbeschaffung gefunden.


Re: Das ist eben die EU !!!!

Wenn's wenigstens für uns wäre. Aber am Ende sind wir doch alle nur Vasallen der USA.

Gast: efes pilsen basket
25.07.2012 17:51
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die türkei sollt auch für die eu griechen die grenze dicht machen

wir haben schön fast 50.000 EU griechen als gast arbeiter in der türkei--SYRIEN bezieht sein strom zu 100 prozent aus der türkei--das sollte mann auch jetzt abschalten -- DIE TÜRKEI SOLLTE AUCH DAS WASSER ABSCHALTEN -- ICH sehe nicht ein warum wir unseren wasser gratis hergeben und für öl bezahlen müssen -- wasser ist wichtiger als öl -- für 1 liter wasser 10 liter öl - so sollte es sein
M F G

Antworten Gast: Üzi Güzi
26.07.2012 00:44
5 0

wir haben schön fast 50.000 EU griechen als gast arbeiter

Tauschen wir, wir bekommen die 50.000 Griechen und ihr bekommt 50.000 türken wieder heim.

Antworten Gast: Üzi Güzi
26.07.2012 00:38
5 0

Nach türkischen Angaben ..........

Erinnert mich stark an die Lügen, welche die Türken und die Türkei immer verbreitet und auch noch selbst glaubt.

Re: die türkei sollt auch für die eu griechen die grenze dicht machen

keine gratis wasser mehr an IRAK und SYRIEN ...... 100 l wasser gegen 1000 l öl DAS SOLLTEN DIE türken jetzt umsetzen

Re: die türkei sollt auch für die eu griechen die grenze dicht machen

türkisches wasser????

Antworten Antworten Gast: korregt richtig
25.07.2012 19:16
4 6

Re: Re: die türkei sollt auch für die eu griechen die grenze dicht machen

korregt richtig türkisches wasser so ist das wenn sie etwas ahnung haben

Antworten Antworten Antworten Gast: Jessasna-
25.07.2012 20:07
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Re: Re: Re: die türkei sollt auch für die eu griechen die grenze dicht machen

Kollega, in der Sonderschule warst du bestimmt der Checker?

Re: Re: Re: die türkei sollt auch für die eu griechen die grenze dicht machen

"korregt richtisch, Alder. Hastu problehm?"

Hihihihihhi...

Alpenkellner kriegen kalte Füsse!

Gast: Differenziert
25.07.2012 16:19
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Antworten Gast: die matrix
25.07.2012 18:00
14 2

Re: Und ihr denkt, es geht um einen Diktator!


Ja, diesen FAZ-Artikel sollte wirklich JEDER lesen!

Die "freie westliche Presse" ...

.... degeneriert zum "Sprachrohr Al Qaidas"

Lasst euch nicht verarxxxen, hier geht um die kurdische Minderheit, die die türkischen LKWs angegriffen hat.

Es sind sehr wahrscheinlich Naschublieferungen an die von den Türken bezahlten und logistisch unterstützten Aufständischen aufgebracht worden!

Natürlich hat die Türkei nun das Problem, dass sie eigene LKWs nicht mehr nach Syrien schicken kann.

Shit happens!

Debka Files unterrichted nun, dass die Bodentruppen der syrischen "Freunde" aus der Türkei und Israel und UK bald einmarschieren werden, da die FSA zu schwach ist!

Und was sagt die FAZ dazu:

http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/syrien-und-ihr-denkt-es-geht-um-einen-diktator-11830492.html

wieso schreibt keine zeitung!!

die kurden sind bald unabhängig von araber!!aber niergendswo sehe ich was!!

10 0

Wo bleibt das Geschrei der Pazifisten...??


Die TR soll lieber die Grenzen zu Europa dicht machen!

Ansonsten werden die EU-Heranführungshilfen im mehrstelligen Milliarden Bereich ausgesetzt.

 
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