Al-Qaida-Chef lobt syrische Aufständische

28.07.2011 | 09:41 |   (DiePresse.com)

Die syrischen Demonstranten sollen dem "Unterdrücker und Verräter" eine Lektion erteilen, forderte Al-Qaida-Chef Zawahiri in einem Video. Damit stellte er sich gegen Syriens Präsidenten Assad und die USA.

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In einer Videobotschaft hat der neue Chef des islamistischen Terrornetzwerks al-Qaida, Aiman al-Zawahiri, die regierungskritischen Proteste in Syrien gelobt. In der Aufzeichnung bezeichnete er die Demonstranten, die gegen Präsident Bashar al-Assad auf die Straße gehen, als "Glaubenskämpfer".

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Zudem forderte er sie auf, "dem Angreifer, Unterdrücker, Verräter und Ungläubigen eine Lektion zu erteilen", wie das auf die Überwachung islamistischer Internetseiten spezialisierte US-Unternehmen "Site" am Mittwoch berichtete.

"USA verrät den Heiligen Krieg"

Zugleich warnte Zawahiri die syrischen Demonstranten vor den angeblichen Plänen der USA. Seiner Meinung nach wolle die US-Regierung Assad durch eine Führung ersetzen, welche "die Revolution und den Heiligen Krieg verraten" werde. Sie würde nämlich einzig "die Interessen Israels vertreten".

Außerdem bedauerte Zawahiri, dass er und andere al-Qaida-Anhänger sich nicht an den Protesten beteiligen könnten.

"Neue Führung soll Kampf fortsetzen"

Der langjährige Stellvertreter des getöteten al-Qaida-Chefs Osama bin Laden war Mitte Juni offiziell zu dessen Nachfolger an der Spitze des Terrornetzwerks ernannt worden. Zu diesem Zeitpunkt kündigte al-Qaida an, auch unter der neuen Führung den "Heiligen Krieg" gegen die USA und Israel fortsetzen zu wollen. Bei den Protesten in Syrien kamen bisher mehr als 1400 Zivilisten ums Leben. Mehr als 12.000 weitere wurden festgenommen.

(Ag./Red.)

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3 Kommentare

Geh mit deinen Enkelkindern spielen!

Der Typ steht eh schon mit einem Bein im Grab und faselt etwas vom heiligen Krieg, in den er aber natürlich andere schickt.

Damit sollte alles klar sein!


Gast: Drr. Albert R. Schlecker
28.07.2011 15:17
1 0

zu Fortschrittlich für die Muslimbrüder

Sagt alles über die arabischen Revolutionen aus. Assad trennt Kirche und Staat, andere Religionen haben die selben Pflichten und RECHTE wie die muslimische Bevölkerung. Deswegen muss er weg, darum unterstützen Muslimbrüder und andere Radikale bereitwillig die Demonstranten (was nicht heißt das es nicht auch welche gibt die tatsächlich für mehr Demokratie kämpfen). Sollte Assad gestürzt werden und die Radikalen die Macht übernehmen droht dort unten eine ethnische Säuberung.
Wie kommt es das es in Saudi Arabien und den VAE nicht zu Aufständen kommt? Auch dort gibt es keine Meinungsfreiheit, eher noch weniger als unter der Diktatoren. Das sollte einem zu denken geben

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