Deutschland: Grünen-Chefin Roth im Amt bestätigt

17.11.2012 | 16:32 |   (DiePresse.com)

Beim Parteitag in Hannover wurde die Grünen-Vorsitzende mit 88,5 Prozent der Stimmen im Amt bestätigt.

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Die Grünen-Vorsitzende Claudia Roth ist trotz ihrer Niederlage bei der Wahl der beiden Spitzenkandidaten mit großer Mehrheit in ihrem Amt bestätigt worden. Beim Parteitag in Hannover wurde die 57-Jährige mit 88,5 Prozent von 773 abgegebenen Stimmern wiedergewählt. Eine Gegenkandidatin gab es nicht.

Zu ihrer Kandidatur sei sie ermutigt worden, sagte Roth in ihrer Bewerbungsrede. "Ihr müsst beantworten, ob ich die Richtige bin." Sie werde sich nicht verbiegen, sagte sie mit Blick auf ihre als exaltiert geltende Art. "Und das Nerven, das gewöhne ich mir auch nicht mehr ab."

"Die Trauerzeit ist vorbei. Jetzt, liebe Freundinnen und Freunde, begrüße ich Euch zum letzten Jahr von Schwarz-Gelb", rief sie den Delegierten vor der Wahl zu.

Nach Bekanntgabe der Ergebnisse der Urwahl der Spitzenkandidaten hatte Roth erwogen, sich nicht wieder zur Wahl zu stellen. Bei der Urwahl der Spitzenkandidaten war sie mit nur 26,2 Prozent abgeschlagen auf dem vierten Platz hinter der Bundestagsvizepräsidentin und Überraschungssiegerin Katrin Göring-Eckardt und Fraktionschefin Renate Künast. Zudem setzte sich Grünen-Fraktionschef Jürgen Trittin mit 71,9 Prozent durch. Das Ergebnis der Urwahl wurde vor einer Woche bekanntgegeben.

(APA)

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4 Kommentare

basisdemokratie

hoffentlich ist jetzt der schmäh mit der basisdemokratie gestorben. wenn noch einer von den grünen mit diesem schmäh daherkommt . u. der journalist "grillt" ihn nicht, dann soll der journalist wegen unfähigkeit den beruf wechseln !

Wir gratulieren.

Ein tolles Ergebnis- immerhin wurde auf einen Gegenkandidaten verzichtet, man kann ja nie wissen ("Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser" W.I. Lenin)!

...trotzdem ein Tropfen Wermut im Wein: Ergebnisse von 104,22% gehören wohl der Vergangenheit an- umso mehr die, welche bereits vor der Abstimmung veröffentlicht wurden.
Zumindest wird die streitbare Dame jetzt wohl nicht mehr hartzen müssen.

Re: Wir gratulieren.

... einen Gegenkandidaten und / oder eine Gegenkandidatin verzichtet, ...
So viel Zeit muß sein.

Es soll noch eine dritte Gruppe geben, die es nicht so genau weiß. An einer Sprachregelung wird derzeit gearbeitet.

Der Vorschlag "Gegenkandidatur" scheiterte am Einspruch der Ortsgruppe Bad Tölz.

Typisch für die Grünen

einerseits will man die Dame nicht mehr haben und dann wird sie doch wieder gewählt. Die Grünen - nicht nur in Deutschland - sind eine Partei der Widersprüche und Wendehälse.

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