Sarkozy-Richter erhielt Morddrohung

28.03.2013 | 07:04 |   (DiePresse.com)

Der Untersuchungsrichter Jean-Michel Gentil leitet das Ermittlungsverfahren gegen den Ex-Präsidenten im sogenannten Bettencourt-Fall.

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Der Untersuchungsrichter im Ermittlungsverfahren gegen den früheren französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy wird bedroht. Jean-Michel Gentil, der zusammen mit zwei weiteren Richtern wegen des Vorwurfs der illegalen Wahlkampffinanzierung gegen Sarkozy ermittelt, habe einen Umschlag mit einer Morddrohung und Platzpatronen erhalten, teilte die Richtervereinigung SM am Mittwoch mit. Ein Richter sagte, der Brief habe auch Drohungen gegen andere Richter enthalten. Die Polizei sei eingeschaltet worden.

Der Vorwurf der Justiz gegen Sarkozy lautet auf "Ausnutzung der Schwäche" der heute 90-jährigen L'Oréal-Milliardärin Liliane Bettencourt, die laut ärztlichen Gutachten seit dem Jahr 2006 an Demenz leidet. Sarkozy soll ihr für seinen Präsidentschaftswahlkampf des Jahres 2007 illegale Spenden aus der Tasche gezogen haben. Er muss nun mit einem Prozess rechnen, will aber Beschwerde gegen das Ermittlungsverfahren einlegen. Nach der Einleitung des Verfahrens vor einer Woche zog Sarkozys Anwalt die Unparteilichkeit Gentils in Zweifel.

(APA/AFP)

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3 Kommentare
0 0

für sarko gilt die unschuldsvermutung


Dabei hat er so einen netten Namen :)


Re: Dabei hat er so einen netten Namen :)

Wenn er seinem Namen Ehre machen will, darf er sich aber nicht gegen die Mächtigen stellen ...

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