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Der rätselhafte Tod von Libyens Ex-Premier in Wien

01.05.2012 | 18:33 |   (Die Presse)

Kurz vor dem Ableben Shukri Ghanems, dem einstigen Vertrauten des getöteten Ex-Diktators Muammar al-Gaddafi und dessen Sohnes Saif, erließ Libyens Justiz einen Haftbefehl.

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Wien/Cu/Hd/A.h. War es tatsächlich Mord? Selbstmord? Oder am Ende doch „nur“ ein bedauerlicher Unfall? Noch ist nicht geklärt, was hinter dem Tod von Libyens Ex-Premier und -Ölminister Shukri Ghanem steckt. Der 69-Jährige, der mit seiner Familie in Wien lebte, war Sonntagmorgen von einem Passanten tot in der Neuen Donau aufgefunden worden.

Doch eines ist klar: Ghanem stand kurz vor seinem Tod unter massivem Druck. Gegen den einstigen Vertrauten des getöteten Ex-Diktators Muammar al-Gaddafi und dessen Sohnes Saif – eine Zeit lang galt er als Nummer zwei des Regimes – wurde in Libyen Tage vor seinem mysteriösen Ableben ein Haftbefehl erlassen. Dies erfuhr „Die Presse“ aus Justizkreisen in Tripolis. In libyschen Medien kursierten Korruptionsvorwürfe.

Die Ermittlungen im persönlichen Umfeld des Toten sind für die Polizei äußerst schwierig, wie Sprecher Roman Hahslinger darlegt: Seine Frau und eine der drei Töchter haben Wien nämlich offenbar kurz nach der Todesnachricht Richtung Libyen verlassen. Befragt werden konnte lediglich die hier verbliebene dritte Tochter. Die Familie Ghanem hat enge Verbindungen zu Wien, seit der Libyer hier für ein paar Jahre Vizegeneralsekretär der Organisation erdölexportierender Länder war. Und Wien, wo Ghanem in der Kratochwjlestraße 12 im 22.Bezirk eine Wohnung hatte, wurde wieder zu seinem Lebensmittelpunkt, nachdem er sich im Mai 2011 schließlich vom stürzenden Gaddafi-Regime abgewendet hatte.

Damit hat er sich allerdings in beiden Lagern unbeliebt gemacht: bei den Gaddafi-treuen, weil er ihnen den Rücken kehrte, und bei den damaligen Rebellen, die jetzt an der Regierung sind, weil er es erst so spät tat. Er hatte zwar dem Vernehmen nach gute Verbindungen zu einigen wichtigen Köpfen im Nationalen Übergangsrat in Tripolis, viele dort haben ihm aber bis zuletzt misstraut.

 

Shukri Ghanem: Gaddafis Ex-Vertrauter war mit Wien eng verbunden

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Gefährliches Wissen

Zudem wusste Ghanem als ehemaliger Ölminister wohl gut, wer in Libyen etwas aus den Öleinnahmen des Landes in die eigenen Taschen steckte, und wo es, nachdem der Westen wieder in Libyen zu investieren begann, bei der Vergabe von Aufträgen zu Schmiergeldzahlungen gekommen war. Ein gefährliches Wissen.

Es gäbe also gleich einige Seiten, die ein Motiv für einen Mord hätten. Augenzeuge hat sich bisher keiner gemeldet, und zunächst deutete auch nichts auf Fremdverschulden hin, wie es seitens der Polizei hieß, das Ergebnis einer toxikologischen Untersuchung werde allerdings erst nächste Woche vorliegen. Derweil suchen das Landeskriminalamt und auch das Bundesamt für Verfassungsschutz nach weiteren Spuren.

 

Hatte Ghanem Depressionen?

Falls Mord ausgeschlossen werden kann, blieben die Selbstmord- und die Unfallvariante. Ein Abschiedsbrief, in dem er seine Gründe dargelegt hätte, wurde, soweit bekannt ist, nicht gefunden. Allerdings gibt es Gerüchte, dass Ghanem zuletzt an Depressionen gelitten haben soll und deshalb auch in ärztlicher Behandlung war. Bestätigung dafür gab es am Dienstag allerdings keine. Was die Polizei aus den Aussagen seiner Tochter weiß: Die beiden haben Samstagabend gemeinsam ferngesehen. Dabei habe Shukri Ghanem über Unwohlsein geklagt. In der Früh habe sie bemerkt, dass ihr Vater das Haus verlassen habe, so die Tochter.

Dies muss zwischen 23 Uhr und acht Uhr morgens gewesen sein, Ghanem war geschäftsmäßig gekleidet, trug Anzug und Hemd. Zuletzt arbeitete er in der Krugerstraße im ersten Wiener Bezirk für eine Beraterfirma. Wem er seine Expertise zugutekommen ließ, ist derzeit nicht bekannt, die OMV war es laut Aussage ihres Sprechers Sven Pusswald jedenfalls nicht.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 02.05.2012)

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16 Kommentare
Gast: Romanino
02.05.2012 09:14
0 0

GHADAFFI GELDER

ALSO DA IST DIE LISTE

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Metransparent Preliminary Black List of Qaddafi’s Financial Aides Outside Libya
Pierre Akel
Saturday 26 February 2011


Metransparent Exclusive:
1- Metransparent sources reconfirmed that Algerian authorities had sent 3 military transport planes to Libya to be used by Qaddafi for bringing in mercenaries from African countries. This, notwithstanding Algerian official denial.
2- However, sources confirmed that UAE’s minister of foreign affairs had promised Saiful Islam Qaddafi two planes from the UAE but did not follow up on his promise. Metransparent information published yesterday should be corrected accordingly.
3- Muammar Qaddafi called Saudi King Abdullah bin Abdul Aziz. He requested that the Saudi satellite channel " al-Arabiya " take a positive attitude towards his regime.
Our sources said " Al-Arabiya " has received official instructions to take a more pro-Qaddafi line "but not too ostentationlly". Saiful Islam Qaddafi was interviewed by al-Arabiya today saturday (Video and text on al-Arabiya).
4- The following is a Preliminary Black List (to be completed very shortly) of Libyan personalities who represent the financial striking arm of Qaddafi’s regime. Some of the following names are Libyan officials and sons of Libyan officials.
We are publishing the names with a view of the coming Inter

Gast: freund?
02.05.2012 01:53
0 0

damit kömma



lebn .

2 0

Nach allem was ich bislang darüber weiß...

ist es besser man weiß weniger.

Da dürfte ein Rattenclan eine Ratte eines anderen Clans beseitigt haben. Die Abgründe sind so tief - da kann ich die Österr. Ermittler schon verstehen das man die Sache elegant vom Hals kriegt.

Der wirkliche Skandal ist nicht das Ableben dieser Person sondern das die Politik ganzen Bataillonen solcher kriminellen Clans in Österreich Aufenthaltstitel gibt. Wohl wissend, das diese allesamt (und da kann man durchaus generalisieren) durch die Bank vermögende Schwerverbrecher sind.

1 0

Re: Nach allem was ich bislang darüber weiß...

Ja und alle armen Ausländer die hier leben sind selbstverständlich willkommen und anständig. Man gibt ja gerne.

"Der wirkliche Skandal ist,..."

...dass "Boris" zwischen "dass" und "das" nicht unterscheiden kann.

3 1

Die Autokorrektur am iPad ist tatsächlich ein Jammer...

das Problem hat nicht jeder.
Aber Viele hätten es gerne.

"Der rätselhafte Tod ..."

Wieso rätselhaft? Er ist doch ganz einfach ertrunken. Oder sollten uns die Behörden belügen? Nie und nimmer glaube ich das.

1 0

Nach allem was heute dazu gesagt werden kann ist...


das der Verlust für die Österreichische Bevölkerung verkraftbar sein wird - und es kann gut sein das ein Mehr davon einen robusten Mehrwert für unser soziales Gefüge hätte.
Es sind bei uns leider nicht fassbare Gruppen von Oligarchen mit ihren Clans und Schutzirganisatonen unterwegs, die den Rechtsstaat in einer Form bedrohen gegen den er sich (auch wegen unserer bereits massiv korrumpierten Innenpolitik) kaum wehren kann, für den wir schlicht keine Mittel haben.
Wenn sie sich gegenseitig umbringen und Inspektor Kottan ermittelt - auch gut...

5 0

Für mich ist der Fall gelöst


Der Verwalter des bei österreichischen Banken geparkten gigantischen Milliardenvermögens aus Libyens Ölexport (von dem die bescheidene Bagatelle von 50 Mille 2006 an Sarkozys Wahlkampf geflossen sind. Es wäre peinlich wenn das nächste Woche vor der Wiederwahl in Frankreich aufkommen würde, wie es eine französische Zeitung ankündigte) erlitt inmitten von Leuten spazierend am helllichten Tag am seichten Badestrand der belebten Copa Cagrana einen Herzstillstand, sprang daraufhin, ohne das es Zeugen auf dem stark bevölkerten Bulevard im grellen Sonnenlicht bemerkten, in voller Bekleidung und trotz seines Alters mit einem so gewaltigen Anrand meterweit ins Wasser das er ertrank, während er aber schon zwei Stunden vorher von seiner Familie in der Wohnung mausetot aufgefunden - wurde wo ihn die Polizei anfänglich vergeblich suchte.

Ich frage mich wie auch der zuständige Ermittler und Staatsanwalt: "Was kann daran aus österreichischer Sicht an der Version unklar sein?"

Woher er samt Familie (die angeblich nach dem Ableben heute blitzartig untergetaucht sind) die österreichische Aufenthaltsgenehmigung die er als Regimepräsident eines Unrechtsstaates problemlos bekam hatte und was das mit der SPÖ, deren & unserem Schuldenstand, dem jetzt de facto herrenlosen Vermögen bei österreichischen Banken zu dem nur er die Passwörter kannte, mit dem französichen Wahlkampf ec. zu tun haben könnte - ich hab keine Ahnung...

Gast: Pips
01.05.2012 21:07
2 0

Eng

verbunden mit Wien sind offenbar unzählige dubiose zwielichtige Figuren. Wien ist das Mekka Halbseidener in Europa. Dank massiver Unterstützung diverser Politiker. Toll so eine Reputation!

Gast: gelernter österreicha
01.05.2012 19:46
5 0

Seine Frau und eine der drei Töchter haben Wien nämlich offenbar kurz nach der Todesnachricht Richtung Libyen verlassen

Wie bei allen Politmorden sind alle Verdächtigen und Zeugen sofort im Ausland.

Bei Gadhaffi Junior war es ja auch so, nachdem eine Frau rein zufällig über den Zaun des Balkons seiner Wiener Residenz in den Tod stürzte.

Ich will nur ein halbes Prozent der Gelder, die in solchen Fällen fließen. Nur ein halbes Prozent. Dann wäre ich wahrscheinlich auf der Stelle steinreich.

1 0

Nur ein halbes Prozent. Dann wäre ich wahrscheinlich auf der Stelle steinreich.

oder eine Wasserleiche.

"Ich will nur ein halbes Prozent der Gelder..."

Immer nur Geld wollen! Gehn S' amal arbeiten!

..auch die Superreichen leiden an "Depression"

Geld macht eben nicht glücklich ...

Antworten Gast: Argesauge
02.05.2012 08:05
0 0

Re: ..auch die Superreichen leiden an "Depression"

aber auch nicht unglücklich!

das erzaehlen diejenigen die die Taschen voll haben, oder jene mit vollen Hosen - als Ausrede!

..mal was anderes .. aber auch nicht von besonderer Tiefe ...

http://julius-hensel.com/2012/05/libyen-olminister-tot-waffenschmuggel-aufgeflogen/