Hollande für Spitzensteuersatz von 75 Prozent

28.02.2012 | 06:19 |   (DiePresse.com)

Der französische Präsidentschaftskandidat will Menschen mit einem Einkommen über einer Million Euro im Jahr zur Kasse bitten. Der Sozialist liegt in Frankreich in den Umfragen vor Sarkozy.

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Der sozialistische Präsidentschaftskandidat François Hollande will im Falle eines Wahlsieges in Frankreich einen Spitzensteuersatz von 75 Prozent einführen. Dieser solle für Einkommen von über eine Million Euro im Jahr gelten, kündigte Hollande am Montagabend im Fernsehsender TV1 an. Und fügte hinzu: Eine solche Zusatzbelastung zu akzeptieren, sei auch ein Akt von Patriotismus.

Weiters verwies Hollande auf die immens hohen Einkommen französischer Spitzenmanager. Der gegenwärtige Spitzensteuersatz in Frankreich liegt bei knapp 50 Prozent. Im seinem Wahlprogramm hatte Hollande ursprünglich nur die Erhöhung des Spitzensteuersatzes von 41 auf 45 Prozent angekündigt. Er soll für Einkommen von mehr als 150 000 Euro jährlich fällig werden.

In Frankreich wird in zwei Wahlgängen im April und Mai ein neuer Präsident gewählt. Hollande ist der wichtigste Herausforderer von Staatschef Nicolas Sarkozy. In Umfragen liegt der Sozialist derzeit klar vor dem Amtsinhaber.

(APA/Ag.)

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73 Kommentare
 
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reichensteuer

endlich hat jemand der MUT das zu Tun von dem andere nur sprechen aber es nicht umsetzen !!! Spitzensteuersatz auf 75 % anzuheben finde ich genau das richtige und die unternehmer sollen nicht jammern es geht hierbei nur um privatvermögen und kein betriebsgebundenes kapital !! Hollande hat verstanden was viele andere nur geahnt haben das in frankreich genau so wie in östereich 10 prozent der bevölkerung 70 prozent des kapitals besitzen deshalb müssen jetzt mal die reichen anfangen sich am allgeimanwohl zu beteiligen weil es schon höchste zeit wird !!! es kann nicht sein das die reichen immer reicher werden und die mehrheit der bevölkerung die steuerhauptlast tragen muss! gewinne werden in unserer gesellschaft privatisiert und verluste sozialisiert !!!Das merkt man am beispiel der griechen die niemals in der lage sein werden die kredite zurückzuzahlen das müssen wir steuerzahler wieder begleichen und dieses geld fließt wiederum denn reichen in form von Zinsen wieder in die tasche !! bravo Herr Hollande!!!

Gast: robert
10.05.2012 11:01
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Reichensteuer

endlich hat jemand der MUT das zu Tun von dem andere nur sprechen aber es nicht umsetzen !!! Spitzensteuersatz auf 75 % anzuheben finde ich genau das richtige und die unternehmer sollen nicht jammern es geht hierbei nur um privatvermögen und kein betriebsgebundenes kapital !! Hollande hat verstanden was viele andere nur geahnt haben das in frankreich genau so wie in Österreich 10 prozent der bevölkerung 70 prozent des kapitals besitzen deshalb müssen jetzt mal die reichen anfangen sich am allgeimanwohl zu beteiligen weil es schon höchste zeit wird ! es kann nicht sein das die reichen immer reicher werden und die mehrheit der bevölkerung die steuerhauptlast tragen muss! gewinne werden in unserer gesellschaft privatisiert und verluste sozialisiert !!! bravo Herr Hollande!!!

Gast: Bold
29.02.2012 15:21
0 0

Steuerterror?

Fast ein halbes Jahrhundert (1936-1981) gab es in den Vereinigten Staaten Spitzensteuersätze von 70% bis zu 94% ab Einkommensgrenzen, die heute inflationsbereinigt 500.000 USD bis 3 Mio. USD entsprechen.

Warum hat niemand John F. Kennedy oder Richard Nixon Steuerterror vorgehalten?

Gast: EFF EFF
29.02.2012 06:40
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Immerhin ein Anfang

Vermögenswerte bestehen nicht nur aus Einkommen und sind längst verteilt. Trotzdem eine Einkommensteuer über 75% für nimmersatte Gierschlunde begrüssenswert ist, wird sie die gesellschaftstrukurellen Probleme nicht lösen. Wer wirklich eine Umverteilung anbahnen möchte, von der die Bevölkerung profitiert, müsste schon ans Eingemachte gehen.

Zwar gibt es ein Recht auf Eigentum, jedoch sollte die Höhe des Eigentums das gesellschaftliche Gefüge im jeweiligen Land nicht überstrapazieren. Ein Recht auf "Ich will alles" gibt es nicht.

Gast: Genosse Graf Gudenus
28.02.2012 19:40
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€ 2.500 maxi, 12 mal: geniug


Antworten Gast: Martin_S
28.02.2012 21:45
1 0

Re: € 2.500 maxi, 12 mal: geniug

.. spricht der arbeitsfaule Mindestsicherungsbezieher...

nächste krise

solche gestalten haben den größten beitrag zur finanzkrise geleistet.
am beispiel frankreich sieht man, wie man einen staat um seine möglichkeiten bingt um das dann als sozial zu verkaufen.
aber eh wurscht, die kriegerischen bösen deutschen zahlen eh alles und ewig.

Gast: ArnoNyhm
28.02.2012 18:41
2 0

Populisten erobern Europa

Egal ob in Ungarn, Griechenland oder Frankreich: Je hirntoter und realitätsferner die Sprücheklopfer auftreten, desto mehr Lemminge folgen ihnen.

-Dass einzigste, was Hollande damit tatsächlich erreichen würde, wäre eine Flucht der Reichen ins Ausland.

Augenmaß ist offensichtlich keine europäische Tugend mehr in der Politik..

Antworten Gast: F.D.R.
28.02.2012 19:37
0 0

Re: Populisten erobern Europa

"Dass einzigste, was Hollande damit tatsächlich erreichen würde, wäre eine Flucht der Reichen ins Ausland."

In handlungsfähigen Staaten ist das nur legal, wenn man auf die Staatsbürgerschaft verzichtet.

US-Behörden schaffen es mit internationalen Haftbefehlen und Milliardenklagen sogar, das Schweizer Bankgeheimnis auszuhebeln. Die Schweiz knickte ein und übergab alle gewünschten Daten über US-Steuernhinterzieher.

Gast: Gerrysky
28.02.2012 18:41
1 0

Naja,

nichts neues. Werden sich halt noch mehr abputzen müssen. Ist überall in den aufgeblasenen Sozialstaaten so. Wer arbeitet und sich was schaft ist ein Tr...l. Letztendlich werden sowieso nur die Nichtsnutze und Sozialschm....er übrigbleiben. Der Rest, der ein bißchen was kann und hat, der haut sich über die Häuser. Siehe letzte erhobene Zahlen in der BRD. Österreich führt so eine Statistik nicht. "Eh kloar".

It is not allowed

to steal because the government hates competition

Gast: Bonn
28.02.2012 15:43
2 0

An Europa denken ...

müssen die Leute in Frankreich. Solche Ideen sind für die gemeinsame Zukunft nicht tragbar. Diese Vorhaben zerstören die Kraft des Euros.

Gast: Freiwillige.
28.02.2012 15:39
0 3

Freiwillige

Freiwillige vor, ich würde gerne 75% Steuern zahlen, wenn ich 150.000€ Einkommen hätte. Gerne können sich andere dem Kommentar anschliessen, die uner den Bedingungen auch das Geld möchten!!! Wenn sich genug finden ist das der Beweis, dass nur die Falschen das Geld haben....

Re: Freiwillige

Ich zahle rund Eur 100 Tsd Einkommenssteuer jährlich und kann Ihnen sagn dass ich nicht gerne mehr bezahlen würde.

Antworten Antworten Gast: Dann.
28.02.2012 21:22
0 0

Dann

Dann stelle ich die Frage anders: Ich zahle keine 100.000€ Einkommenssteuer - möchten sie für unser beider Glück mit mir Einkommen (und Steuer) tauschen?

Re: Dann

Nein, natürlich nicht. Ich zahle die Steuer auch insoferne "gerne" da sie mit einem entsprechenden Einkommen einhergeht.
Wobei Geld auch keineswegs glücklich macht. Ich zB habe 1995 nach meinem Studium mit einem Monatsgehalt von 870 Eur (Ganztagesjob) zu arbeiten begonnen. Ich war damals auch zufrieden und habe mich nicht arm gefühlt.

Gast: McCarthy
28.02.2012 14:56
0 0

USA 1944 kleine Geschichtslektion

Siehe USA:

"1944 erhöhte der Kongress den Spitzensteuersatz für Einkommen über 200 000 Dollar auf die neue Rekordhöhe von 94 Prozent. "

Das kommt davon, denn nun sind sie PLEITE.

Guckst Du hier:
http://www.monde-diplomatique.de/pm/2012/02/10.mondeText.artikel,a0065.idx,22

Re: USA 1944 kleine Geschichtslektion

Allerdings bei dem heutien Spitzensteuersatz von 28%, Wobei Kapitaleinkünfte mit max. 14% besteuert werden.
Vielleicht erklärt dies die Pleite.

Antworten Antworten Gast: PolyServer
13.09.2012 01:28
0 0

Re: Re: USA 1944 kleine Geschichtslektion

Ragan und seine Missinterpretation der Lafferkurve ist bekannt...

Die roten wissen wohl sinst nicht mehr wie sie den Wohlfahrtsstaat retten sollen!


Gast: Grüner Kaktus
28.02.2012 14:18
0 7

Wer bedient die Kinderlosen im Alter an der Kasse? Wer pflegt die Kinderlosen im Alter im Heim? Wer versorgt die Kinderlosen im Alter medizinisch? Wer fährt die Straßenbahn, in der die Kinderlosen im Alter fahren? Wer bringt den Kinderlosen im Alter das Essen vorbei? Wer unterhält die Kinderlosen im Alter im Fernsehprogramm? Wer sorgt dafür, dass Strom durch die Leitung fließt, wenn die Kinderlosen alt sind?

Richtig! Es sind unsere fleißigen türkischen Migranten die Österreich auch schon aus Ruinen wieder neu aufbauten.

Antworten Gast: Defender
28.02.2012 20:30
1 0

Re:

Wirrkopf

Antworten Gast: L.W.
28.02.2012 17:40
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Huii - was hamma jetzt alle aber wieder g'lacht.

Geh wieder spielen.

Gast: ROTER OKTOBER
28.02.2012 14:16
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Es ist Ungerecht und Unnatürlich aber trotzdem Gerechtfertigt , so hart es auch klingt . Wir haben uns demokratisch drauf geeinigt . Das natürliche Problem dabei ist das man Menschen die aus bestimmten gründen nicht alleine fähig sind führ ihre kinder aufzukommen dies ermöglicht . Die Natürliche Auslese wird hier außer kraft gesetzt was so manche Probleme mit sich bringt. zb. Armut und niedriges Bildungsniveau woraus wiederum neue Probleme entstehen

Gast: nina blum
28.02.2012 14:16
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Das System wird außerdem unrentabel sobald es genau so viele kinder gibt wie die Leute die dafür bezahlen . Man zahlt 150 Euro und bekommt es wegen seines Kindes wieder aber muss noch den bürokratischen Aufwand mitfinanzieren also ist es eigentlich ein Minusgeschäft . Das wir niemanden verhungern lassen wollen ist klar aber man sollte sich eingestehen das es nicht gerecht ist wenn ich meine Familie von anderen bezahlen lasse

Gast: no self esteem
28.02.2012 14:14
0 2

Rauf mit den Steuern was nur geht.

Wenn sich der Mittelstand wieder etwas leisten kann, dann blüht der ganze Staat.

 
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