21.05.2013 19:12 Merkliste 0

Syrien: Neue Spekulationen über türkische Intervention

10.08.2012 | 11:59 |   (DiePresse.com)

Angeblich will Ankara Sicherheitszonen auf syrischem Gebiet errichten. Die Briten geben den Rebellen unterdessen Ausrüstung in Millionenwert.

Artikel drucken Drucken Artikel versenden Senden Merken AAA Textgröße Artikel kommentieren Kommentieren

Vor einem Besuch von US-Außenministerin Hillary Clinton in Istanbul gibt es in der Türkei neue Spekulationen über eine bevorstehende Militärintervention in Syrien. Die Pläne sähen die Einrichtung von insgesamt fünf "Sicherheitszonen" auf syrischem Gebiet vor, berichtet die Zeitung "Cumhuriyet" am Freitag unter Berufung auf Regierungsmitarbeiter.

Diese Gebiete sollen sich demnach von der türkischen Grenze aus rund 20 Kilometer tief auf syrisches Gebiet erstrecken. Clinton will an diesem Samstag mit der türkischen Regierung über den Konflikt in Syrien sprechen.

Ankara hält sich die Einrichtung von Schutzzonen in Syrien offiziell ausdrücklich als Möglichkeit offen, betont aber seit Wochen, es gebe noch keine Entscheidung für einen solchen Schritt. In jüngster Zeit hatte die türkische Armee zusätzliche Einheiten im Grenzgebiet zusammengezogen. Laut "Cumhuriyet" sollen die türkischen "Sicherheitszonen" entlang der wichtigsten Verbindungsstraßen zwischen der Türkei und Syrien eingerichtet werden.

53.000 syrische Flüchtlinge in der Türkei

Nach Angaben von Regierungspolitikern könnte unter anderem ein großer Flüchtlingsansturm wegen der Kämpfe in der nur 50 Kilometer südlich der türkischen Grenze gelegenen Wirtschaftsmetropole Aleppo den Ausschlag für eine Intervention geben. Schon jetzt halten sich rund 53.000 syrische Flüchtlinge in türkischen Auffanglagern an der Grenze auf. Die Zahl der Flüchtlinge hat sich seit Mai verdoppelt. Auch die laut der türkischen Regierung zunehmenden Aktivitäten der Rebellengruppe PKK im Norden Syriens werden als möglicher Grund für eine türkische Militäraktion jenseits der Grenze genannt.

Clinton will nach Abschluss einer Afrika-Reise am Samstag in Istanbul mit dem türkischen Außenminister Ahmet Davutoglu zusammenkommen. US-Präsident Barack Obama und Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan hatten kürzlich am Telefon über die Vorbereitungen auf eine neue Ära in Syrien nach einem Sturz der Regierung von Bashar al-Assad gesprochen.

"Wir kämpfen weiter um Salaheddin"

Die Kämpfe in der syrischen Wirtschaftsmetropole Aleppo dauern unterdessen an: Dem strategisch wichtigen Viertel Salaheddin in der syrischen Millionenstadt Aleppo sind am Freitag erneut schwere Gefechte gemeldet worden. In den Straßen von Salaheddin werde weiter gekämpft, sagte Hussam Abu Mohammed, Kommandant der oppositionellen Freien Syrischen Armee, der Nachrichtenagentur AFP. "Wir kämpfen weiter um Salaheddin, weil wir diesen Bezirk nicht aufgeben werden."

Ausrüstung in Millionenwert

Großbritannien stellt den Rebellen unterdessen Ausrüstung im Wert von fünf Millionen Pfund (6,3 Millionen Euro) für ihren Kampf gegen das Regime zur Verfügung. Dabei handle es sich nicht um tödliche Waffen, betonte Außenminister William Hague am Freitag in London. Unter den Hilfsmitteln seien vor allem Funk- und Kommunikationstechnik sowie medizinische Hilfe. Auch Schutzanzüge seien dabei. "Da es keine diplomatischen Fortschritte gibt, wird das Vereinigte Königreich jetzt einiges mehr tun."

(APA/AFP)

Testen Sie "Die Presse" 3 Wochen lang gratis: diepresse.com/testabo

Mehr zum Thema:

Mehr aus dem Web

33 Kommentare
 
12
Gast: rooty
11.08.2012 16:18
1 0

Die Türkei arbeitet eng mit der EU und den USA zusammen


Ist doch lustig hier, wie Diktator-Assad Anhänger und Nicht-Österreicher nur noch Blödsinn von sich geben.

Die Türkei, die EU (auch Ö) und die USA arbeiten eng zusammen bezüglich Syrien.

Alles ist geregelt und besprochen.

Da die Türkei unmittelbar an die Diktatur Syriens angrenzt und bereits über 55.000 Flüchtlinge aufgenommen hat, werden auch Szenarien auf den Tisch gelegt, wenn es zu einem Ansturm kommen KÖNNTE.

Wie man heute bereits gesehen hat, hat Jordanien auf die Syrische Armee an der Grenze zurück geschossen, als Assads Grenzmiliz auf Flüchtlinge an der Grenze gefeuert hatte.

Die Türkei hat natürlich das völkerrechtliche Recht, die Fliehenden aus Syrien zu beschützen, wenn sie beim fliehen durch Assads-Scharfschützen beschossen werden.

Schützen ja

Aber auf türkischem Gebiet.
Die Türkei hat nicht das Recht Paramilitärs bis an die Zähne zu bewaffnen und mit eigenen Offizieren nach Syrien einzuschleusen um dort Guerilla zu spielen.

Antworten Antworten Gast: hermas
12.08.2012 15:44
0 0

Re: Die Türkei arbeitet eng mit der EU und den USA zusammen

Wo haste denn diesen Wahnsinn her ?

Einfach lächerlich, "polterndergeist".


Gast: Wasserlaeufer
11.08.2012 10:39
7 1

Tuerkei gegen Russland und China?

Na dann viel Vergnuegen Mr. Erdogan.

Antworten Gast: Beliebtes Wirtschaftembargo
11.08.2012 12:17
7 2

Event. kleines Wirtschaftembargo gegen Türkei

durch Russland & China nach dem Vorbild der guten EU? Kriegstreiber wie die Türkei sind zu isolieren. Botschafter einbestellen.

Antworten Antworten Gast: gast. haso
11.08.2012 13:36
1 5

Re: Event. kleines Wirtschaftembargo gegen Türkei

Wohier kommen bei denn Osisi dieses bauchschmertzen..mischt euch nicht ein was welt gemeinder bettrift..

Antworten Gast: werbistdu
11.08.2012 10:53
1 2

Re: Tuerkei gegen Russland und China?

Türkei mit der Weltgemeinschaft gegen das menschenunwürdige Russland und China...
so schauts aus.
...die Russen haben schon lange nichts mehr zu sagen

Antworten Antworten Gast: Wasserlaeufer
11.08.2012 13:30
1 1

Re: Re: Tuerkei gegen Russland und China?

Das Zauberwort in jedem Konflickt ist:

"Vital Interests"

"Lebenswichtige Interessen"

Wie schon Robert Kennedy ueberzeugend
ausgefuehrt hat, kann kein System,
Demokratieen oder nicht,
auf vitale Interessen verzichten,
und zu diesen vitale Interesse Russlands gehoert nun einmal eine gesicherte Miltaerbasis im Mittelmeerraum.

Basta!

Gast: Hannes Kannes
11.08.2012 10:12
0 1

" Die Pläne sähen die Einrichtung von insgesamt fünf "Sicherheitszonen" auf syrischem Gebiet vor"

Die "Sicherheits- oder Schutzzonen" werden nur gefordert, um den - zuletzt schwer in die Defensive geratenen Söldnern - pardon - "Aktivisten" einen Rückzugsraum schaffen zu können und sie mit Waffen u. Munition versorgen zu können, damit sie weiter Angriffe gegen die syrische Armee starten können und das Land durch Terror und Sabotage zermürben können.


Gast: nicht käuflicher Politiker
11.08.2012 08:37
0 1

Syrien wird, falls notwendig, massive miitärische Hilfe aus dem Iran bekommen. Syrien befindet sich mit dem Iran hochoffiziell in einem Verteidigungsbünnis.

Bei der gegenwärtigen Invasion von Aleppo mit irregulären Kräften war in Syrien und dem Iran überlegt worden, den Bündnisfall zu erklären. Entschieden wurde dabei jedoch, dass die syrische Armee stark genug ist, um mit dem Terror der Söldnerbanden fertig zu werden. Das ist sicher keine Feigheit von Seiten des Iran, sondern eher Taktik: man möchte dem Gegner nicht das moralische Argument in die Hand geben, der Iran sei zur Niederschlagung einer Revolte mit Truppen in Syrien eingefallen, so wie die Saudis in Bahrein.

Stattdessen hat der Iran nochmal bekräftigt, dass, wenn sich irgendwelche fremden Staaten mit offizielen Truppen einmischen, sei es unter dem Vorwand eines Korridors, einer No-Fly-Zone oder was auch sonst eines Vorwandes, dann der Bündnisfall gegeben ist und der Iran darauf so reagieren wird, wie auf einen Angriff gegen iraniches Territorium.

Die Verteidigungsdoktrin des Iran ist offensiv – wer auch immer den Iran angreift, muss damit rechnen, als unmittelbare Antwort sofort heftige Gegenschläge auch auf sein eigenes Territorium hinnehmen zu müssen. Mit anderen Worten: sollte die Türkei mit offiziellen Truppen in Syrien einfallen, könnte der Iran beispielsweise als direkte Antwort türkisch-Kurdistan von türkischen Truppen befreien oder Kommandozentralen in Ankara mit Raketenstreitkräften angreifen.

Antworten Gast: unkäuflicher Realist
11.08.2012 16:29
0 0

Re: schönes Märchen, "käuflicher politiker"


Kannst Dir aber nix kaufen für Deine Geschichte.

Gibt nicht mal nen cent dafür.

Gast: Roswithaa
10.08.2012 20:15
3 1

Tja

Die Türkei hat doch nur ein Ziel-die syrischen Kurden daran zu hindern einen Kurdenstaat auszurufen. Ich denke nicht,dass sie nur den Flüchtlingen helfen wollen,sondern ihre Soldaten in den Syrienkonflikt einzumischen,um die Rebellenorganisation PKK heimlich in Syrien anzugreifen. Und was für ein Zufall,dass sie 5 "Sicherheitszonen" einrichten wollen,wahrscheinlich wollen sie diese auch bei den 5 befreiten Gebieten,wo die Kurden jetzt regieren,einrichten.Liebe Türkei,wir Menschen sind nicht dumm.

Re: Tja

Doch !

Gast: 1510
10.08.2012 19:04
7 1

---

Ohne diese und andere Waffenlieferungen wäre der Krieg schon lange beendet.

Gast: maas
10.08.2012 18:47
1 0

Wenn tausende Flüchtlinge aus Syrien an die Türkische-Grenze kommen, sind Sicherheitszonen für Zivilisten möglich


Das sehen auch die UN-Konventionen vor, sollte das Nachbarland nicht mehr in der Lage sein, den Flüchtlingsstrom (Tausende Fliehende auf einmal) aufzunehmen.

Eine Option von 20 km auf syrischen Boden ist sehr angemessen, um dort Zehn- bis Hunderttausende Flüchtlinge aufzunehmen, die auf einen Schlag kommen würden.


Gast: advo
10.08.2012 17:11
3 1

Aufstand

Warum wird dieser Aufstand gewisser Kreise in Syrien unterstützt? Geht es nicht einfach darum einen Verbündeten des Iran zu destabilisieren?! Das nächste Glied in der Kette wäre der Iran.
Die Frage ist wird nichts getan seitens der Opposition, besteht auch kein Anlass des Assadregimes mit dem Militär einzuschreiten.
Die Probleme des Landes evolutionär zu lösen, ohne eine Patrone zu verschießen sollte im Vordergrund stehen!
Dem Assadregime wird vom Westen automatisch der Schwarze Peter zugeschoben. Die Bevölkerung und das Land gehen durch diese Auseinandersetzung unter.

...

Pff wollten die Briten nicht raus aus der Eu??
ich hoff die stimmen bald ab...

Warum nennt die "Presse" ...

... die Terroristen immer "Rebellen"? Es sind keine Rebellen, sondern in der Tat Terroristen.

Re: Warum nennt die "Presse" ...

die auf der richtigen Seite sind Rebellen, die anderen Terroristen!

Re: Re: Warum nennt die "Presse" ...

Ich hoffe das wird auch so gesehen wenn die Europäer aufstehen.

Re: Re: Warum nennt die "Presse" ...

Ach? Dann sind die syrischen Soldaten Rebellen???

20 Kilometer

Also das ist ok,dieser Korridor sollte hoffentlich nur dazu dienen Flüchtlinge zu schützen ! Wir Türken sollten uns ansonsten raus halten,möchte nicht das
unsere Soldaten sterben,um US Konzernen den weg zu ebnen.

Antworten Gast: Richtig
10.08.2012 15:35
0 3

Re: 20 Kilometer

ja sogar 35 Kilometer sind ok, denn so viel Kilometer innerhalb der türkischen Grenzen befinden sich die Guerilla-Einheiten der kurdischen Widerstandtsbewegung.

Re: Re: 20 Kilometer

Lieber Gast,warst du schon einmal im Kriegsgebiet ? Hast du schon mal Eltern gesehen die ihre Kinder und umgekehrt verloren haben ?
Der Mensch kann sprechen und so seine Probleme lösen !
Zurück zur PKK,die PKK ist eine Terrororganisation,mit dem Zweck die Türkei zu beschäftigen,damit die USA
in deren Schatten ihre Ziele verfolgen kann. Kurden und Türken sind Brüder,
die USA und ihre Geldgeber sind das
nicht ! Wie ich schon sagte die Türkei sollte sich militärisch nicht einmischen
in Syrien,nur einen Korridor für Flüchtlinge Schafen.


Antworten Antworten Antworten Gast: lieberGast
12.08.2012 14:04
0 0

Re: Re: Re: 20 Kilometer

Lieber Gast haben sie schon mal eine Mutter gesehen die Ihren Sohn ihm Gefängnisbesucht und Ihren Sohn nur in die Augen Blicken kann und nicht reden, weil Sie sonst vor den Augen ihres Sohnes geschlagen wird.

Hintergrund: der Insasse ist ein Kurde. Die Mutter kann nur Ihre Muttersprache Kurdisch und wird geschlagen,wenn sie Ihre Mutter Sprache redet. Deshalb schweigt sie, nicht, weil sie Angst hat vor den Schlägen.Sondern sie will nicht,dass ihre Sohn sieht,dass seine Mutter geschlagen wird.

 
12